Donatella Di Pietrantonio

 4,4 Sterne bei 59 Bewertungen
Autorin von Arminuta, Bella mia und weiteren Büchern.
Autorenbild von Donatella Di Pietrantonio (©Verlag Antje Kunstmann)

Lebenslauf von Donatella Di Pietrantonio

Menschsein und Menschlichkeit als literarische Themen: Donatella Di Pietrantonio ist in den Abruzzen geboren. Sie studierte Zahnmedizin in L’Aquila und arbeitete einige Zeit als Zahnärztin für Kinder in Pescara, wo sie heute noch lebt. 2011 debütierte sie als Romanautorin, im gleichen Jahr erschien auch ihre Geschichte „Lo sfregio“ in der Zeitschrift „Granta Italia“. Ihr Debütroman, „Meine Mutter ist ein Fluss“, wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mit dem Tropea Literaturpreis ausgezeichnet. 2013 erschien ihr zweiter Roman, „Bella mia“, der von dem Erdbeben von L’Aquila im Jahr 2009 beeinflusst wurde und sich mit der Thematik von Trauer und Verlust auseinandersetzt. Er war für den Premio Strega nominiert und wurde mit dem Brancati-Preis 2014 ausgezeichnet. Auch ihr dritter Roman, „L’Arminuta“, behandelt schwierige Themen des menschlichen Daseins, in diesem Fall geht es um die familiären Beziehungen zwischen einem Kind und seinen Eltern. Spätestens dieses Buch sorgte für den internationalen Durchbruch von Donatella Di Pietrantonio und bescherte ihr auch außerhalb Italiens großes Ansehen.

Neue Bücher

Cover des Buches Borgo Sud (ISBN: 9783956144547)

Borgo Sud

Erscheint am 01.09.2021 als Hardcover bei Kunstmann, A.

Alle Bücher von Donatella Di Pietrantonio

Cover des Buches Arminuta (ISBN: 9783956142536)

Arminuta

 (44)
Erschienen am 12.09.2018
Cover des Buches Bella mia (ISBN: 9783956140914)

Bella mia

 (10)
Erschienen am 17.02.2016
Cover des Buches Meine Mutter ist ein Fluss (ISBN: 9783888978173)

Meine Mutter ist ein Fluss

 (3)
Erschienen am 06.03.2013
Cover des Buches Arminuta (ISBN: 9783423147569)

Arminuta

 (2)
Erschienen am 19.06.2020
Cover des Buches Borgo Sud (ISBN: 9783956144547)

Borgo Sud

 (0)
Erscheint am 01.09.2021
Cover des Buches L’Arminuta (ISBN: 9783150199695)

L’Arminuta

 (0)
Erschienen am 12.02.2020

Neue Rezensionen zu Donatella Di Pietrantonio

Cover des Buches Arminuta (ISBN: 9783423147569)Maselis avatar

Rezension zu "Arminuta" von Donatella Di Pietrantonio

Es ist ein bedeutendes Buch, das mir auf ganz besondere Weise nahe geht.
Maselivor 3 Monaten

Ein Mädchen wächst behütet in gutsituierten Verhältnissen in der Stadt auf. Da wird ihre Mutter krank und sie muss zurück zu ihrer Familie, die in einem ärmlichen Bergdorf lebt. Sie ist 13 Jahre alt, versteht nicht warum und will nicht bleiben. 

 Hat sie etwas falsch gemacht? Warum wollen ihre Eltern sie nicht mehr bei sich haben? 

Die neue Mutter hat nichts Liebesvolles an sich, die älteren Brüder sind gemein und nur die jüngere Schwester Adriana scheint sich über sie zu freuen. 

Meine persönlichen Eindrücke

So beginnt dieser Roman und es dauert eine Weile, bis ich mich mit der einfachen, fast möchte ich sagen elementaren Sprache anfreunde. Kurze emotionslose Sätze verwirren mich sehr. Aber je länger ich lese, umso klarer werden mir Feinheiten der erzählten Leben und ich entwickle Gefühle nicht nur für die Ich-Erzählerin sondern auch für ihre beiden Familien. 

Ich muss das Buch bis zum Schluss lesen um zu verstehen, welche Kraft in diesen einfachen Worten steckt. 

Der Kargheit der Sprache steht eine solche Wucht an Gefühlen gegenüber, dass jedes zusätzliche Wort einfach überflüssig wäre. 

Fazit

Es braucht ein gesundes Maß an Empathie um mit dem Buch zurecht zu kommen. Doch wer dies aufzubringen vermag, dem eröffnet sich ein Roman, der lange nachhallt. Es ist ein bedeutendes Buch, das mir auf ganz besondere Weise nahe geht.

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Cover des Buches Arminuta (ISBN: 9783423147569)Andrea_Hagemanns avatar

Rezension zu "Arminuta" von Donatella Di Pietrantonio

Eine zarte italienische Familien-Geschichte...
Andrea_Hagemannvor 5 Monaten

Wow, was für ein tolles Buch!!! Eine coming-of-age Geschichte im rückständigen Italien. Eine Familie, die so arm und mittellos ist, dass sie ein Kind abgeben muss. Eine Frau, die das Mädchen ganz liebevoll aufnimmt – und es nach 13 Jahren wieder abgibt. Und Arminuta, die „Zurückgekehrte“, die ungewollt ein neues Leben beginnen muss, die sich verloren und unerwünscht fühlt, die versucht zu verstehen, warum hat man sie zweimal abgegeben hat und die dafür kämpft eine Mutter, eine Familie, ein Zuhause zu finden. Eine ungewöhnlichen Familiengeschichte von Zugehörigkeit und Verantwortung, von Verstrickungen und Mutterliebe. Und die Geschichte des Erwachsenwerdens eines traumatisierten Mädchens – und was es bedeutet, den eigenen Platz im Leben zu finden. Di Pietranotonio erzählt in einer schlichten Alltags­sprache, die sehr gut zum kargen Leben der Familie passt, und trotzdem poetisch, zart und sehr berührend ist.

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Cover des Buches Arminuta (ISBN: 9783956142536)Gwhynwhyfars avatar

Rezension zu "Arminuta" von Donatella Di Pietrantonio

Arminuta, auf Deutsch die Zurückgekommene - ein italienisches Schicksal
Gwhynwhyfarvor 2 Jahren

Der erste Satz: »Als Dreizehnjährige kannte ich meine andere Mutter nicht mehr.«

Arminuta, auf Deutsch die Zurückgekommene, man nennt sie so, denn die Dreizehnjährige kommt zurück in ihre Ursprungsfamilie. Mit einem Koffer voller Kleider, einem Sack voll Schuhe steht sie in der Küche der anderen Familie. Ihr Vater macht sich schnell von dannen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte sie keine Ahnung, dass ihre wirklichen Eltern in dieser Wohnung im Dorf wohnen – dass sie überhaupt noch andere Eltern hat.

»Die Frau, die mich geboren hatte, stand nicht von ihrem Stuhl auf.«

Aufgewachsen als Einzelkind in einem wohlhabenden Elternhaus in der Stadt am Meer, mit guter Schulbildung ausgestattet, steht sie nun hier zwischen Geschwistern, die sie begaffenden, mitten in einer unbekannten Familie, Schmutz und Armut ist unverkennbar. Sie versteht die Welt nicht mehr. Die Mutter war krank, diese erste Mutter, und nun ist das Mädchen ohne Erklärung im Sommer 1975 hier abgegeben worden. Was ist geschehen? Sicher wird die Mutter sie zurückholen, sobald sie gesund ist. – Das wird nicht geschehen. – Das schmale Bett teilt sie mit Adriana, Kopf an Fuß, mit einer Schwester, die nachts auf die Matratze pinkelt. Zu essen gibt es nicht viel. Schnell hat das Mädchen heraus, dass man zunächst an der Schüssel zu kämpfen hat und danach das Karge auf dem Teller verteidigen muss, schnell essen, bevor eine Heerschar von Gabeln danach langt. Sie möchte auf die höhere Schule gehen. Wird das je möglich sein? Und was ist damals geschehen, warum wuchs sie bei Verwandten auf? Warum musste sie hierher zurückkehren? Ihre neue Familie, Vater, Mutter, Schwester, mehre Brüder, ein kleiner behinderter Bruder, der noch ein Säugling ist, beachten sie überhaupt nicht. Sie ist einfach da.

»Jeden Abend lieh sie mir eine Fußsohle, um sie an meine Wange zu halten. Sonst hatte ich nichts, in dieser von Atem bevölkerten Dunkelheit.«

Nüchtern, aber doch mit viel Poesie und Einfühlungsvermögen erzählt Donatella di Pietrantono aus der Sicht eines Mädchens, dessen Welt von einem Tag auf den anderen auf den Kopf gestellt wird. Fassungslos, da ihr niemand etwas erklären will, passt sie sich schnell den Gegebenheiten an, gibt aber nicht auf, Antworten zu erhalten. Verlassen von den Eltern, von einem Tag zum nächsten, verlassen von den anderen Eltern schon lange zuvor, muss sie den Tag überstehen, nachts allein, die Füße der Schwester an die Wange gehalten, damit sie spürt, dass sie nicht ganz allein auf der Welt ist. Der eigene Strandkorb am Meer, Schwimmtraining, Ballettunterricht, Privatschule, alles verloren. In dieser Familie wird sie immer die Arminuta bleiben, die, die nicht kochen kann, nicht hart arbeiten. Aber gleichzeitig nimmt ihr das niemand übel, denn sie ist die Besondere in der Familie, gebildet, feiner als die anderen, alle sind in gewisser Weise stolz auf sie. Eine schroffe Herzlichkeit kommt ihr entgegen. So geht man hier miteinander um, lernt sie. Man zeigt seine Zuneigung auf andere Weise. Sprachlich genau zeichnet die Autorin die Annäherung zwischen Familie und dem Mädchen, niemals wirkt die Sprache kitschig. Die Distanz wird immer bleiben, auch das macht sie deutlich. Arminuta, ein kämpferisches Mädchen, das Kraft aus den Geschwistern schöpft und niemals aufgibt. Italien Ende der Siebziger, auch wenn diese Familie die ärmste im Dorf ist, wird der Klassenunterschied deutlich. Sprache und Bildung prägen die Kinder. Auch wenn der Vater in der Ziegelfabrik arbeitet, die größeren Kinder als Tagelöhner schuften, die Mutter hin und wieder etwas dazuverdient, reicht es vorn und hinten nicht. Eine Gesellschaft, die dem Samen der Mafia guten Boden lieferte. Die Geschichte ist sicher eine von vielen realen Lebensläufen. Denn früher haben kinderreiche Familien in Italien, denen es an Geld fehlte, ihre Kinder oft in die Obhut von kinderlosen Familien gegeben. Win win für beide Seiten. Allerdings, wenn es aus den verschiedensten Gründen den Pflegeeltern nicht mehr passte, dies Kind bei sich aufwachsen zu lassen, gab man sie einfach zurück. Wem Elena Ferrante gut gefallen hat, der wird diesen Roman auch mögen. Eine wundervolle Erzählung.

»Sie bückte sich, um unter dem Spülbecken zwischen vollen und leeren Flaschen, Mülleimer und Schlupflöchern von Küchenschaben etwas zu suchen. Dann zog sie den Vorhang über den Geruch nach Schimmel wieder zu und drehte sich um.«

Donatella Di Pietrantonio wurde in den Abruzzen geboren und lebt heute in der Nähe von Pescara. Ihre Romane »Meine Mutter ist ein Fluss« und »Bella mia« wurden mit diversen Literaturpreisen ausgezeichnet.

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Gespräche aus der Community

"Als Dreizehnjährige kannte ich meine andere Mutter nicht mehr." 

"Arminuta" ist die Geschichte eines Mädchens, das plötzlich ihr behütetes Zuhause hinter sich lassen muss. Im Dorf wird sie Arminuta genannt, die Zurückgekommene. Denn ihre leiblichen Eltern wollten sie zurück – mehr weiß Arminuta nicht. Plötzlich findet sie sich in einem Umfeld wieder, das von Armut und Schmutz geprägt ist. Schafft sie es dort, ihren Platz im Leben zu finden?  

"Arminuta" ist unser neuer Geheimtipp im LovelyBooks Literatursalon, exklusiv für Mitglieder. In ihrem neuen Roman erzählt  Donatella Di Pietrantonio mit viel Menschlichkeit und Poesie eine berührende Familiengeschichte.

Wenn ihr Arminutas Weg in ihre neue Familie begleiten wollt, bewerbt euch jetzt für diese Buchverlosung mit der Chance auf exklusive Buchpakete!

Mehr zum Buch
Im Dorf nennen sie alle nur Arminuta, die Zurückgekommene. Warum hat man sie zu ihren leiblichen Eltern zurückgeschickt? Wer ist ihre Mutter? Die, die sie geboren hat, oder die, bei der sie aufgewachsen ist?
»Als Dreizehnjährige kannte ich meine andere Mutter nicht mehr.« So beginnt die Geschichte, in der ein junges Mädchen mit einem Koffer und einem Sack voller Schuhe bei einer ihr unbekannten Familie abgeliefert wird. Die echten Eltern wollten sie wieder haben, mehr haben ihr die, die sie bisher Vater und Mutter nannte, nicht erklärt. Niemand scheint auf sie gewartet zu haben, alle haben offensichtlich andere Sorgen. Das Essen ist knapp, die Neue muss sich das Bett mit der kleinen Schwester teilen und das Zimmer mit den drei Brüdern. Hier ist alles fremd, die Armut, der Schmutz, die harten Worte. Während sie einen Weg zurück in ihr behütetes Leben in dem kleinen Haus am Strand sucht, entwickeln sich neue Bindungen, zur mutigen Schwester, den Brüdern, der Mutter. Und sie beginnt zu verstehen, wie viele Facetten die Liebe haben kann. Donatella Di Pietrantonio erzählt in dieser ungewöhnlichen Familiengeschichte von Zugehörigkeit und Verantwortung, Verstrickungen und Mutterliebe und davon, was es bedeutet, den eigenen Platz im Leben zu finden. Poetisch, zart und unvergesslich.



Mehr zur Autorin
Menschsein und Menschlichkeit als literarische Themen: Donatella Di Pietrantonio ist in den Abruzzen geboren. Sie studierte Zahnmedizin in L’Aquila und arbeitete einige Zeit als Zahnärztin für Kinder in Pescara, wo sie heute noch lebt. 2011 debütierte sie als Romanautorin, im gleichen Jahr erschien auch ihre Geschichte „Lo sfregio“ in der Zeitschrift „Granta Italia“. Ihr Debütroman, „Meine Mutter ist ein Fluss“, wurde in mehrere Sprachen übersetzt und mit dem Tropea Literaturpreis ausgezeichnet. 2013 erschien ihr zweiter Roman, „Bella mia“, der von dem Erdbeben von L’Aquila im Jahr 2009 beeinflusst wurde und sich mit der Thematik von Trauer und Verlust auseinandersetzt. Er war für den Premio Strega nominiert und wurde mit dem Brancati-Preis 2014 ausgezeichnet. Auch ihr dritter Roman, „L’Arminuta“, behandelt schwierige Themen des menschlichen Daseins, in diesem Fall geht es um die familiären Beziehungen zwischen einem Kind und seinen Eltern. Spätestens dieses Buch sorgte für den internationalen Durchbruch von Donatella Di Pietrantonio und bescherte ihr auch außerhalb Italiens großes Ansehen.

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Was ihr dafür tun müsst? Bewerbt euch bis einschließlich  12.09.2018 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und beantwortet folgende Frage: 

Arminuta wird aus ihrem Zuhause und ihrer gewohnten Umgebung gerissen. Was bedeuten für euch Zuhause und Geborgenheit?

Ich wünsche euch viel Glück beim Gewinnspiel und bin gespannt auf eure Antworten!

Ihr seid noch kein Literatursalon-Mitglied? Ihr könnt jederzeit eintreten. Alle Infos dazu findet ihr hier und in unserer Literatursalon-Plauderecke.



308 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Donatella Di Pietrantonio wurde am 05. Januar 1962 in Abruzzen (Italien) geboren.

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