Donald Antrim Die Beschiessung des Botanischen Gartens

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Inhaltsangabe zu „Die Beschiessung des Botanischen Gartens“ von Donald Antrim

Teils geniales, aber auch chaotisches zynisches Werk, leider im unverständlichen Labyrinth hängengeblieben

— rallus
rallus

Literarische Neuentdeckung 2016. Großartig in Stil und Inhalt. Eine Gesellschaft die die schmale Grenze zum Wahn bereits überschritten hat..

— thursdaynext
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  • Im Labyrinth der Landminen

    Die Beschiessung des Botanischen Gartens
    rallus

    rallus

    Zähnefletschend stehen wir an den Grenzen unserer Grundstücke an unseren Maschendrahtzäunen und warten auf jede nachbarliche Grenzüberschreitung, die wenn auch nur unabsichtlich herbeigeführt wird. Jedes fallende Blatt des Nachbarbaumes, welches sich auf unser Grundstück verirrt, wird mit einer Klageschrift überzogen. Was als typische deutsche Eigenschaft gilt, ist anscheinend auch eine amerikanische wenn man Donald Antrims Buch Die Beschießung des Botanischen Gartens glauben kann. Nur wird hier nicht mit Klageschriften geantwortet, sondern es wird gleich gevierteilt. Allerdings war dies auch kein Blatt sondern eine Stinger-Rakete in den botanischen Garten, die dem rohen mittelalterlichen Akt voranging. Mr. Robinson hat eine Meerjungfrau geheiratet, sie ist erotisch und der Sex mit ihr ist sehr schön und einfach - alleine für seine zwei Seiten der ehelichen Beischlaftechnik gehört Antrim ein Thron im Schritstellerolymp. Mr. Robinson und Frau sind Lehrer und wohnen in einer Wohnsiedlung deren Häuser durch Burggräben und Landminen gesichert sind. Pete Robinsons Plan ist eine Schule aufzumachen, wo die Kinder das Notwendige lernen: "Geschichte und Theorie der Kriegsführung zu unterrichten ist eine absolut legitime Methode, um im Zeitalter der Moderne typische Muster gesellschaftlicher Reformierung zu demonstrieren." Irgendwie komisch, dass der Abfluss andauernd verstopft ist und Pete zwei Abflussreinigerspiralen im Keller hat. Der Normale Wahnsinn. Büchereien die zusammengelegt werden um mit den doppelten Büchern den Park von Landminen frei zu machen, ist nur eine von vielen fantastischen Elementen in der Beschießung des botanischen Gartens. Bei Donald Antrim weiß man nicht so genau wo man dran ist, da das normale eher der durchgeknallte Wahnsinn ist, für Menschen die am Rande ihrer Grenzen gebracht werden. Dazu passend ist ein Artikel in der Welt zu seinem neu aufgelegten Buch, ein Versuch einer Beschreibung wie Antrim schreibt: "dafür ließe sich behaupten, dass Antrim "hysterische Fantastik" schreibt, immer hart am Rand der Psychose und manchmal darüber hinaus." Ein irrwitziger Roman, der aber an dem Labyrinth scheitert, was sich Antrim aufbaut - er findet den Ausgang aus diesem Buch nicht mehr. Und so wird es am Ende nochmal etwas eklig und das Abwaschwasser zum Synonym für das Dreckige dieser Welt. Hier fliesst nichts mehr ab, Normalität wird nicht mehr erreicht. Antrim ist zynisch, böse und höchst political uncorrect, dafür kann man ihn lieben oder hassen, verstanden habe ich ihn nicht ganz. Was mir nicht gefiel war die Normalität des Wahnsinns, Ich hätte mir eher einen Gegensatz oder einen schleichenden Wahnsinn der Personen gewünscht, so ist das Buch zwar gut, verliert aber viel Spannung durch den bestätigten Irrsinn der Personen. Wenigstens sollte man aber mal ein Antrim Buch angelesen haben, es lohnt sich.

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