Donna Freitas

 4,5 Sterne bei 422 Bewertungen
Autorenbild von Donna Freitas (©)

Lebenslauf von Donna Freitas

Donna Freitas wurde in Rhode Island geboren, studierte Spanisch und Philosophie und hat einen Doktortitel in Theologie. Neben ihrer Tätigkeit als Professorin an der Boston University veröffentlichte sie mehrere Sachbücher zum Thema Jugend und Religion und schreibt für bekannte Zeitungen und Magazine, darunter das Wall Street Journal, die Washington Post und Newsweek. „Wie viel Leben passt in eine Tüte?“ ist ihr erster Jugendroman in deutscher Übersetzung.

Alle Bücher von Donna Freitas

Cover des Buches Wie viel Leben passt in eine Tüte? (ISBN: 9783522202688)

Wie viel Leben passt in eine Tüte?

 (401)
Erschienen am 17.09.2020
Cover des Buches Antonia Lucia Labellas brillanter Plan (ISBN: 9783522303132)

Antonia Lucia Labellas brillanter Plan

 (13)
Erschienen am 08.02.2013
Cover des Buches The Survival Kit (ISBN: B005Z8KL7E)

The Survival Kit

 (3)
Erschienen am 11.10.2011
Cover des Buches Unplugged (ISBN: 9780062118622)

Unplugged

 (2)
Erschienen am 21.06.2016
Cover des Buches The Tenderness of Thieves (ISBN: 9780399171369)

The Tenderness of Thieves

 (1)
Erschienen am 26.05.2015
Cover des Buches The Mind Virus (Unplugged) (ISBN: 9780062118684)

The Mind Virus (Unplugged)

 (1)
Erschienen am 26.12.2017
Cover des Buches The Body Market (Unplugged) (ISBN: 9780062118653)

The Body Market (Unplugged)

 (1)
Erschienen am 28.03.2017
Cover des Buches Sex and the Soul (ISBN: 9780199747610)

Sex and the Soul

 (0)
Erschienen am 27.08.2010

Neue Rezensionen zu Donna Freitas

Cover des Buches Wie viel Leben passt in eine Tüte? (ISBN: 9783522202688)W

Rezension zu "Wie viel Leben passt in eine Tüte?" von Donna Freitas

Ein berührender Roman, der bis zu meinem Herzen vorgedrungen ist!
Wauwuschelvor 5 Monaten

Rose hat kürzlich ihre Mutter verloren und muss nun mit dem Verlust ihr Leben weiterführen. Aber ihre Mutter hat ihr in Survival Kit hinterlassen, in welchem verschiedene Gegenstände sind. Nacheinander geht sie der Geschichte der Gegenstände nach und merkt, dass alle irgendwie zu Will führen.


Wenn man den Klappentext liest, erwartet man eine Liebesgeschichte, gepaart mit Trauer. Doch bis sich die beiden angenähert haben ist eine ganze Weile vergangen. Schon ab der ersten Seite spürt man Roses Schmerz und ihren Verlust. Das ist auch nur selbstverständlich, da ihre Mutter gestorben ist und sie jetzt allein in einem Haus mit ihrem alkoholsüchtigen Vater wohnt, da ihr älterer Bruder aufs College geht. Das ist eine ganz neue Situation und sie muss ihr Leben allein managen und all das machen, was früher ihre Mutter gemacht hat. Dabei entfernt sie sich immer weiter von ihrem Freund, der ihre Trauer am Anfang verstehen konnte, mit der Zeit aber nicht mehr mit der unnahbaren Rose klar kam und mit ihr Schluss machte. Für mich ein deutlicher Cut und für Rose ist es das Beste, was auch sie langsam bemerkt. Ich finde diese Natürlichkeit super und genieße sie. Außerdem erkennt man so, wie stark einen der Tod der Mutter verändern kann, da für ihren Exfreund kein Platz mehr in Roses Leben ist. Man verliert geliebte Menschen und das will uns die Autorin klar machen. Ihre Freundin ist immer für sie da, auch wenn sich Rose in sich selbst verbarrikadiert und das finde ich toll. Ich möchte auch solche Freunde haben, die Rose aufmuntern und ihr langsam helfen wieder richtig zu leben. Ich denke jeder braucht solche Freunde und Aktionen, die man nur mit ihnen durchführen kann und auch das zeigt der Roman. Man kann niemals allein mit der Trauer umgehen können, sondern braucht Menschen, die einen unterstützen und aus dem Loch holen. So eine war auch Roses Oma, die vom ersten Augenblick zwar kalt und emotionsfeindlich rüberkommt, aber ein wichtiger Prozess zur Überwindung der Trauer ist. Sie hilft mit Roses Vater und dem restlichen Leben.

Dann ist da natürlich das Survival Kit. Nacheinander nimmt sich Rose einen Gegenstand vor und überlegt, was damit assoziiert ist. Es sind Dinge, die für ein normales Leben stehen und ihr zeigen, dass ihre Mutter nicht gewollt hätte, dass sich Rose so von allem distanziert. Beispielsweise soll sie Blumen pflanzen, oder aber Musik hören, die sie seit dem Tod nicht mehr hört. All das will ihre Mutter ihr mitteilen und zeigen, dass sie auch nach dem Tod im Herzen der Lieblingsmenschen ist. Ein besonderer Moment und die Tüte hilft Rose wirklich. Dazu muss man wissen, dass der Überwindungsprozess nicht von jetzt auf gleich funktionieren kann, sondern Monaten, wenn nicht Jahre dauert. So erstreckt sich auch der Roman über mehrere Monate, sodass alles auch glaubwürdig rüberkommt. Es zeigt auch, dass die Zeit Wunden heilt und Rose den Tod ihrer Mutter nach einem Jahr besser verträgt, als kurz danach.

Ein weiterer extrem wichtiger Aspekt, der Rose hilft, ist Will. Am Anfang sprechen sie noch gar nicht miteinander, bis sie ihn fragt, ihr beim Pflanzen zu helfen. Von da an entwickelt sich eine tiefe Freundschaft. Da Will such seinen Vater verloren hat, sind die beiden so verbunden, wie es andere nicht sein könnten. Am Anfang sprechen sie ein paar Worte, am Ende ganze Sätze und stundenlange Gespräche. Haben sie sich zu Beginn in der Schule ignoriert, veröffentlichen sie ihre Beziehung später umso heftiger. Ein super Ereignis, das ich selbst auch feiere, ist, dass Will Eishockey spielt und Rose zu jedem seiner Spiele kommt und sich die beiden erst dann richtig kennenlernen. Natürlich wird ihre freundschaftliche Beziehung zu einer Liebesbeziehung, das brauche ich keinem verheimlichen, und ich gönne es den beiden vom ganzen Herzen. Es ist einfach wunderschön, wie sie sich einander öffnen und ihre Emotionen sind deutlich abzulesen. Beide haben ein Trauma zu bewältigen, auch wenn das von Will Jahre zurückliegt, und dabei helfen sie sich, da sie keinen anderen dafür haben. Bis ein schreckliches Ereignis passiert und das Vertrauen gebrochen wird. Hier erzähle ich es nicht, da es sonst zu viele Spoiler sind, aber es ist herzzerreißend und am Anfang noch unfassbar. Wie konnten sie sich das antun bzw. eher, wie konnte die eine Person es der anderen antun? Ein empörter Aufschrei meinerseits blieb nicht aus. Ob es heißt Ende gut, alles gut will ich auch nicht verraten, aber wischt alle Vorurteile aus eurem Kopf, wenn ihr den emotionalen Roman anfangt zu lesen.

Im Allgemeinen ist das Hauptthema die Bewältigung der Trauer und das hat die Autorin, trotz der Liebesgeschichte, nicht aus den Augen verloren. Das Buch hilft jenen, die glauben mit ihrer Trauer allein zu sein und zeigt, dass es nur eine Phase ist, wenn auch eine dunkle und schwere, die irgendwann auch wieder vorbei ist. Wenn ein geliebter Mensch stirbt, ist das immer schlimm und man muss auch trauern können, das gehört dazu. Aber irgendwann sollte man sich selbst erlauben, wieder richtig leben zu können, denn das hätte die tote Person bestimmt gewollt. Es ist ein ernstes Thema und so sollte man es auch behandeln. Die Songs, die über jedem Kapitel stehen, helfen einem bestimmt, da jeder für sich genau zur Situation passt. Auf jeden Fall kann ich den Roman weiterempfehlen!

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Cover des Buches Wie viel Leben passt in eine Tüte? (ISBN: 9783522202688)J

Rezension zu "Wie viel Leben passt in eine Tüte?" von Donna Freitas

"Doch das Mädchen, das ich jetzt war - das andere Mädchen - hatte es überlebt. Ich hatte nur ein bisschen Hilfe gebraucht."
Just_another_readervor 5 Monaten


Zum Inhalt:

Die 16 Jährige Rose ist tieftraurig über den Tod ihrer Mutter, als sie am Tag ihrer Beerdigung einen Survivalkit findet. Diese braunen Papptüten, die mit lauter kleinen Gegenständen gefüllt sind, waren eine Spezialität ihrer Mutter und nun hat diese zum ersten Mal einen für Rose gemacht. Diese kann ein bisschen Hilfe gut gebrauchen, denn der Tod ihrer Mutter hat sie in ein tiefes Loch gerissen: Sie hat das Cheerleading aufgegeben, kann die Berührungen ihres Freundes nicht mehr ertragen und bricht in Tränen aus, wenn sie Musik hört. Also beginnt sie sich nach und nach auf die Gegenstände des Survivalkits einzulassen und zurück ins Leben zu finden. Dabei kommt sie Will immer näher...

Meine Meinung:

Dieses Buch zählt definitiv zu meinen Liebsten, ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft ich es schon gelesen habe. Und das ist auch eine seiner großen Stärken, ich kann es immer und immer wieder lesen und habe jedes Mal aufs Neue eine gute Zeit.

Die Hauptfigur Rose ist ein starkes Mädchen, das versucht für die Menschen, die es liebt da zu sein. Umso mehr erschüttert sie der Tod ihrer Mutter. Donna Freitas schafft es hier Roses Gefühle sehr gut zu vemitteln, ich fühle jedes Mal mit ihr, doch trotzdem ist das Buch nicht von eine Schwere überschattet, die Bücher über Verlust manchmal mitbringen. Im Gegenteil, es ist sehr leicht geschrieben, ohne an Tiefsinnigkeit zu verlieren.

Will ist ebenfalls ein toller Charakter, er hatte es ebenfalls nicht leicht im Leben und ist eher still grüblerisch. Es ist sehr schön zu erleben, wie er nach und nach aufblüht. Auch die Beziehungen zwischen den Charakteren sind sehr gelungen, da sei realistisch sind. Donna Freitas zeigt hier, dass eine Beziehung egal ob freundschaftlich, familiär oder romatisch ihre Höhen und Tiefen durchläuft.

Die Idee mit dem Survivalkit finde ich sehr originell und gut umgesetzt, da die einzelnen Gegenstände sehr gut mit de Story verwoben sind und Rose Schritt für Schhritt ins Leben zurückhelfen. Die Idee den einzelnen Abschnitten des Buches die Gegenstände aus dem Survivalkit zuzuordnen ist ein nettes Extra, genau wie die Songtitel mit denen jedes Kapitel beginnt. Das Buch ist angenehm zu lesen, da der Schreibstil locker und verständlich ist. Mit seinen knapp 400 Seiten hat das Buch eine gute Länge, da die Story weder gestreckt noch abgehetzt wirkt.

Fazit:

Eine sehr schöne Geschichte, in der neben dem Thema Verlust vor allem das Weiterleben im Vordergrund steht. Dabei geht es nicht nur um die Beziehung zwischen Will und Rose sondern um das Leben der jungen Protagonistin im Allgemeinen. Die Geschichte ist nicht von der Schwere des Verlustes sondern von der Leichtigkeit des Glücks geprägt und hat mich trotzdem sehr berührt.Somit gebe ich 5/5 Sternen, da ich das Buch immer wieder gerne lese und überhaupt nichts auszusetzen habe.

Ich empfehle "Wie viel Leben passt in eine Tüte" allen, die Geschichten mit Tiefgang und originelle Liebesgeschichten mögen und Bücher mit einem Lächeln und einer kleinen Träne im Augenwinkel beenden möchten.

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Cover des Buches Wie viel Leben passt in eine Tüte? (ISBN: 9783522202688)heinokos avatar

Rezension zu "Wie viel Leben passt in eine Tüte?" von Donna Freitas

Loslassen lernen
heinokovor 5 Monaten

 

Zugegeben bin ich mit ü70 nicht unbedingt die Zielgruppe des Romans. Dennoch fand ich die Thematik des Buches so interessant, dass ich mich mit meiner immer vorhandenen Leseneugier an die Lektüre machte. Und stolperte schon mal über die zwar originelle, aber nicht gut zu benutzende Schutzumschlag-Idee. Und weiter stolperte ich über den holprig-seltsamen Buchtitel, der im Vergleich zum Originaltitel nur merkwürdige Assoziationen hervorruft. Und ich stolperte über die Playlist der Kapitelüberschriften, deren Titel mir allesamt unbekannt waren und auch bleiben. Abgesehen von diesen Äußerlichkeiten empfand ich das Buch eher wie eine in Form gebrachte Selbsterfahrung der Autorin, weniger als einen Jugendroman, was ja erst einmal nichts Schlechtes bedeuten muss.

 

Rose hat ihre Mutter verloren und verbannt ab diesem Zeitpunkt alles aus ihrem Leben, was ihr bisher selbstverständliche Freude und Spaß gebracht hatte. Sie hört keine Musik mehr. Sie beendet ihre Cheerleader-Einsätze. Sie erträgt die Nähe zu ihrem Freund Chris nicht mehr. Sie zieht sich völlig in sich selbst zurück. Durch Zufall findet sie im Kleiderschrank ihrer Mutter ein „Survival Kit“, das ihre Mutter dort für sie hinterlassen hatte, eine Tüte voller überraschender kleiner schlichter Dinge. Nur unter größten Schwierigkeiten lässt sich Rose nach und nach auf diese Gegenstände und auf ihre dadurch ausgelösten Gedanken und Empfindungen ein. Aus der Starre der Trauer heraus gerät Rose’s Leben in Bewegung…

 

Grundsätzlich ist das Buch gut geschrieben. Es erzählt nachvollziehbar und glaubhaft, wie unbewältigte Trauer den Menschen in Fesseln hält, ihn vom lebendigen Leben fernhält. Und es erzählt ebenso glaubhaft, wie es gelingen kann, aus dieser Erstarrung in langsamen Schritten wieder zum lebendigen Leben zurückzufinden, und dass Loslassen nichts mit Vergessen zu tun hat. Allerdings hätte ich mir eine Erzählweise mit mehr Pfiff erhofft. Irgendwie fehlt mir das gewisse Etwas. Insbesondere die Dialoge wirken zum Teil recht hölzern und lebensfern. Genauso lebensfern erschienen mir die Menschen rund um Rose. Sind Freundinnen im gleichen Alter wie Rose tatsächlich so sensibel und einfühlsam wie im Buch geschildert? Und wird der Ex-Freund von jetzt auf gleich tatsächlich zum verlässlichen und hilfsbereiten Kameraden? Während Will, der zunächst vorgestellt wird als einfühlsamer, sensibler Mensch,  im entscheidenden Moment menschlich total versagt? Als Fazit würde ich dennoch diesen Jugendroman als sehr lesenswert bezeichnen, weil er sich gefühlvoll mit dem großen Thema Trauer und Neubeginn beschäftigt, und dies weitgehend, ohne oberflächliche Klischees zu bedienen.

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Gespräche aus der Community

Wir lesen zusammen "Wie viel Leben passt in eine Tüte? " von der amerikanischen Autorin Donna Freitas. Es geht um die 16jährige Rose, deren Mutter an Krebs stirbt.  Sie hinterlässt Rose ein "Survival Kit", das ihr helfen soll, zurück ins Leben zu finden.
Bis einschließlich Donnerstag, 2. August 2012 könnt ihr mit eurem Eindruck der Lesprobe bewerben, wenn ihr Lust auf den Austausch mit anderen habt und nach dem Lesen eine Rezension schreiben möchtet. Wir stellen 10 Exemplare des Buches zur Verfügung.
190 Beiträge
xpurpledawns avatar
Letzter Beitrag von  xpurpledawnvor 9 Jahren

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