Don DeLillo

 3.5 Sterne bei 345 Bewertungen
Autor von Falling Man, Cosmopolis und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Don DeLillo

Don DeLillo wurde 1936 in New York geboren und stammt einer italienischen Großfamilie ab. Nach der High School studierte er in New York Kommunikationswissenschaften, bevor er kurzzeitig als Werbetexter tätig war, denn seine erste Kurzgeschichte wurde veröffentlicht, und er widmete sich fortan nur noch dem Schreiben. Für sein umfangreiches erzählerisches Werk wurde der als wichtig geltende Postmodernist für den National Book Award, dem PEN/Faulkner Award for Fiction, dem Jerusalem Prize und der William Dean Howells Medal from the American Academy of Arts and Letters ausgezeichnet.

Alle Bücher von Don DeLillo

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Falling Man

Falling Man

 (52)
Erschienen am 08.06.2009
Unterwelt

Unterwelt

 (38)
Erschienen am 12.04.2018
Cosmopolis

Cosmopolis

 (47)
Erschienen am 23.04.2010
Weißes Rauschen

Weißes Rauschen

 (26)
Erschienen am 12.04.2018
Körperzeit

Körperzeit

 (22)
Erschienen am 09.10.2006
Der Omega-Punkt

Der Omega-Punkt

 (20)
Erschienen am 19.09.2011
Libra

Libra

 (18)
Erschienen am 09.10.2006
Mao II

Mao II

 (13)
Erschienen am 01.02.2000

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Neue Rezensionen zu Don DeLillo

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miss_mesmerizeds avatar

Rezension zu "Weißes Rauschen" von Don DeLillo

Don DeLillo - Weißes Rauschen
miss_mesmerizedvor einem Monat

Jack Gladney ist Professor an einem kleinen College im Mittleren Westen, wo er den Lehrstuhl für Hitler-Forschung innehat. Mit seiner aktuellen Frau und vier seiner Kinder führt er ein völlig durchschnittliches Leben zwischen Arbeit, Haushalt und gemeinsamen Fernsehabenden. Ein Störfall in einer nahegelegenen Chemiefabrik bringt das sorgfältig austarierte Gleichgewicht der Familie zum Wanken, denn fluchtartig müssen sie ihr Zuhause verlassen und sich vor einer unheilbringenden Wolke schützen. Nach zehn Tagen ist der Spuk vorbei und sie kehren in ihr Heim zurück. Doch der Zwischenfall hat Spuren hinterlassen und die sowohl bei Jack wie auch bei Babette vorhandene latente Todesangst wird immer manifester. Während Babette mit Tabletten versucht ihr Herr zu werden, versucht Jack aktiv zu werden, erst durch unzählige Untersuchungen, dann durch die unmittelbare Konfrontation mit dem Tod.

Das lange erste Kapitel fokussiert auf das Familien- und Campusleben in der amerikanischen Kleinstadt. Die Welt ist überschaubar – auch wenn Jack Gladneys Frauen und zahlreiche Kinder nicht ganz leicht zu überblicken sind – man begegnet seinen Kollegen auf der Arbeit und im Supermarkt und die Wahrheit über die Welt kommt per Übertragung aus dem heimischen Fernsehgerät. DeLillos Roman erschien erstmals 1985 und er ironisiert an dieser Stelle sehr offenkundig den Werte- und Bildungsverfall: die Universität hat nicht einmal einen ordentlichen Namen, sondern ist schlicht das College-on-the-Hill, was nicht für ihren akademischen Ruhm spricht. Auch wenn Gladney selbst ein ernstes und relevantes Forschungsfeld beackert, die Tatsache, dass er kein Deutsch spricht als Hitlerexperte und dass sein Kollege über Popkultur und Themen wie Autounfälle in Kinofilmen doziert, verdeutlicht die pseudowissenschaftliche Degenerierung. Dass Jacks 14-jähriger Sohn Heinrich noch mit dem größten Fach- und Sachwissen aufzuwarten vermag, ist hier nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Auch die Kritik an der Konsumorientierung wird bei Jacks regelmäßigen Einkäufen mehr als deutlich. Der Supermarkt wandelt sich vom Ort der notwendigen Versorgung zum Ereignistempel und das Umstellen der Regale führt zu ernstzunehmenden psychischen Störungen. Der Störfall reißt alle Bewohner aus dem üblichen Trott und stellt den bis dato unbändigen Technikglaube in Frage und konfrontiert die Figuren nicht nur mit einer extremen Ausnahmesituation, sondern auch damit, dass es manchmal keine eindeutigen oder eben gar keine Antworten auf ihre Fragen gibt.

„Weißes Rauschen“ tritt in vielen Wissenschaften auf, eine Anwendung ist die Behandlung von Tinnitus, wo man das störende Ohrgeräusch durch das weiße Rauschen versucht zu überlagern. Für Jack und Babette ist die Todesangst der Tinnitus, allgegenwärtig und aus dem Inneren heraus von beiden nicht bekämpfbar. Babette löst das Problem durch Medikamente, Jack sucht Erlösung dadurch, dass er zum Mörder wird und so die Oberhand über den Tod gewinnt.

Wie immer bei Don DeLillo ein Buch voller Referenzen, kultureller Bezüge und ausufernder Gesellschaftskritik. Man merkt dem Roman sein Alter in keiner Weise an und würde man den Fernseher durch Handys und das Internet ersetzen, wäre die Aussage heute ebenso aktuell wie Mitte der 1980er Jahre.

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gauchos avatar

Rezension zu "Cosmopolis" von Don DeLillo

Ein New Yorker Großstadtroman
gauchovor 5 Monaten

"Cosmopolis" mag nicht das beste und spannendste Buch des geistreichen US-Schriftstellers Don Delillo sein. Es ist kein Vergleich mit dem Jahrhundertroman "Unterwelt". Doch das scharfsinnige Sprachtalent kann in Wirklichkeit gar keine schlechten Texte produzieren. Als "Schleichfahrt durch den Irrwitz des globalisierten Börsenkapitalismus" hat er selbst seinen Roman bezeichnet. Aber "Cosmopolis" ist noch viel mehr. So spielt die Großstadt, in diesem Fall New York, die zweite Hauptrolle in der Erzählung über den jungen Besessenen und gestaltet sie facettenreich wie ein Kaleidoskop. Bisweilen wirkt der Text zäh durch die ständigen Verkehrsstaus. Doch lohnt es sich, in die weiße Limousine einzusteigen. Am Ende ist Don Delillo wieder ein großer literarischer Wurf gelungen. Aber Vorsicht: Sie fahren auf eigenes Risiko mit.

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kassandra1010s avatar

Rezension zu "Bluthunde" von Don DeLillo

Atemberaubend spannend
kassandra1010vor einem Jahr

Die Jagd ist eröffnet. Gesucht wird ein sagenumwobener Skandalfilm, welcher zum Ende des Dritten Weltkrieges gedreht wurde. Doch was befindet sich darauf und wen wird dieser Film vernichten?

Die Jäger gehen über Leichen und scheinen ganz und gar unabhängig voneinander diese scheinbar verdammte Filmrolle zu suchen. Es machen sich also skurille Persönlichkeiten sowie die Gangster der Stadt und alles was irgenwie einen Rang und Namen hat auf die Suche. Die Stadt steht still und erstickt in Intrigen, Ränkespielen und für den Leser gilt bis zur letzten Seite die Luft anzuhalten, denn wer DeLillo kennt, der weiß, das es am Ende gehörig knallen wird.

Ein Meisterwerk, das die ganze Scheinwelt an Politikern, Machthabern und natürlich auch den Geheimdiensten in sich zusammenstürzt und das einzig und alleine aufgrund einer eventuell exitierenden Carte Blache!

Atemberaubend spannend mit einem wunderbar sarkastischen Ende!

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Gespräche aus der Community

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resa82s avatar

Hallo Ihr Lieben,

wir verlosen heute den Film zum Buch  "Cosmopolis- Wie weit kann er gehen bevor er alles verliert" mit Robert Pattinson.


Laufzeit 113 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 05.07.2012

Handlung:

Er will doch nur zum Friseur! Doch irgendwie kommt der 28-jährige Mulitmilliardär Eric Packer (Robert Pattinson) in Cosmopolis nicht dazu. Auf seiner 24-stündigen Odyssee quer durch New York City wird er in die Abgründe der Stadt hinein gezogen und wird langsam Zeuge, wie sein perfektes Leben zerbricht. Doch anstatt darüber zu verzweifeln, genießt er seinen langsamen Untergang und beginnt zunehmend seinen Reichtum und seine heile Welt in Frage zu stellen.

Bis zum 30.6.2014 um 23:59 könnt ihr noch teilnehmen. Ausgelost wird am nächsten Tag und die Gewinner werden auf unserem Blog und  per Mail Informiert.

http://resas-welt.blogspot.de/2014/06/film-verlosung-cosmoplis-mit-robert.html


Das einzige was ihr tun müsst ist uns eine kleine Frage zu beantworten und die Antwort auf unserm Blog  in die Kommentarbox Posten.

Wie weit würdest du nicht für die Liebe gehen?




 





Zur Buchverlosung

Zusätzliche Informationen

Don DeLillo wurde am 19. November 1936 in New York (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

Community-Statistik

in 418 Bibliotheken

auf 30 Wunschlisten

von 7 Lesern aktuell gelesen

von 7 Lesern gefolgt

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