Donata Elschenbroich Weltwissen der Siebenjährigen

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Inhaltsangabe zu „Weltwissen der Siebenjährigen“ von Donata Elschenbroich

Was sollte ein Kind in den ersten sieben Jahren erlebt haben, können, wissen? Nie ist die Lust am Forschen, die Begeisterung für neue Erfahrungen größer als in den Jahren vor dem Schulbeginn. Donata Elschenbroich legt einen ungewöhnlichen Wissens- und Erfahrungskatalog für Siebenjährige vor. Anregend, mutig, nie besserwisserisch - "unbedingt empfehlenswert". Psychologie heute

Dröge und verkopfte Beschreibung bzw. Publicity für einen "Bildungskanon", stimme in einigen Punkten nicht mit der Autorenmeinung überein.

— Schlehenfee
Schlehenfee

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    Weltwissen der Siebenjährigen
    Schlehenfee

    Schlehenfee

    11. September 2015 um 15:49

    Ende der Neunziger Jahre hat Donata Elschenbroich, Expertin für Frühe Kindheit, Interviews mit Personen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten geführt und die Erkenntnisse daraus zu einem neuen „Bildungskanon“ zusammengefasst. Was sollte ein Kind in den ersten sieben Lebensjahren erlebt haben, können und wissen? Neben der Weltwissen-Liste werden einige der Interviews im Buch wiedergegeben, es folgend „Bildungsminiaturen“, die zeigen sollen, warum der Punkt auf der Liste ist, sowie Einblicke in den elementaren Erziehungsbereich anderer Länder wie USA, Großbritannien, Ungarn und Japan. Donata Elschenbroichs Buch ist vor mehr als zehn Jahren herausgekommen und somit sind Teile ihrer Ansichten schon wieder überholt. Sie bemüht sich, einen breiten „Bildungskanon“ vorzugeben, der nicht nur Fakten, sondern lebenspraktische, emotionale und kulturelle Bildung beinhaltet. Das ist löblich, denn Bildung umfasst nach pädagogischem Verständnis nicht nur Faktenwissen. Leider hatte ich immer das unterschwellige Gefühl, dass die Herausgeberin und auch die Interviewpartner, ihre natürlich subjektive Ansicht nicht verhehlen konnten, dass eben doch nur „Schul“bildung zählt und Erwachsene Kindern Wissen und Bildung vermitteln müssen a la „Nürnberger Trichter“. Wenn sie das heute anerkannte Konzept der „Selbstbildung“ von Kindern als „Heilslehre“ betitelt, hat das für mich einen negativen Beigeschmack, ebenso wie ihre eingeschränkte Sicht auf den Situationsansatz. Auch die hohe Selbstmordrate japanischer Schüler im nächsten Satz mit „harmlos“ zu beschreiben, ist mir aufgestoßen. Da zeigt sich meiner Meinung nach, dass Elschenbroich doch eine Pädagogin vom alten Schlag ist. Ich frage mich auch, an welche Zielgruppe das Buch gerichtet ist. Der Schreibstil ist sehr dröge und verkopft und dürfte für die meisten Eltern schnell frustrierend wirken. Außerdem wage ich zu behaupten, dass die Hälfte meiner Erzieherkollegen in meiner Einrichtung Vieles im Buch nicht verstehen (sorry, Leute). An Eltern gerichtet dürfte das Buch eher für Panik sorgen, dass ihr Kind Chancen verpasst, wenn es die Punkte der Weltwissen-Liste nicht erfüllt. Elschenbroich verpasst einfach, Beispiele zu geben, bzw. Eltern zu vermitteln, dass Zuwendung und breitgefächterte Aktivitäten mit Kindern diese bilden. Allerdings bilden sich Kinder selbst, das heißt, sie nehmen Dinge aus den Angeboten auf, die für sie wichtig sind, anderes wiederum nicht. Auch ein Besuch auf dem Spielplatz, freies Spiel untereinander oder das Klettern auf einen Baum ist Bildung. Vielen Eltern ist dies nicht bekannt, da Bildung=Schulwissen betrachtet wird und durch dieses Buch wird das auch nicht vermittelt. Andere wichtige Dinge, die Kinder für ihre weitere Entwicklung maßgeblich beeinflussen, wie das Selbstkonzept und Selbstwirksamkeit erwähnt Elschenbroich mit keinem Wort. Stattdessen äußert sie sich lieber abfällig über Kindergärten in den USA oder träumt von einem „Orbis Sensualium Pictus“ wie das von Comenius aus dem 17. Jahrhundert, worüber sie ausführlich berichtet. Fazit: Als Ratgeber für Eltern ist das „Weltwissen der Siebenjährigen“ nicht zu gebrauchen, eher als wissenschaftliche Abhandlung. Vieles ist meiner Meinung nach zu subjektiv dargestellt und mittlerweile überholt.

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  • Rezension zu "Weltwissen der Siebenjährigen" von Donata Elschenbroich

    Weltwissen der Siebenjährigen
    GeschichtenAgentin

    GeschichtenAgentin

    19. February 2013 um 19:06

    "Wie Kinder die Welt entdecken können" lautet der Untertitel von Donata Elschenbroichs Buch "Weltwissen der Siebenjährigen". Mir ging es bei der Lektüre vor vielen Jahren jedoch darum, wie ich als Erwachsene die Sicht der Kinder auf die Welt entdecken könnte. Und da hat mir dieses Buch wirklich die Augen geöffnet ... Doch der Reihe nach. Damals wollte ich mal wieder etwas ganz genau wissen. Wie sehen Kinder die Kinderbuchabteilung, in der ich arbeite? Wie sehen sie die Bücher? Was interessiert sie? Und warum? Wie treffen sie ihre (Kauf)Entscheidungen? Und wie kann ich als Buchhändlerin ein Kind beraten? Auslöser war wohl, das ein paar mal zu oft ein Beratungsgespräch damit endete, dass das Kind die Klappentexte las und dann nach dem Cover auswählte ... das ging gegen meine Berufs-Ehre. "Weltwissen der Siebenjährigen" war für mich eines der wichtigsten Bücher - vorsicht, Pathos - es hat meinen Blick auf meine Kinderbuchabteilung geändert. Donata Elschenbroich hat es verstanden, meinem Erwachsenen-Ich ein Gefühl dafür zu geben, wie es ist, die Welt zum allerersten Mal zu entdecken. Listen waren zu Erscheinen des Buches schrecklich "in" (erinnert sich noch jemand an Schotts Sammelsurium?). Donata Elschenbroich bietet eine Liste der Dinge, die ein Kind bis zum siebten Lebensjahr gemacht - oder besser - erlebt haben soll. Darunter befindet sich Ereignisse wie "in einen Bach gefallen sein" und "woanders übernachten". Durch ihr Buch konnte ich nachvollziehen, wie Lernen funktioniert, was zum Lernen alles dazu gehört und was es bedeutet, sich die Welt zum allerersten Mal anzueignen. Wenn sich Kinder im Laden nicht entscheiden konnten, dann hatte das viel damit zu tun, dass sie noch keine Entscheidungs-Findungs-Routine hatten - und ich viel zu viel von dieser Routine. So kann die Kommunikation ja nicht funktionieren! Danach konnte ich auch einen Praxis-Tipp, den ich auf einem Seminar gehört hatte, viel besser umsetzen. "Empfehlen sie Kinderbuchklassiker, denn für jeden neuen Jahrgang sind diese Bücher wieder neu." Natürlich sind nicht nur die Bücher neu, sondern auch die darin enthaltenen Themen, denn jedes Kind entdeckt die Welt neu. Nur die Erwachsenen neigen dazu, so zu tun, als sei schon immer alles da gewesen.

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  • Rezension zu "Weltwissen der Siebenjährigen" von Donata Elschenbroich

    Weltwissen der Siebenjährigen
    literat

    literat

    04. August 2008 um 11:21

    Das Buch bietet ganz gute Anregungen, mehr aber auch nicht. Ich habe in Bezug auf die heutige Art Kindheit schon immer ein ungutes Gefühl, da sie so sehr durchgeplant und durchorganisiert ist. Und mir fehlt der Bezug zur Natur in vielen Kindheiten. Das siebenjährige ein chinesisches Schriftzeichen kennen sollten - das finde ich dann eher nachrangig. Ich habe das Buch jetzt zum zweiten Mal gelesen, als ich es vor einigen Jahren gekauft und gelesen hatte, war es für uns nicht so relevant. Damals fand ich's irgenwie besser - vielleicht hat es mich auch unbewusst beeinflusst in meiner Erziehung in den letzten Jahren, viele Dinge kommen mir schon sehr selbstverständlich vor.

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  • Rezension zu "Weltwissen der Siebenjährigen" von Donata Elschenbroich

    Weltwissen der Siebenjährigen
    Gruenente

    Gruenente

    07. January 2008 um 18:54

    Eine willkürliche Liste, den Rest fand ich ununteressant