Domenico Starnone Via Gemito

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Inhaltsangabe zu „Via Gemito“ von Domenico Starnone

Eine bewegende Vater-Sohn-Beziehung<br>Ausgezeichnet mit dem Premio Strega.

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  • Rezension zu "Via Gemito" von Domenico Starnone

    Via Gemito
    Buecherstapel

    Buecherstapel

    07. November 2008 um 16:32

    Gleich im ersten Satz macht der Ich-Erzähler Mimi deutlich, dass er die Lebenslügen und Rechtfertigungsversuche seines Vaters Federi durchschaut hat. In den letzten Kriegsjahren und der Nachkriegszeit wächst Mimi in Neapel gemeinsam mit drei Brüdern unter bedrückenden Bedingungen auf. Sein Vater ist von Beruf Eisenbahner, der sich als leidenschaftlicher Maler zum verkannten Künstler stilisiert und nicht nur mit seiner Kunst die gesamte Großfamilie terrorisiert. Das Geld für eine mehrköpfige Familie reicht in der knappen Nachkriegszeit hinten und vorne nicht, in den schlimmsten Zeiten lebten 14 Personen zusammen in einem Zimmer. Die Maximen des Vaters sind so simpel wie gnadenlos: Der Vater hat immer Recht, Frauen sind nur glücklich, wenn sie gerade schwanger sind, Frauen gehören ins Haus und müssen stets klein gehalten werden, an Misserfolgen sind selbstverständlich immer andere Menschen Schuld. Die folgenreichste Regel für Mimi, die sein gesamtes Leben prägen wird, ist jedoch: Du darfst deinem Vater nicht widersprechen, du musst genauso sein wie dein Vater und falls du das nicht erträgst, jedenfalls vorgeben so zu sein wie er. Starnone zeichnet ein anrührendes Bild seiner Kindheit und verschweigt deren Schattenseiten nicht. Der bekannte Neapolitaner macht seine Leser mit der Darstellung des alltäglichen italienischen Machismo eher wütend als gerührt. Sein Psychogramm des geltungssüchtigen, von seiner Familie gefürchteten Despoten wirft beim Lesen die Frage auf, wie sich Söhne, die in ähnlichen Familienstrukturen aufwuchsen, je vom väterlichen Rollendiktat lösen sollen. In Via Gemito kommuniziert der Übersetzer direkt mit den Lesern des Buches. Gerhard Kofler übersetzt nicht nur aus dem Italienischen, sondern gibt in Fußnoten am Beispiel des "strunz" und seiner vielen Bedeutungen Einblick in die Seele der italienischen Sprache.

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