Dominique Bona Gala

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Inhaltsangabe zu „Gala“ von Dominique Bona

Ihren Namen hat sich Gala, Muse und Ehefrau von Éluard und Dalí, selbst gegeben. Etwas Theatralisches, ja Pompöses haftet ihm an - und als Maske, Meduse und Madonna begegnet uns Gala in den Bildern, die ihre Männer von ihr entwerfen. Paul Éluard, den sie im Sanatorium kennenlernt, besingt in immer neuen Gedichten ihren verführerischen Zauber; Max Ernst, ihr zeitweiliger Geliebter, räumt ihr als einziger Frau einen Platz auf seinem berühmten Gemälde »Au rendezvous des amis«, wo sich die surrealistischen Freunde ein Stelldichein geben, ein; Salvador Dalí schließlich, für den sie Mann und Kind verließ, erhebt sie, sein bevorzugtes Modell, vollends in den Rang einer Göttin. Gala selbst war bemerkenswert schweigsam, was ihre eigene Person betraf. Zeit, das Rätsel des sibyllinischen Wesens zu lösen, fand Dominique Bona, und Zeit, der Persönlichkeit dieser Frau, die in Éluard, Ernst oder Dalí gewidmeten Biographien meist als hartherzig, grausam, geizig, fordernd, kalt, berechnend abgestempelt wird, Gerechtigkeit angedeihen zu lassen. Wer hätte der achtzehnjährigen, nicht einmal besonders schönen Russin, die mutterseelenallein in die Schweiz gekommen war, um dort ihre Tuberkulose auszukurieren, schon prophezeit, daß sie ihre Tage als Gattin eines exzentrischen (und sehr geschäftstüchtigen) Genies in einem katalonischen Palast beschließen würde? Dominique Bonas kenntnisreiche, dabei elegant geschriebene Biographie zieht den Leser nicht nur in den Bann einer im wahrsten Sinne des Wortes bestrickenden Persönlichkeit, sie macht auch ein faszinierendes Stück Kulturgeschichte - vom Ende des Ersten Weltkriegs bis in die 60er und 70er Jahre hinein - gegenwärtig.

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  • Rezension zu "Gala" von Dominique Bona

    Gala
    Sokrates

    Sokrates

    20. October 2011 um 11:56

    Dominique Bona recherchiert anspruchsvoll und unterhaltsam das illustre Leben der Gala (eigentlich Helena Dimitrijewna Djakonowa). Die junge Frau – Gala – stammt aus Russland, aus der Tartaren-Hauptstadt an der Wolga, und steigt 1913 aus dem Zug in Davos. Sie ging nach Davos in Behandlung, weil sie an Tuberkulose litt; allerdings kursieren auch Gerüchte, wonach sie manisch-depressiv wäre. . Einen gewissen Hang zur Theatralik wird man ihr ein Leben lang nachsagen können. Immer wieder hat Helena, die sich alsbald nur noch als „GALA“ bezeichnet sehen will, einen auffälligen Lebensstil und sucht Kontakt zu Künstlern – allesamt selbst Illustre. Sie wird zunächst Éluards Frau, später Dalis Gefährtin. Und sie wirft einen Mantel der Schweigsamkeit und des Geheimnisvollen über die eigene Herkunft. Es gehört ein bisschen Show dazu. Doch andererseits: wer sich mit Personen wie Dali einlassen kann, bedarf selbst einer gewissen „Verrücktheit“. . Bona gelingt es gut, eine ansprechende Biographie über eine interessante Frauengestalt des 20. Jahrhunderts zu schreiben. Das Buch liest sich leicht und flüssig. Die zwei Bildteile im Text sind recht umfangreich und erleichtern es, Person und Leben miteinander zu verbinden.

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