Wie viel Leben passt in eine Tüte?

von Donna Freitas 
4,6 Sterne bei366 Bewertungen
Wie viel Leben passt in eine Tüte?
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Neue Kurzmeinungen

D4rkN1ght77s avatar

Ein wundervolles, herzergreifendes und spannendes Buch darüber, wie man nach dem Tod einer geliebten Person zurück ins Leben findet

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Traurig aber trotzdem wunderschön und mitreisend.

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Inhaltsangabe zu "Wie viel Leben passt in eine Tüte?"

Über das Wiederfinden von Glück
Ein iPod mit Liedern, ein Foto mit Pfingstrosen, ein Kristallherz, Papiersterne – das alles befindet sich in der schlichten Papiertüte mit der Aufschrift Roses Survival Kit, die Rose am Tag der Beerdigung ihrer Mutter findet. Es ist ein letztes Geschenk ihrer Mutter und der Beginn einer Reise in die Zukunft. Zögernd lässt Rose sich darauf ein und jeder Gegenstand scheint sie dabei auf seltsame Weise zu Will zu führen, für den sie schon bald mehr empfindet als bloße Freundschaft.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423718059
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:31.08.2018

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Rezensionen und Bewertungen

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    rosinchen_s avatar
    rosinchen_vor einem Monat
    "Es ist wie eine typische Highschoolgeschichte"

     Zu allererst ein kurzer Einblick, um was es überhaupt geht:
    Die Mutter von Rose verlor leider den Kampf gegen den Krebs und hinterlässt ein großes Loch in ihrem Herzen. Sie kann keine Musik mehr hören, verlässt die Cheerleadergruppe und schottet sich von vielen Freunden ab. Doch am Tag der Beerdigung findet sie eine Tüte mit der Aufschrift "Roses Survival Kit", das ihr ihre Mutter hinterlassen hat. Mithilfe des Inhalts soll sie Aufgaben bewältigen und so zurück zum wahren Leben finden. Was dabei sehr auffällt: So gut wie alle Aufgaben führen sie zu Will. Und so entwickelt sich mehr als Freundschaft zwischen Rose und ihm...

            2. Jetzt bekommt ihr aber meine eigenen Meinung zu hören:

    Ich war mir nicht ganz sicher, ob ich vier oder drei Sterne geben sollte, also habe ich mich für 3,5 entschieden. Warum? Ganz einfach deswegen, weil es anfangs nur um das Trauern ging und dann ganz plötzlich diese klassische Highschoolgeschichte daraus wird. Das habe ich ja auch in den Titel der Rezension geschrieben, da es sogar ein Zitat einer Hauptperson ist. Natürlich hat mich das Buch auch berührt. Was mir sehr gut gefallen hat, waren natürlich die Survival Kits und als es um das Bewältigen der Aufgaben ging. Besonders war auch, dass die Kapitel nach Songs benannt sind, die etwas mit dem IPod aus Roses Survival Kit zu tun haben. Ganz besonders gemocht habe ich Will, dem es nicht immer nur um den Mittelpunkt ging. Doch irgendwann um Seite 200 herum war es einfach nur diese typische Liebesgeschichte, was dann doch etwas langweilig war.

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    MellisBuchlebens avatar
    MellisBuchlebenvor einem Jahr
    Gute Hintergrundidee

    Bereits nach wenigen Kapiteln war mir klar, dass die Aufmachung des Buches mit dem Inhalt übereinstimmt. Denn jedes Kapitel hat als Überschrift einen Songtitel, die zusammengenommen eine Playlist ergeben. Dies hat etwas mit dem Inhalt der Tüte zu tun, die Rose findet. Mehr möchte ich zu den Gegenständen gar nicht verraten, um nicht zu viel vorwegzunehmen. 
    Den Zusammenhang zwischen Kapitelüberschriften und Inhalt des Buches fand ich sehr gelungen. Dies hat mich auch tatsächlich dazu inspiriert, meine eigene Playlist zusammenzustellen. 
    Insgesamt empfand ich die Zusammenstellung der Dinge, die Rose in der Tüte findet, aber unspektakulär. Ich hätte mir hier viel mehr Tiefgang gewünscht, vielleicht zusätzlich ein Rätsel oder einen tiefgründigen Hintergrund. Der Inhalt der Tüte ist dem Leser sofort klar, alle Dinge werden sofort offengelegt, als Rose die Tüte auspackt. Hier hätte man mehr mit Spannung arbeiten können, wenn z. B. dem Leser erst nach und nach die einzelnen Gegenstände verraten worden wären. 
    Rose wurde als Charakter nur sehr oberflächlich beschrieben und blieb für mich lange Zeit blass, obwohl aus ihrer Sicht erzählt wird. 
    Nebenbei erfährt der Leser einige Informationen rund ums Thema Eishockey, was mich aber nur am Rande interessiert hat. 
    Insgesamt hat mir bei der Geschichte Tiefgang gefehlt, insbesondere hätte die gute Hintergrundidee besser ausgebaut werden können.

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    bienesbuechers avatar
    bienesbuechervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: So schön kann man die schwerste Zeit im Leben beschreiben.
    Ein Buch mit Wow-Effekt

    Das Cover ist toll. So schlicht, allein aus dem Titel bestehend, aber trotzdem sehr ansprechend.


    Als Roses Mutter stirbt hinterlässt sie ein Survival-Kit, das Rose bei ihrer Trauer helfen soll. Als sie sich endlich an die Tüte wagt, führen sie viele enthaltene Gegenstände zu Will.

    Will fand ich von Anfang an spannend und ich wollte noch viel mehr über ihn erfahren. Leder gibt es aber nur ab und zu ein paar Informationen über ihn, sodass man ihn nur langsam kennen lernt.

    Roses Familie war toll beschrieben, denn den Schmerz, den die Mutter hinterlassen hat, kann man auf jeder Seite spüren. Während Roses Vater in Trauer und Alkohol versinkt, versucht sie die Familie zusammenzuhalten.

    Ich fand es besonders schön zu lesen, wie Rose langsam wieder Freunde entwickelt und man als Leser dabei richtig mitfühlen konnte. Will hilft ihr dabei natürlich und die Geschichte zwischen den beiden war großartig zu erleben.

    Langsam merkt man, wie Rose Gefühle entwickelt, nur schade, dass Will eher ein großes Geheimnis bleibt.

    Das einzige, was mich etwas gestört hat war eine Reaktion von Rose. Viel mehr kann ich ohne Spoiler nicht verraten, nur dass ich schon fast entsetzt war, was sie erwartete.


    Sprachlich war das Buch toll. Die Autorin hat es geschafft, dass die Gefühle der Protagonisten, deren Trauer und die Verarbeitung komplett auf den Leser überspringen und man das Buch kaum aus der Hand legen möchte.


    Fazit: Ein großartiges Buch über ein schweres Thema, das die Gefühle perfekt einfängt.

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    M
    Metal4evervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Wunderschöne Geschichte
    Wunderschöner Jugendroman

    Wie viel Leben passt in eine Tüte?

     

    Dieses Buch habe ich für wenig Geld als Mängelexemplar erstanden, ohne zu wissen, worum es handelt. Einfühlsam wird die Trauer über den Tod von Roses Mutter und die Verarbeitung beschrieben. Kitschig wird es nicht. Alles bleibt realistisch. Roses Entwicklung gefällt mir sehr gut. Ein wunderschönes Jugendbuch.

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    Jefky1s avatar
    Jefky1vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Absolut empfehlenswert!!
    Weil das Leben ein Hit ist!

    Worum es geht: Rose ist fast 16, als ihre Mutter an Krebs stirbt. Für sie bricht in dem Moment eine Welt zusammen, sie hört keine Musik mehr, macht nicht mehr bei den Cheerleadern mit, vernachlässigt ihren Freund Chris und hat allgemein keine Freude mehr an ihrem Leben. Doch als sie eines Tages in dem Kleiderschrank ihrer Mutter nach dem wunderschönem blauem Kleid, welches Rose schon immer geliebt hat, schauen möchte, fällt ihr das Survival Kit entgegen. Es ist eine Tüte gefüllt mit Kleinigkeiten (einem Foto mit Pfingstrosen, einem Papierdrachen, Buntstiften, einem iPod, einem Kristallherz und ein Papierstern), die ihre Mutter für sie zusammengestellt hat. Rose lässt sich nur zögernd auf das letzte Geschenk ihrer Mutter ein, doch dadurch findet  sie langsam wieder zurück ins Leben und wundersamer weise führen sie diese Kleinigkeiten immer irgendwie zu dem schüchternen und gut aussehenden Jungen Will, welcher seit dem Tod ihrer Mutter die Gartenarbeit macht…

     

    Meine Meinung: Wie viel leben passt in eine Tüte ist ein wundervolles Buch, welches sich mit dem nicht immer gut umgesetzten Thema, dem Tod einer geliebten Person, beschäftigt. Doch ich wurde von dem Buch nicht enttäuscht, es hat mich von der ersten Seite an gefesselt und ich habe es binnen eines Tages durchgelesen. Es widmet sich der Trauerarbeit, sich selbst wieder zu finden und somit wieder ins Leben zurück zu finden, die schönen Dinge im Leben wieder zu genießen und dabei nicht immer direkt von einer starken Welle an Trauer überrollt zu werden, denn schließlich ist das Leben ein Hit! Donna Freitas hat hiermit ein Buch geschaffen, welches sich nicht an einer Stelle zieht oder man das Gefühl hat, dass es langweilig ist. Es ist mit sehr viel Gefühl geschrieben, zudem sind mir die Figuren von Beginn an sympathisch gewesen, sie sind vor allem sehr menschlich gehalten und machen somit auch Fehler. Auch die Idee mit dem Survival Kit fand ich sehr gut, es hat mich selbst dazu bewegt darüber nachzudenken, was ich geliebten Menschen mitgeben würde. Es ist ein wundervolles Buch, das einen auch ein klein wenig zum Nachdenken anregt.

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    CocuriRubys avatar
    CocuriRubyvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Anfang und Idee des Buches sind toll. Doch das Ende ist leider total verhunst.
    Idee und der Anfang sind toll, das Ende ist verhunst

    Jede Kapitelüberschrift ist ein Song – wie eine Playlist. Ich habe den jeweiligen Song meist im Hintergrund laufen lassen, während ich das Kapitel gelesen habe.

    Das klappt auch recht gut, da die Kapitel ziemlich kurz sind. Das, und der tolle Schreibstil sorgen dafür, dass man das Buch schnell liest – die Seiten flogen nur so dahin.

    Ich fand auch die Charaktere sehr angenehm – allesamt wirkten authentisch und weitestgehend sympathisch. Selbst die Nebenrollen sind toll ausgearbeitet, in ihnen steckt genau so viel Gefühl wie in der Protagonistin.

    Ich fand es vor allem gut, dass auf Klischees verzichtet wurde. Wir haben in der Geschichte z.B. auch Cheerleader und Footballspieler, aber sie waren eben nicht so, wie in jeder drittklassigen Teenie-Soap, sondern ganz normal.

    Es geht natürlich viel um Verlust. Die Emotionen kamen auch nicht zu kurz, ich fand es wurde sehr gut geschildert, wie man sich fühlt und was man denkt, wenn man einen so wichtigen Menschen verloren hat.

    Aber es geht eben auch darum, wie man so eine Zeit überwindet und um die Menschen, die das mit einem durchstehen.

    Ich hatte erwartet, dass die Tüte bzw. die Gegenstände, die ihr die Mutter hinterlassen haben, eine prägnantere Rolle spielen. Im Prinzip, spielte das auch immer eine Rolle, aber meistens eher unterschwelliger – das hatte ich nicht erwartet, war aber positiv überrascht.

    Ich fand die Mischung, mit denen sie den „Aufgaben“, die mit den Gegenständen der Tüte verbunden waren, sehr gut. Denn es gab Fälle, in denen die Protagonistin Stärke gezeigt und sich ihren Weg gesucht hat und andere, die sie eben nicht alleine geschafft hat. Manchmal braucht man Hilfe und schafft nicht alles alleine und das muss man auch nicht – das finde ich, ist eine schöne Aussage.

    Fast genauso viel Raum nimmt eine Liebesgeschichte ein. Gut daran fand ich, dass sie aufgebaut und alles andere als überstürzt ist (das Buch hat auch einen Zeitraum von 7 Monaten) – sie wirkt nicht so aufgesetzt und startet sogar sehr dezent.

    Das Buch ist nicht ganz kitschfrei, ab und an taucht mal so ein kitschiger Satz auf, aber das hält sich wirklich im Rahmen.

    Und alles was ich gesagt habe, gilt für ca. ¾ des Buches – die letzten ca. ¼ sind fast total verhunzt.

    Die Liebesgeschichte ist auf einmal unglaubwürdig, kaum noch nachvollziehbar und extrem aufgesetzt – und an vielen Stellen plötzlich kitschig bis zum geht nicht mehr.

    Das Ende hat es tatsächlich geschafft, das Buch in einem anderen Licht erscheinen zu lassen.

    Ich meine: Ein Typ als Antwort auf all ihre Probleme und ihren Weg zurück ins Leben, von der Mutter bestimmt? Ach bitte! Wozu auch aus eigener Kraft ein Leben aufbauen, wenn es einen heißen Typen gibt…ahhhhh.

    Es war fast so als hätte es eine andere Autorin geschrieben – das hat mich wirklich fertig gemacht.

     

    Fazit

    Die Idee mit der Tüte, die ihre Mutter mit Symbolbildern gefüllt hat, um ihr einen Weg zu zeigen, wie sie über ihren Tot hinwegkommt, finde ich so schön.

    Doch das Ende hat überhaupt nicht zu der vorherigen Geschichte gepasst.

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    katha_dbnos avatar
    katha_dbnovor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Anfang ist toll, das Konzept auch. Etwas dynamischer hätte es aber schon sein dürfen.
    Survival Kits zum Durchhalten

    Rezension auf Buntes Tintenfässchen

    Der erste Pluspunkt für den Roman sind die Kapitelüberschriften. Donna Freitas hat sich dafür entschieden, sie durchgehend mit Songs verschiedener Künstler zu überschreiben. So etwas liebe ich prinzipiell. Zum einen weil die nachfolgenden Abschnitte dadurch einen thematischen Rahmen bekommen und klar wird, dass sich die Autorin sehr viele Gedanken zu ihrer Geschichte gemacht hat. Zum anderen weil ich selbst ein kleiner Musik-Geek auf der Suche nach neuen musikalischen Stoff bin und ich dadurch meiner Sucht ein wenig fröhnen kann. Einige der Lieder oder Künstler waren mir schon bekannt, von anderen wiederum hatte ich vorher noch nie gehört. Auch wenn die Lieder nicht immer meinem Geschmack entsprachen, hat mir die Recherche doch Spaß gemacht und ich fand die Auswhal immer sehr passend zum Kapitel. Ich frage mich, ob sie zuerst geschrieben und dann die Playlist zusammengestellt hat, oder sie ihren Plot (zumindest zum Teil) so angelegt hat, dass er zu den Songs passt?! Beides stelle ich mir durchaus schwierig vor.
    Nun zum Wesentlichen des Romans: den Charakteren. 
    Von Will war ich natürlich gleich zu Beginn hin und weg. Schweigsame Typen haben ja immer so eine Aura des Mysteriösen und wirken daher besonders anziehend. Daher konnte ich Rose's Interesse an ihm auch sehr gut nachvollziehen, da sie selbst durch den Tod ihrer Mutter wortkarg, introvertiert und emotional etwas abgestumpft ist. Will hat nicht erwartet, dass sie wieder das blühende Leben ist, wieder lacht und Freude empfindet. Da er selbst seinen Vater verloren hat, versteht er sie blind. Zudem kannte er Rose nicht, wie sie früher gewesen ist, und erwartet daher auch nicht, dass sie wieder zu der alten Version ihrer Selbst wird. Sie kann neuanfangen, muss sich nicht rechtfertigen und kann ihren eigenen Rhythmus finden, um den Tod ihrer Mutter zu verarbeiten. Zunächst klingt die Situation ideal, da Will damit quasi zum perfekten Partner für sie wird: jemand der sie versteht und nicht drängt. Die Kehrseite ist jedoch, dass man sich an Will wirklich die Zähne ausbeißen kann. Er ist nicht einfach nur still und schüchtern, sondern wirkt auch manchmal richtig kühl und stößt andere mit seiner Art vor den Kopf. Wie er sich verhält, ist zwar im Hinblick auf seine Trauer verständlich, aber ich an Rose's Stelle hätte öfter heftig schlucken müssen. Das hat meiner Begeisterung hinsichtlich seines Charakters dann doch einen kleinen Dämpfer verpasst. In manchen Momenten war mir da Chris, Rose's Ex-Freund, tatsächlich etwas lieber: er ist zwar der typische Sunnyoy/Sportler, aber wenigstens wusste man, woran man bei ihm ist. Natürlich ging er mir manchmal ein wenig auf den Zeiger, aber wirklich böse konnte ich ihm nie sein. Weder hat er sich als nachtragender, böswilliger Ex-Freund entpuppt, noch wirkte er übermäßig verzweifelt in seinem Bemühen, Rose zurückzugewinnen. Klar bewegte er öfter an der Grenze zum Kitsch mit seinen Aktionen (ich sage nur: Valentinstag), aber auch er wusste, wann es genug war. Eigentlich habe ich die ganze Zeit vermutet (erst befürchtet, dann gehofft), er würde mit einer ganz bestimmten Freundin von Rose zusammenkommen.
    Richtig genial fand ich aber vor allem Rose's Großmutter Maggie, die die typisch bissige ältere Frau ist, die trotzdem unglaublich viel Liebe und Wärme in sich trägt. Auch wenn sie keinen besonders großen Part in der Geschichte hatte, habe ich sie schnell lieb gewonnen, und musste aufgrund ihres Sarkasmus und ihrer lapidaren und/oder direkten Antworten öfter auflachen.
    Donna Freitas Erzählstil erinnert mich hauptsächlich an die 'alten' Romane von Sarah Dessen, zumindest was den Tiefgang der Charaktere und ihrer Probleme betrifft und auch die Struktur ähnelt der ihrigen. Allerdings hab ich Dessens Fähigkeit, handlungsirrelevante, aber dennoch unglaublich liebevolle und herzerwärmende Szenen und Dialoge einzustreuen, vermisst, die die Passagen zwischen wichtigen Ereignissen füllen und so die Geschichte verdichten und Figuren plastischer werden lassen. Es gibt zwar auch diese kleinen Momente, die zwar keinen Effekt auf den Fortlauf des Geschehens haben, aber im Gedächtnis bleiben, nur wurde nur sehr spärlich Gebrauch von ihnen gemacht. Zudem hatte ich das Gefühl, die Handlung würde zunehmend im Sande verlaufen. Nach einem wirklich mitreißenden Start war dann ein wenig die Luft raus, primär, weil die dramatischen Elemente fehlten. Nichtsdestoweniger gefiel mir der Verlauf an sich, insbesondere das Konzept mit den Survival Kits, die Rose's Mutter immer gemacht hat. Ich denke, jeder von uns könnte so etwas gebrauchen: eine Tüte voller Dinge, die einen motivieren oder zum lächeln bringen, die einem wichtig sind. Umso mehr hat es mich enttäuscht, dass das Kit, das sie für Rose gemacht hat, manchmal so stark in den Hintergrund getreten ist (wenn man von dem iPod mal absieht).

    Fazit

    Mir gefielen grundsätzlich die Charaktere, der Plot und der 'Aufhänger' mit den Survival Kits und der Playlist. Meine anfängliche Euphorie konnte ich dann aber doch nicht ganz aufrecht erhalten, da mir einfach die gewissen Spannungsmomente gefehlt haben und besonders Will mich an den Rande eines (leichten) Nervenzusammenbruchs gebracht hat. 

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    Schnapsis avatar
    Schnapsivor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein wundervolles mit viel Gefühlen gespicktes Buch.
    So viel Gefühl in dieser Tüte

    Dieses Buch erzählt die Geschichte von Rose, die kurz nach der Beerdigung Ihrer Mutter ein Survial Kit findet. Diese hatte ihre Mutter vor Ihrem Tod extra für Rose angefertigt.

    Zu Beginn bringt es Rose nicht fertig, dieses Geschenk Ihrer Mutter zu öffnen. Zu groß ist der Schmerz über den Verlust der Mutter.

    Ebenso schwierig gestaltet sich das Beziehungsleben mit Ihrem Freund. Sie kann seine Nähe und Zärtlichkeiten weder annehmen noch ertragen. Alles was vor dem Tod der Mutter zu ihr Leben ausmachte, wurde nun aus ihrem Alltag verbannt.

    Eines Tages hat Rose allerdings doch den Mut und die Kraft das Survival Kit der Mutter zu Öffnen. Hier findet sie einen iPod mit Musik, ein Foto mit Pfingstrosen, eine Kette mit einem Kristallherz einen Glitzerstern und einen Papierdrachen und eine kleinen Brief ihrer Mutter.

    Jedes dieser Gegenstände führt dazu, dass Rose ein Stück aus Ihrer Lethargie gerissen wird.

    Das Foto mit dem Pfingstrosen ist der Beginn. Seit langem kümmert sich der junge Will um den Garten. Bisher hatten Rose und Will nie ein Wort miteinander gewechselt. Also Rose, die keine Ahnung von Pfingstrosen hat, diese für Ihre Mutter im Garten pflanzen möchte, bittet Sie Will um Hilfe.

    So arbeitet Rose das Survival Kit Ihrer Mutter ab. Mal mehr und mal weniger einfach fallen ihr dabei die Aufgaben die sie sich selbst gestellt hat.

    Das Buch selbst ist sehr flüssig und lebhaft erzählt. Die Gefühle haben mich stets in Ihren Bann gezogen. Die beschriebenen Gefühle aller Protagonisten passen zu dem was ich mir selbst als Gefühl aussuchen würde. Ein richtig tolles Buch.

     

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    daydreamins avatar
    daydreaminvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein wahrer Schatz unter den Jugendbücher, besonders für all diejenigen, die schon mal einen geliebten Menschen verloren haben.
    Wie viel Leben passt in eine Tüte?


    Geschrieben im August 2012:
    In „Wie viel Leben passt in eine Tüte?“ begleitet man Rose, die direkt nach der Beerdigung ihrer Mutter ein Survival-Kit findet und durch ihre Trauer ihr komplettes Leben aufgibt: Sie hört mit dem Cheerleading auf, trennt sich von ihrem Freund, und hört keine Musik mehr. Mit den Gegenständen in der Tüte ihrer Mutter findet sie Stück für Stück ins Leben zurück und auf diesem wirklich bewegenden Weg darf der Leser sie begleiten.

    Mit den Charaktern kam ich auf Anhieb klar. Rose ist ein wirklich liebenswertes Mädchen und es gab nur ganz, ganz wenige Textstellen, in denen sie leicht naiv oder egoistisch rüberkam. Über die kann man allerdings leicht hinwegsehen, da sie ja erst 16 ist und mit dem Verlust der Mutter und gewissermaßen auch dem Rest der Familie kämpfen muss. Ihr Vater James schafft es nicht, die Stelle als Familienmanager zu übernehmen und der große Bruder Jim studiert außerhalb, deswegen ist Rose quasi ganz auf sich alleine gestellt und dafür meistert sie ihre Situation in meinen Augen ganz wunderbar. Auch der Rest der Familie war mir sehr sympathisch, die Probleme werden authentisch beschrieben und Oma Madison, die Mutter von James, bringt viel frischen Wind mit ihren ironischen Kommentaren in den Haushalt. Auch Roses Freunde sind absolut mitfühlend und verständnisvoll und das hat mir gut gefallen, schließlich werden Cheerleader ja sonst immer als falsch und zickig beschrieben und das war hier definitiv nicht der Fall. Chris, der Ex-Freund, und Will, der neue Anwärter auf den Posten als Freund, scheinen irgendwie das komplette Gegenteil voneinander zu sein, obwohl sie beide die sportlichen Stars vom Football bzw. Eishockey sind. Ich habe an beiden Vor- und Nachteile entdeckt und konnte auch Roses Gefühle komplett nachvollziehen.

    Im Buch geht es natürlich in erster Linie um die Trauer und den Verlust. Man sieht dabei zu, wie Rose nach und nach ihr Leben verliert und dann mit Hilfe des Kits und ihrer Freunde auch wieder zurückgewinnt und an all ihren Aufgaben wächst. Dabei werden ihre Situationen und ihre Gefühle so authentisch und echt beschrieben, dass es mir fast das Herz zerissen hätte und ich mich wirklich zusammenreißen musste um nicht das ein oder andere Mal mit ihr zu weinen. Genauso hab ich mich aber auf der anderen Seite auch mit ihr gefreut, wenn sie Fortschritte gemacht hat. Im Laufe des Romans haben sich ihre Gefühle ihrer Mutter gegenüber auch geändert und wo am Anfang nur Tränen waren, war am Ende ein Lächeln und eine schöne Erinnerung und die Beschreibung dieses Prozesses fand ich ungeheuer wichtig und schön beschrieben.

    Fazit

    Das Buch ist ein kleiner Schatz unter den Jugendbüchern und zählt ab jetzt zu meinen Lieblingen. Ich kann es besonders den Leuten empfehlen, die selbst schon einen geliebten Menschen verloren haben, denn man findet sich zu 100% wieder und das Buch hat darüber hinaus noch eine ganz wichtige Botschaft, die durch diese Textstelle deutlich wird: „Denn das Leben geht weiter, ob man nun dafür bereit ist oder nicht.“

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    Himmelsfees avatar
    Himmelsfeevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: gefühlvolle Geschichte über Anfang und Ende
    Sehr berührende Geschichte


    "Wie viel Leben passt in eine Tüte" ist ein wunderschönes Buch über das Loslassen und den Neuanfang, Die Geschichte lässt sich leicht lesen und hat mich sofort in ihren Bann gezogen.
    Meine einzige Anmerkung ist das Cover, es sieht echt schön aus, geht jedoch leicht kaputt.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Thienemann_Verlags avatar
    Wir lesen zusammen "Wie viel Leben passt in eine Tüte? " von der amerikanischen Autorin Donna Freitas. Es geht um die 16jährige Rose, deren Mutter an Krebs stirbt.  Sie hinterlässt Rose ein "Survival Kit", das ihr helfen soll, zurück ins Leben zu finden.
    Bis einschließlich Donnerstag, 2. August 2012 könnt ihr mit eurem Eindruck der Lesprobe bewerben, wenn ihr Lust auf den Austausch mit anderen habt und nach dem Lesen eine Rezension schreiben möchtet. Wir stellen 10 Exemplare des Buches zur Verfügung.
    xpurpledawns avatar
    Letzter Beitrag von  xpurpledawnvor 6 Jahren
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