Donna Freitas

 4,5 Sterne bei 451 Bewertungen
Autorenbild von Donna Freitas (©)

Lebenslauf von Donna Freitas

Donna Freitas wurde in Rhode Island geboren, studierte Spanisch und Philosophie und hat einen Doktortitel in Theologie. Neben ihrer Tätigkeit als Professorin an der Boston University veröffentlichte sie mehrere Sachbücher zum Thema Jugend und Religion und schreibt für bekannte Zeitungen und Magazine, darunter das Wall Street Journal, die Washington Post und Newsweek. „Wie viel Leben passt in eine Tüte?“ ist ihr erster Jugendroman in deutscher Übersetzung.

Alle Bücher von Donna Freitas

Cover des Buches Wie viel Leben passt in eine Tüte? (ISBN: 9783522202688)

Wie viel Leben passt in eine Tüte?

 (407)
Erschienen am 17.09.2020
Cover des Buches Die neun Leben der Rose Napolitano (ISBN: 9783442759620)

Die neun Leben der Rose Napolitano

 (23)
Erschienen am 09.05.2022
Cover des Buches Antonia Lucia Labellas brillanter Plan (ISBN: 9783522303132)

Antonia Lucia Labellas brillanter Plan

 (13)
Erschienen am 08.02.2013
Cover des Buches Einvernehmlich (ISBN: 9783442770298)

Einvernehmlich

 (0)
Erscheint am 15.03.2023
Cover des Buches Die neun Leben der Rose Napolitano (ISBN: 9783742423818)

Die neun Leben der Rose Napolitano

 (0)
Erschienen am 18.05.2022
Cover des Buches The Survival Kit (ISBN: B005Z8KL7E)

The Survival Kit

 (3)
Erschienen am 11.10.2011
Cover des Buches Unplugged (ISBN: 9780062118622)

Unplugged

 (2)
Erschienen am 21.06.2016
Cover des Buches The Tenderness of Thieves (ISBN: 9780399171369)

The Tenderness of Thieves

 (1)
Erschienen am 26.05.2015

Neue Rezensionen zu Donna Freitas

Cover des Buches Die neun Leben der Rose Napolitano (ISBN: 9783442759620)
Aydas avatar

Rezension zu "Die neun Leben der Rose Napolitano" von Donna Freitas

Interessantes Thema - konnte jedoch keine Verbindung aufbauen
Aydavor einem Monat

Auf dieses Buch bin ich durch Zufall in den sozialen Medien aufmerksam geworden, das Cover ist sehr schön und aufgrund der Thematik hat es mich sofort angesprochen. 

Es geht um eine Frau namens Rose die mit Luke verheiratet ist und sich schon von Anfang an dafür entschieden haben und dies auch klar kommuniziert, dass sie keine Kinder wollen. Doch eines Tages entscheidet sich Luke, der seinen guten Freund als Papa erlebt hat, doch Vater sein zu wollen, doch Rose möchte einfach nicht. Jedoch steht ihre Ehe auf einmal auf der Kippe, und das wegen der Frage ob sie ein gemeinsames Kind wollen oder nicht. Dann geht es darum, dass sie ihre Schwangerschaftsvitamine nicht nimmt, Luke fängt an sie zu kontrollieren ...die Geschichte geht dann in die Richtung, dass uns verschiedene Leben von Rose erzählt werden, nämlich auch ein wo sie ein Kind bekommt und wir erleben quasi die verschiedenen Möglichkeiten, die man als Frau hat...obwohl ich finde, dass es dann doch nicht so einfach ist, obwohl man die Wahl hat. Ich fand das Buch eigentlich interessant aber die Umsetzung war mir zu durcheinander und auch zu viel an diesen mehreren Leben und ich konnte auch einfach keine Verbindung zur Geschichte und vor allem zu Rose aufbauen, sie war mir einfach unsympathisch von Anfang an.

Der Schreibstil ist aber gut zu lesen und ich denke wer sich auf das Thema einlassen möchte könnte Interesse an dem Buch haben. Meins war es nicht so sehr...

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Cover des Buches Die neun Leben der Rose Napolitano (ISBN: 9783442759620)
leseleas avatar

Rezension zu "Die neun Leben der Rose Napolitano" von Donna Freitas

(K)Eine Mutter sein
leseleavor 2 Monaten

Diese Fragen - ob ich Mutter werden soll; und wenn, wann; und wenn nicht, was dann - sind alle tief verbunden mit der Frage, wer ich als Frau bin, ob eine gute oder eine schlechte, eine erfüllte oder eine unerfüllte, eine egoistische oder eine selbstlose, eine glückliche oder unglückliche… (S. 380)

Rose Napolitano weiß drei Dinge im Leben: Sie liebt ihren Beruf als Wissenschaftlerin in der soziologischen Abteilung ihrer Universität. Ihr Mann Luke ist die Liebe ihres Lebens. Sie will keine Kinder. Dort, wo bei anderen Frauen das Bedürfnis sitzt, Leben in die Welt zu setzen und für dieses da zu sein, spürt sie: nichts. „Dieser Wunsch ist einfach nicht in mir. Als wäre ich ein Sonderfall der Biologie.“ (S. 105) Ihr Mann Luke weiß um ihren Nicht-Wunsch und scheint diesen nicht nur akzeptiert, sondern auch geteilt zu haben. Bis er seine Meinung ändert und Rose bittet, Schwangerschaftshormone einzunehmen. Eine Bitte, die Rose nicht nachkommt. Es kommt zum Streit, der mehrere mögliche Wege auftut. Neun Wege, um genau zu sein…

In Die neun Leben der Rose Napolitano setzt die Autorin Donna Freitas den Streit zwischen Rose und ihrem Mann Luke um ein Kind in den Mittelpunkt von neun Erzählsträngen. Jedes Mal geht der Streit anders aus: Mal verlässt Luke Rose; mal verlässt Rose Luke. Mal entscheiden sie sich gemeinsam gegen ein Kind; mal lässt sich Rose darauf ein, es doch zu versuchen. In einigen der neun Leben wird Rose Mutter. In anderen nicht. Doch in jedem wird sie glücklich.

Freitas’ Roman wartet mit einer komplexen Struktur auf: Sie erzählt die neun Leben nicht nacheinander, sondern verschränkt sie miteinander. Lässt ein Leben, in dem Rose Mutter wird, mit einem Leben kreuzen, in dem sie sich bewusst dagegen entscheidet. Zwischendurch fügt sie Rückblenden ein, die die Beziehung von Luke und Rose beleuchten und deutlich machen, dass Rose nicht existierender Kinderwunsch sich durch ihr ganzes Leben zieht – und keine „Phase“ ist, die sich ausgeht, „sobald sie den richtigen gefunden hat“, wie ihr die Gesellschaft einreden will. Zu Beginn der knapp 400 Seiten befürchtet man noch, sich in den neun Leben zu verlieren und die einzelnen Stränge nicht voneinander unterscheiden zu können, doch schnell wird deutlich, dass Donna Freitas ihre Struktur beherrscht: Für jedes der neun Leben findet sie einen eigenen Erzählton. Gleichzeitig gibt es Figuren und Ereignisse, die in jedem Leben auftreten: Sie dienen nicht nur als Orientierungshilfen, sondern sorgen auch dafür, dass sich die einzelnen Erzählstränge gegenseitig erhellen. Schlussendlich ist es die Hauptfigur selber, die einen im Roman verwurzelt, ganz gleich, in welchem Leben man sich gerade befindet: Rose ist immer Rose, sie hat stets die gleichen Überzeugungen, die gleichen Charakterzüge, die gleichen Interessen – nur kommen sie in unterschiedlichen Lebensumständen unterschiedlich stark zum Vorschein. Die neun Leben der Rose Napolitano mag ein Roman über Mutterschaft sein, aber er ist auch und in erster Linie ein Roman über weibliche Identität(en).

...und ich wünschte mir so sehr, dass die Welt anders wäre [...]. Dass die Leute einfach denken könnten, es sei ebenso normal für eine Frau, keine Kinder zu haben, wie umgekehrt, welche zu haben. Es ist manchmal so überwältigend viel Druck, den man auf mich ausübt, nur damit ich jemand bin, der ich eigentlich nicht bin. (S. 106)

Doch natürlich steht Rose nicht existierender Kinderwunsch nicht nur am Anfang eines jeden Lebens, sondern im Zentrum des ganzen Romans. Durch das neunmalige Wiederholen der immer gleichen Argumente von Familie, Freunden und der Gesellschaft an sich, macht Freitas deutlich, dass wir zwar vornehmlich in einer gleichberechtigten Welt leben, doch dass sich Frauen manche Freiheiten immer noch nicht rausnehmen dürfen: Sich (selbst-)bewusst gegen ein Kind zu entscheiden. Das repetitive Absprechen von Roses Bedürfnissen erzeugte bei mir große Wut – eine Emotion, die mit auf Figurenebene tatsächlich manchmal fehlte. In meinen Augen hätte Rose einmal so richtig eskalieren dürfen, doch stattdessen bleibt sie zahm und widerstandlos. Ähnliches lässt sich auch über Freitas Sprache sagen: Die neun Leben der Rose Napolitano ist stilistisch gesehen ein sehr gefälliges Buch, das souverän, aber auch etwas standardisiert von Roses Leben erzählt. Große Regungen oder versteckte politische Forderungen finden sich in dem Roman nicht; wer auf ein sprachgewaltiges Manifest für mehr weibliche Selbstbestimmung hofft, wird hier nicht fündig.

Dies tut dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch, im Gegenteil: Mag Die neun Leben der Rose Napolitano hier und da etwas literarisch dünn sein, so überzeugt der Roman doch mit der gelungenen Umsetzung seiner Grundidee und der engen Beziehung, die man über die Seiten zur Hauptfigur aufbaut. In jedem Leben erweitert man seinen Erwartungshorizont und wird mehr als einmal mit einer Überraschung belohnt. Dies macht den Roman spannend und unterhaltsam, ohne dass es das zentrale und so wichtige Thema – einen kritischen Blick auf Kinderwunsch und Mutterschaft – unter den Teppich kehrt. 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung!

Kommentare: 4
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Cover des Buches Die neun Leben der Rose Napolitano (ISBN: 9783442759620)
L

Rezension zu "Die neun Leben der Rose Napolitano" von Donna Freitas

G𝚊𝚗𝚣 𝚐𝚕𝚎𝚒𝚌𝚑, 𝚠𝚒𝚎 𝚒𝚌𝚑 𝚎𝚗𝚝𝚜𝚌𝚑𝚎𝚒𝚍𝚎, 𝚒𝚌𝚑 𝚠𝚎𝚛𝚍𝚎 𝚟𝚎𝚛𝚞𝚛𝚝𝚎𝚒𝚕𝚝, 𝚠𝚎𝚗𝚗 𝚒𝚌𝚑 𝚎𝚒𝚗 𝙺𝚒𝚗𝚍 𝚋𝚎𝚔𝚘𝚖𝚖𝚎, 𝚊𝚋𝚎𝚛 𝚊𝚞𝚌𝚑, 𝚠𝚎𝚗𝚗 𝚒𝚌𝚑 𝚔𝚎𝚒𝚗𝚎𝚜 𝚋𝚎𝚔𝚘𝚖𝚖𝚎.«
LiKovor 2 Monaten

Vielen Dank an das Bloggerportal für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares.


Rose und Luke lernen sich kennen und verlieben sich ineinander. Sie ziehen zusammen, sie heiraten. Ein paar Jahre ist alles in Ordnung.

Doch dann kommt es zu einem Streit; ein Streit über ein Thema, wegen dem sie schon öfter aneinander geraten sind: Rose möchte auf keinen Fall Kinder. Luke möchte auf jeden Fall Kinder.


In 9 verschiedenen Versionen wird nun die Zukunft von Rose und Luke dargestellt, je nachdem wie der Streit ausgeht.


Ich fand die Idee dieser Geschichte mega interessant. Wer fragt sich nicht manchmal, wie sich bestimmte Situationen im Leben entwickelt hätten, wenn man sich anders entschieden hätte, man etwas anderes gesagt oder nichts gesagt hätte?


Da 9 verschiedene Versionen (teilweise gleichzeitig) dargestellt werden, war es vorallem am Anfang schwer, der Story zu folgen, bzw. den Überblick zu behalten, während dem Lesen entwickelt man aber irgendwann ein Gefühl für die verschiedenen Leben; einige Gegebenheiten wiederholen sich auch "schicksalshaft" in jeder Version (was mir aber in einer der Zukunftsversionen sehr unrealistisch vorkam).


Rose fand ich super. 

Sie weiß, was sie will und versucht, sich stets treu zu bleiben.

Sie ist alles andere als perfekt, macht Fehler und genau deshalb fand ich sie als Protagonistin so authentisch.

Ihren Groll auf die teilweise sehr anstandslosen Fragen und Drängeleien ihrer Mitmenschen - vorallem der Schwiegereltern- wann denn endlich Nachwuchs kommt, können in gewisser Weise mit Sicherheit viele Leserinnen nachvollziehen (ich konnte es jedenfalls🤭).


Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, weil es so greifbar und authentisch geschrieben war.


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Gespräche aus der Community

Wir lesen zusammen "Wie viel Leben passt in eine Tüte? " von der amerikanischen Autorin Donna Freitas. Es geht um die 16jährige Rose, deren Mutter an Krebs stirbt.  Sie hinterlässt Rose ein "Survival Kit", das ihr helfen soll, zurück ins Leben zu finden.
Bis einschließlich Donnerstag, 2. August 2012 könnt ihr mit eurem Eindruck der Lesprobe bewerben, wenn ihr Lust auf den Austausch mit anderen habt und nach dem Lesen eine Rezension schreiben möchtet. Wir stellen 10 Exemplare des Buches zur Verfügung.
186 Beiträge
xpurpledawns avatar
Letzter Beitrag von  xpurpledawnvor 10 Jahren

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