Don DeLillo

 3.5 Sterne bei 368 Bewertungen
Autor von Falling Man, Cosmopolis und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Don DeLillo

Don DeLillo wurde 1936 in New York geboren und stammt einer italienischen Großfamilie ab. Nach der High School studierte er in New York Kommunikationswissenschaften, bevor er kurzzeitig als Werbetexter tätig war, denn seine erste Kurzgeschichte wurde veröffentlicht, und er widmete sich fortan nur noch dem Schreiben. Für sein umfangreiches erzählerisches Werk wurde der als wichtig geltende Postmodernist für den National Book Award, dem PEN/Faulkner Award for Fiction, dem Jerusalem Prize und der William Dean Howells Medal from the American Academy of Arts and Letters ausgezeichnet.

Neue Bücher

Die Stille

Erscheint am 20.10.2020 als Hardcover bei Kiepenheuer & Witsch.

Die Stille

Erscheint am 20.10.2020 als Hörbuch bei Parlando ein Imprint von Argon.

Alle Bücher von Don DeLillo

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Buchformat:
Cover des Buches Falling Man (ISBN: 9783442466313)

Falling Man

 (54)
Erschienen am 08.06.2009
Cover des Buches Unterwelt (ISBN: 9783462051735)

Unterwelt

 (40)
Erschienen am 12.04.2018
Cover des Buches Cosmopolis (ISBN: 9783866157842)

Cosmopolis

 (49)
Erschienen am 23.04.2010
Cover des Buches Weißes Rauschen (ISBN: 9783462051742)

Weißes Rauschen

 (26)
Erschienen am 12.04.2018
Cover des Buches Körperzeit (ISBN: 9783462309430)

Körperzeit

 (23)
Erschienen am 15.06.2015
Cover des Buches Der Omega-Punkt (ISBN: 9783442474059)

Der Omega-Punkt

 (21)
Erschienen am 19.09.2011
Cover des Buches Libra (Sieben Sekunden) (ISBN: 9783462051759)

Libra (Sieben Sekunden)

 (18)
Erschienen am 12.04.2018
Cover des Buches Mao II (ISBN: 9783462029000)

Mao II

 (13)
Erschienen am 01.01.2000

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Don DeLillo

Neu

Rezension zu "Unterwelt" von Don DeLillo

Ein furchtbares schlechtes Machwerk
awogflivor 8 Monaten

Ich bin ja sehr leidensfähig und breche ganz selten Bücher ab - das habe ich bei der Strudelhofstiege hinlänglich bewiesen - aber diese Qual war selbst mir zuviel. Da das Buch bei Seite 250 und nach Teil 2 sukzessive noch viel schlechter wurde, habe ich nun abgebrochen, möchte aber die Gründe darlegen:

Sprachlich extremes Herumgeschwurbele. Permanent wird dieses Baseball in die Handlung eingeführt als Spiel, als Ball, als gewichtiges historisches Ereignis und Erinnerung gleich dem Schuss auf Kennedy - was für ein Mumpitz.

Grottenschlechte Dramaturgie:
Erstens: Gedankensprünge und fehlende Bezüge in einem Absatz werden oft Satz für Satz bis zu vier Protagonisten nur mit Er bezeichnet.
Zweitens: Extreme Redundanzen - Vati ist schon gefühlte 20 Mal nicht vom Zigarettenholen zurückgekehrt - dies aber nicht nur von einem Ereignis sondern von mehr als 50 Ereignissen. Stellt Euch nun die Multiplikation der Wiederholungen auf Seite 150 nur einmal bildlich vor.
Drittens: Nur durch die ewigen Redundanzen erkennt man an den Er-Bezügen jene, die gemeint sind.

Aber die grottenschlechte schriftstellerische Arbeit steigert sich noch weiter zur ultimativen Katastrophe.
Der längerfristige Handlungsaufbau mutiert bis Seite 250 zu einem weiteren Waterloo. Es besteht nach ein paar Kapiteln keine Chronologie da auch Zeitsprünge inflationär eingesetzt werden. Zusätzlich zu den anfänglichen Gedankensprüngen wird nun auch noch viel zuviel Personal in die Geschichte eingeführt. Was daraus reslutiert, ist ein beknacktes Wirwarr an Leuten und repetitiven Handlungen, die völlig aus den Zeiten gefallen sind. Mein Hirn schaltete ab, alles war Brei: Marvin, Brian und wer auch immer und dieser verfickte (sorry) Baseball. Nur Nick habe ich mir gemerkt.

Mich hat die ganze Geschichte wie eingangs erwähnt an die Qual mit Doderer erinnert, aber zu Wien hatte ich wenigstens irgendeinen Bezug, was mich dranbleiben ließ. In dieser Amerika Story gibt es aber gar nix, was die Folter dieses schlechten Handwerks lohnt. Hey - das Leben ist wirklich zu kurz für so ein furchtbares Buch, und meine intellektuelle Eitelkeit ist vor allem bei den meist prinzipiell überschätzten und viel zu sehr bejubelten amerikanischen Autoren (es gibt auch Ausnahmen) nicht hoch genug, um mir das anzutun.

Ich war so gelangweilt und wütend, dass mir schon wieder so ein Murks von den Kritikern als gute Literatur verkauft wird. Deshalb möchte ich mal alle dieser begeisterten Jubler des Feuilletons fesseln, anbinden und zwingen, das Buch vor meinen Augen WIRKLICH Satz für Satz bis zum letzten Ende fertig zu lesen, während ich dies bei Essen und einem Glaserl Wein auch tatsächlich kontrolliere. Denn so etwas tun diese Herrschaften meistens nicht. Sie lesen einzelne Kapitel und Absätze und wenn ordentlich gehirnwichst und geschwurbelt wird, fallen sie in die Elogien ihrer Kollegen ein.
Weiters möchte ich diese angeblich so großen Literaten allesamt mal bei den Ohrwaschln (Ohren) packen, diese langziehen und wie unvernünftige und dumme Schulerbuben verpflichtend in ein professionelles Schreibseminar stecken. Damit sie endlich mal lernen, wie man wirklich einen Roman schreibt. Versteht mich nicht falsch, hin und wieder ein Bruch gegen die Regeln der Leserezeption finde ich kreativ und gut, aber gleichzeitig gegen alles zu verstoßen, was eine gute Geschichte ausmacht, ist nicht innovativ und künstlerisch, sondern nur Dreck. Ich lasse mir nicht gern Scheiße verkaufen und werde noch wütender, wenn mir diese von Kritikern als reines Gold angepriesen wird, das aber nur wirklich kluge, intellektuelle Leute verstehen können.

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Rezension zu "Falling Man" von Don DeLillo

11. September
schokoloko29vor einem Jahr

Hier geht es in diesem Buch um die Verarbeitung mit dem 11. September. Wie die Menschen mit dem Trauma umgehen und wie das Ereignis die Grundmauern der Sicherheit von den Amerikaner eingerissen hat. Es geht um die Verarbeitung dieses Verlustes von der eigenen Sicherheit.

Für mich fing das Buch sehr dicht an. Es wurde genau beschrieben wie die Straßen beim Einschlag des Flugzeuges ausgesehen hat und wie alles in Chaos versinkt. Ich war beeindruckt von dieser Sprachgewalt und der Intensität der Beschreibungen.

Doch leider flaut das Buch immer wieder ab. Zuerst war eine Art Selbsthilfegruppe, die die Ereignisse beschrieben für mich ein Punkt, der für mich zu "amerikanisch" und zu emotional beschrieben war. Dann wurde das Leben eines Attentäters kurz porträtiert, was ich nur an den Haaren herbeigezogen empfand. Dann war diese Geschichte von dem Mann, der zu seiner geschiedenen Frau nach dem Anschlag flüchtet auch zum Stehen gekommen.

Fazit:
Leider hat mich der Autor ab mitte des Buches verloren und ich konnte mich kaum noch aufraffen dieses Buch zu lesen.

Gründe:
Es hat langatmige Stellen, wo der Plot auf der Stelle bleibt. Dann sind schwülstige, emotionale Szenen, die bei mir nur ein Widerwille gegenüber diesem Buch entsteht lassen.
Schließlich  war ein Teil der Geschichte aus der Perspektive des Attentäters beschrieben. Ich fand diesen Teil an den Haaren herbei gezogen und ich habe auch nicht die nötige Empathie, um nachzuvollziehen, warum man sich und andere Menschen in die Luft sprengt.

Für mich war die Beschreibungen von den 11. September sehr dicht beschrieben. Aus diesem Grund möchte ich dem Autor noch eine Chance geben!

Kommentare: 1
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Rezension zu "Weißes Rauschen" von Don DeLillo

Don DeLillo - Weißes Rauschen
miss_mesmerizedvor 2 Jahren

Jack Gladney ist Professor an einem kleinen College im Mittleren Westen, wo er den Lehrstuhl für Hitler-Forschung innehat. Mit seiner aktuellen Frau und vier seiner Kinder führt er ein völlig durchschnittliches Leben zwischen Arbeit, Haushalt und gemeinsamen Fernsehabenden. Ein Störfall in einer nahegelegenen Chemiefabrik bringt das sorgfältig austarierte Gleichgewicht der Familie zum Wanken, denn fluchtartig müssen sie ihr Zuhause verlassen und sich vor einer unheilbringenden Wolke schützen. Nach zehn Tagen ist der Spuk vorbei und sie kehren in ihr Heim zurück. Doch der Zwischenfall hat Spuren hinterlassen und die sowohl bei Jack wie auch bei Babette vorhandene latente Todesangst wird immer manifester. Während Babette mit Tabletten versucht ihr Herr zu werden, versucht Jack aktiv zu werden, erst durch unzählige Untersuchungen, dann durch die unmittelbare Konfrontation mit dem Tod.

Das lange erste Kapitel fokussiert auf das Familien- und Campusleben in der amerikanischen Kleinstadt. Die Welt ist überschaubar – auch wenn Jack Gladneys Frauen und zahlreiche Kinder nicht ganz leicht zu überblicken sind – man begegnet seinen Kollegen auf der Arbeit und im Supermarkt und die Wahrheit über die Welt kommt per Übertragung aus dem heimischen Fernsehgerät. DeLillos Roman erschien erstmals 1985 und er ironisiert an dieser Stelle sehr offenkundig den Werte- und Bildungsverfall: die Universität hat nicht einmal einen ordentlichen Namen, sondern ist schlicht das College-on-the-Hill, was nicht für ihren akademischen Ruhm spricht. Auch wenn Gladney selbst ein ernstes und relevantes Forschungsfeld beackert, die Tatsache, dass er kein Deutsch spricht als Hitlerexperte und dass sein Kollege über Popkultur und Themen wie Autounfälle in Kinofilmen doziert, verdeutlicht die pseudowissenschaftliche Degenerierung. Dass Jacks 14-jähriger Sohn Heinrich noch mit dem größten Fach- und Sachwissen aufzuwarten vermag, ist hier nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Auch die Kritik an der Konsumorientierung wird bei Jacks regelmäßigen Einkäufen mehr als deutlich. Der Supermarkt wandelt sich vom Ort der notwendigen Versorgung zum Ereignistempel und das Umstellen der Regale führt zu ernstzunehmenden psychischen Störungen. Der Störfall reißt alle Bewohner aus dem üblichen Trott und stellt den bis dato unbändigen Technikglaube in Frage und konfrontiert die Figuren nicht nur mit einer extremen Ausnahmesituation, sondern auch damit, dass es manchmal keine eindeutigen oder eben gar keine Antworten auf ihre Fragen gibt.

„Weißes Rauschen“ tritt in vielen Wissenschaften auf, eine Anwendung ist die Behandlung von Tinnitus, wo man das störende Ohrgeräusch durch das weiße Rauschen versucht zu überlagern. Für Jack und Babette ist die Todesangst der Tinnitus, allgegenwärtig und aus dem Inneren heraus von beiden nicht bekämpfbar. Babette löst das Problem durch Medikamente, Jack sucht Erlösung dadurch, dass er zum Mörder wird und so die Oberhand über den Tod gewinnt.

Wie immer bei Don DeLillo ein Buch voller Referenzen, kultureller Bezüge und ausufernder Gesellschaftskritik. Man merkt dem Roman sein Alter in keiner Weise an und würde man den Fernseher durch Handys und das Internet ersetzen, wäre die Aussage heute ebenso aktuell wie Mitte der 1980er Jahre.

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Gespräche aus der Community

Neu
Cover des Buches Cosmopolis

Hallo Ihr Lieben,

wir verlosen heute den Film zum Buch  "Cosmopolis- Wie weit kann er gehen bevor er alles verliert" mit Robert Pattinson.


Laufzeit 113 Minuten, FSK 12, Drama, Kinostart 05.07.2012

Handlung:

Er will doch nur zum Friseur! Doch irgendwie kommt der 28-jährige Mulitmilliardär Eric Packer (Robert Pattinson) in Cosmopolis nicht dazu. Auf seiner 24-stündigen Odyssee quer durch New York City wird er in die Abgründe der Stadt hinein gezogen und wird langsam Zeuge, wie sein perfektes Leben zerbricht. Doch anstatt darüber zu verzweifeln, genießt er seinen langsamen Untergang und beginnt zunehmend seinen Reichtum und seine heile Welt in Frage zu stellen.

Bis zum 30.6.2014 um 23:59 könnt ihr noch teilnehmen. Ausgelost wird am nächsten Tag und die Gewinner werden auf unserem Blog und  per Mail Informiert.

http://resas-welt.blogspot.de/2014/06/film-verlosung-cosmoplis-mit-robert.html


Das einzige was ihr tun müsst ist uns eine kleine Frage zu beantworten und die Antwort auf unserm Blog  in die Kommentarbox Posten.

Wie weit würdest du nicht für die Liebe gehen?




 





4 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Don DeLillo wurde am 19. November 1936 in New York (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

Community-Statistik

in 446 Bibliotheken

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