In der Vergangenheit gedanklich festzuhängen, hindert uns oft daran, in der Zukunft aktiv zu werden und neue Erfahrungen sowie neue Blickwinkel unbefangen zu sammeln. Dennoch kann es manchmal sinnvoll sein, einen Blick zurückzuwerfen, um die Gegenwart besser zu verstehen. In den letzten Jahren ist nach einer längeren Pause wieder ein Interesse in mir entfacht, das nun nach und nach gestillt wird.
Durch dieses persönliche Interesse und mithilfe eines Buchverzeichnisses bin ich auf dieses Werk gestoßen. Zunächst stand für mich die völlig unbedarfte Frage im Raum: Was haben Wein und Krieg überhaupt miteinander zu tun? Zuvor hatte ich mich nie damit beschäftigt. Doch nach der Lektüre dieses Buches ist mir einiges klar geworden. Wer sich auch für dieses Thema interessiert, bekommt mit diesem Buch einen guten Einstieg ins Thema. 😉
Inhaltsangabe:
Wein und Krieg von Don und Petie Kladstrup erzählt die Geschichte französischer Winzer und Gastronomen, die während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg ihre kostbarsten Weine mit Einfallsreichtum und Mut vor der Beschlagnahmung bewahrten. Dazu gehörten das Verstecken von Flaschen in Mauern und geheimen Lagern, das Verschwindenlassen von Weinlieferungen durch Eisenbahner sowie das Ausgeben von staubbedeckten Flaschen als angeblich uralte Raritäten. Das Buch zeigt eindrucksvoll, welchen Stellenwert Wein in der französischen Kultur hat – damals wie heute – und wie kreativ und entschlossen die Menschen waren, um ihr Kulturerbe zu schützen.


