Dominic Benjamin Arbor - Der Weg des Waldes

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Inhaltsangabe zu „Arbor - Der Weg des Waldes“ von Dominic Benjamin

Das Motiv der Metamorphose von Menschen zu Bäumen ist uralt. Schon in der Antike und in der germanischen Mythologie faszinierte die Vorstellung, dass Menschen sich zu Bäumen verwandeln können. "Arbor" (lat. der Baum) greift dieses Motiv auf und appliziert es auf die Gegenwart, in welcher der Wald für viele Menschen ein Ort der Sehnsucht und der Erholung ist, gleichzeitig aber auch ein Ort der düsteren Geschichten und des Mystischen. Dominic Benjamin erzählt die Geschichte des Geigers Max von Relling, eines begnadeten, doch pedantischen Musikers. Eines Tages hat er einen Traum, der ihn mehr verändert, als er zunächst glaubt. "Die Vorfälle, die sich zugetragen haben, als die Menschen Opfer der Wälder wurden, dürfen sich nie wiederholen. Aber ‚Arbor‘ wird immer wieder wüten, wenn wir nicht erkennen, dass es Demut braucht, dass wir mit unserer Annahme, die intelligenteste Lebensform auf diesem Planeten zu sein, nicht recht hatten. Das war nur eine Warnung. Der Frieden ist brüchig." – Clara, im Herbst jenen Jahres –

Ein spannender und tiefsinniger Roman!

— sara2014

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  • Von der Macht der Natur und der Kraft des Schöpferischen

    Arbor - Der Weg des Waldes

    sara2014

    09. August 2016 um 10:05

    Ausgehend von einem ganz normalen Sonntagnachmittag im Leben des zurückgezogenen und in seinem Beruf aufgehenden Musikers Max von Relling wird nicht nur der Protagonist, sondern ebenso der Leser / die Leserin dieses faszinierenden Debüts tief hineingezogen in merkwürdige Ereignisse, die mit Ratio und Naturwissenschaft nicht erklärbar sind. In der Welt einer deutschen Kleinstadt, die als K. bezeichnet wird und die über eine Universität und ein Orchester verfügt, ereignen sich mysteriöse Vorgänge, die von Arbor (lat. der Baum) ausgelöst und gesteuert werden. Der Geiger Max von Relling nimmt als erster Bewohner von K. eine merkwürdige Veränderung an seinem Körper wahr und begibt sich deswegen in ein Krankenhaus. Obwohl sein armenischer Zimmernachbar von einer ähnlichen Anomalie eines Menschen in seiner Heimat berichtet, hält Max von Relling das Ganze – ähnlich wie die ratlosen Ärzte und seine Orchesterkollegin Clara - für eine abstruse, unglaubliche Geschichte. Ohne eine Diagnose wird Max nach Hause entlassen und stellt fest, dass sich nicht nur sein Körper, sondern auch sein Bewusstsein verändert hat. Zudem merkt er schnell, dass er nicht der einzige Betroffene ist … Die Details einer gegen die Bewohner von K. wütenden Natur, die Dominic Benjamin in einer klaren und bildhaften Sprache beschreibt, fügen sich am Ende des Romans logisch zusammen und bleiben glaubhaft, auch wenn sie auf einer anderen Realitätsebene angesiedelt sind. Der Fantasy-Roman „ARBOR - Der Weg des Waldes“ ist nicht nur extrem spannend, sondern regt auch zum Nachdenken an. Ohne erhobenen Zeigefinger hinterfragt Dominic Benjamin die Hybris des Menschen, sich als Krone der Schöpfung zu fühlen und sich für das mit Abstand intelligenteste Lebewesen auf der Erde zu halten, das die Natur ungestraft quälen und vernichten darf. In „ARBOR“ schlägt diese gewaltig zurück. Dieses erschütternde und ungewöhnliche Buch entlässt den Leser / die Leserin jedoch nicht ohne die Hoffnung auf die Fähigkeit des Menschen, durch die Kraft des Schöpferischen eine heilsame Verbindung mit der Natur einzugehen.

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