Dominik Bartels

 3.9 Sterne bei 15 Bewertungen
Autor von Black Taxi, 155 Kurze aus der Poetry Slam Szene und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Dominik Bartels

Black Taxi

Black Taxi

 (7)
Erschienen am 01.03.2006
155 Kurze aus der Poetry Slam Szene

155 Kurze aus der Poetry Slam Szene

 (5)
Erschienen am 01.07.2012
Blättersammlung

Blättersammlung

 (1)
Erschienen am 15.09.2014
Am Ende wird es immer hart

Am Ende wird es immer hart

 (2)
Erschienen am 25.03.2008
Der Worte nicht genug

Der Worte nicht genug

 (0)
Erschienen am 07.05.2010

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Rezension zu "Black Taxi" von Dominik Bartels

Rezension zu "Black Taxi"
ElkeKvor 2 Jahren

Inhaltsangabe:

Martin von Bergen’s Eltern sterben, als er 17 Jahre alt ist. Doch um das Unternehmen zu übernehmen, hat sein Vater testamentarisch festgelegt, das Martin ein Auslandsstudium in Betriebswirtschaftslehre studieren soll. Sein Vormund schickt ihn somit nach Belfast.

Schon gleich bei der Ankunft lernt er Sean kennen, einen irischen Black Taxi-Fahrer. Sean ist es auch, der ihn auf die Probleme im Land hinweist. Und als er wenig später selbst Opfer eines Bombenattetats wird, merkt Martin, wie tief der Hass zwischen den Loyalisten und Nationalisten ist. Er wird von Sean’s Familie gesund gepflegt und verliebt sich dabei in Sarah, Sean’s Schwester.

Doch diese Liebe währt nicht lang und Martin muss sich damit auseinander setzen, was er mit seinen Gefühlen der Trauer, Wut und Hass anstellen soll. Da kommt ihm ein junger Schotte mit einer großartigen Idee gerade recht und gemeinsam versuchen sie, ein Projekt zu starten, das gerade den jahrzehntelangen Hass überbrücken soll. Aber wird es ihnen auch gelingen?

Mein Fazit:

„Black Taxi“ ist ein sehr bewegendes Buch. Die Geschichte um Martin, der nicht nur das erste Mal so etwas wie eine Familie erfährt, sondern sich auch noch tief in Sarah verliebt hat, ist auch deshalb sehr tragisch, da seine Argumente zur Überwindung aller Probleme sehr logisch und vernünftig klingen, aber bei den entsprechenden Personen kein Gehör finden.

Er ist in Belfast ein Ausländer und wird ungewollt zwischen die Fronten geschubst. Er fühlt sich der Gewalt und dem Hass hilflos gegenüber, dennoch lässt er nichts unversucht, um seinen besten Freund von der Richtigkeit seiner Argumente zu überzeugen.

Mich haben viele Seiten in diesem Buch bewegt, der Abschied von Sarah und auch das gemeinsame Projekt. Sehr berührend und eindringlich hat der Autor Martins Gefühle ausgedrückt, ohne das es kitschig wirkt. Auch wenn das Ende traurig war, so hat es mich nicht sonderlich überrascht; in meinen Augen ist es richtig und logisch.

Sean’s Familie und auch sein französischer Freund Jean-Luc waren für mich sympathische Figuren und begleiteten Martin auf unterschiedliche Weise. Mich hat sehr beeindruckt, welch‘ unterschiedliche Sichtweisen sie hatten und unterbreiteten mir als Leserin die ganze Palette der Problematik. Letztendlich machte es mich sogar neugieriger und ich bekann einiges über diesen Komflikt im Internet nachgelesen.

Was ich nicht so gut an diesem Buch empfand, waren die langen Absätze. Das war für mich zuweilen anstrengend zu lesen und hat mich schon mal im Lesefluss gestoppt.

Das Buch ist lesenswert und regt zum Nachdenken an, von mir bekommt es 4 von 5 Sternchen.

Anmerkung: Die Rezension stammt vom Oktober 2009.

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J

Rezension zu "155 Kurze aus der Poetry Slam Szene" von Dominik Bartels

Eine schöne Sammlung.
jahfabyvor 5 Jahren

Poetry Slams und Spokenword-Lesungen sind ohnehin schon Formate, die mit kurzen Texten überzeugen.

So beginnt das Vorwort. Es ist länger als der Großteil der Texte in dem Buch. Rund 40 Slam Poeten durften insgesamt 155 ganz kurze Texte beisteuern. Vom Elfchen über den Haiku und die Kürzestgeschichte sind alle Formate der kurzen Literatur vertreten, sortiert nach groben Überthemen wie Afforismen, Liebe oder Stadt-Land-Fluss.

So groß die Bandbreite auch ist, so verschieden sind die Geschmäcker. Manche Seiten in diesem Buch haben mich lange Zeit nachdenken lassen, andere habe ich überflogen, ja fast übersprungen. Aber ich denke, das ist bei Anthologie normal. Mich persönlich hat die zweite Hälfte dieser Sammlung viel mehr begeistert, als die Erste. Kurz nach der Mitte waren für mich die Perlen und Höhepunkte dieser Sammlung.

Generell zeichnet die Anthologie ganz gut das Bild der Szene ab, wie ich sie kenne: Es existieren mehr lustige als nachdenkliche Texte, die Lyrik überwiegt ein kleines wenig. Ich hätte es für meinen Geschmack ganz toll gefunden, wenn mehr Autoren durch die 155 Texte vertreten gewesen wären. Ein paar Namen habe ich zu oft über den Texten gelesen. Aber vielleicht ist selbst das symptomanisch für die Szene. 

155 Kurze aus der Poetry Slam Szene ist eine etwas andere Anthologie aus der Slam Szene mit Texten für jeden Geschmack. Besonders, wenn man die Autoren kennt und ihre Stimme im Ohr hat, machen manche Texte richtig großen Spaß.

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Bokmasks avatar

Rezension zu "Black Taxi" von Dominik Bartels

Rezension zu "Black Taxi" von Dominik Bartels
Bokmaskvor 10 Jahren

Dieses Paperback ist mit 22 x 15 cm arg groß und sehr schlecht zu halten. Das Cover ist völlig schwarz mit dem Titel in großen weißen Buchstaben. Der Name des Autors ist ziemlich unscheinbar in Grau dazwischen. Die Schrift des Buches ist leider recht klein.

In dieser Geschichte geht es um den 17jährigen Martin, der seine Eltern durch ein Unglück verloren hat. Es wird aus der Sicht von Martin erzählt.
Auf der Beerdigung seiner Eltern weiß er nicht so recht, was er dort soll. Gefühle des Verlustes wollen sich nicht einstellen. Seine Eltern haben nie Zeit für ihn gehabt, wie sollte er da eine Bindung aufbauen?
Nach der Testamentsverlesung ist Martin alles andere als glücklich. Er darf erst dann erben, wenn er ein abgeschlossenes Studium der Wirtschaftswissenschaften im Ausland vorlegen kann. Zum Vormund wird der Anwalt seines Vaters benannt.
Dieser Anwalt meldet Martin an der Queens Universität in Belfast, Nordirland, an. Martin kann es nicht fassen, Nordirland, der Pool der Gewalt.
Er fliegt hin und lernt auf der Fahrt vom Airport zur Universität einen katholischen Taxifahrer kennen, Sean. Wie es das Schicksal will, begegnen sie sich wieder und werden richtige Freunde. So bekommt Martin sehr genaue Eindrücke davon, was in Nordirland eigentlich los ist und auch warum. Bald ist Martin bei der Familie von Sean ein gern gesehener Gast und begegnet seiner großen Liebe Sarah. Martin kommt auch nicht ohne Blessuren davon, denn den nordirischen Protestanten passt es überhaupt nicht, dass ein deutscher Student sich mit einer katholischen Familie anfreundet und auch zu ihnen steht, komme was wolle.
Aber lest es selber.

Dieses Buch konnte ich nicht am Stück durchlesen, es bewegt oft zum Nachdenken und ich musste erst einmal verdauen, was ich dort las. Ich habe innerlich gejubelt, gelacht, geweint, gehasst - aber auch gleichzeitig gehofft.
Die Protagonisten werden einem im Laufe der Geschichte immer vertrauter. Die teils schon liebevollen Beschreibungen bleiben im Gedächtnis haften.
Der Schreibstil ist sehr locker, wie ein 17jähriger eben denkt und redet, aber dann auch wieder sehr ernsthaft und nachdenklich. Der Stil verändert sich auch im Laufe der Geschichte, da Martin durch seine Erfahrungen schneller reift, als ihm lieb ist.
Dominik Bartels versteht es, seine Leser zu fesseln, auch wenn das Thema eher unerfreulich ist.
Die Spannung baut sich immer mehr auf, bis es dann zu einer richtigen Entladung kommt, und das mehrfach in der Geschichte. Der berühmte rote Faden zieht sich sehr schön durch das ganze Buch.
Die Recherche scheint sehr gut zu sein, logische Fehler habe ich keine gefunden.
Am Ende des Buches befindet sich ein Glossar, welches Bezeichnungen und Ausdrücke erklärt, die nicht jedem Leser geläufig sind.

Mein Fazit:

Ein absolut zu empfehlendes Buch, flüssig und schonungslos geschrieben. Dominik Bartels werde ich garantiert auf meine Autorenliste setzten, von ihm möchte ich gerne mehr lesen.

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