Don Winslow London Undercover

(47)

Lovelybooks Bewertung

  • 50 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 2 Leser
  • 9 Rezensionen
(20)
(19)
(6)
(1)
(1)

Inhaltsangabe zu „London Undercover“ von Don Winslow

Allie Chase, die minderjährige, rebellische Tochter eines prominenten Senators, ist in die Underground-Szene Londons abgetaucht. Neal hat nur wenige Tage Zeit, um Allie aus dieser Hölle voller Junkies, Drogendealer und Schläger zu befreien, damit sie pünktlich zum Wahlkampf aufgeräumt und strahlend an der Seite ihrer Eltern auftreten kann. Doch was der Untergrund aufzubieten hat, ist nichts gegen das, was Neal an der Oberfläche erwartet – falls er es dorthin zurückschafft …

Wie alles von Don Winslow sehr spannend. Neal Carey ist aber ein etwas schwieriger Held.

— Ivy_Lang

Ein wirklich guter Serienauftakt.

— AnnieLovesTheSky

Witzig, spannend, spritzig geschrieben.

— Tom666Ate

En allzu enttäuschendes Debüt. Das stellenweise die späte Action erahnen lässt.

— Fritz_Nitzsch

Reisebericht, Action und das kleine 1x1 für Privatdetektive

— Dubdadda

Wer Winslows spätere Werke kennt, wird sich bei diesem Frühen eher langweilen.

— Christian_Woehl

Spritzig, rasant, spannend und dabei gewürzt mit Sprachgefühl und Humor. Klasse!

— MaryCronos

Reiseführer mit Schwung

— KailaKerr

Das Buch brauchte eine gewisse Zeit bis es in Fahrt kam,aber in der Gesamtbetrachtung spannender Krimi mit einem sympathischem Protagonisten

— harlekin1109

369 Seiten in zwei Tagen gelesen, das besagt Alles. Spannend,logisch und ein überraschender Schluss.

— zbaubf

Stöbern in Krimi & Thriller

Flugangst 7A

Verstörend, beklemmend und mit einem Wahnsinnsplot!

Johanna_Torte

TICK TACK - Wie lange kannst Du lügen?

Sehr schlechter Anfang, wurde dann aber etwas besser. Trotzdem nicht warm geworden

ReadAndTravel

Sturzflug (Ryder Creed 3)

Absoluter Kracher mit einem tollen Book-Boyfriend!

AmyJBrown

Solange du atmest

Ein seichter Thriller, der durch den leichten, absolut angenehmen Schreibstil und eine Familiengeschichte besticht, die man lesen will.

nessisbookchoice

Stille Wasser

spannender Thriller, Wahnvorstellung oder Realität?

janaka

Hex

unglaublich fesselndes Buch

Sandra1978

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Ein Debüt, das nicht hält, was die späteren Werke versprechen

    London Undercover

    Fritz_Nitzsch

    07. April 2017 um 14:15

    Neal Carey, ein Junge von den Straßen New Yorks, aufgegriffen und aufgezogen von Joe Graham, Privatdetektiv einer geheimen aristokratischen Verbindung in Neu-England, wird nach London geschickt, um die Tochter eines Politikers aus der Drogenszene zu retten. Allerhand geht schief, ein Feind aus den eigenen Reihen, ein Vater, der eigentlich kein Vater ist, ein Chef, der eigentlich ein Vater ist, eine Vergewaltigung der minderjährigen Allie Chase. Ein klassischer Krimi ist er, der Debütroman von Don Winslow, ein Autor, den ich sehr schätze und für mich als konsequenter Nicht-Krimi-Leser ein Savant in meiner Sammlung darstellt. Ein wenig enttäuscht war ich dann doch von diesem Debüt: mir präsentierte sich ein typischer Krimi: Der Protagonist hat Makel, um seine Authentizität zu unterstreichen, und diese werden überbetont; er verliebt sich in das Opfer und in letzter Sekunde –na was schon? Eine Karikatur, zu klassisch um originell zu sein, zu originell ausstaffiert, um klassisch zu sein! Ich vermisste die Verve, die hemmungslose Action aus „Zeit des Zorns“, „Tage der Toten“ oder gar „Kings of Cool“. Was Winslow so besonders für mich machte.

    Mehr
  • Preiswürdig?

    London Undercover

    KailaKerr

    26. March 2016 um 16:44

    Neal Carey arbeitet für die Freunde der Familie. Eine mafiose Abteilung einer alteingesessenen Bank irgendwo dort, wo die Reichen wohnen. Mit seinem Ziehvater Graham löst er für die Freunde die Probleme eben dieser Reichen in Wohlgefallen auf. So weit der Plot, so gut die Idee. Doch dann hat man - nachdem man bereits eine unendliche Auflistung irgendwelcher Ahnen hinter sich gebracht hat - die Straßenkarte mehrerer Städte vor sich - vornehmlich natürlich die, welche bereits im Titel enthalten ist. Der Roman hätte mindestens hundert Seiten kürzer oder interessanter sein können, wäre man dem Autor nicht auf eine Sightseeingtour durch London gefolgt. So kann man Schreibflauten natürlich auch umgehen. Dass man sich allerdings auf die allseits aus Stadtführern bekannten Wege begibt, hat einen fahlen Beigeschmack. Würden diese "Reisen" fehlen, würde dem Roman auch nix fehlen. Genauso wie die Auflistung der Ahnen, in der nur die Mutter eine Aufgabe hat, war das ziemlich ... überflüssig und extrem nervig. Gegen Ende nimmt der Roman Fahrt auf. Mit einem schnellen Auto, einem Motorrad und der absolut überstürzten Aufklärung des Falls. Dass es für dieses schwache Bild eines Kriminalromans einen Preis gab, hat mich schon schwer stutzig werden lassen.

    Mehr
  • Verwirrend

    London Undercover

    OmaInge

    03. March 2016 um 18:57

    Mir liegt der Schreibstil nicht - leider. Die Handlung hat mich gefesselt und ich habe trotz der "Leseschwierigkeiten" das Buch bis zum letzten Satz gelesen. Auch, weil das Ende nicht absehbar war.  Nun zu meinen "Leseschwierigkeiten": Ich hatte sehr viel Mühe Neal Careys Lebensgeschichte zu sortieren und zu verstehen. Immer wieder Zeitsprünge und die auch nicht chronologisch. Aber ich habe es zum Schluss hin richtig eingeordnet bekommen. Allerdings werde ich auf weitere Bücher von Don Winslow verzichten. Es gibt genug Leser, die von seinem Schreibstil begeistert sind und für mich gibt es genug andere Bücher /Autoren die mich begeistern.

    Mehr
  • Mir fehlte die weibliche Komponente ... war wohl ein Männer-Krimi ....

    London Undercover

    Bücherfüllhorn-Blog

    27. October 2015 um 22:07

    Im Börsenblatt des Buchhandels habe ich das erste Mal über Don Winslow‘s Ermittler Neal Carey gelesen. Insgesamt besteht die Serie aus fünf Bänden und beginnt in den 90iger Jahren, und wurde vor kurzem von Conny Lösch neu übersetzt. Das Buch ist in drei große Kapital gegliedert, einen kleinen Prolog,  Teil 1 und Teil 2. Hier im ersten Band um 23-jährigen Neal Carey erzählt der Autor unter anderem in Rückblicken, wie aus einem 11-jährigen Jungen ein Gelegenheitsermittler wird. Die Handlung spielt in New York, Upper West Side, und der Junge ist ein Taschendieb. Seine Mutter heroinsüchtig und seinen Vater kennt er nicht. Die Wohnung ist verlottert, Neal auf sich selbst gestellt, bis er eines Tages Joe Graham bestielt und von diesem erwischt wird. Man sieht sich immer zweimal und kurze Zeit später begegnen sich die beiden wieder, und Graham nimmt Neal unter seine Fittiche. Im Laufe der Zeit wird Graham so etwas wie sein Vater, und beide betonen dies mit einer Portion Ironie (wie mir scheint), wenn sie sich gegenseitig „Dad“ und „Sohn“ nennen. Graham arbeitet undercover für die Besitzer einer Bank, die konservative und altehrwürdige Fam. Knitteredge, die das Geld ihrer reichen Anleger vor den Steuerbehörden zu verstecken versteht. Graham erledigt Aufträge, wenn „Freunde der Bank“ Probleme haben und nach und nach arbeitet er Neal in die „Feinheiten“ seines Ermittler-Berufes ein. Neal lernt, wie man Wohnungen durchsucht, wie man jemanden beschattet, lernt allergenaustes beobachten, wie man lautlos in Wohnungen kommt und ähnlich „nützliches“. Im Laufe der Zeit übernimmt Neal auch die ein oder anderen kleineren Fälle der „Firma“. Sein Hauptanliegen ist, und das hat ihm ebenfalls die „Firma“ ermöglicht, er studiert englische Literatur und möchte Englischprofessor werden. Lange Zeit bleibt die Firma, auch genannt „Friends oft the Family“, oder „die Familie“ für Neal dubios im Hintergrund, um dann plötzlich nach 12 Jahren wird er das erste Mal zu seinem „Chef“ gerufen. Ein brisanter Fall wartet auf ihn: Allie, die Tochter eines US Senators ist untergetaucht und Neal soll sie finden und in den Schoß der Familie zurückbringen. Unverzüglich macht sich Neal mit dem Pressesprecher des Senatoren auf den Weg zum US-Senator John Chase, um ihn und seine Frau über die gemeinsame Tochter zu befragen und um anschließend seine Ermittlungen in London weiterzuführen, dort, wo Allie zuletzt gesehen wurde. Die Ermittlungen in der Familie des Senators bringen schnell deren Kaltschnäuzigkeit zutage, und wie man sich vorstellen kann, wird das ganze Familienleben dem Wahlkampf untergeordnet, es herrscht eine Doppelmoral und wo nach außen Werte und Familie dargestellt werden, ist die Familie im inneren zerrüttet und von Geheimnissen überschattet. Vor allem, ein „schwarzes Schaf“, in diesem Allie, darf es nicht geben und sie muss schnellsten in den Schoß der Familie zurückgebracht werden. Neal findet direkt nach der ersten Begegnung mit dem Senator und der Mutter von Allie schon Ungereimtheiten heraus und in der Nacht wird er in weitere Heimlichkeiten der Familie eingeweiht. Letzteres erschien mir nicht ganz so plausibel. Die Geschichte über Neal und Graham wird in Rückblicken erzählt. Immer mal wieder zwischendurch. Dies tut dem Lesen keinen Abbruch, es wird ein kleiner Spannungsbogen aufgebaut und ergänzt sich gut mit den Ermittlungen im aktuellen Fall. Zudem gibt es noch einen weiteren Rückblick der für den Leser jedoch nur angedeutet wird, anscheinend ist bei einem vergangenen Fall etwas schief gelaufen denn ein Mensch (Kind?) kam zu Tode. Mir persönlich fehlt es etwas an Stimmung und weiblicher Emotion, wenn ich das mal so ausdrücken darf. Die Geschichte wird für meinen Geschmack in einer Männerwelt erzählt, und natürlich auch aus männlicher Sicht. Dies ist normalerweise kein Problem, doch hier fällt es mir sehr stark auf. Neal ist ein kluger Kopf,  erscheint mir aber etwas überkonstruiert. Mir war nicht ersichtlich und logisch nachvollziehbar, wie er zu seinen plötzlichen Ideen kommt. Insgesamt wird zwar eine Entwicklung beschrieben, aber sie kommt nicht so ganz bei mir an. Zusätzlich Spannung soll wohl eine Art Konkurrenzkampf zwischen Neal und Ed Levine bringen, der das New Yorker Büro der „Friend“ führt.    Die zweite Hälfte des Buches hat sich für meine Geschmack flüssiger, spannender und überzeugender lesen gelassen. Obwohl sich die Beschattungs-Aktion doch sehr in die Länge zog, und man vorstellen konnte, wie es Neal da erging, im „fast Nichtstun“, sondern immer nur Suchen und nicht finden und das über Wochen, bis der Zufall zuschlägt, und er Allie findet. Ab dann wird die Handlung interessant, denn Allie ist in Begleitung einer illustren Gruppe, Zuhälter und andere Gesetzlose am Rande der Gesellschaft. Nachdem Neal so lange gesucht hat, will er nichts überstürzten und infiltriert verdeckt die Gruppe. Undercover, sozusagen. Dennoch wird von der „Firma“ sabotiert, ein Maulwurf hat sich eingeschlichen. Wer ist die undichte Stelle? Wer spielt ein doppeltes Spiel? Sein ungutes Gefühl von Anfang an scheint sich zu bewahrheiten, er tüftelt einen genialen Überlistungs-Plan aus und so gelingt es ihm kurz vor knapp mit Allie im Schlepptau zu entkommen. Mit einem alten Sportwagen rasen sie aus London hinaus ins ländliche England, seine sichere Adresse ist ein altes Cottage im Moor. Idylle pur. Hier gelingt Allie ein Entzug, unterstützt von Neal. Sie kommen sich näher, platonisch. An einem der letzten Tage werden sie von Allie‘s Zuhälter gefunden, und auf den letzten Seiten wird es nochmal richtig dramatisch. Eine überraschende Komponente ganz am Schluss – und ein versöhnliches Ende.  Fazit: In der ersten Hälfte des Buches werden die Hauptprotagonisten ausführlich vorgestellt. Mir fehlte hier der emotionale Kick, um Neal realistischer darstellen zu können. So blieb er für mich erst mal blass und ohne Tiefe, obwohl seine Entwicklung ausführlich beschrieben wurde. Es klang ein wenig überkonstruiert und kalt. Die zweite Hälfte ist dann regelrecht rasant und dramatisch. Hier kommt eine weibliche Komponente in Form von der gesuchten Allie in Spiel und dadurch wirkte dann auch Neal etwas menschlicher, sein Charakter kristallisierte sich besser sichtbar heraus.  Insgesamt jedoch war die Figur des Ermittlers Neal nicht so spannend, dass ich jetzt am liebsten sofort Band 2weiterlesen müsste. Dennoch hat der Ermittler seinen ganz eigenen Reiz, aber es ist noch „Luft nach oben“. Und wie so auch bei anderen Serien geschehen, werden die Figuren im Laufe der Zeit „richtig gut“. Von daher möchte ich natürlich schon Band 2 weiterlesen, um die Entwicklung zu verfolgen.

    Mehr
  • Beste Unterhaltung

    London Undercover

    michael_lehmann-pape

    21. July 2015 um 11:00

    Beste Unterhaltung Allein schon die durchweg durchgehaltene trockene, coole, ironische, zynische Sprache, mit der Winslow diese Geschichte Seite für Seite vorabringt , verbunden mit seiner kongenialen Hauptperson Neal Carey mit seiner trocken geschilderten und dennoch harten Lebensgeschichte, seinen stahlharten Nerven und seinen im Leben geschliffenen Methoden, seinen Aufträgen durch „die Freunde“ nachzugehen, machen dieses Buch zu einem wunderbaren Lesevergnügen. Dass die Tochter eines Senators und vielleicht kommenden „großen Mannes“ aus eigener Initiative verschwunden ist (nach London wohl), dass in der Familie des Senators so einiges im Argen liegt, dass die Tochter nur als Funktion in die Kamera lächeln soll, das aber bitte zu einem konkreten Anlass an einem genauen Datum, all das bringt Neal Carey doch ein wenig ins Schwitzen. Denn Anhaltspunkte hat er keine. Und London, unter einer Bleiglocke von schwülen Temperaturen leidend, stellt sich für Carey über Wochen hinaus als nicht sonderlich hilfreich heraus. Bis der Zufall hilft. Das zudem in den eigenen Reihen da einer ist, der es nicht sonderlich gut mit Carey und dem ganzen Fall meint, dass noch andere Kräfte mitmischen, die zumindest sich für schlagkräftig halten und das Neal irgendwann vor die Entscheidung Gerät, seinem Auftrag oder seinem Gewissen zu folgen oder doch beides zusammenkriegen könnte, das liest sich in jeder Phase und in jedem Erzählstrang des Buches hoch lebendig, mit trockenem bis trockenstem Humor und flüssigem, wenn auch einfachem Erzählstil. Wobei, hinter all dem Witz und den coolen Sprüchen, Winslow die Spannung und die Gefahrensituationen bis zum überraschenden Täuschungsmanöver am Ende des Thrillers nicht zu kurz kommen lässt. Ein Buch, das trotzt seines Alters in keiner Weise angestaubt wirkt, sondern in bester Weise illustriert, dass Winslow flüssig, überzeugend und in sich geschlossen zu erzählen verseht, ebenso, wie er immer wieder trockenen Humor einbaut, ohne je der Gefahr zu verfallen, lächerlich zu wirken. Eine sehr empfehlenswerte Lektüre

    Mehr
  • Toller Auftakt

    London Undercover

    Wassollichlesen

    26. June 2015 um 18:05

    Bei "London Undercover" handelt es sich nicht nur um den ersten Teil der Serie um den Privatdetektiv Neal Carey, sondern auch um den ersten Roman von Don Winslow. In den USA wurde das Buch bereits 1991 veröffentlicht, in Deutschland einige Jahre später. Bei der Ausgabe, die ich gelesen habe, handelt es sich nun um die Neuauflage aus dem Jahr 2015. Die anderen Teile der Serie werden ebenfalls neu aufgelegt. Yahtzee!! Ich habe ständig in Buchhandlungen gefragt, wer mir die Bücher bestellen kann und immer nur die Antwort "gibt es nicht mehr" erhalten. Oder halt gebraucht, beispielsweise bei Rebuy oder irgendwelchen Händlern, die exorbitante Preise haben wollten.Die Rechte hierfür liegen noch bei dem Suhrkamp Verlag, der auch früher Winslow verlegt hat. Mittlerweile macht das Droemer-Knaur.Don Winslow nutzt in dem Buch sein Insiderwissen aus seiner Tätigkeit als Privatdetektiv und setzt so den elfjährigen Taschendieb Neal Carey in den Mittelpunkt der Reihe. Neal wird beim Diebstahl erwischt, natürlich von einem Detektiv, der sich fortan als sein Ziehvater und Ausbilder zur Verfügung stellt.  " "Ist schon ein Scheißleben, oder?", meinte der Mann. "Kaum hat man mal ein paar Dollar in der Hand, kaum denkt man, man hat's geschafft, schraubt sich so ein Kerl den Arm ab und knipst einem die Lichter aus." " Natürlich ist Neal hochbegabt und der beste Detektiv aller Zeiten. Der amerikanische Traum, from Rags to Riches. So kitschig so gut. Es werden Klischees bedient, aber das ist stört nicht weiter. Es macht Spaß dabei zu sein, wie Neal im Schnelldurchlauf aufwächst. Mir bereitet es beim Lesen immer viel Freude, wenn Personen vorgestellt werden, wo kommen sie her, was können sie usw. . Und dafür eignet sich natürlich ein erster Teil einer Reihe besser, als immer wieder Stückwerk über die Bände zu verteilen oder zu wiederholen.Hinzukommt, dass es cool ist, zu sehen, mit was für Tricks Privatdetektive arbeiten und welche Kniffe sie nutzen. Ob das reine Fiktion oder reine Realität und Erfahrungswerte des Autors sind, darüber lässt sich nur spekulieren.Und so begleiten wir Neal auf der scheinbar aussichtslosen Suche nach einem kaputten Mädchen in einer Metropole. Langeweile kommt dabei zu keiner Zeit auf. Fazit Das Buch ist ein guter Einstieg in eine Krimireihe und macht von Anfang bis Ende Spaß. Es ist außerdem ein perfekter Einstig für alle Winslow-Jungfrauen, der hier bereits andeutet, zu was er später im Stande ist. Unbedingt lesen!!

    Mehr
  • welch unglaubliche Mischung

    London Undercover

    Bücherwurm

    07. April 2015 um 23:19

    "London Underground" ist der Start einer Serie mit dem raffinierten, hochintelligenten und sympathischen Neal Carey. Von Kind an als verdeckter Ermittler ausgebildet, hat Neal ein großes Ziel im Leben: Er möchte Professor werden und studiert englische Literatur im Mittelalter. Als für die private Organisation "Friends of the Family" wieder ein hochbrisanter Auftrag vorliegt, wird Neal gezwungen, sein Studium zu unterbrechen, nach London zu reisen und dort nach der Tochter eines einflussreichen und reichen Politikers zu suchen. Der Auftrag erscheint mehr als schwierig, da es keine brauchbaren Anhaltspunkte gibt, und er erscheint nahezu aussichtslos, als sich der Verdacht erhärtet, dass aus eigenen Reihen vehement gegen Neal und die Auffindung gearbeitet wird. Ich gestehe, anfangs vermisste ich die knallharten, kurzen Sätze, die für Don Winslow so typisch sind. Ich fand die Kapitel schon fast langatmig. Aber so ganz langsam kam DER Don Winslow zurück: Drogen, Ermittlung, Verrat und eine kaum fassbare Liebe zu Büchern und dem Lesen. Wer Don Winslow´s Biographie kennt, der sieht die Parallelen zu ihm selbst und seiner neu erschaffenen Figur. Mir hat es unglaublich Spaß bereitet, wieder etwas zu lesen, von dem ich annehme, dass der Autor aus seinem eigenen Leben, seinen eigenen Erfahrungen schreibt. Dazu dieser geniale Humor, der immer dann durchblitzt, wenn man es überhaupt nicht erwartet.  Ich war während des Lesens lange Zeit sicher, dass ich ein gutes 4 Sterne Buch lese, aber die zunehmende Spannung, die Raffinesse, die nicht kompliziert, aber genial und unerwartet zum Ende führt, dazu die Ausflüge in die Literatur, die mir das Hobby lesen vollkommen neu eröffneten, machten mir klar, dass 4 Sterne einfach ein Stern zu wenig wären. Ich freue mich auf die nächsten Abenteuer!

    Mehr
  • Neal Careys erster Fall

    London Undercover

    hundertwasser

    02. March 2015 um 12:03

    Noch bevor Don Winslow zu einem auch hierzulande bekannten Autor werden sollte, verfasste er in den 90er Jahren eine Krimireihe um den jungen Schnüffler Neal Carey. Dem Suhrkamp-Verlag ist es nun zu verdanken, dass die bislang nur antiquarisch erhältlichen Bücher noch einmal in einer gelungenen Übersetzung durch die Winslow-erfahrene Conny Lösch neu aufgelegt werden. Aus „Ein kalter Hauch im Untergrund“ wurde das griffige „London undercover“, dann noch ein reduziertes Cover und einen roten Buchschnitt hinzugefügt – und schon ist der potentielle Bestseller fertig. Winslow erzählt in seinem ersten Roman über Neal Carey, wie dieser vom verwahrlosten Kind durch das Training seines Mentors Joe Graham schon bald zum Top-Schnüffler reifte. Mit seinen zarten 23 Lenzen wird er dann von Graham auf eine Himmelfahrtsmission geschickt. Die Tochter eines amerikanischen Senators ist in London untergetaucht und will nicht gefunden werden. Doch da der Senator im Wahlkampf nach außen hin die perfekte Familie repräsentieren muss, liegt es nun an Carey, die Tochter aus einer Stadt zwischen Hare Krishnas, Drogen und Beatniks zu retten. Carey stürzt sich in die Straßen der britischen Hauptstadt und muss schon bald sein ganzes Können aufbieten, um mit heiler Haut aus seiner Mission herauszukommen. „London undercover“ ist ein Roman, der zwar schon auf dem Papier fast ein Vierteljahrhundert alt sein mag, dem Krimi sieht bzw. liest man dies aber nicht an. Die unverwechselbare Prosa Winslows, die er in späteren Romanen perfektionierte, ist hier schon in Ansätzen zu erkennen. Durch die Kunst der Verknappung treibt Winslow seine Erzählung immer wieder voran und schafft es, den Leser zu fesseln. Die Beschreibung eines London, das noch von Subkulturen durchmengt ist und so ganz anders als das heutige Hochglanz-London erscheint, ist nur als gelungen zu bezeichnen. Dieser Auftakt macht schon einmal mächtig Laune auf Careys zweiten Fall „China Girl“, der als Neuauflage im April 2015 erscheint. 

    Mehr
  • Noir, Dickens und Punk

    London Undercover

    Havers

    16. February 2015 um 18:39

    „London Undercover“ ist das erste Buch der fünfbändigen Reihe mit dem Protagonisten Neal Carey und das Debüt des mittlerweile bekannten Thrillerautors Don Winslow. Im Original ist „A cool breeze on the underground“ im Jahr 1991 erschienen, in der deutschen Übersetzung erstmals unter dem Titel „Ein kalter Hauch im Untergrund“ im Jahr 1997. Mittlerweile liegen alle Bände in einer Neuübersetzung von Conny Lösch vor und erscheinen im Laufe des Jahres im Suhrkamp-Verlag. Erzählt werden die Ereignisse aus der Sicht Neal Careys, immer wieder von Rückblenden unterbrochen, die dem Leser einen Blick in die Vergangenheit des Protagonisten ermöglichen: Die Mutter ein Junkie, die ihren Lebensunterhalt auf der Straße verdient und sich nicht um ihr Kind kümmert. Das Kind, das für sich selbst sorgen muss und sich als Taschendieb über Wasser hält. Aber er wird erwischt, und zwar von Joe Graham, der als Ermittler für die Organisation eines Bankers arbeitet, die sich um Probleme jedweder Art ihrer solventen Kunden kümmert. Mit deren finanzieller Hilfe sorgt Graham fortan für Neal, erzieht ihn und fördert bei ihm auch die Fähigkeiten, die man als Privatdetektiv benötigt. Als 1976 Jimmy Carter sein Wahlkampfteam zusammenstellt, schlägt die große Stunde für einen Senator aus Rhode Island, aber vorher gilt es noch, seine Tochter Allie zu in den Schoß der Familie zurückzubringen. Und deshalb macht sich Neal Carey, mittlerweile Student an der Columbia, auf den Weg in Londons Unterwelt. Eine interessante Mixtur, die Don Winslow in seinem Erstling abliefert: Noir, vermischt mit Dickens und Punk – aber es funktioniert bestens. Besonders gut hat mir dieser Wie-wir-wurden-was-wir-sind Aspekt gefallen, den man so nicht oft in Thrillern liest, aber für die Charakterisierung der Hauptfigur in diesem Falle unerlässlich ist. Dazu noch eine temporeiche Handlung, gepaart mit viel Zeitkolorit und dem bissigen Sarkasmus des Autors, den man aus seinem späteren Werken kennt. Ein gelungener Auftakt - glücklicherweise müssen wir nicht lange auf den Nachfolger warten, denn der zweite Band „China Girl“ erscheint Anfang April. Ich freue mich schon darauf!

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks