Donald Antrim Das smaragdene Licht in der Luft

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Inhaltsangabe zu „Das smaragdene Licht in der Luft“ von Donald Antrim

Donald Antrim ist der große Unbekannte der zeitgenössischen US-Literatur: Autoren wie Jonathan Franzen, Thomas Pynchon, Richard Ford und Jeffrey Eugenides verehren sein schmales, geheimnisvoll funkelndes Werk - allem voran seine jüngsten, sämtlich im renommierten 'New Yorker' vorab publizierten Storys. Da kauft ein untreuer Mann seiner Frau einen Blumenstrauß für 350 Dollar, während sie mit seinem besten Freund, der ihr Geliebter ist, und dessen Frau, die seine Exgeliebte ist, in einem Lokal auf ihn wartet ('Noch ein Manhattan'). Eine Schulinszenierung von Shakespeares 'Mittsommernachtstraum', getragen vom anarchischen Furor der Texte, von zu viel Dope und pubertärer Lust, endet in einer Orgie ('Ein Schauspieler bereitet sich vor'). Und in der Titelstory fährt ein trauriger Kunstlehrer in die Berge, um dort die Gemälde seiner Exfreundin zu entsorgen. Die Menschen in Antrims Erzählungen sind ständig mit ihrem unkooperativen Ich konfrontiert, größenwahnsinnig, verzweifelt. Aber sie sind lebenshungrig. Sie lieben und wollen geliebt werden. Antrim ist ein Erforscher psychologischer Grenzbereiche, der stets das Komische, Groteske im hartnäckig tragischen Alltag findet. Seine Storys sind kunstvoll komponierte, atemberaubend elegante Meisterwerke, voller Mitgefühl und Zartheit.

Kurzgeschichten zum Lachen, Weinen, Mitfühlen, Kopfschütteln. Pointierte Darstellung menschlicher Facetten. Absolut empfehlenswert.

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  • Antrim, der Vielfältige.

    Das smaragdene Licht in der Luft
    Ein LovelyBooks-Nutzer

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    03. March 2016 um 20:28

    Ich beginne diese Rezension einmal mit einer allgemeinen Beobachtung: Die Kurzgeschichten dieses Buches sind geprägt von Grenzsituationen der menschlichen Psyche. Elektroschocktherapie, Valium und andere Medikationen, das ist etwas, was einem in diesem Buch begegnen wird. Der letzte Band aus einer kleinen Reihe von Büchern, abzählbar an einer Hand. Der Mut zur Veröffentlichung scheint in krassem Widerspruch zu dem Vertrauen anderer Autoren in Antrim zu stehen. Nichtsdestotrotz, ist dieses Buch mit seinen Kurzgeschichten für mich schlicht ein tiefer Blick in die menschliche Natur. Antrims Blick auf ein so vielfältiges Spektrum an Reaktionen von Menschen in psychisch angespannten, sensibel persönlichen Situationen sucht ihresgleichen. Ein Mann, der für sehr viel Geld einen Blumenstrauß kauft, wegen seiner eigenen Unsicherheit im Blumenladen. Ein Theaterstück am College artet in einer Orgie aus. Und das alles mit einem so klaren Blick, einer so berührenden Nähe zu den Charakteren, dass ich der Meinung bin, jeder wird in zumindest einer der Kurzgeschichten fündig werden. Ein Buch wie das Leben selbst. Mit schrägem Humor, tief gehenden Gefühlen, komischen Situationen und einer guten Prise Wahnsinn. Danke Donald Antrim!

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