Dominique A. Schuetz Die unsichtbare Grenze

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Inhaltsangabe zu „Die unsichtbare Grenze“ von Dominique A. Schuetz

"Nie wieder wollten sie den Leibhaftigen beim Baden stören, und hofften, dass er dafür Dorf und Bewohner verschonte. Das blieb auch viele Jahrhunderte lang so. Bis einer die unsichtbare Grenze, die das Gute vom Bösen trennte, übertrat." Am Ende des 19. Jahrhunderts, tief im Valsertal. Im Dorf Fanell wächste der wissbegierige Andreas auf. Er findet sich in der streng katholischen und abergläubischen Gemeinschaft nicht zurecht und flüchtet in die Welt der Bücher. Sobald er kann, verlässt er das Dorf, um in Zürich Mathematik zu studieren - seine große Liebe Elfi muss er zurücklassen. In Davos begegnet er dem unheimlichen Engländer Clifton, der besessen ist vom Bösen. Als ihm Andreas die Teufelssage von Fanell erzählt, wittert dieser die dunklen Mächte und bricht ins Valsertal auf. Erst spät realisiert Andreas, welche Gefahr dem abgeschotteten Dorf und seiner großen Liebe droht.

Schräg, spannend, misteriös. (Wie und als, Genitiv und Dativ sollte man aber nicht zu wichtig nehmen - ist konsequent falsch.)

— potschkochl

Erinnert vom Stil und von der Thematik an Edgar Allan Poe

— Karin_Kehrer

Packend, mystisch, sagenumwoben und historisch zugleich.

— esposa1969

Spannend und mal absolut etwas anderes...

— Kartoffelschaf

Spannend und tiefgründig bis zur letzten Seite

— vielleser18

Von Anfang bis Ende einfach nur gut

— Antek

Eine literarische Überraschung!

— Miia86

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  • "Die unsichtbare Grenze"

    Die unsichtbare Grenze

    Bella5

    Ein spannender, gut geschriebener Roman für Schweiz-Fans und solche, die es werden wollen. Info: "Nie wieder wollten sie den Leibhaftigen beim Baden stören, und hofften, dass er dafür Dorf und Bewohner verschonte. Das blieb auch viele Jahrhunderte lang so. Bis einer die unsichtbare Grenze, die das Gute vom Bösen trennte, übertrat. Am Ende des 19. Jahrhunderts, tief im Valsertal. Im Dorf Fanell wächste der wissbegierige Andreas auf. Er findet sich in der streng katholischen und abergläubischen Gemeinschaft nicht zurecht und flüchtet in die Welt der Bücher. Sobald er kann, verlässt er das Dorf, um in Zürich Mathematik zu studieren - seine große Liebe Elfi muss er zurücklassen. In Davos begegnet er dem unheimlichen Engländer Clifton, der besessen ist vom Bösen. Als ihm Andreas die Teufelssage von Fanell erzählt, wittert dieser die dunklen Mächte und bricht ins Valsertal auf. Erst spät realisiert Andreas, welche Gefahr dem abgeschotteten Dorf und seiner großen Liebe droht." Meine Meinung: Ein spannender, gut geschriebener Roman für Schweiz-Fans und solche, die es werden wollen. Mir gefiel die Reise in die Vergangenheit. Wahr ist, dass es im neunzehnten Jahrhundert einen wahren Spiritismus-und Okkultismusboom gab, auch in den vornehmen Salons der Großstädte wurden Séancen abgehalten.Auch die Liebesgeschichte konnte mich überzeugen. Ob sie ein gutes Ende findet, müsst ihr selbst herausfinden, indem ihr den Roman lest!

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    • 2

    awogfli

    18. November 2014 um 11:41
  • Tiefe Abgründe

    Die unsichtbare Grenze

    Antek

    Die unsichtbare Grenze spielt Ende des 19. Jahrhunderts in einem kleinen Bergdorf tief im Valsertal. Abgeschnitten von der Außenwelt lebt hier eine streng katholische und aber auch abergläubische Gemeinschaft. Mitten unter ihnen der junge Andreas, der sich die Welt gerne rational erklären möchte. Gut, dass es einen Ungläubigen im Dorf gibt, der ihn seine Bücher lesen lässt. Obwohl Andreas sich unsterblich in die stumme Elfie verliebt, verlässt er das Dorf um das Gymnasium zu besuchen und anschließend zu studieren. Zeitgleich wächst in London der reiche Halbwaise Clifton auf. Seine Mutter hat sich in die Welt des Aberglaubens geflüchtet und Clifton ist fasziniert vom Bösen auf der Welt. Wie ein Besessener begibt er sich auf die Suche nach dem Teufel in Menschengestalt. Zufällig kreuzen sich die Wege der beiden jungen Männer und völlig unbedacht erzählt Andreas Clifton von der Teufels Sage. Angeblich soll in Farnell hinter einer ewigen Nebelwand der Satan baden. Endlich glaubt Clifton am Ziel seiner Suche zu sein und macht sich sofort auf den Weg. Dass Andreas sein Heimatdorf und vor allem seine Jugendliebe in enorme Gefahr gebracht hat, merkt er erst später. Hoffentlich nicht zu spät, kann er Farnell und vor allem Elfie retten? Ich bin völlig begeistert von diesem Roman. Von der ersten Seite ab hat mich die Autorin regelrecht gefangen und spätestens ab dem Zusammentreffen der beiden Männer konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Die Geschichte ist von Anfang bis Ende genial durchdacht und umgesetzt. Die durch den Nebel unheimliche Atmosphäre in Farnell wird eindringlich dargestellt, ebenso wie die Religiosität der Bevölkerung, Andreas Wissensdrang und auch die Liebe zu Elfie. Zwischendurch erfährt man immer wieder wie Clifton aufwächst, sich immer mehr dem Bösen verschreibt und vor allem wie er seine manipulativen Fähigkeiten trainiert, um sich Gehilfen und Anhänger zu verschaffen. So entsetzt ich über seine Entwicklungen war, so sehr hat mich seine Verschlagenheit beeindruckt. Welche Macht ein Mensch über andere haben kann, wie sehr Gedanken und Handeln beeinflusst werden können, einfach unvorstellbar. Auch von der Dorfbevölkerung in Farnell war ich schlicht begeistert. Beim allwissenden Opa von Andreas angefangen, der mir sehr ans Herz gewachsen ist, über den zurückgebliebenen Walterli, der schwer unterschätzt wird, bis hin zur hinterhältigen Dorftratsche Theres, kurz d´Schecka, sind die Charaktere alle genial zusammengestellt. Trotz aller Düsternis wird der Roman immer wieder durch Schweizer Begriffe und auch vereinzelte humorvolle Szenen aufgelockert. Der Sprachstil ist nicht alltäglich, aber hat mich von Beginn an gefangen genommen. Die Autorin versteht es sich gewählt auszudrücken und damit den Leser auch perfekt in die damalige Zeit zu versetzen. Trotz allem wirkt nichts gestelzt oder abgehoben, man darf auch ab und an schmunzeln. Und vor allem eines, Dominique Anne Schuetz ist Meisterin in Sachen Spannung. Volle Leseempfehlung von meiner Seite.

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    • 4

    HenrikeSpohr

    03. September 2014 um 22:49
  • Leserunde zu "Die unsichtbare Grenze" von Dominique A. Schuetz

    Die unsichtbare Grenze

    Europa_Verlag

    Lest vorab das neue Buch von Dominique Anne Schuetz: Die unsichtbare Grenze. Spannend - für Fans von "Das Parfüm" und "Schlafes Bruder" und alle, die das Böse mögen... Gewinnt bis zum 7.7.* eines von zehn Exemplaren. Schreibt uns einfach und beantwortet uns die Frage: Wart ihr schon einmal im Valsertal oder in den Schweizer Bergen? Mehr zu der Geschichte: Am Ende des 19. Jahrhunderts, tief im Valsertal. Im Dorf Fanell, das abgeschnitten vom Rest der Welt ist, wächst der wissbegierige Andreas auf. Er findet sich in der streng katholischen und abergläubischen Gemeinschaft nicht zurecht und flüchtet in die Welt der Bücher. Sobald er kann, verlässt er das Dorf, um in Zürich zu studieren - seine große Liebe Elfi muss er zurücklassen. In Davos begegnet er dem unheimlichen Engländer Clifton, der in Oxford Medizin studiert hat und wie ein Besessener auf der Suche nach dem Bösen ist. Als ihm Andreas die Teufels-Sage von Fanell erzählt, wittert Clifton die dunklen Mächte und bricht ins Valsertal auf. Erst spät realisiert Andreas, welche Gefahr dem abgeschotteten Dorf und Elfi droht. Er reist hinterher und versucht, die Katastrophe zu verhindern... * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen Teilnahme in allen Abschnitten der Diskussion und zum Verfassen einer abschließenden Rezension

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    • 270
  • Der Teufel ist mitten unter uns ...

    Die unsichtbare Grenze

    Karin_Kehrer

    17. August 2014 um 22:14

    Ein Schweizer Bergdorf Ende des 19. Jahrhunderts: Das Leben ist geprägt von tiefem Katholizismus und Überlebenskampf. Andreas Furger wächst wie alle anderen Bewohner von Fanell mit der Geschichte vom Ewigen Nebel und vom Teufel auf, der oben auf dem Berg in einem See badet.  Ein traumatisches Ereignis zwingt Andreas dazu, sein Heimatdorf und seine Jugendliebe, die stumme Elfi, zurückzulassen. Er lernt den Engländer Clifton Devlin kennen, der besessen von der Idee ist, dunkle Wesen aufzuspüren und sie zu bekämpfen. Als Andreas ihm aus einer Laune heraus vom Badeplatz des Teufels erzählt, ahnt er nicht, dass er damit sein Heimatdorf und auch seine Liebste in große Gefahr bringt.  Eine Geschichte, wie Edgar Allan Poe sie geschrieben haben könnte: Dieser Gedanke tauchte beim Lesen immer wieder auf.  Der Engländer Clifton - nach damaliger Mode fasziniert und besessen von der Welt des Unheimlichen, Dämonischen, mit einem einnehmenden Äußeren und großer Beredsamkeit ausgestattet - hat kein Problem damit, sein wahres Ich und seine Absichten zu verschleiern, manipuliert Menschen nach seinem Gutdünken und unterwirft sie seiner irren Gedankenwelt.  Dagegen Andreas Furger, der sich der Welt der Mathematik widmet, um seine traumatische Kindheit zu vergessen, was ihm natürlich nicht gelingt.  Zwei Welten prallen hier aufeinander und das ist sehr anschaulich geschildert. Der distanzierte Schreibstil, der mich eben so an E.A.Poe erinnert, zieht trotzdem in das Geschehen, denn die Autorin versteht es geschickt, die damaligen Anschauungen lebendig werden zu lassen.  Besonders krass die Hilflosigkeit derjenigen, die zwar das Unrecht erkennen, sich aber gegen die aufgehetzte Dorfbevölkerung nicht wehren können. Deren Motive sind immer wieder sehr schlüssig dargestellt:Neid, Angst vor Andersdenkenden, die rigorosen Gesetze der Katholischen Kirche geraten zu einer gefährlichen Mischung, deren Auswirkung schonungslos erzählt wird.  Die eingestreuten Informationen sind gut dosiert, sodass man auch noch etwas über Schweizer Geschichte, Gedankengut und die surreale Welt des Aberglaubens erfährt. Fazit: Die Welt Ende des 19. Jahrhunderts wird lebendig. Eines der faszinierendsten Bücher, das ich in letzter Zeit gelesen habe! 

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  • Eine Geschichte von Glauben, Aberglauben und Irrglauben

    Die unsichtbare Grenze

    tweedledee

    05. August 2014 um 16:55

    Schauplatz der Geschichte ist das kleine Dorf Fanell im Schweizer Valsertal gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Im Gegensatz zu den Menschen aus der Stadt leben die Faneller noch sehr einfach und abgeschieden, die Zeit scheint stehengeblieben zu sein. Außer dem Postboten zeigt sich fast kein Besucher im Dorf. Die Dorfgemeinschaft ist eingeschworen und hält zusammen, auch wenn es um die Geschichte vom "Tüfel" geht, der angeblich im See hinter dem Ewigen Nebel in der Nähe von Flanell badet. Seit Jahrhunderten wird diese Geschichte von Generation zu Generation weiter erzählt, kein Faneller wagt sich auch nur in die Nähe des Nebels. Auch Andreas wächst in Fanell auf, geht dann aber eigene Wege, bis ihn wieder etwas zurücktreibt... Im Roman von der Autorin Dominique A. Schuetz "Die unsichtbare Grenze" wird die Geschichte in zwei Erzählsträngen geschildert, die später zusammenlaufen. Die Welten der beiden Protagonisten könnten nicht unterschiedlicher sein. Andreas wächst abgeschieden in dem kleinen Bergdorf Flanell auf. Die Menschen sind so gottesfürchtig wie abergläubisch und glauben wahrhaftig daran, dass hinter dem ewigen Nebel der Teufel im See badet. Andreas ist wissensdurstig und hat den Drang mehr zu sehen, als nur sein Bergdorf. Obwohl er in Elfi verliebt ist verlässt er Fanell, er lernt das Leben in der großen Stadt kennen und entwickelt sich weiter. Auf der anderen Seite steht Clifton, der in London aufwächst und sich in eine ungute Richtung entwickelt. Das Interesse seiner Mutter an Okkultem macht er zu seiner Obsession. Die Handlung beginnt langsam, steigert sich aber kontinuierlich. Eine unterschwellige Spannung ist fast durchweg vorhanden. Die Autorin beschreibt die Landschaft im Valsertal bildhaft und atmosphärisch, ich konnte mir das kleine Dorf mit all seinen skurrilen Einwohnern sehr gut vorstellen. Besonders eindrucksvoll ist beschrieben, wie ein einzelner charismatischer Mann die gottesfürchtigen gläubigen Faneller beeinflusst und zu einem gewaltbereiten Lynchmob anstachelt. Mit dramatischem Ausgang! Fazit: Eine Geschichte die zum nachdenken anregt und durch die schöne erzählerische Sprache überzeugt.

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  • Absolut unerwartet...

    Die unsichtbare Grenze

    Kartoffelschaf

    04. August 2014 um 17:33

    Inhalt: "Nie wieder wollten sie den Leibhaftigen beim Baden stören, und hofften, dass er dafür Dorf und Bewohner verschonte. Das blieb auch viele Jahrhunderte lang so. Bis einer die unsichtbare Grenze, die das Gute vom Bösen trennte, übertrat." Am Ende des 19. Jahrhunderts, tief im Valsertal. Im Dorf Fanell wächste der wissbegierige Andreas auf. Er findet sich in der streng katholischen und abergläubischen Gemeinschaft nicht zurecht und flüchtet in die Welt der Bücher. Sobald er kann, verlässt er das Dorf, um in Zürich Mathematik zu studieren - seine große Liebe Elfi muss er zurücklassen. In Davos begegnet er dem unheimlichen Engländer Clifton, der besessen ist vom Bösen. Als ihm Andreas die Teufelssage von Fanell erzählt, wittert dieser die dunklen Mächte und bricht ins Valsertal auf. Erst spät realisiert Andreas, welche Gefahr dem abgeschotteten Dorf und seiner großen Liebe droht. Meine Meinung: Dieses Buch hat mich ehrlich überrascht, ich habe etwas ganz anderes bekommen, als ich eigentlich erwartet habe, war zwischenzeitlich etwas zwiegespalten, ob mir das so gefällt und war letztendlich unglaublich froh, dass es in dem Buch genau um die Themen geht, um die es eben geht ... Das Buch ist unterteilt in 2 Erzählstränge, die der 2 wichtigesten Personen, des Protagonisten Andreas und dessen "Gegenspieler" Clifton. Super ist, dass der Leser gleich zu Beginn mitten ins Geschehen geworfen wird, jedoch trotzdem erst die Jugend der beiden Charaktere miterlebt, um besser nachvollziehen zu können, warum sie sich so entwickeln, wie sie es später tun. Andreas wächst in einem mysteriösen Tal weitab jeglicher Zivilisation auf, hier kommt kaum jemand rein oder raus, es liegt einfach zu abgeschieden in den Bergen. Entsprechend einfach ist das Leben hier auch. Andreas bekommt Werte wie Freundschaft, Miteinander, Verlässlichkeit und Genügsamkeit vermittelt - wenn auch eher durch seinen Großvater, als durch seinen Bruder bzw. seine Familie. Clifton hingegen ist der komplette Gegensatz, er wächst den größten teil seiner Jugend ohne Vater auf, seine Mutter ist mehr mit sich selbst als allem anderen beschäftigt und Clifton - sich selbst überlassen - entdeckt seine Vorliebe zu mysteriösen Erscheinungen wie Vampire, Dämonen und dem Teufel. Die Art, wie beide in späteren Jahren aufeinandertreffen könnte spannender nicht sein, die Ereignisse, die dieses Treffen nach sich zieht sind dramatisch und gleichermaßen erschreckend. Ein Fingerzeig der Autorin, was geschieht, wenn falsche Werte verfolgt, Unwahrheiten angenommen und Menschen denunziert werden. Der Schreibstil ist nicht einfach, aber unheimlich eindringlich und passend, die Atmosphäre ist größtenteils angemessen düster, der Spannungsbogen straff und die Charaktere wunderbar durchdacht, beschrieben und in ihren Handlungen schlüssig. Ein wirklich tolles Buch, das ich vorbehaltlos empfehlen kann.

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  • Spannend und tiefgründig

    Die unsichtbare Grenze

    vielleser18

    Fanell, ein kleines Dorf hoch oben im Valsertal, Ende des 19. Jahrhunderts. Seit Jahrhunderten wabt oberhalb des Dorfes der Nebel. Hervorgerufen durch eine Thermalquelle. Doch im See soll der Teufel baden, daher wagen sich die Bewohner nicht dorthin. Andreas stammt aus diesem Dorf. Doch seine Wissbegier siegt, er verlässt Fanell zum lernen. Und lässt seine Freundin Elfi zurück. Doch als er Jahre später unbedacht vom Teufelsbad erzählt, bringt er eine Reihe von schicksalhaften Ereignissen in Gang. Dominique A. Schuetz hat mit ihrem dritten Roman ein absolut fesselnden Roman geschrieben. Zweisträngig erzählt er uns von zwei unterschiedlichen Menschen, von dem Schweizer Andreas und dem Engländer Clifton. Beide können unterschiedlicher nicht sein. Doch die Autorin verwebt langsam aber beständig den Lebenslauf dieser beiden bis zum schicksalhaften Aufeinandertreffen. Dabei schafft sie eine eindrucksvolle Atmosphäre. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Gespenstisch, beklemmend, aber nachvollziehbar, wie Menschen andere Menschen beeinflussen, lenken und zu Taten bringen können, die erst durch die Agitation ins Rollen gebracht werden. Die Autorin hat dies in ihrem Roman langsam, aber sicher aufgebaut - bis zum dramatischem Höhepunkt. Ein Buch, das noch nachhallt, auch wenn die Buchdeckel schon lange geschlossen wurden.

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    • 3

    vielleser18

    01. August 2014 um 08:57
    Floh schreibt Das klingt doch toll, schön gesagt!

    Danke !

  • Gefangen im ewigen Nebel

    Die unsichtbare Grenze

    esposa1969

    30. July 2014 um 17:19

    Hallo liebe Leser, diesen fesselnden historischen und mystischen Roman durfte ich im Rahmen einer Leserunde lesen: == Die unsichtbare  Grenze== Autorin: Dominique Anne Schuetz == Buchrückentext: == "Nie wieder wollten sie den Leibhaftigen beim Baden stören, und hofften, dass er dafür Dorf und Bewohner verschonte. Das blieb auch viele Jahrhunderte lang so. Bis einer die unsichtbare Grenze, die das Gute vom Bösen trennte, übertrat." Am Ende des 19. Jahrhunderts, tief im Valsertal. Im Dorf Fanell wächste der wissbegierige Andreas auf. Er findet sich in der streng katholischen und abergläubischen Gemeinschaft nicht zurecht und flüchtet in die Welt der Bücher. Sobald er kann, verlässt er das Dorf, um in Zürich Mathematik zu studieren - seine große Liebe Elfi muss er zurücklassen. In Davos begegnet er dem unheimlichen Engländer Clifton, der besessen ist vom Bösen. Als ihm Andreas die Teufelssage von Fanell erzählt, wittert dieser die dunklen Mächte und bricht ins Valsertal auf. Erst spät realisiert Andreas, welche Gefahr dem abgeschotteten Dorf und seiner großen Liebe - die er nie vergessen konnte - droht. == Das Cover: == Das Cover ist sehr passend gewählt: Es zeigt den ewigen Nebel hinter welchem Satan in der Sage sein Teufelsbad, bei dem er nicht gestört werden wollte, nahm. Im Hintergrund die Schwätzer Berge, darunter die Dunkelheit der Wälder. Treffender kann ein Cover zu diesem Roman kaum sein. Auch die teuflischen Skizzen im Innenband sind passend beklemmend die Situation im Buch aufgreifend. (Foto anbei) == Leseeindrücke: == Zu Beginn der Handlung lesen wir im Prolog über eine sagenumwobene Mär, in der laut Überlieferung anno 1432 zwei tapfere Flanellen sich aufmachte einen mystischen Ort zu erkunden. Als sie diesen nach Durchqueren des ewigen Nebels erreichten, standen sie dem Leibhaftigen gegenüber, der gerade ein Teufelsbad nahm. Wenig erfreut über die Störung nahm er die Verfolgung der beiden Burschen auf, welche einer der beiden nicht überlebte, der andere diese Sage kund tat…. Dann ändert sich die Zeit, der Ort bleibt derselbe, wobei wir durch unterschiedliche Handlungsstränge der Gegebenheiten zwischen London/ England und dem Valsertal/ Schweiz abwechselnd lesen. Wir schreiben inzwischen Ende des 19. Jahrhunderts. Der junge Clifton, dessen Leben wir von der Kindheit bis ins Burschenalter verfolgend lesen, ist besessen und fasziniert von Dämonen, Untoten und allem Übernatürlichen. Parallel dazu lesen wir vom gläubigen Andreas Furger, der aus der Enge seines Dorfes flieht und - nun laufen beide Handlungsstränge zusammen - alsbald dem Engländer Clifton begegnet. Als Andreas dem vom Bösen faszinierten Andreas die Flaneller Teufels-Sage berichtet ist dieser drauf und dran Böses ins Dorf zu bringen, die unsichtbare Grenze zwischen Gut und Bös´ zu finden und zu überschreiten. Was dann im Dorf passiert ist schrecklich und bringt Gefahr für deren Bewohner…. Dieses Roman ist komplett von Anfang bis Ende in einer mystischen und unheimlichen Stimmungsfarbe getaucht. Während des Lesens lief ein schwarz-weiß Film mit der Handlung vor meinem inneren Auge ab: Teufelsaustreibung, wildgewordenen Dorfbewohner, Hexenverfolgung …. Trotz der beiden unterschiedlichen Erzählstränge, fühlte ich mich immer in ein und derselben Geschichte. Gerne wäre ich romanmäßig noch etwas näher an den Leibhaftigen vorgerrückt, aber allein um das Wissen seiner in den Köpfen der Protagonisten vorhandenen Existenz verursachte eine düster Stimmung, die einem beim Lesen packte und nicht mehr losließ. Die 7 Überkapitel mit jeweils mehreren Unterkapiteln verteilt auf 304 Seiten lasen sich wie im Flug und sind angenehm kurz und kurzweilig. Die Zeilen, die ich im übrigen jetzt nicht zu engmaschig fand, vergingen im Flüge…. Ich vergebe sehr gerne 5 von 5 Sternen! Vielen Dank! by esposa1969

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  • Tolle Geschichte aus dem Valsertal!

    Die unsichtbare Grenze

    Igela

    1871: London.Cliford,Sohn aus reichem Haus ist fasziniert vom Teufel, Teufelsaustreibungen und Okkultismus. Zur gleichen Zeit in Fanell, wächst der Bauernsohn Andreas mit der Sage, dass der Teufel im Nebel rund um das kleine Bergbauerndorf badet , heran. Bei einem Kuraufenthalt in Davos treffen sich die beiden und Andreas erzählt Cliford nichts ahnend von der Sage. Cliford zieht es daraufhin nach Fanell auf der Suche nach der unsichtbaren Grenze zwischen Gut und Böse. Was nun in und mit dem kleinen Dorf geschieht ist entsetzlich und aufwühlend. Dieses Buch ist dem Thema entsprechend sehr düster und trotzdem sehr stimmungsvoll beschrieben.Ein grosser Teil der Geschichte spielt in der Schweiz und die Autorin hat gekonnt die Landschaft und Stimmung so dar gestellt , dass man das Bergbauerndorf und die Gegend förmlich vor sich sehen kann.Das Valsertal und die Schweiz wurden hervorragend beschrieben, hier spürt man die guten Recherchen der Autorin.Wie eine Artistin jongliert sie mit Wörtern, Sätzen und der Stimmung .Toll!  Was im Buch fehlt ist eine Karte des Gebietes, damit man als Leser die Distanzen und Orte besser einschätzen kann. Die Protagonisten sind sehr bildlich beschrieben und in keiner Weise überzeichnet worden. Eine faszinierende Geschichte mit  zwei Handlungssträngen, die verschiedener nicht sein könnten. Die Verbindung der Stränge geschieht fliessend ,ohne "gesucht" zu wirken. Der einzig negative Punkt in diesem Buch ist die sehr kleine Schrift, die das Lesen je nach Licht zu einer mühsamen Angelegenheit macht.

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    • 4

    esposa1969

    30. July 2014 um 16:52
  • Rezension zu "Die unsichtbare Grenze" von Dominique A. Schuetz

    Die unsichtbare Grenze

    tigerbea

    29. July 2014 um 20:52

    Andreas wächst in bitterer Armut in einem Schweizer Bergdorf auf. Dort herrscht finsterer Aberglaube und eine alte Teufelssage wird von Generation zu Generation weitererzählt. Andreas erkennt, daß er in diesem Dorf keine Zukunft hat und geht in die Stadt, um eine höhere Schule zu besuchen. Leider muß er dafür seine Jugendliebe Elfi im Dorf zurück lassen. Einige Jahre später lernt Andreas den Engländer Clifton kennen. Der reiche Erbe ist besessen vom Vorhaben,  den Teufel zu suchen. Leichtfertig erzählt Andreas ihm die Teufelssage aus seiner Heimat. Bald merkt er aber, daß dies ein großer Fehler war und reist in sein Heimatdorf. Er sorgt sich um die Bewohner und besonders um seine Elfi. Das Buch fängt bedächtig an und nimmt dann rasant an Fahrt auf. Die Geschichte ist nicht nur spannend, sie erzählt auch ganz genau, wie die Menschen gestrickt sind. Jahrzehnte leben Menschen zusammen,  einige sind erfolgreicher als die anderen und schüren damit Neid. es glimmt nur ein kleiner Funke, und ein Flächenbrand entsteht. Die sich jahrelang im Nachteil gefühlt haben, bekommen Oberwasser und lassen ihrem Frust freien Lauf. Man sollte nicht den Fehler begehen, zu denken: Ja, das war damals so!. Das hat sich bis heute nicht geändert. Deshalb können wir aus diesem Buch viel lernen.

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