Donata Elschenbroich

 3.4 Sterne bei 41 Bewertungen
Autorin von Weltwissen der Siebenjährigen, Die Dinge und weiteren Büchern.
Donata Elschenbroich

Lebenslauf von Donata Elschenbroich

Donata Elschenbroich wurde Sie studierte Literaturwissenschaft und Musik in München und London und beschaeftigte sich in ihrer Promotionsarbeit mit dem Thema Kindheit. Sie arbeitet am Deutschen Jugendinstitut und vergleicht dort die Kindheitsforschung in verschiedenen Laendern. Ausserdem produzierte sie zusammen mit dem Dokumentarfilmer Otto Schweitzer mehrere Filme zum Thema Bildung in fruehen Jahren. In diesem Fachgebiet wird sie als Expertin gehandelt. Elschenbroich lebt in Frankfurt am Main.

Alle Bücher von Donata Elschenbroich

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Donata ElschenbroichWeltwissen der Siebenjährigen
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Weltwissen der Siebenjährigen
Weltwissen der Siebenjährigen
 (37)
Erschienen am 01.11.2002
Donata ElschenbroichDie Dinge
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Die Dinge
Die Dinge
 (2)
Erschienen am 20.08.2012
Donata ElschenbroichWeltwunder
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Weltwunder
Weltwunder
 (2)
Erschienen am 11.06.2007
Donata ElschenbroichDas Portfolio im Kindergarten
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Das Portfolio im Kindergarten
Das Portfolio im Kindergarten
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Erschienen am 23.06.2008
Donata ElschenbroichDie Dinge: Expeditionen zu den Gegenständen des täglichen Lebens
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Die Dinge: Expeditionen zu den Gegenständen des täglichen Lebens
Donata ElschenbroichAufwachsen und Lernen in Japan
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Aufwachsen und Lernen in Japan
Aufwachsen und Lernen in Japan
 (0)
Erschienen am 01.01.1994
Donata ElschenbroichWeltwunder: Kinder als Naturforscher
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Weltwunder: Kinder als Naturforscher
Weltwunder: Kinder als Naturforscher
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Erschienen am 15.11.2012
Donata ElschenbroichWeltwissen der Siebenjährigen
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Weltwissen der Siebenjährigen

Neue Rezensionen zu Donata Elschenbroich

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Schlehenfees avatar

Rezension zu "Weltwissen der Siebenjährigen" von Donata Elschenbroich

Unbrauchbarer "Ratgeber", teils überholte Ansichten
Schlehenfeevor 3 Jahren

Ende der Neunziger Jahre hat Donata Elschenbroich, Expertin für Frühe Kindheit, Interviews mit Personen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten geführt und die Erkenntnisse daraus zu einem neuen „Bildungskanon“ zusammengefasst. Was sollte ein Kind in den ersten sieben Lebensjahren erlebt haben, können und wissen?
Neben der Weltwissen-Liste werden einige der Interviews im Buch wiedergegeben, es folgend „Bildungsminiaturen“, die zeigen sollen, warum der Punkt auf der Liste ist, sowie Einblicke in den elementaren Erziehungsbereich anderer Länder wie USA, Großbritannien, Ungarn und Japan.

Donata Elschenbroichs Buch ist vor mehr als zehn Jahren herausgekommen und somit sind Teile ihrer Ansichten schon wieder überholt. Sie bemüht sich, einen breiten „Bildungskanon“ vorzugeben, der nicht nur Fakten, sondern lebenspraktische, emotionale und kulturelle Bildung beinhaltet. Das ist löblich, denn Bildung umfasst nach pädagogischem Verständnis nicht nur Faktenwissen. Leider hatte ich immer das unterschwellige Gefühl, dass die Herausgeberin und auch die Interviewpartner, ihre natürlich subjektive Ansicht nicht verhehlen konnten, dass eben doch nur „Schul“bildung zählt und Erwachsene Kindern Wissen und Bildung vermitteln müssen a la „Nürnberger Trichter“. Wenn sie das heute anerkannte Konzept der „Selbstbildung“ von Kindern als „Heilslehre“ betitelt, hat das für mich einen negativen Beigeschmack, ebenso wie ihre eingeschränkte Sicht auf den Situationsansatz. Auch die hohe Selbstmordrate japanischer Schüler im nächsten Satz mit „harmlos“ zu beschreiben, ist mir aufgestoßen. Da zeigt sich meiner Meinung nach, dass Elschenbroich doch eine Pädagogin vom alten Schlag ist.

Ich frage mich auch, an welche Zielgruppe das Buch gerichtet ist. Der Schreibstil ist sehr dröge und verkopft und dürfte für die meisten Eltern schnell frustrierend wirken. Außerdem wage ich zu behaupten, dass die Hälfte meiner Erzieherkollegen in meiner Einrichtung Vieles im Buch nicht verstehen (sorry, Leute).
An Eltern gerichtet dürfte das Buch eher für Panik sorgen, dass ihr Kind Chancen verpasst, wenn es die Punkte der Weltwissen-Liste nicht erfüllt. Elschenbroich verpasst einfach, Beispiele zu geben, bzw. Eltern zu vermitteln, dass Zuwendung und breitgefächterte Aktivitäten mit Kindern diese bilden. Allerdings bilden sich Kinder selbst, das heißt, sie nehmen Dinge aus den Angeboten auf, die für sie wichtig sind, anderes wiederum nicht. Auch ein Besuch auf dem Spielplatz, freies Spiel untereinander oder das Klettern auf einen Baum ist Bildung. Vielen Eltern ist dies nicht bekannt, da Bildung=Schulwissen betrachtet wird und durch dieses Buch wird das auch nicht vermittelt.
Andere wichtige Dinge, die Kinder für ihre weitere Entwicklung maßgeblich beeinflussen, wie das Selbstkonzept und Selbstwirksamkeit erwähnt Elschenbroich mit keinem Wort. Stattdessen äußert sie sich lieber abfällig über Kindergärten in den USA oder träumt von einem „Orbis Sensualium Pictus“ wie das von Comenius aus dem 17. Jahrhundert, worüber sie ausführlich berichtet.

Fazit: Als Ratgeber für Eltern ist das „Weltwissen der Siebenjährigen“ nicht zu gebrauchen, eher als wissenschaftliche Abhandlung. Vieles ist meiner Meinung nach zu subjektiv dargestellt und mittlerweile überholt.

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GeschichtenAgentins avatar

Rezension zu "Weltwissen der Siebenjährigen" von Donata Elschenbroich

Rezension zu "Weltwissen der Siebenjährigen" von Donata Elschenbroich
GeschichtenAgentinvor 6 Jahren

"Wie Kinder die Welt entdecken können" lautet der Untertitel von Donata Elschenbroichs Buch "Weltwissen der Siebenjährigen".
Mir ging es bei der Lektüre vor vielen Jahren jedoch darum, wie ich als Erwachsene die Sicht der Kinder auf die Welt entdecken könnte. Und da hat mir dieses Buch wirklich die Augen geöffnet ...

Doch der Reihe nach.

Damals wollte ich mal wieder etwas ganz genau wissen. Wie sehen Kinder die Kinderbuchabteilung, in der ich arbeite? Wie sehen sie die Bücher? Was interessiert sie? Und warum? Wie treffen sie ihre (Kauf)Entscheidungen? Und wie kann ich als Buchhändlerin ein Kind beraten? Auslöser war wohl, das ein paar mal zu oft ein Beratungsgespräch damit endete, dass das Kind die Klappentexte las und dann nach dem Cover auswählte ... das ging gegen meine Berufs-Ehre.

"Weltwissen der Siebenjährigen" war für mich eines der wichtigsten Bücher - vorsicht, Pathos - es hat meinen Blick auf meine Kinderbuchabteilung geändert. Donata Elschenbroich hat es verstanden, meinem Erwachsenen-Ich ein Gefühl dafür zu geben, wie es ist, die Welt zum allerersten Mal zu entdecken.

Listen waren zu Erscheinen des Buches schrecklich "in" (erinnert sich noch jemand an Schotts Sammelsurium?).
Donata Elschenbroich bietet eine Liste der Dinge, die ein Kind bis zum siebten Lebensjahr gemacht - oder besser - erlebt haben soll. Darunter befindet sich Ereignisse wie "in einen Bach gefallen sein" und "woanders übernachten". Durch ihr Buch konnte ich nachvollziehen, wie Lernen funktioniert, was zum Lernen alles dazu gehört und was es bedeutet, sich die Welt zum allerersten Mal anzueignen.

Wenn sich Kinder im Laden nicht entscheiden konnten, dann hatte das viel damit zu tun, dass sie noch keine Entscheidungs-Findungs-Routine hatten - und ich viel zu viel von dieser Routine. So kann die Kommunikation ja nicht funktionieren!

Danach konnte ich auch einen Praxis-Tipp, den ich auf einem Seminar gehört hatte, viel besser umsetzen. "Empfehlen sie Kinderbuchklassiker, denn für jeden neuen Jahrgang sind diese Bücher wieder neu." Natürlich sind nicht nur die Bücher neu, sondern auch die darin enthaltenen Themen, denn jedes Kind entdeckt die Welt neu.

Nur die Erwachsenen neigen dazu, so zu tun, als sei schon immer alles da gewesen.

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Rezension zu "Die Dinge" von Donata Elschenbroich

Rezension zu "Die Dinge" von Donata Elschenbroich
GeschichtenAgentinvor 6 Jahren

"Have nothing in your house that you don't know to be useful,or believe to be beautiful"
William Morris.

Ein schönes Zitat, um sich zum entrümpeln der Wohnung zu motivieren. Doch ganz schnell stoße ich auf eine dritte Kategorie: Dinge mit einem hohen emotionalen Wert. Die Geschichten über solche Dinge sind meine Lieblingsgeschichten in "Die Dinge – Expeditionen zu den Gegenständen des täglichen Lebens" von Donata Elschenbroich.

Aber eigentlich geht es der Autorin um etwas ganz anderes: sie möchte aufzeigen, wie Kinder anhand von Alltagsgegenständen die Welt begreifen lernen können und sie möchte Eltern und Bildungseinrichtungen ermutigen, die kleinen Forscher dabei zu unterstützen.

Stellt euch einfach vor, ihr müsstet einer neugierigen Vierjährigen erklären, wie eine Wäscheklammer funktioniert. Ähja, Hebel, Feder … und da hört es dann mit meiner Fähigkeit, Mechanik zu erklären, schon wieder auf. Was man mit einer Wäscheklammer alles machen kann – da fällt mir jede Menge dazu ein. Und ich könnte ihr Holz-Wäscheklammern zeigen, die schon meine Oma im Einsatz hatte. Ab diesem Punkt wird aus einer banalen Wäscheklammer ein Ding mit hohem emotionalen Wert; ein Ding, das ich nur dann weggebe, wenn es unbrauchbar geworden ist. Faszinierend, wieviele Ebenen in so einem Alltagsgegenstand verborgen sind und was das Kind damit alles erfahren kann: physikalische Grundlagen, kreatives Gestalten, medizinisches Grundwissen (– warum tut die Klammer am Finger mehr weh?) und Familiengeschichte. Eine ganzheitliche Form des Lernens.

Der Lernweg vom Ding über den Erwachsenen zum Kind lässt sich auch umdrehen, wie die Geschichte der beiden Jungs zeigt, die im Kindergarten gelernt hatten, mit Stäbchen zu essen. Diese Technik versuchen sie dann abends ihren Eltern beizubringen und insbesondere der Vater tut sich in diesem Praxisbeispiel schwer mit dem Rollentausch. Wie schnell man doch diese offene, unverkrampfte Haltung des Lernens verliert!

Diese Mischung aus Praxisberichten und theoretischen Ausführungen und Donata Elschenbroichs leichter, liebevoller Erzählstil machen das Buch für mich zu einem einzigartigen Leseerlebnis. Ein Buch, das mich häufig zum Schmunzeln gebracht hat und kein Buch, das ich in einem Rutsch durchlesen konnte. Zur Seite legen, nachdenken, reflektieren...

Nur das Entrümpeln der Wohnung fiel mir danach erst einmal noch schwerer.

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