Dominik Bartels Black Taxi

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Inhaltsangabe zu „Black Taxi“ von Dominik Bartels

Belfast! Martin kann es nicht fassen. Ausgerechnet hier soll er studieren? Nordirland kennt er nur aus den Nachrichten. Bombenanschläge, Straßenschlachten, die IRA und schwer bewaffnete britische Soldaten in gepanzerten Fahrzeugen, das alles verbindet er mit Belfast. Aber neben Gewalt, Hoffnungslosigkeit und blindem Hass ‚findet Martin dort auch freundliche Menschen, die trotz der widrigen Umstände an einen friedlichen Neuanfang glauben. Und er ‚findet seine große Liebe. Aber die Troubles sind noch nicht vorbei und auch Martin gerät in den immer undurchsichtigeren Konflikt zwischen Loyalisten und Nationalisten. Die moralischen Werte des jungen deutschen Studenten werden auf eine harte Probe gestellt und die ehemals so klaren Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen zunehmend. Ein Projekt im Belfaster Hafen könnte die ersehnte Wende einläuten, doch der Bürgerkrieg wirft nach wie vor lange Schatten. Kann es trotzdem gelingen? (Quelle:'Flexibler Einband/01.04.2011')

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  • Rezension zu "Black Taxi"

    Black Taxi

    ElkeK

    13. December 2016 um 06:05

    Inhaltsangabe: Martin von Bergen’s Eltern sterben, als er 17 Jahre alt ist. Doch um das Unternehmen zu übernehmen, hat sein Vater testamentarisch festgelegt, das Martin ein Auslandsstudium in Betriebswirtschaftslehre studieren soll. Sein Vormund schickt ihn somit nach Belfast. Schon gleich bei der Ankunft lernt er Sean kennen, einen irischen Black Taxi-Fahrer. Sean ist es auch, der ihn auf die Probleme im Land hinweist. Und als er wenig später selbst Opfer eines Bombenattetats wird, merkt Martin, wie tief der Hass zwischen den Loyalisten und Nationalisten ist. Er wird von Sean’s Familie gesund gepflegt und verliebt sich dabei in Sarah, Sean’s Schwester. Doch diese Liebe währt nicht lang und Martin muss sich damit auseinander setzen, was er mit seinen Gefühlen der Trauer, Wut und Hass anstellen soll. Da kommt ihm ein junger Schotte mit einer großartigen Idee gerade recht und gemeinsam versuchen sie, ein Projekt zu starten, das gerade den jahrzehntelangen Hass überbrücken soll. Aber wird es ihnen auch gelingen? Mein Fazit: „Black Taxi“ ist ein sehr bewegendes Buch. Die Geschichte um Martin, der nicht nur das erste Mal so etwas wie eine Familie erfährt, sondern sich auch noch tief in Sarah verliebt hat, ist auch deshalb sehr tragisch, da seine Argumente zur Überwindung aller Probleme sehr logisch und vernünftig klingen, aber bei den entsprechenden Personen kein Gehör finden. Er ist in Belfast ein Ausländer und wird ungewollt zwischen die Fronten geschubst. Er fühlt sich der Gewalt und dem Hass hilflos gegenüber, dennoch lässt er nichts unversucht, um seinen besten Freund von der Richtigkeit seiner Argumente zu überzeugen. Mich haben viele Seiten in diesem Buch bewegt, der Abschied von Sarah und auch das gemeinsame Projekt. Sehr berührend und eindringlich hat der Autor Martins Gefühle ausgedrückt, ohne das es kitschig wirkt. Auch wenn das Ende traurig war, so hat es mich nicht sonderlich überrascht; in meinen Augen ist es richtig und logisch. Sean’s Familie und auch sein französischer Freund Jean-Luc waren für mich sympathische Figuren und begleiteten Martin auf unterschiedliche Weise. Mich hat sehr beeindruckt, welch‘ unterschiedliche Sichtweisen sie hatten und unterbreiteten mir als Leserin die ganze Palette der Problematik. Letztendlich machte es mich sogar neugieriger und ich bekann einiges über diesen Komflikt im Internet nachgelesen. Was ich nicht so gut an diesem Buch empfand, waren die langen Absätze. Das war für mich zuweilen anstrengend zu lesen und hat mich schon mal im Lesefluss gestoppt. Das Buch ist lesenswert und regt zum Nachdenken an, von mir bekommt es 4 von 5 Sternchen. Anmerkung: Die Rezension stammt vom Oktober 2009.

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  • Rezension zu "Black Taxi" von Dominik Bartels

    Black Taxi

    Bokmask

    31. August 2008 um 13:30

    Dieses Paperback ist mit 22 x 15 cm arg groß und sehr schlecht zu halten. Das Cover ist völlig schwarz mit dem Titel in großen weißen Buchstaben. Der Name des Autors ist ziemlich unscheinbar in Grau dazwischen. Die Schrift des Buches ist leider recht klein. In dieser Geschichte geht es um den 17jährigen Martin, der seine Eltern durch ein Unglück verloren hat. Es wird aus der Sicht von Martin erzählt. Auf der Beerdigung seiner Eltern weiß er nicht so recht, was er dort soll. Gefühle des Verlustes wollen sich nicht einstellen. Seine Eltern haben nie Zeit für ihn gehabt, wie sollte er da eine Bindung aufbauen? Nach der Testamentsverlesung ist Martin alles andere als glücklich. Er darf erst dann erben, wenn er ein abgeschlossenes Studium der Wirtschaftswissenschaften im Ausland vorlegen kann. Zum Vormund wird der Anwalt seines Vaters benannt. Dieser Anwalt meldet Martin an der Queens Universität in Belfast, Nordirland, an. Martin kann es nicht fassen, Nordirland, der Pool der Gewalt. Er fliegt hin und lernt auf der Fahrt vom Airport zur Universität einen katholischen Taxifahrer kennen, Sean. Wie es das Schicksal will, begegnen sie sich wieder und werden richtige Freunde. So bekommt Martin sehr genaue Eindrücke davon, was in Nordirland eigentlich los ist und auch warum. Bald ist Martin bei der Familie von Sean ein gern gesehener Gast und begegnet seiner großen Liebe Sarah. Martin kommt auch nicht ohne Blessuren davon, denn den nordirischen Protestanten passt es überhaupt nicht, dass ein deutscher Student sich mit einer katholischen Familie anfreundet und auch zu ihnen steht, komme was wolle. Aber lest es selber. Dieses Buch konnte ich nicht am Stück durchlesen, es bewegt oft zum Nachdenken und ich musste erst einmal verdauen, was ich dort las. Ich habe innerlich gejubelt, gelacht, geweint, gehasst - aber auch gleichzeitig gehofft. Die Protagonisten werden einem im Laufe der Geschichte immer vertrauter. Die teils schon liebevollen Beschreibungen bleiben im Gedächtnis haften. Der Schreibstil ist sehr locker, wie ein 17jähriger eben denkt und redet, aber dann auch wieder sehr ernsthaft und nachdenklich. Der Stil verändert sich auch im Laufe der Geschichte, da Martin durch seine Erfahrungen schneller reift, als ihm lieb ist. Dominik Bartels versteht es, seine Leser zu fesseln, auch wenn das Thema eher unerfreulich ist. Die Spannung baut sich immer mehr auf, bis es dann zu einer richtigen Entladung kommt, und das mehrfach in der Geschichte. Der berühmte rote Faden zieht sich sehr schön durch das ganze Buch. Die Recherche scheint sehr gut zu sein, logische Fehler habe ich keine gefunden. Am Ende des Buches befindet sich ein Glossar, welches Bezeichnungen und Ausdrücke erklärt, die nicht jedem Leser geläufig sind. Mein Fazit: Ein absolut zu empfehlendes Buch, flüssig und schonungslos geschrieben. Dominik Bartels werde ich garantiert auf meine Autorenliste setzten, von ihm möchte ich gerne mehr lesen.

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  • Rezension zu "Black Taxi" von Dominik Bartels

    Black Taxi

    Kossi

    29. March 2008 um 17:35

    Durch Zufall bekam ich dieses Buch in die Hände. Wobei ich mich oft frage, wieviele Zufälle es im Leben gibt. Vielleicht sollte es einfach so sein, dass ich Black Taxi lese. Meiner Meinung nach hat der Autor eine sehr gute Art, sich und (seine) Gefühle auszudrücken. Die Sätze sind wohlbedacht konstruiert, obwohl sie sehr flüssig zu lesen sind. Mir kam es aber dennoch so vor, als sei keines der ausgewählten Worte Zufall. Der Schreibstil von Dominik Bartels hat es mir leicht gemacht, das Buch bis zum Ende zu lesen. Die Ausdrucksweise gefällt mir sehr. Ohne jetzt zuviel zu verraten, möchte ich gestehen, dass ich im zweiten Teil des Buches sehr weinen mußte. Dort schreibt der Protagonist dieses Romans (Martin) einen Brief, der mir wirklich ans Herz geht. Ich glaube, der Autor hat sehr viel eigenes Herzblut in diesen Brief gelegt, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass man über die Liebe so schreiben kann, wenn man sie selber noch nicht so erlebt hat. Wenn man im Anschluss des Buches dann noch einmal die Widmung liest, so ist Gänsehaut garantiert. Zumindest war es bei mir so. Die Liebesgeschichte von Martin und Sarah ist die eine Hälfte des Buches. Die andere dreht sich um den Konflikt zwischen den Loyalisten und Nationalisten, die meiner Meinung nach sehr gut recherchiert ist. Sehr gut fand ich auch das Glossar, in dem der Autor einige Fremdworte zum besseren Verständnis erklärt. Alles in allem ein sehr gutes Buch. Ich würde gern mehr von Dominik Bartels lesen, möchte ihn aber dennoch bitten, im nächsten Buch etwas mehr Absätze vorherrschen zu lassen, denn das Lesen mit Absätzen ist einfach beruhigender für die Augen.

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