Don DeLillo Der Omega-Punkt

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Inhaltsangabe zu „Der Omega-Punkt“ von Don DeLillo

Ein junger Filmemacher sucht einen ehemaligen geheimen Kriegsberater der amerikanischen Regierung in dessen Haus irgendwo in der kalifornischen Wüste auf. Er hofft, ihn für eine Dokumentation gewinnen zu können. Als die Tochter des älteren Mannes auftaucht, geschieht etwas Unfassbares und die Geschichte nimmt einen verhängnisvollen Lauf ...

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  • Rezension zu "Der Omega-Punkt" von Don DeLillo

    Der Omega-Punkt

    McGarrett

    17. August 2012 um 23:54

    Die Atmosphäre des amerikanischen Südwestens kommt gut 'rüber. Die Idee mit der Psycho-Installation hat mir auch gut gefallen. Den eigentlichen Mord habe ich offen gesagt nicht so recht durchschaut. Die gute Bewertung gebe ich vor allem für die Atmosphäre, die mich noch einige Zeit nach Beenden des Buches nicht losgelassen hat.

  • Rezension zu "Der Omega-Punkt" von Don DeLillo

    Der Omega-Punkt

    JCL

    03. February 2012 um 10:44

    Mein zweiter DeLilio und wieder bin ich schwer beeindruckt. Der Mann scheint wirklich alles zu können. Unbedingt lesen.

  • Rezension zu "Der Omega-Punkt" von Don DeLillo

    Der Omega-Punkt

    variety

    18. June 2010 um 17:20

    Da wird auf dem Buchumschlag wieder einmal mit Superlativen geworben (Don DeLillo sei der "aufregendste Schriftsteller seiner Generation"). Gerade deshalb war ich sehr enttäuscht von seinem neusten Werk. Die Ausgangslage war sehr vielversprechend: Hitchcocks Film "Psycho" (den ich liebe) wird in einem Museum in Zeitlupe gezeigt, so dass er 24 Stunden dauert. Seine Überlegungen dazu und die Begegnungen haben mir gefallen. Die ganze Szenerie in der Wüste allerdings zog sich genau so in die Länge wie der Film im Museum. Ich hatte weder die Muse noch die Lust, mich auf dieses Experiment einzulassen. Deshalb haben mich auch die Figuren seltsam kalt gelassen. Eine Frage blieb bei mir im Raum stehen: Was soll das alles?

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  • Rezension zu "Der Omega-Punkt" von Don DeLillo

    Der Omega-Punkt

    Wolkenatlas

    10. March 2010 um 16:27

    Vom Verschwinden Im Schaffen Don DeLillos hat sich über die Jahre hinweg eine starke Tendenz breit gemacht, ein jeweils anderes künstlerisches Konzept, eine Idee, formell oder erzähltechnisch, konsequent durchzusetzen. Das kann, wie in „Falling Man“, auch ein wenig daneben gehen, dann aber, wie in „Der Omega Punkt“ voll aufgehen. In einem ersten Abschnitt, mit „Anonymität“ überschrieben, betrachtet jemand eine Installation von Alfred Hitchcocks Film „Psycho“ im New Yorker Museum of Modern Art, ausgedehnt auf vierundzwanzig Stunden. Schon hier finden sich, übertragen auf in slow-motion ablaufende Betrachtungen von Norman Bates, erste Gedankenstränge zum Thema Leben und Tod. Jim Finley, ein von seiner Frau verlassener junger Filmemacher sucht den ehemaligen, geheimen Kriegsberater Richard Elster in seinem Haus, wahrscheinlich irgendwo in der Mojave Wüste auf. Er versucht, ihn zur Mitwirkung als Hauptdarsteller in seinem neuen Film, der vor einer bestimmten Wand, nur einer Wand, ohne Schnitt, nur eine Regieanweisung, gedreht werden soll. Zwölf Tage verfolgt man die Gespräche der beiden Männer, die im Inneren genauso einsam wie die kalifornische Wüste zu sein scheinen. Der Gelehrte Elster, der während des Irakkriegs zwei Jahre lang der geheime Berater der US-Regierung war, von mehreren Frauen verlassen und der junge, erfolglose und von seiner Ex-Frau als verrückt abgestempelte Jim Finley- ein karges, hartes, männliches, politisch inkorrektes Duo, das, in langen Gesprächen und im Schweigen, die großen Themen, Leben, Tod, Liebe auf äußerst brillante Art und Weise berührt. Mit dem Auftauchen von Elsters Tochter Jessie nimmt das Buch eine dynamische Wendung, die den Roman unvorhersehbar ins Unfassbare kippen lässt. Mit dem Schlusskapitel „Anonymität 2“ schließt sich der Bogen des Romans. Allerdings lässt Don DeLillo hier ein Gelegenheitstreffen stattfinden, das den Schluss offen lässt. DeLillos Roman nimmt seinen Ausgangspunkt von Teilhard de Chardins Werk „Omegapunkt“ und stützt sich auf die Idee, dass menschliches Bewusstsein einen Ermüdungspunkt erreicht hat und alles folgende entweder ein Paroxysmus, oder etwas überaus Erhabenes sein muss. Don DeLillos Prosa ist von akribischer Präzision und immenser, karger Schönheit. Zustände von frei fließender Angst wechseln mit latent paranoiden Momenten ab und ergeben ein beklemmendes Meisterwerk eines großen Schriftstellers, ein Werk, das mit „Unterwelt“, „Weißes Rauschen“ und „Mao II“ zu seinen besten Romanen gezählt werden muss.

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