Donald Harington The Architecture of the Arkansas Ozarks (Stay More series)

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 2 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(1)
(0)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „The Architecture of the Arkansas Ozarks (Stay More series)“ von Donald Harington

Jacob and Noah Ingledew trudge 600 miles from their native Tennessee to found Stay More, a small town nestled in a narrow valley that winds among the Arkansas Ozarks and into the reader's imagination. The Ingledew saga - which follows six generations of 'Stay Morons' through 140 years of abundant living and prodigal loving - is the heart of Harington's jubilant, picaresque novel. Praised as one of the year's ten best novels by the American Library Association when first published, this tale continues to captivate readers with its winning fusion of lyricism and comedy.

Was für ein Buch! Was für ein Humor!

— Saralonde
Saralonde
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Familiengeschichte auf Lustig

    The Architecture of the Arkansas Ozarks (Stay More series)
    Saralonde

    Saralonde

    06. May 2014 um 19:40

    Eine deutsche Ausgabe scheint es leider nicht zu geben. Irgendwann im 19. Jahrhundert erreichen die Brüder Jacob und Noah Ingledew die beinahe menschenleere Ozarks-Region in Arkansas. Beinahe menschenleer, denn der Indianer Fanshaw, der die englische Sprache spricht, lebt dort mit seiner Frau in einem Haus, das der Autor als “bigeminal” (etwa: “paarig”) bezeichnet. Jacob und Noah bauen eine Blockhütte und Jacob freundet sich mit Fanshaw an. Dies stellt die “Gründung” des Ortes “Stay More” dar, um den sich alles in diesem sehr humorvollen historischen Roman dreht. Schon die Entstehung des Namens “Stay More” ist einfach zum Schießen. Was soll ich sagen? Ich habe eine Schwäche für Autoren, die mit viel Humor an ein bestimmtes Genre herangehen. Terry Pratchett ist nicht umsonst mein Lieblingsautor. Und wie ihr wisst, liebe ich Familienromane. Donald Harington erzählt uns auf urkomische Art die Geschichte des Aufstiegs und des Niedergangs des Ortes Stay More und der “Stay Morons”, insbesondere der Gründerfamilie Ingledew, über 6 Generationen hinweg. Der etwas ungewöhnliche Titel des Buchs verweist auf eines der Themen, das sich durch das ganze Buch zieht, die “Zweigeteiltheit” (Bigeminality) aller Dinge, insbesondere der Behausungen der Ingledews. Jedes Kapitel beginnt daher mit der Zeichnung eines dieser Häuser. Die Stay Morons kann man als typische Hillbillys bezeichnen, die aber gleichzeitig eine gewisse Genialität, eine “Bauernschläue” mitbringen. So philosophiert Jacob etwa mit Fanshaw über Gott und die Welt. Zwischenzeitlich wird Jacob sogar Gouverneur von Arkansas! Der Humor kommt an keiner Stelle des Buchs zu kurz, egal, welche Katastrophen und Beschwernisse die Stay Morons heimsuchen. Eines dieser Beschwernisse ist eine mysteriöse Krankheit, die Harington als “the frakes” bezeichnet: Sobald ein männlicher Bewohner zu hart gearbeitet hat, befällt ihn ein Ausschlag an einer besonders fiesen Stelle, und wenn dieser abgeheilt ist, verfällt der Ärmste für längere Zeit in Lethargie und hält sich selbst und das ganze Leben für nutzlos. So begleiten wir die Ingledews durch die gesamte Lebenszeit des Ortes Stay More, von der Gründung, den ersten zusätzlichen Siedlern, der Einrichtung eines Ladens, einer Mühle und einer Bank, durch den amerikanischen Bürgerkrieg und zwei Weltkriege, vom ersten Automobil, das für den verhassten FORT SCHRITT steht, bis hin zum Niedergang des Ortes und dem allerletzten Ingledew. Manche Ereignisse, und zwar die skurrilsten, sind laut dem Nachwort des Autors sogar tatsächlich historisch. Das letzte Kapitel schließlich war für mich ein Geniestreich. “The Architecture of the Arkansas Ozarks” ist ein echter Geheimtipp. Ich würde fast so weit gehen, den 2009 leider verstorbenen Donald Harington als einen Terry Pratchett des Familienromans zu bezeichnen. Die Lektüre dieses Buchs hat mir einen Riesenspaß bereitet.

    Mehr