Don DeLillo Null K

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Inhaltsangabe zu „Null K“ von Don DeLillo

'Wir werden geboren, ohne eine Wahl zu haben. Müssen wir deswegen auf gleiche Art sterben?'
'Null Grad Kelvin' ist DeLillos klügster, humorvollster und bewegendster Roman seit Jahren, eine große Vater-Sohn-Geschichte, eine Meditation über den Tod und die Ewigkeit und eine Liebeserklärung an das Leben.
Ross Lockhart ist ein Milliardär in den Sechzigern mit einer viel jüngeren Frau, Artis Martineau, die schwer krank ist. Er ist Großinvestor eines geheimen, im Verborgenen agierenden Unternehmens, das den Tod ausschalten will. Das Businessmodell: Menschliche Körper werden so lange konserviert, bis Medizin und Technik so weit sind, dass der Mensch ein Leben ohne Krankheiten und zeitliche Begrenzungen führen kann. Als Artis plant, ihren Körper aufzugeben, reist Ross’ Sohn Jeffrey an, um Abschied von seiner Stiefmutter zu nehmen, auf unbestimmte Zeit.
'Wir werden geboren, ohne eine Wahl zu haben. Müssen wir deswegen auf gleiche Art sterben? Macht es den Menschen nicht gerade aus, dass er sich weigern kann, sein Schicksal zu akzeptieren?' Diese Fragen treiben Ross um, der mit aller Macht in eine andere Dimension menschlichen Lebens vorstoßen möchte. Sein Sohn hingegen verteidigt leidenschaftlich die Ansicht, dass es des Menschen Bestimmung ist, im Hier und Jetzt zu leben. 'Null Grad Kelvin' ist ein großer Wurf, ein brillanter Roman, der an den Kern unserer Existenz rührt.

Grandioser Roman des großen amerikanischen Erzählers

— MarinaB

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  • Philosophische Tiefe habe ich nicht wirklich entdecken können

    Null K

    WinfriedStanzick

    05. January 2017 um 11:35

    Dieser neue Roman des fast 80 –jährigen Don DeLillo, seit Jahren immer wieder für den Nobelpries gehandelt, lässt sich nicht einfach so lesen. Verstörend und irritierend, wie viele seiner letzten Romane, lässt er einen stolpern, sich immer wieder neu für das Weiterlesen motivieren. Der Leser fühlt sich vom Autor auf eine ganz eigene Art wie auf Abstand gehalten und gleichzeitig angezogen und verstört von seiner Thematik.Fragen des Protagonisten über das Leben und den Tod schleichen sich regelrecht in den Kopf und die Seele des Lesers ein und zwingen ihn zur Auseinandersetzung. Es geht um Leben und Tod, nichts weniger.Jeffrey Lockhart erzählt, wie er, der Sohn des New Yorker Millionärs Ross Lockhart, irgendwann von diesem zu dessen Institut in der russischen Steppe Asiens gerufen wird. Artis, die viel jüngere zweite Frau von Ross und Stiefmutter von Jeffrey, liegt dort im Sterben und soll durch das Einfrieren ihres Körpers direkt nach ihrem Tod für eine neue Zukunft und ein neues Leben dereinst konserviert werden. Die uralte, aus der Angst vor dem Tod und dem Sterben geborene Hoffnung der Menschen auf unendliches Leben scheint mit dieser kyronischen Technik wahr zu werden. Das Nanotechnologie-Laboratorium bietet Menschen, die es sich leisten können, die Hoffnung, dass es in der Zukunft technische und medizinische Möglichkeiten gibt, sie wieder zu erwecken und, womöglich unendlich, weiterleben zu lassen.Jeffrey soll von Artis Abschied nehmen, genauso wie zwei Jahre später auch von seinem eigenen Vater, der seiner jungen Frau auf diese Weise in die Ewigkeit nachfolgen will. Die Schilderung des Vater-Sohn-Verhältnisses fand ich gelungen, aber die dem Thema durchaus angemessene Kälte des ganzen Romans fand ich schwierig und kaum zu ertragen.  Jeffrey, der immer wieder darauf besteht, dass es die Bestimmung des Menschen sei, im Hier und Jetzt zu leben, hatte meine ganze Sympathie, doch die dem Roman von vielen Kritikern angedichtete philosophische Tiefe habe ich nicht wirklich entdecken können.

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  • Stirb´ne Weile - und dann lebe ewig!"

    Null K

    Ginevra

    06. December 2016 um 20:32

    Jeffrey Lockheart besucht seinen Vater und seine Stiefmutter - in einer ziemlich außergewöhnlichen Umgebung. Mitten in der sibirischen Einöde befindet sich ein high-tech- Anwesen, das sich "Die Konvergenz" nennt. Hier lassen sich Todkranke einfrieren, um mittels modernster Nano- Medizin irgendwann wiedererweckt und geheilt werden zu können, um dann - so der Plan - ewig zu leben. Auch immer mehr kerngesunde Menschen entdecken für sich die Chance, auf kommerziellem Weg das "ewige Leben" zu erlangen, so auch Jeffreys schwerreicher Vater Ross. Doch was sind seine wahren Motive? Ist es die große Liebe zu seiner zweiten Frau Artis, die sich bereits in einem Grenzgebiet zwischen Leben und Tod befindet - oder ist es die Einsamkeit eines Narzißten?Jeffrey trifft zunächst als unbedarfter Außenseiter auf die sektiererische Gemeinschaft. Er beobachtet und wundert sich. In einem kafkaesken Labyrinth lernt er Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen kennen. Da sind die zeitkritischen Zwillinge Stenmark, die unsere kapitalistische westliche Kultur in Frage stellen und die Ausbeutung der Natur anprangern, sowie auch die Regeln der "Konvergenz". Da ist der alte Mann im einsamen, künstlich erzeugten Rosengarten, der nur deshalb ewig leben will, um immer denselben künstlichen Efeu zu betrachten. Und einige mehr.Für Jeffrey ist es nicht nur eine Auseinandersetzung mit den Werten seines Vaters, sondern auch mit seiner eigenen Kindheitsgeschichte, außerdem mit seiner Rolle als (zufälliger) Stiefvater eines rebellischen Jugendlichen. Don DeLillo, einer der US-amerikanischen Schriftsteller, die seit Jahren von den Kritikern für den Literatur-Nobelpreis vorgeschlagen werden, wurde 1936 in NY geboren. Mich hat bereits sein 2007 erschienener Roman "Falling man" tief beeindruckt, und mit diesem Roman ist es ihm wieder gelungen. DeLillos Sprache ist außergewöhnlich, jeder Satz ist gelungen, und die Inhalte regen zum Nachdenken an. Gerade der erste Teil ist für mich eine gelungene und eigenständige Mischung aus dem "Zauberberg" und dem "Prozess", modernisiert - aber nicht weniger beklemmend und erhellend.In einer Leserkritik wurde moniert, dass es sich bei diesem Roman um eine "misslungene Dystopie" handele. Kein Wunder - es ist nämlich gar keine! Es geht bei Zero K nicht um eine neue Gesellschaftsform, sondern um die konsequente Umsetzung bereits bestehender menschlicher Bestrebungen, dem Tod endlich durch High-Tech den Garaus zu machen (kann man den Tod töten?).Fazit: für mich ein beeindruckendes Buch mit Nachhall-Effekt, das ich bestimmt wieder lesen werde. Das Buch ist eher für Leser geeignet, die sich für Philosophie begeistern, als für Science Fiction und Action.5 von 5 Sternen!

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  • Auf dem Weg in die Unsterblichkeit?

    Null K

    MarinaB

    06. November 2016 um 13:27

    „Unsere Gutenachtgeschichte heißt Katastrophe.“ Der neue Roman des bereits 79-jährigen großen amerikanischen Erzählers ließ mich frösteln, es ist eine Geschichte, die einiges Unbehagen auslösen kann. Das liegt am Szenario, an der sterilen unterkühlten Atmosphäre, die der Autor in dieser Geschichte herrschen lässt, die den Leser gleichzeitig auf Abstand hält und unwiderstehlich anzieht. Ein Roman, der über die Maßen viele Fragesätze beinhaltet; die Fragen legt DeLillo seinen Protagonisten in den Mund und somit landen sie auch im Kopf des Lesers, der sich dann unweigerlich selbst damit konfrontiert sieht. Immer geht es dabei um nichts geringeres als Leben und Tod und das Dazwischen, das „Weltsummen“. Ross Lockhart und sein Sohn Jeffrey sind die Hauptfiguren; erzählt wird aus der Perspektive Jeffreys. Lockhart senior, der in NY als Millionär in einem feinen Stadthaus lebt, ist liiert mit der deutlich jüngeren Artis, die unheilbar krank ist. Artis entschließt sich, in einem Institut namens „Konvergenz“, dass seinen Sitz irgendwo abgeschieden in der russischen Steppe hat und in das Ross einen Teil seines Vermögens investiert, ihren kranken Körper durch Einfrieren konservieren zu lassen. Das Nanotechnologie-Laboratorium bietet Menschen, die es sich leisten können, die Hoffnung, dass es in der Zukunft technische und medizinische Möglichkeiten gibt, sie wieder zu erwecken und, womöglich unendlich, weiterleben zu lassen. „Sie sprach stockend über das Wesen der Zeit. Was passiert in der kryonischen Kammer mit der Vorstellung vom Kontinuum – Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft? Begreift man noch, was Tage, Jahre, Minuten sind? Oder verringert sich diese Fähigkeit, stirbt sie ab? Wie menschlich ist man ohne sein Zeitgefühl? Menschlicher denn je? Oder wird man fötal, etwas Ungeborenes?“ Ross` Sohn Jeffrey reist an, um sich von Artis zu verabschieden, die seine Stiefmutter ist. Sein Vater hatte Jeffrey und seine Mutter verlassen, als er noch klein war und sich einer anderen Frau zugewandt. Die Beziehung von Vater und Sohn ist nicht einfach. Jeffrey hat einige Verhaltensstörungen und Macken entwickelt, um den Verlust des Vaters zu kompensieren. So begann er in seiner Kindheit zu hinken, um sich abzuheben und gesehen zu werden. Bis ins Erwachsenenalter haben sich gewisse Zwangshandlungen erhalten; er überprüft beispielsweise mehrfach, ob der Herd wirklich aus ist oder die Tür abgeschlossen, wenn er die Wohnung verlässt und erfindet für manche Menschen neue, passendere Namen. Auch der Vater hatte seinerzeit einen anderen, härter klingenden Namen angenommen, mit dem er glaubte, erfolgreicher zu sein. Zwei Jahre nach Artis` Kryokonservierung entschließt sich Jeffreys Vater, der aus Trauer um den Verlust seiner Frau, nicht mehr leben will, freiwillig Artis zu folgen – mit ihr in eine mögliche Zukunft zu gehen. So begleitet der Sohn erneut den Vater, der ihn nun ein zweites Mal verlassen will, an diesen seltsamen Ort der Zeitlosigkeit. DeLillo schickt den Leser in die „Konvergenz“, einen Ort, der an Szenen aus Raumschiff Enterprise oder Odyssee im Weltraum erinnert. Ziellos wie die Hauptfigur, fühlt man sich auch als Leser gefangen in einem undurchdringlichen Labyrinth. Thematisch beschäftigt sich der Roman mit ähnlichen Ideen von der Unsterblichkeit des Menschen wie Thea Dorns Roman „Die Unglückseligen". Sprachlich gehört er allerdings in eine andere, höhere Dimension ..Bisweilen entfaltet sich darin auch eine Art Spiritualität – kurze Momente menschlicher Verbundenheit – Alleinssein. Der Roman strahlt dennoch vorwiegend eine Atmosphäre der Kälte aus. Das eisige Thema in Sprache zu übertragen ist DeLillo bravourös gelungen.Ein Leuchten!

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  • LovelyBooks Romane-Challenge 2016: Die Challenge mit Niveau

    aba

    27. December 2015 um 19:56

    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2016 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2016 bis 31.12.2016 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2016 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.Nimmst du die Herausforderung an?Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2016 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema.Ich freue mich auf viele Anmeldungen!Teilnehmer:19angelika63AgnesMAmayaRoseanushkaArizonaaspecialkateban-aislingeachBarbara62BlaetterwindblauerklausbonniereadsbooksBookfantasyXYbookgirlBuchgespenstBuchinaBuchraettinCara_EleaCaroasCorsicanacrimarestricyranaczytelniczka73Deengladia78DieBertadigraEeyoreleerinrosewellFarbwirbel FederfeeFornikaFrauGonzoFrauJottfreiegedankenfrlfrohsinngefluegeltermondGela_HKGetReadyGinevraGirl56GruenenteGwendolinahannelore259hannipalanniHeldentenorIgelaInsider2199JoBerlinK2kkatrin297krimielselenikslesebiene27LesefantasieleselealesenbirgitleseratteneuLibriHollylisibooksLiteraturmaria1Marika_RomaniaMaritzelmarpijeMartina28MauelaMercadoMiamoumiss_mesmerizednaddoochNadja_KloosnaninkaNepomurksNightflowerNilNisnispardenPetrisPocciPrinzessinAuroraschokoloko29serendipity3012SikalsofiesolveigsommerleseStefanieFreigerichtsternchennagelSumsi1990suppenfeesursulapitschiTanyBeeTintenfantasieTochterAliceumbrellavielleser18wandabluewiloberwortjongleurzeki35

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