Dominique Horwitz Tod in Weimar

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Inhaltsangabe zu „Tod in Weimar“ von Dominique Horwitz

Witzig und temporeich vom Autor gelesen In der „Villa Gründgens“, dem Weimarer Alterssitz für Bühnenkünstler, wird die Probenarbeit des „Schiller-Zirkels“ jäh unterbrochen: Aus der greisen Theatergruppe stirbt unter mysteriösen Umständen einer nach dem anderen. Roman Kaminski, Kutscher und Stadtführer in der Goethe-Stadt, sieht sich gezwungen, der rätselhaften Todesserie auf den Grund zu gehen. Doch der ehrgeizige Kommissar Westphal scheint Kaminski in der Hand zu haben, der zu allem Überfluss auch noch zwischen zwei Frauen steht. (7 CDs, Laufzeit: 8h 04)

Anfänglich abgeschreckt von einer Überdosis Männerphantasien und Sex im Alter, fand ich es nachher doch noch packend!

— danielamariaursula
danielamariaursula

Solider Erstling, schöne Sprache, konnte mich inhaltlich leider nicht überzeugen.

— Lesemaus_im_Schafspelz
Lesemaus_im_Schafspelz

Hat mir sehr gut gefallen als Hörbuch. Tragisch und komisch.

— MonicaS
MonicaS

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    Tod in Weimar
    danielamariaursula

    danielamariaursula

    01. May 2016 um 11:10

    Tod in Weimar von Dominique Horwitz, Autorenlesung, derhörverlag   In der „Villa Gründgens“, dem Weimarer Alterssitz für Bühnenkünstler, wird die Probenarbeit des „Schiller-Zirkels“ jäh unterbrochen: Aus der greisen Theatergruppe stirbt unter mysteriösen Umständen einer nach dem anderen. Roman Kaminski, Kutscher und Stadtführer in der Goethe-Stadt, wird von der Heimleiterin Dr. Trixi Muffinger, ohne daß er weiß wie ihm geschieht, als Übergangshausmeister eingestellt, als sogar der Hausmeister plötzlich und unerwartet stirbt. Der Einzelgänger lebt in einem braunen Dorf vor den Toren Weimars. Eine 14 jährige Ausreißerin genannt Frettchen hat sich uneingeladen bei ihm eingenistet und zieht den Zorn der örtlichen Jungnazis auf sich. Diesen Umstand nutzt der zu tiefst unsympathische und ehrgeizige Kommissar Westphal aus, um ihn zu verdeckten Ermittlungen in der Altersresidenz zu erpressen. Dies passt Kaminiski gar nicht, geht es ihm doch gehörig gegen den Strich jederzeit dem Kommissar ebenso wie der Heimleiterin bei Fuß zu stehen. Der einzige Lichtblick in dieser scheinbar aussichtslosen Situation ist Laura, die Wirtin der Wilhelm Meißner Schänke. Je mehr Kaminski seine Nase in die Geschehnisse in der Villa Gründgens steckt, desto mehr Bewohner sterben und desto mehr wachsen ihm die Mitglieder des Schiller-Zirkels ans Herz. So langsam hat er auch ein eigenes Interesse die Todesserie zu beenden….. Ich hatte einen eher bedächtigen Weimar Krimi erwartet, vom Autor einen Schauspieler, eindrucksvoll gelesen. Mit letzterem hatte ich Recht. Aber neben den wunderbaren literarischen Zitaten und philosophischen Gedanken, erfuhr ich mehr Männerphantasien als mir lieb war. Auch diese stetige unterschwellige Lust und Notgeilheit, ging mir zuerst so auf den Keks, daß ich am liebsten abgebrochen hätte. Erotisierend fand ich es nicht. Ich war überzeugt, mehr als 2 Sterne, wegen der schönen Zitate und der guten Lesart würde es unmöglich werden können. Aber irgendwann nahm mich die Geschichte gefangen. Sowohl die kratzbürstige wie auch verletzliche Frettchen, als auch die lebenskluge wie auch schöne Laura nahmen mich schon bald für sich ein. Die völlig schräg skurrilen Mitglieder des Schiller-Zirkels zauberten mir immer wieder ein Grinsen auf das Gesicht, ich mußte sie einfach mögen. Auch wenn mir Kaminski zu oft verriet, was sich bei ihm morgens und auch sonst hob, mußte gewann mein Herz. Selbstverständlich gibt es auch Bösewichte und Personen, bei denen man nicht so ganz weiß, ob man sie mögen soll oder nicht. Nicht nur die junge Ausreißerin Frettchen, auch die Mordserie sorgen immer wieder für Spannung, letzteres besonders zum großen Showdown. Das Ende bildet dann jedoch nicht die Entlarvung des Täters, eine Überraschung, sondern eine Ode an das Alter, die Kultur und die Lebensfreude. Ach ja, sogar die Liebe, nicht nur die körperliche, kommt nicht zu kurz. Wunderbar abgerundet und für ein wirkliches gutes Gefühl zum Ende des immerhin über 8-stündigen Hörgenusses! Wirklich geistreich, humorvoll und unterhaltsam. Ohne die feuchten Träume und die unerwünschten Vorstellungen der Freuden im Alter, wären es galt 5 Sterne geworden, so jedoch leider nur 4. Das ist aber meine persönliche Empfindlichkeit, ich bin ja auch kein Mann ;)

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  • Solider Erstling, der mich leider nicht voll überzeugen konnte

    Tod in Weimar
    Lesemaus_im_Schafspelz

    Lesemaus_im_Schafspelz

    25. February 2016 um 16:03

    Als in der Villa Gründgens, einem Seniorendomizil für die etwas betuchteren Bewohner, einer nach dem anderen stirbt, trifft es auch den Hausmeister. Diesen soll auf Wunsch der Leiterin des Domizils Roman Kaminski, der normalerweise seinen Broterwerb mit dem Herumkutschieren von Touristen bestreitet, ersetzen. Kommissar Westphal kommt dieser Umstand wie gerufen, denn so kann er Kaminski als Undercover-Ermittler einsetzen… Da mich der Titel sofort neugierig machte, war meine Erwartungshaltung hier besonders groß: Ein Krimi, und dann auch noch in der wunderschönen Goethe-Stadt – klasse! Gelesen vom Autor, der ein super Schauspieler sein soll (ich selbst muss zu meiner Schande gestehen, kenne ihn nicht, zumindest nicht bewusst), das lässt mich freudig aufhorchen. Nun, Dominique Horwitz versteht es mit der Sprache umzugehen, das gefällt mir. So beginnt er einige seiner Kapitel mit einem Sätzchen, das der imaginären Autobiographie Kaminskis entsprungen sein soll, was ich für eine schöne Idee halte. Diese Einführungssätze sind voller Poesie, die ich in einem Krimi nicht erwartet hätte und bilden einen guten Kontrast zum ansonsten spannend erwarteten Inhalt. Die Protagonisten vermag Horwitz mit seinen Beschreibungen zum Leben zu erwecken. Kaminski, der etwas kauzige Kutscher, hat sich dabei in meine Sympathie geschlichen, nicht zuletzt durch die Tatsache, dass er sich „nebenbei“ um das 14jährige Mädchen „Frettchen“ kümmert, das ihm das Leben nicht gerade leichter gestaltet. Aber auch die anderen Charaktere konnte ich mir gut vorstellen. Weniger gefiel mir jedoch, dass die Handlung für meinen Geschmack insgesamt zu wenig „Krimi“ enthielt. Da hatte ich mir deutlich mehr erwartet. Zwar gab es hier auch Überraschungen und es wurde Dinge mit eingewoben, die ich so nicht vermutet hätte, aber insgesamt wurde ich diesbezüglich leider ziemlich enttäuscht. Für mich plätscherte hier zu viel zu lange herum. Auch hätte mich bei dem Titel etwas mehr Lokalkolorit gefreut. Hier und da gab es zwar den einen oder anderen Hinweis, doch wenn der Protagonist ein Kutscher und Fremdenführer ist, naja, da hätte mehr kommen können. Insgesamt ist es ein solider Erstling, der mich mittelmäßig unterhalten hat. Empfehlen könnte ich ihn Lesern, die es unblutig mögen bei einem Krimi und die sich gerne in eine spezielle Umgebung begeben möchten.

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  • Eine sehr gelungene Mischung aus Krimi, Unterhaltung und ein kleines bißchen Liebe.

    Tod in Weimar
    Ritja

    Ritja

    18. December 2015 um 18:53

    Selten habe ich einen so unterhaltsamen und witzigen Krimi gehört. Es fließt kaum Blut, es wird nicht geschossen, aber es gibt mehrere Tote. Alte Menschen, die in der Villa Gründgens lebten und ganz plötzlich sterben. Sie sterben aber nicht nach langer Krankheit, sondern werden mitten aus dem Leben und dem Schauspielstück "Die Räuber" gerissen.  Horwitz gibt seinen Charakteren wunderbare Eigenheiten und Charakterzüge. Er erzählt sehr bildhaft von den alten Damen und Herren, die teilweise aus der Theater- und Ballettbranche kommen und sich das divenhafte Benehmen bis ins hohe Alter bewahrt haben. Die vielen kleinen Klischees der Schauspielwelt werden hier wunderbar bedient und geben immer wieder einen Grund zum Schmunzeln.   Passend dazu spielt die Geschichte in Weimar und dank dem Kutscher Roman erfährt man recht viel von der Stadt, der Geschichte und der Kultur. Immer wieder werden Zitate aus bekannten Werken eingebaut. Roman Kaminski rutscht scheinbar zufällig in diesen ganzen Schlamassel hinein und versucht nun zu ermitteln, wer der Mörder ist. Je länger die Geschichte wird, desto mehr Figuren könnten in Frage kommen, so dass man erst recht spät die Auflösung erfährt.  Aber nicht nur die Villa Gründgens und ihre Bewohner sind interessant und herrlich eigen, sondern auch das etwas durcheinander geratene Privatleben von Roman Kaminski hat seinen ganz eigenen Charme. Den bringt Frettchen mit. Ein junges Mädchen, welches eine deftige (jugendliche) Aussprache beherrscht und somit einen sehr unterhaltsamen Kontrast zur Schiller-Goethe-Sprache darstellt. Und dann gibt es noch Laura.  Das Hörbuch ist eine sehr gelungene Mischung aus Krimi, Unterhaltung und ein kleines bißchen Liebe.

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