Donia Bijan

 4.4 Sterne bei 75 Bewertungen

Lebenslauf von Donia Bijan

Kulinarischer und literarischer Schmaus: Die iranische Autorin hat an der UC Berkeley Französische Literatur studiert, obwohl sie eigentlich angefangen hatte, Medizin zu studieren. Mit dieser Studienrichtung wollte sie ihren Vater glücklich machen. Aber schnell hatte sie bemerkt, dass ihre Fähigkeiten eher in der Küche lagen, als in einer Arztpraxis. So besuchte die Schriftstellerin die Kochschule „Le Cordon Bleu“ in Paris und eröffnete im Anschluss daran ihr eigenes Restaurant. Doch das wurde ihr mit der Zeit zu stressig und so beschloss sie, frei nach dem Motto „You need a big heart to be a cook but an open heart to be a writer.“, das Metier zu wechseln. Im Jahr 2011 veröffentlichte sie ihr Debüt „Maman’s Homesick Pie - A Persian Heart in an American Kitchen“. Die Hommage an ihre Mutter, die mit der ganzen Familie aufgrund der Islamischen Revolution aus der persischen Welt in die Vereinigten Staaten übersiedelte, beschreibt aus einer subjektiven Perspektive das Leben der Autorin. Erstmalig in Deutschland trat die Iranerin im Jahr 2018 mit „Als die Tage nach Zimt schmeckten“ (Original: „The Last Days of Café Leila“, 2017) in Erscheinung. Auch ihr zweiter Roman sprüht vor Liebe zur Literatur und Kulinarik. Protagonistin Noor kehrt nach 30 Jahren in den USA in ihre Heimat Teheran, in der Schönheit und Gewalt koexistieren, zurück. Donia Bijan lebt mit ihrer Familie in Kalifornien.

Alle Bücher von Donia Bijan

Als die Tage nach Zimt schmeckten

Als die Tage nach Zimt schmeckten

 (72)
Erschienen am 06.07.2018
Als die Tage nach Zimt schmeckten: Roman

Als die Tage nach Zimt schmeckten: Roman

 (3)
Erschienen am 06.07.2018
Last Days of Café Leila, The

Last Days of Café Leila, The

 (0)
Erschienen am 13.05.2018

Neue Rezensionen zu Donia Bijan

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SandysBunteBuecherwelts avatar

Rezension zu "Als die Tage nach Zimt schmeckten" von Donia Bijan

Herzerwärmende Familiengeschichte zwischen Amerika und Iran
SandysBunteBuecherweltvor einem Monat

… ich Liebe Geschichten aus fremden Kulturen und Religionen, so hat dieses genau meinen Nerv getroffen. Leider fehlt mir hier das Highlight bzw. Tiefgang der Charaktere.

Noor wurde von Ihrem Vater mit 17 nach Amerika geschickt, um eine bessere Welt und Sicherheit zu erleben. Doch als sich Ihr Leben ändert, Sie sich von Ihrem Mann trennt, macht Sie sich auf in Ihre alte  Heimat, - gemeinsam mit Ihrer Tochter Lily. Gemeinsam erleben Sie das veränderte Iran. Noors Vergangenheit, Freunde und Familie empfangen Sie warmherzig und liebevoll, doch die Öffentlichkeit ist grausam und gemein. Was genau Ihnen im Iran widerfährt müsst Ihr selbst lesen...

Vorab möchte ich sagen, dass man in diesem Buch die Liebe zum Schreiben der Autorin spürt. Bereits das ist eine große Kunst, man glaubt direkt in Ihr Herz zu blicken ( obwohl es sich um eine erfundene Geschichte handelt) glaubt man einen warmherzigen Menschen hinter diesem Buch zu spüren.

Der Schreibstil ist flüssig und lässt sich gut lesen. Es gibt keinerlei Rechtschreibfehler, ist also super lektoriert (kann man leider nur von den wenigsten behaupten).

Die Charaktere sind warmherzig und interessant, leider haben Sie es nicht bis ganz tief in mein Herz geschafft. Dafür hat mir noch mehr Tiefgang gefehlt, zum Beispiel wie Noors Kindheit im Iran war, wie Sie Ihre Heimat früher erlebt hat und wie Sie die Veränderung wahrgenommen hat. Warum hat Sie sich am Ende so entschieden, ich konnte Sie nicht recht bis zu dieser Entscheidung begleiten und hab Ihre Beweggründe schon verstanden, aber Ihr Herz nicht gehört! Sie war für mich zu wenig willensstark um am Ende eine solche Entscheidung zu treffen.

Leider gilt das gleiche für Lily, natürlich kann ich verstehen warum Sie nicht in den Iran wollte. Aber was genau Sie während dieser Zeit empfindet, wie Sie das Land wahrnimmt. Was Sie schön und grausam findet, kann ich nicht genau nachempfinden.

Die Grundidee zu diesem Buch finde ich ganz große Klasse, denn ich habe schon einige Bücher z.Bsp. von Khaled Hosseini zu dieser Thematik gelesen. Es ist schwer über diese Welt zwischen Schönheit und Grausamkeit zu schreiben - dass ganze noch für Leser, die zum Großen Teil nicht aus dieser Region kommen und erst lernen müssen zu verstehen. Also Hochachtung vor dem Mut, genau diese Thematik näher bringen zu wollen. Zum Teil hat dies auch gut geklappt, jedoch hat der rote Faden gefehlt und damit der Punkt auf dem I.


Fazit

Ein super interessantes Buch für alle die gern über fremde Kulturen und Religionen lesen. In diesem Buch spürt man ganz besonders die Zerrissenheit zwischen den Leben in verschiedenen Ländern - Amerika und Iran. Verpackt in einer Familiengeschichte, in der eine Mutter versucht Ihrer Tochter Ihre Heimat näher zu bringen. Also gutes Buch, aber Vorsicht für alle die bereits in dieser Thematik gelesen haben, mir hat das gewisse etwas gefehlt...

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M

Rezension zu "Als die Tage nach Zimt schmeckten" von Donia Bijan

Herzerwärmend, aber zu wirr
Miannavor einem Monat

Noor reist mit ihrer Tochter zurück in ihre Heimat in den Iran. Enttäuscht und verletzt durch den Betrug ihres Mannes sucht sie Zuflucht bei ihrem Vater Zod. 

Die Geschichte beginnt ergreifend. Die Gefühle die Noor und ihr Vater Zod trotz der großen geografischen Entfernung teilen sind gut spürbar und zu Tränen rührend. Die Autorin schildert die Beziehung der Beiden mit viel Wärme. 

Bemerkenswert ist die Atmosphäre, die beim Lesen entsteht. Die Gerüche der fremdartigen Gerichte, die vereinnahmenden Menschen mit ihrer großen Zuneigung zueinander, die Gefahren der Straße - alles wird lebendig. 

Leider gibt es irgendwann einen Bruch in der Geschichte, ab dem die Entwicklungen nicht mehr so gut nachzuvollziehen sind. Vielleicht ist es zusätzlich zu intensiv, dass das Leben und die Vergangenheit des Vaters so ausführlich beschrieben wird. 

Eine zu Tränen rührende Geschichte mit viel persischer Atmosphäre - die Geschichte ist jedoch zu wirr.

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G

Rezension zu "Als die Tage nach Zimt schmeckten" von Donia Bijan

Warmherzige Geschichte über eine persische Familie
Gisevor einem Monat

Zod wartet jeden Tag auf einen Brief von seiner Tochter, die er vor Jahren nach Amerika geschickt hatte. Es war zu gefährlich geworden für seine Kinder Noor und Mehrdad, das alte Persien hatte sich verändert, es war sicherer für sie, als Jugendliche nach Amerika zu gehen. Nach 30 Jahren nun wird Noor ihn endlich besuchen, mitsamt ihrer Tochter Lily. Noor kehrt zurück in die alte Heimat, muss jedoch nach und nach erkennen, wie viel sich verändert hat. Sie ist frisch getrennt von ihrem Ehemann, der sie mit einer anderen Frau betrogen hat. Was wird die Zukunft ihnen allen bringen?

Sehr einfühlsam und mit viel Hintergrundwissen erzählt die Autorin Donia Bijan von den Geschehnissen rund um das Café Leila, über vier Generationen der Familie Yadegar: über die russischen Einwanderer, die das Café gegründet und dabei selbst zu Persern geworden sind, über deren Kinder, von denen Zod das Café übernommen und mit viel Herzblut weitergeführt hat, bis hin zu Noor und deren Tochter Lily, die in diesem Sommer zu Besuch kommen. Das Buch selbst scheint nach Zimt und Kardamom und all den feinen Gerüchen der persischen Küche zu riechen, die das Café über Jahre hinweg einhüllen und auch über die schweren Zeiten der Ajatollahs tragen. Wie ein Kokon scheint das Café Leila seine Bewohner zu schützen, doch der Schein trügt, gab es doch schon den Tod von Zods Frau zu verkraften. Sehr gut wird Noors Zerrissenheit gezeigt zwischen den beiden Kulturen, in denen sie steckt, der persischen Kultur ihrer Kindheit wie auch der amerikanischen Kultur, die ihr Erwachsenenleben bestimmte. Sachlich beschreibt die Autorin die heutige Situation in Teheran, so dass der Leser sich sowohl im zeitlichen Rahmen wie auch in den örtlichen Gegebenheiten gut zurechtfinden kann.

Diese warmherzige Geschichte hat mich sehr berührt, sehr gerne empfehle ich sie weiter und vergebe alle fünf möglichen Sterne.

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