Donatella Di Pietrantonio Meine Mutter ist ein Fluss

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Inhaltsangabe zu „Meine Mutter ist ein Fluss“ von Donatella Di Pietrantonio

'Meine Mutter ist ein Fluss. Ein Fluss waren ihre dunklen, feinen Haare, die zu beiden Seiten ihr Gesicht umstrÖmten, wellige Kaskaden über der Brust, wenn sie sie abends kämmte, nach all der Arbeit.' Eine Tochter betrachtet ihre Mutter. Sie droht ihr zu entgleiten, denn das Alter frisst an ihren Erinnerungen, verändert ihre PersÖnlichkeit. Wie sie wiederfinden, wie Frieden schließen mit den alten Verletzungen, dem Mangel an Worten, der ungestillten Sehnsucht nach Nähe und Zärtlichkeit? Geschichten sind eine Brücke. Und so beginnt die erwachsene Tochter, die ein ganz anderes Leben führt, der Mutter deren eigene Geschichte zu erzählen: die einer armer Bauernfamilie in den Abruzzen, in der die Männer als Wanderarbeiter in die Fremde gingen, während die Frauen die kargen Felder bestellten, für das Überleben sorgten. In der die harte Arbeit keinen Platz für Gefühle ließ, nicht mal für die Liebe zum eigenen Kind. In einer Sprache von eindringlicher Poesie erzählt Donatella Di Pietrantonio in ihrem mehrfach preisgekrÖnten Debütroman die bewegende Geschichte einer VersÖhnung und entführt uns zugleich in das unbekannte, archaische Italien der Abruzzen.

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    StefanieFreigericht

    StefanieFreigericht

    30. September 2016 um 16:56
  • Ein wunderbarer Debütroman mit einer berührenden Geschichte

    Meine Mutter ist ein Fluss
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    20. June 2013 um 16:11

    Das Leben einer Mutter und die Beziehung zu ihrer Tochter beinhalten eine Menge an Erfahrungen, an erlebten Geschichten, aber auch an erlittenen Verletzungen, an Schmerz. Hier im speziellen Fall der Ich-Erzählerin aus den Abruzzen kommen noch dazu ein für heutige Menschen kaum vorstellbarer Mangel an Worten und  eine ungestillte Sehnsucht nach Nähe, Geborgenheit und Zärtlichkeit.   Die ich-erzählende Tochter  spürt, wie die Mutter ihr entgleitet. Die Mutter, die sie noch so vieles fragen, mit der sie sich noch auseinandersetzen wollte, streiten – und von der sie vielleicht ein einziges Mal so etwas haben wollte, wie die normale Nähe einer Mutter zu ihrer Tochter. Doch die Mutter verändert sich, ihre Erinnerungen werden weniger, die Krankheit, die das Gehirn frisst, verändert zunehmend ihre Persönlichkeit.   Und weil nicht nur in den Abruzzen Geschichten schon immer eine Brücke zwischen Menschen und Generationen waren, beginnt die Erzählerin ihrer Mutter deren eigene Geschichte zu erzählen. Eine Geschichte, die 1942 beginnt und die geprägt ist vom Schicksal armer Bauernfamilien in den Abruzzen, von Männern, die in der Fremde als halbe Sklaven ihr Geld verdienen und von Frauen, die das wenig fruchtbare Land bestellen um das Überleben der Familie zu sichern. Ein Leben, in dem kaum Platz bleibt für Gefühle, auch nicht für die eigenen Kinder. „Die dunklen Wege, auf denen sich das chronische Verlangen nach der Mama verloren und ins Gegenteil verkehrt hat, beschäftigen mich. Die Verweigerung körperlicher Nähe, die Angst davor. Als die Reihe dann an mir war, konnte ich ihr nichts als Mangel zurückgeben, Ich betrachte hinter uns den Garten voller Wege, die sich gabeln. Ich kann ihr nur ihr eigenes Leben schildern.“´   Und das tut sie (Donatella Di Pietrantonio) mit einer dichten Sprache voller Poesie, die dem Leser nicht nur ein schweres Leben beschreibt, sondern mit der sie sich regelrecht frei schreibt, ihrer Mutter und der gemeinsamen schwierigen Lebensgeschichte immer näher kommt, bis sie einen vorher nicht für möglich gehaltenen Punkt erreicht, an dem so etwas erfahrbar wird wie Versöhnung zwischen  Tochter und Mutter. Eine Versöhnung, die es der Tochter auch in der Zukunft ermöglichen wird, selbst mehr als Mangel zurückzugeben.   Ein wunderbarer Debütroman mit einer berührenden Geschichte aus der noch archaisch anmutenden Welt der Abruzzen. Von dieser Autorin möchte man mehr lesen.

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