Dominik Steiner Leben und Leben hassen

(6)

Lovelybooks Bewertung

  • 2 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(1)
(3)
(1)
(1)
(0)

Inhaltsangabe zu „Leben und Leben hassen“ von Dominik Steiner

«An den Moment, an dem die Geborgenheit sich in Verfolgung verwandeln würde, dachten wir nicht. Wir dachten nicht an die Regeln der Welt, über die wir so leichtfüßig hinwegtänzelten, wie wir ihnen ungebremst entgegenprallten. Wir dachten nicht an die Liebe, nicht an den Tod. Wir dachten nur an die einzelne Sekunde der Entrückung, die uns für die Lebensdauer eines Windhauchs mit den Kleidern der Wunschlosigkeit schmückte.» Ist Sucht nur eine Suche nach Liebe und Geborgenheit? Wo fängt die Sucht an und wo hört das Suchen auf? Dominik Steiner beschreibt in seinem packenden Debüt den langsamen Weg seines Protagonisten Jona in die Abhängigkeit. Mit literarischer Unerschrockenheit führt er ihn zwischen Naivität und Abgeklärtheit vorbei an den unsichtbaren Weggabelungen des Lebens Stück für Stück in die Fänge der Drogen. Ein hinterhältiges Buch, dessen Tiefe besonders aus den unscheinbaren Ereignissen rührt, die die Figuren in die Sucht führen, und den Folgen, die die Abhängigkeit haben kann.

Stöbern in Romane

Der Gentleman

Herrlich witzig und urkomisch!

Kristall86

Tage ohne Hunger

Ein beeindruckendes Buch, das unter die Haut geht.

leserattebremen

Alles, was ich nicht erinnere

abgebrochen

Prinzenmama05

Der verbotene Liebesbrief

spannend, verwirrend und dabei sehr gefühlvoll - pures Lesvergnügen

Petra1984

Die Lichter von Paris

Meine Empfehlung für die kommende graue Jahreszeit. Idealer Lesestoff!

DarkReader

Babylon

Interessant, aber doch verworren. Zu viel Abschweifungen und zu wenig schlüssig für meinen Geschmack.

miro76

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Leben und Leben hassen

    Leben und Leben hassen

    GothicQueen

    25. June 2014 um 13:50

    In diesem Buch geht es um zwei Menschen, die keinen Plan haben, was sie mit ihrem Leben anfangen sollen. Und dennoch lieben sie die Dinge, die das Leben ihnen bietet. Sie stürzen sich hinein in eine Welt voll Sex und Drogen, ohne nachzudenken. Gut, oder nicht gut? Der Autor beschreibt jedenfalls, wie die beiden von Tag zu Tag tiefer in ihr Drogenloch fallen. Wie das Buch aufgefasst werden soll? Das bleibt dem Leser selbst überlassen. Dieses Buch ist nämlich kein "Drogen sind schlecht. Also nimm sie nicht"-Buch. Der Leser sollte durchaus selbst seine Erfahrungen machen und erlebt eben anhand der beiden Protagonisten die Geschichte mit und kann somit sehen, was passieren kann und sich dann selbst entscheiden. So kam es jedenfalls bei mir an.

    Mehr
  • Rezension zu "Leben und Leben hassen" von Dominik Steiner

    Leben und Leben hassen

    Schattenkaempferin

    02. February 2011 um 10:11

    Nicht nur meine Haut, alles, was mit mir in Berührung kam, ertrank in einer bedeutungslosen Blässe. Es kümmerte mich nicht mehr, ob ich diesen Weg zu Ende gehen, sterben oder alles, was ich mir wünschte, gewinnen würde. Ich wollte nur dasitzen und mich im Spiegel betrachten, wollte erkennen, was mir die Macht verlieh, so viel Leben aus meinem Körper zu saugen, dass meine Blicke anfingen sich totzustellen. Ich wollte nicht länger dabei zusehen, wie sich die Zeit Stück für Stück von meinem Leben nahm. Ich wollte ihr alles auf einmal zum Fraß vorwerfen, in aller Ruhe alles verlieren, während ich meine Haut in den Signalfarben der Nacht verblühen sehe. (Seite 47) Jona führt ein ganz normales Leben. Er wächst wohlbehütet auf, wird von seinen Eltern geliebt, geht zur Schule. Was normal ist, wird schnell langweilig, und so ist das Kennenlernen von Drako eine willkommene Ablenkung. Ein neuer Freundeskreis in einer nahegelegenen Stadt, in die Jona wochenends pendelt, lässt den Jugendlichen aufblühen, der bisher von seinen Mitschülern eher Ablehnung als Freundschaft kennen gelernt hat. Jona verliebt sich zum ersten Mal, geht zum ersten Mal die Nächte durchfeiern, raucht seinen ersten Topf – und schneller, als er gucken kann, verliert er sich im hoffnungslosen Strudel der scheinbaren Hoffnungsträger. Erstaunlich gelungen sind dem Autor hier nicht nur der Protagonist und dessen Leben, sondern auch die vielen kleinen Nebencharaktere, die der Geschichte eine lebendige Würzung geben. Menschen, die so unterschiedlich wie Tag und Nacht sind, leben auf engem Raum zusammen, teilen sich ohne Zwist ihre Habseligkeiten (und auch die Drogen), sind sich echte Freunde und behalten teilweise trotz allem klare Gedanken und das Wissen, dass das, was sie tun, sie auf Dauer kaputt machen wird. Obwohl man sich als Leser dann natürlich fragt, warum sie mit diesem Wissen nicht einfach handeln und die Finger von den Drogen lassen, kann man den Reiz des Flüchtens verstehen. Das Buch zeigt beide Seiten, die so fließend ineinander übergehen, dass selbst der Leser manchmal nicht klar unterscheiden kann, wo eine aufhört und die andere anfängt. Dominik Steiner zeigt mit Leben und Leben hassen, wie schnell ein Mensch abrutschen kann, und dass dabei nicht immer „die falschen Freunde“ eine Rolle spielen. Er macht deutlich, wie gelangweilt die Jugend heutzutage ist und wie einfach Drogen ins Spiel kommen können – angefangen bei „harmlosem“ Gras, das schnell nicht mehr ausreicht, nicht mehr den nötigen Kick liefert, nach einem besseren Ersatz verlangt. Dabei greift der Autor aber nicht nur zum Tadel, sondern schafft durch anschauliche Beschreibungen eine interessante Perspektive, in der man als Leser trotzdem nie vergisst, dass es hier um ein gefährliches Thema geht. Fazit: Dominik Steiners Debüt ist eine Mischung aus dem erhobenen Zeigefinger der Vorsicht und dem Aufruf zum Ausprobieren, die behutsam, aber auch schonungslos mit den Themen Drogen und Abhängigkeit umgeht. Leise, aber stetig zeigt der Roman, dass man gar nicht abstürzen muss, um zu fallen. Wertung: viereinhalb Sterne Handlung: 4,5/5 Charaktere: 5/5 Lesespaß: 4/5 Preis/Leistung: 4/5

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks