Don Winslow Bobby Z

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Inhaltsangabe zu „Bobby Z“ von Don Winslow

Tim Kearney ist ein toter Mann: In einem Knast voller Hells Angels einem davon die Kehle durchzuschneiden, war nicht gerade seine beste Idee. Jetzt kann ihn nur noch ein Deal mit der Drogenfahndung retten: Er soll in die Rolle des seit Jahren vermißten Bobby Z schlüpfen, einem legendären Surfer und Drogendealer. Im Austausch für ihn soll ein entführter Polizist freikommen. Läuft alles glatt, kann Tim tun und lassen, was er will. Doch in Tims Leben ist nur selten alles glatt gelaufen. Also auch diesmal nicht. Denn alle scheinen nur darauf gewartet zu haben, daß Bobby Z wieder auftaucht: die Bullen, die Drogenmafia und Bobbys sechsjähriger Sohn – und nur der möchte Bobby lebend wiedersehen. Tim Kearney hatte es sich anders vorgestellt, in die Rolle eines legendären Surfers und Drogendealers zu schlüpfen. Doch kaum ist aus ihm der lange verschollene Bobby Z geworden, jagt ihn ein Haufen irrer Killer quer durch Kalifornien. Sein einziger Verbündeter: ein Sechsjähriger, der fest davon überzeugt ist, Tims Sohn zu sein.

Eine sehr coole, temporeiche Interpretation einer Doppelgänger-Geschichte!

— WortGestalt
WortGestalt

Was eine Superniete alles so kann. Super Buch!!!

— Stups
Stups

Die wunderbare Sprache zieht den Leser elegant über alle Unwahrscheinlichkeiten hinweg! Nicht so langweilig wie der "tatort"ähnliche Kram!

— POMFritz
POMFritz

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  • Die große Jagd auf Bobby Z

    Bobby Z
    WortGestalt

    WortGestalt

    16. February 2016 um 11:15

    Der Drogendealer Bobby Z ist eine Legende. Und wie bei Legenden meist üblich, ist er tot. An einem banalen Herzinfarkt gestorben. Bobby Z! An einem Herzinfarkt! Das kann man nur schwer glauben. Tim Kearney ist keine Legende. Tim Kearney ist mehr der Typ Pechvogel. Ein Kleinganove, der bei einem Einbruch schon mal über einen Rasensprenger stolpert und so der Polizei ihren Job recht leicht macht. Aber Tim Kearney lebt. Und er sieht Bobby Z zum Verwechseln ähnlich. Die Sache ist nämlich die: DEA-Agent Tad Gruzsa will Bobby Z ausliefern. An ein mexikanisches Drogenkartell. Im Austausch für einen anderen DEA-Agenten. Die wollen Bobby Z aber natürlich lebend. Also schnappt Gruzsa sich Tim Kearney. Der hat gerade richtig Stress im staatlichen Gefängnis St. Quentin, weil er dort Stinkdog, ein Mitglied der Hell's Angels umgelegt hat. Ein klitzekleines Problem mit seiner Impulskontrolle. Tim Kearney hat also eine Mordanklage am Hals. Und einen Haufen wütender Rocker, die ihren Kumpanen rächen wollen. Da erscheint Tim die Aussicht, in die Haut eines toten Drogendealers zu schlüpfen und nach Mexiko zu gehen, gar nicht so verkehrt. Und sind wir einmal ehrlich, er hat auch keine Wahl. Er macht den Deal mit der Drogenbehörde und wird zu Bobby Z. Und dann geht es richtig rund. Denn nicht alles läuft so, wie Tim sich das dachte. Scheinbar will ihm jeder ans Leder, ihm oder Bobby, was keinen Unterschied mehr macht, Tim hat ja das Nimm-2-Paket gebucht. Also muss er seine und Bobbys Dinge regeln, wobei „Dinge“ einen mexikanischen Drogenboss, eine Rockerbande, noch mehr mexikanische Verbrecher, Bobbys früheren Partner, genannt „Der Mönch“, einen Profikiller, die DEA und einen alten Ranger beeinhaltet. Und offenbar auch Kit, den 6-jährigen Sohn Bobby Zs. Ich kann mich in der Regel nicht großartig für Tiere oder Kinder in dieser Art von Romanen (und auch Filmen) erwärmen, hier hat aber Don Winslow die Dramaturgie in der Hand und damit ist auch das wirklich großartig verbaut. Kit und Tim sind, und entschuldigt diesen Ausdruck im Zusammenhang mit einem Don Winslow-Roman, ehrlich zauberhaft. Die Stärke dieser Geschichte lag für mich in ihrem Tempo und in ihren Figuren, dazu noch der Stil Winslows, das macht die Sache rund. Der Einstieg ist fix und zackig, die Sprache direkt, auf den ersten Seiten wird die Ausgangssituation zügig erklärt, danach passiert dann einfach, was passieren muss. Bei manchen Figuren reicht ein Dialog, um den gesamten Charakter zu zeichnen und man weiß als Leser alles über eine Rolle, was nötig ist. Sicher greift Don Winslow dabei das ein oder andere Klischee auf, damit diese unkomplizierte Gestaltung so greifen kann, aber die Figuren wirken derart dynamisch, dass das für mich letztlich keine Rolle spielte. Weil keine Figur sein Klischee nutzt, um sich darauf auszuruhen, man spart sich nur langwierige Biografien, schnappt sich zum Beispiel einen mexikanischen Kartellboss und lässt ihn die ihm zugedachte Rolle ausfüllen. Denn das macht er dann richtig gut und die Story läuft. Nette Überraschungen gibt es dennoch genügend. Die müssen dann nicht zwingend in der Charakterzeichnung liegen. Können es aber. Was das Tempo betrifft, geht es Schlag auf Schlag, Leiche auf Leiche. Es wird viel gestorben in diesem Buch, bei dieser großen Jagd auf Bobby Z und Tim in Personalunion. Die Verstrickungen, wer warum hinter wem her ist, sind dabei großes Kino. Man könnte kurz innehalten und sich das ganze Schlamassel in Ruhe ansehen, doch selbst bei dem hohen Tempo kommt die teils tragische, teils komische Seite der einzelnen Szenen gut heraus, an anderen Stellen spürt man aber auch immer wieder ernste Töne zwischen den Zeilen, leise, aber vorhanden. Was Winslow auch sehr großartig inszeniert, ist der Zauber um die Legende Bobby Z und das, was sich dahinter verbirgt. Und es ist auch hier die sehr bekannte, aber irre unterhaltsam erzählte Geschichte von einer Niete, die zum Helden wird, wobei recht schnell klar wird, dass die Niete gar keine Niete ist und das Potential hat, selbst zur Legende zu werden, ja die eigentliche Legende sogar locker in die Tasche zu stecken vermag. Fazit: Eine sehr coole, temporeiche Interpretation einer Doppelgänger-Geschichte. Die große Jagd auf Bobby Z macht Laune, zerschießt so einige Brustkörbe und hat neben sehr harten auch ein paar zarte Seiten. Schönes, schönes Kino! Bewertung: 4,56 Punkte = 5 Sterne Stil: 4/5 | Idee: 5/5 | Umsetzung: 5/5 | Figuren: 5/5 | Plot-Entwicklung: 4/5 Tempo: 5/5 | Tiefe: 4/5 | Komplexität: 4/5 | Lesespaß: 5/5 | = 4,56 Punkte © http://wortgestalt-buchblog.blogspot.de

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  • Review: Bobby Z

    Bobby Z
    Medienjournal

    Medienjournal

    03. April 2014 um 09:21

    Don Winslows Bobby Z stellt durchaus die Weichen für seine späteren Romane und lässt den ihm eigenen Still bereits erahnen, kommt aber noch merklich ungeschliffen und roh daher. Wenn die Geschichte auch konstruiert wirken mag, tut das dem Unterhaltungswert und der schmissigen Schreibe dieses ungewöhnlichen Krimis um einen liebenswerten Loser, der Pech und Gewalt magisch anzuziehen scheint, keinen Abbruch. Mehr gibt es unter: http://medienjournal-blog.de/2013/12/review-bobby-z-don-winslow-buch/

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  • Der Schein trügt

    Bobby Z
    Arun

    Arun

    Beendet ein Buch - Kriminalroman - von Don Winslow „Bobby Z“ Bin immer noch von dem Monumentalwerk „Tage der Toten“ von Don Winslow beeindruckt. „Bobby Z“ gehört noch zu den Anfangswerken des Autor: erschienen 1997 Klappentext: Tim Kearny ist ein wahrer Pechvogel. Als er auf dem Hof eines kalifornischen Gefängnisses einem Hell’s Angel namens Stinkdog in Notwehr die Kehle durchschneidet, kann ihn nur noch ein Deal mit der Polizei vor der Rache von Stinkdogs Rockerbrüdern retten. Auftragsgemäß muss er nun die Rolle des seit Jahren verschollenen Drogenhändlers und legendären Surfers Bobby Z., dem er verblüffend ähnlich sieht, spielen. Aber, wie könnte es bei einem Pechvogel anders sein, zuerst einmal läuft alles schief. Meine Meinung: War mal wieder ein Buch ganz nach meinem Geschmack, enthält alles was man sich so wünscht! Eine rasante Geschichte gewürzt mit bösen Buben, schönen Frauen, Verfolgungsjagden durch Kalifornien und Mexiko garniert mit einer gewissen Härte. Temporeich mit einer Prise Humor erzählt von Mister Winslow der sich nicht lange mit einer Vorrede aufhält sondern gleich zur Sache kommt. Dieses Buch wurde auch verfilmt mit dem kürzlich tödlich verunglückten Paul Walker. Der Name des Films "Kill Bobby Z

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  • Rezension zu "Bobby Z" von Don Winslow

    Bobby Z
    ginnykatze

    ginnykatze

    21. January 2013 um 22:24

    Kriminalroman, wohl eher nicht! Zum Inhalt: Als Tim Kearney im Knast einen Hells Angels tötet, ist sein Leben keinen Pfifferling mehr wert. Aber manchmal hat man auch Glück, denn davon hatte Tim bislang eigentlich nicht viel. Die Polizei tritt an ihn heran und bietet ihm die Freiheit an, wenn er Bobby Z wird. Eigentlich bleibt Tim ja gar nichts weiter übrig, als auf den Handel einzugehen, denn die Hells Angels wetzen schon die Messer für ihre Rache. Nun beginnt eine kurze Schulung und aus Tim wird Bobby. Bobby Z ist ein reicher Surfer und das Leben könnte ja nicht schöner sein denkt sich Tim, aber leider verschweigt die Polizei, warum Bobby so lange von der Bildfläche verschwunden war; denn er ist tot behaupten sie. Die Polizei will ihn gegen eine Polizeigeisel austauschen, aber hier schon fängt das ganze Spiel an zu kippen. Der Austausch endet in einer wilden Schießerei, Tim aber kann entkommen und wird von nun an gejagt. Da sind dann nicht nur die Hells Angels hinter ihm her auch die Polizei und ein Drogendealer haben es auf ihn abgesehen. Einzige Hilfe auf seiner Flucht ist ein sechsjähriger Junge, der sich als sein Sohn entpuppt. Nun beginnt ein Katz- und Mausspiel, was verwirrender nicht sein kann. Fazit: Als Kriminalroman ausgeschrieben kann ich mich in dieses Buch überhaupt nicht rein finden. Krimis sind für mich anders. Der Autor Don Winslow schreibt für mich sehr verwirrend und einen roten Faden konnte ich hier leider nicht entdecken. Die Geschichte des Bobby Z ist ein einziges Verwirrspiel, eigentlich wollte ich nach 100 Seiten das Buch abbrechen, aber ich habe mich durchgekämpft und kann nicht sagen, dass ich schlau geworden bin aus der Geschichte. Irgendwie fehlt mir hier das Salz in der Suppe. Der Schreibstil ist stakatoartig. Kurze Sätze, die teilweise etwas sinnlos erscheinen. Auch die Kapitel sind recht kurz gehalten und wir springen schon recht heftig von einem Ereignis zum nächsten. Hier wäre sicherlich weniger mehr gewesen. Die ganze Story kippt von wenig spannend zu gähnend langweilig über. Die Charaktere sind alle eher farblos beschrieben und ich konnte mich nicht mit ihnen identifizieren. Nur Kit – was für ein Name für ein Kind – war mir von Anfang an ans Herz gewachsen, was allerdings nicht an der guten Beschreibung lag, sondern daran, dass er sonst hoffnungslos verloren gewesen wäre. Hier kommen von mir 2 Sterne, zu mehr hat es leider nicht gereicht. Eine Leseempfehlung kann ich nicht vergeben.

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  • Rezension zu "Bobby Z" von Don Winslow

    Bobby Z
    AnjaKoenig

    AnjaKoenig

    08. January 2012 um 19:03

    nicht schlecht, habe aber schon bessere bücher gelesen. die story ist interessant, der schreibstil auch ok, aber zwischendurch gab es auch ein paar längen. am besten haben mir die szenen mit dem sechsjährigen gefallen, die haben doch einige auflockerung reingebracht.

  • Rezension zu "Bobby Z" von Don Winslow

    Bobby Z
    Golondrina

    Golondrina

    08. December 2011 um 20:23

    Mein dritter Winslow und ich kann mich nicht recht entscheiden: einerseits habe ich ein paar Seiten gebraucht, um von der Handlung gepackt zu werden und andererseits hat mich die Story dann nicht mehr losgelassen. Tim Kearney wird mehr oder weniger gezwungen, sich als Bobby Z, ein legendärer Drogenschmuggler auszugeben, um den Austausch eines von der Drogenmafia festgehaltenen DEA Ermittlers perfekt zu machen. So ganz sauber ist der Deal nicht, denn nicht nur der Drogenboss, sondern noch diverse Hells Angels, eine Latinogang, die Polizei und andere wollen Tim an den Kragen. Blöd für den Pechvogel Tim, der fortan zusammen mit Bobby Z's Sohn auf der Flucht ist. Letztlich hat Winslows Schreibstil das Buch für mich noch gerettet, ein paar Ecken und Kanten in der Geschichte seien verziehen.

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  • Rezension zu "Bobby Z" von Don Winslow

    Bobby Z
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. June 2011 um 23:42

    Tim ist ein Kleinkrimineller, verkannter Held und Tollpatsch, der in seiner Jugend unter fehlender Impulskontrolle und sein weiteres Leben, unter Verfolgungswahn in Form von Stolperfallen a la Rasensprenger leidet. Im Knast bringt er einen Hells Angels um und nun soll es ihm selber an den Kragen gehen. Die Drogenpolizei bietet ihm die Chance, in die Fußstapfen des verschollenen Dealers und der Surferlegende Bobby Z zu treten. Er soll bei einem Austausch mit einem Polizisten, der von der Drogenmafia festgehalten wird, mitmachen und kann so seine Haut retten. Grandios zieht eine Show mit Naivität und einer frechen Klappe ab und hat nach einem fehlgeschlagenen Hinterhalt aus dem er sich befreien konnte, auch noch den kleinen Jungen Kit im Schlepptau. Kit ist in dem Glauben, Tim a la Bobby Z ist sein Vater, sieht bewundernd zu ihm auf und schlüpft mit ihm in alle möglichen Leinwandhelden wie X Men und Co, weil sich so die schreckliche und gewaltsame Verfolgung besser ertragen lässt. „Bobby“ zeigt aber nicht nur die harte Seite, die ihn in der Ausbildung bei den Marines geprägt hat und so immer wieder aus dem Schlamassel rettet, sondern auch eine herzliche, gegenüber dem angeblichen Sohn. Saucool, schonungslos in Sachen Sex und Crime und mit einer derben Prise Humor, stolpert er von einem Fettnäpfchen ins nächste. Hier wird ein rasanter Krimi unter der Sonne Mexicos erzählt, der bis zum Ende fasziniert. Ein gekonnter Schreibstil, eine aberwitzige Story, die klug und schnell zwischen den einzelnen Situationen abwechselt und bis zum Ende eines regelrechten Showdowns, das hohe Tempo hält. Mühelos beschreibt der Autor die Figuren in wenigen Worten, um ihnen einen unverkennbaren Charakter und Farbe zu geben und der ist mehrheitlich derb, verkommen und jeder auf seine Weise vom Leben geprägt. Don Winslow ist ein begnadeter Autor, mit einem unverkennbaren Schreibstil und wenn man diese Art von Krimis mag, wird man lange nach seinesgleichen suchen müssen.

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