Domenico Losurdo Stalin

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Inhaltsangabe zu „Stalin“ von Domenico Losurdo

Es gab Zeiten, da blickten berühmte Staatsmänner wie Churchill oder Intellektuelle wie Hannah Arendt, Lion Feuchtwanger oder Heinrich Mann voller Achtung und Bewunderung auf Stalin und auf das von ihm geführte Land. Doch mit dem Kalten Krieg und nicht zuletzt mit der Geheimrede Chruschtschows wurde Stalin zu einem 'Monster', das vielleicht nur mit Hitler zu vergleichen sei. Domenico Losurdo setzt sich mit den Konflikten und Interessen auseinander, die diesem Umsturz der Sichtweise zugrunde liegen. Er nimmt diesen radikalen Gegensatz der Stalinbilder zum Anlass, sie allesamt zu problematisieren, statt eines davon zu verabsolutieren. Hierfür betrachtet er die sowjetische Geschichte auf der Grundlage einer umfassenden Komparatistik der Tragödien des 20. Jahrhunderts, entdämonisiert Stalin und stellt eine Reihe der gegen ihn erhobenenen Beschuldigungen in ihren historischen Zusammenhang.

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  • Rezension zu "Stalin" von Domenico Losurdo

    Stalin

    Heike110566

    28. December 2012 um 08:09

    Laut dem gängigen Mainstream war Stalin ein blurünstiger, völlig paranoider und machtbesessener Massenmörder, das Monster der Menschheit überhaupt. Aber was ist wirklich dran an dem, was über Stalin den Menschen eingetrichtert wird? - Fragt man nämlich die meisten Menschen, die "Otto-Normalos", dann kommen meist Stichworte wie Gulag, Terror, Mord, Verfolgung, Unterdrückung, Diktator usw. Hakt man nach, will wissen was diese Menschen über Stalin wissen, dann stellt man fest: da ist nichts. >>> Für die breite Masse ist Stalin ein Monster, weil eben "alle" dies sagen, selbst Linke und deshalb wird dies wohl auch stimmen. Domenico Losurdo hinterfragt. Der italienische Philosophie-Professor analysiert die gegen Stalin erhobenen Vorwürfe und betrachtet dazu die Kontexte, in denen die Untaten stattgefunden haben. Dabei geht es ihm nicht darum Stalin reinzuwaschen. Worum es ihm geht, ist die Einordnung Stalins in die Geschichte. In die Geschichte Russlands (bzw der Sowjetunion) und auch in die Weltgeschichte. Losurdo betrachtet genauso die Verdienste Stalins, die die Sowjetunion von einem rückständigen Agrarstaat zu einer führenden Industrienation und Weltmacht gemacht haben, die in der Lage war (als einziges Land) den deutschen Faschisten Paroli zu bieten und den deutschen Faschismus letztlich zu besiegen (Die USA trat erst in den Krieg in Europa ein, als das Ende der Faschisten schon absehbar war.), wie die negativen Erscheinungen, die man Stalin als Verbrechen zur Last legt (und relativiert dabei nicht, sondern geht stets wissenschaftlich-methodisch vor), wie die "Bartholomäusnacht der Sowjetunion", also die Verbrechen, die während der Zeit der Zwangs-Kollektivierung in der Landwirtschaft stattfanden, das Konzentrationslager-System (die Gulags) oder den großen Terror in den 1930er Jahren gegen die Opposition. Interessant ist dabei, dass er sich fast ausschließlich, egal ob es um Verdienste oder Verbrechen geht, auf Quellen beruft, die nicht in den Verdacht stehen kommunistisch apologetisch zu sein. Ganz im Gegenteil: Zumeist sind es Quellen, die eher antisowjetisch, antikommunistisch und antistalinistisch sind, aus denen Losurdo zitiert. Am Ende zeigt sich: Stalin war weder der blutrünstige, machtbesessene, paranoide Massenmörder, zu dem er heute fast immer noch gemacht wird, noch war er ein Genie, wie er auf der anderen Seite manchmal gesehen wird, sondern ein Mann an der Spitze des ersten sozialistischen Arbeiter- und Bauernstaates war, der alles dafür tat, dieses Projekt gegen innere und äußere Feinde zu verteidigen, der für die Errungenschaft der Sowjetmacht lebte, dabei aber auch unnachgiebig war und teilweise über das Ziel hinausschoss. Teil des Buches ist auch ein 20-seitiges Essay von Luciano Canfora mit dem Titel "Von Stalin zu Gorbatschow: Wie ein Imperium zu Ende geht". Dieses ist aus meiner Sicht ein qualitativer Bruch für das Buch insgesamt, dem ich auch inhaltlich, insbesondere was die Rolle Gorbatschows während der Konterrevolution betrifft, weitestgehend nicht zustimmen kann (aufgrund meiner bisherigen Kenntnisse zu dem Thema).

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