Dominique Manotti Zügellos

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Inhaltsangabe zu „Zügellos“ von Dominique Manotti

Der Sommer 1989 bringt in Paris nicht nur die heimische Wirtschaft in Schwung: Die Mitterrand-Ära versöhnt die politische Linke mit der kapitalistischen Profitrationalität, die Korruption boomt. Und die sich ankündigende Öffnung des Eisernen Vorhangs weckt die Gier auf neue Märkte und schnelles Geld. Agathe Renouard und ihr Protégé Nicolas Berger leiten die PR-Abteilung des Versicherungskonzerns PAMA. Sie sind entschlossen, zu den Gewinnern zu gehören. Aber haben sie die richtigen Allianzen dafür?
Commissaire Daquin vom Drogendezernat wird hellhörig, als beim Pferderennen eine Informantin ermordet wird und auf Pariser Partys sagenhafte Mengen Koks auftauchen. Er mobilisiert sein Inspektorenteam und geht den spärlichen Hinweisen nach.
Auf einmal überschlagen sich die Ereignisse: Rennställe gehen in Flammen auf, Pferde sterben, Menschen ebenfalls. Dann fällt der smarte Nicolas Berger einer Autoexplosion zum Opfer. Gibt es eine Verbindung zwischen der PAMA und Pariser Immobilienspekulationen?

Unglaublich dicht, verworren, fast ein wenig zu komplex.

— WolfgangHaupt

Gut, aber ich hatte mir etwas mehr versprochen.

— OlafJahnke

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  • Ein ziemlich anstrengendes Manotti-Werk

    Zügellos

    Duffy

    10. May 2015 um 15:16

    Commissaire Daquin vom Pariser Drogendezernat hebt die bewährte Spürnase, als bei einem Pferderennen eine Informantin ermordet wird. Plötzlich taucht eine Unmenge Kokain auf, die Spuren führen in alle möglichen Richtungen, unter anderem zum obersten Personal einer Versicherungsgesellschaft, die eng mit Immobilien und Pferderennen verquickt ist. Immer weitere Kreise zieht der Stein, der die Sache ins Rollen gebracht hat und zum Schluss gibt es eine Unmenge von Personen, die auf die eine oder andere Art verwickelt sind. Mit dem Hintergrund des Falls des eisernen Vorhangs und der Neustrukturierung der Märkte hat Manotti einen Boden beackert, der Korruption und sich bedingende Neuvermischungen der wirtschaftlichen Interessen einzelner Gruppen zur Grundlage hat. Allerdings ist das alles des Guten zuviel. die Handlungsstränge fangen irgendwann mal an, sich heillos zu überlappen, es kommen immer mehr Namen und Funktionsträger hinzu und damit nicht genug, es gibt auch private Verflechtungen zwischen den einzelnen Protagonisten. Es wird verworren und Manotti scheint irgendwann selbst einmal den Faden verloren zu haben, denn immer wieder versucht sie, dann doch noch den vielen Verflechtungen inhaltlich schlüssig hinterherzukommen. Das ist nicht mehr der Spaß und die Spannung gepaart mit den politischen Realitäten, die normalerweise von der Autorin so treffend verarbeitet werden. Man muss schon hart am Buch bleiben, sonst kann man nach jeder Pause mindestens drei oder vier Seiten zurückblättern, um wieder halbwegs in den Stoff zu kommen. Zu zerfahren das Ganze, deshalb kann die Story auch nicht so überzeugen, wie in ihren anderen Büchern. Aber bei dem, was die Autorin uns bis jetzt an großer Unterhaltung geboten hat, kann das schon mal vorkommen und ist verzeihlich. Nur eben nicht sehr empfehlenswert, aber Fans werden es sowieso lesen. Novizen wird geraten, mit jedem anderen Buch aus ihrem Werk zu beginnen.

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  • A nos chevaux!

    Zügellos

    WolfgangHaupt

    13. November 2014 um 15:03

    Das war mein erster Manotti und man braucht etwas Übung und Durchhaltevermögen, damit man von einem "normalen" Roman zu den Dossier-ähnlichen Manottis durchdringt. Der Takt ist anders, die Sprache, irrsinnig viele Personen tauchen auf. Man braucht sehr viel Konzentration und blickt am Ende dann doch nur zur Hälfte durch. Man merkt ihren Hintergrund, das Historische. Alles ist akribisch recherchiert, punktgenau platziert. Ich glaube, das ist in diesem Roman ein wenig zu viel des Guten. Dennoch eine Einstiegsdroge. 

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