Donna Leon

 3.9 Sterne bei 4.427 Bewertungen
Autorin von Venezianisches Finale, Endstation Venedig und weiteren Büchern.
Autorenbild von Donna Leon (© Regine Mosimann)

Lebenslauf von Donna Leon

Bestsellerautorin mit dem gewissen italienischen Flair: Donna Leon, 1942 in New Jersey geboren, verließ als Studentin die USA und führte ihr Studium in ihrer langjährigen Wahlheimat Italien fort. Die Welt lernte sie kennen als Reiseleiterin in Rom, als Werbetexterin in London und als Englischlehrerin in der Schweiz, im Iran, in China und Saudi-Arabien. Nach Venedig verschlug es sie 1981 als Dozentin an die Außenstelle einer amerikanischen Universität. Inzwischen lebt Donna Leon vorwiegend in einem Dorf in Graubünden in der Schweiz. Venedig wird sie trotzdem immer wieder in ihren Bann ziehen. Denn dort spielen ihre packenden Bestsellerromane um den sympathischen und intelligenten Ermittler Guido Brunetti. Seit 1992 deckt er dort unermüdlich Kriminalfälle auf. Seinen ersten Einsatz hatte der Commissario 1992 in Donna Leons Romandebüt „Death at La Fenice“. Die deutsche Übersetzung „Venezianisches Finale“ erschien ein Jahr später. Die Idee zum Buch kam der leidenschaftlichen Operngängerin Donna Leon bei einem Besuch in der venezianischen Oper. Dort regte sich ihr Begleiter so sehr über den Dirigenten auf, dass er ihn glatt hätte umbringen können. Donna Leon versprach, exakt dies für ihn in einem Roman zu erledigen – die Geburtsstunde der Brunetti-Romanreihe. Seitdem erscheinen fast jährlich neue Kriminalromane um den venezianischen Polizisten, aktuell sind es 26. Die Romane wurden bislang in 35 Sprachen übersetzt und in zahlreichen Ländern veröffentlicht, auf Wunsch von Donna Leon allerdings nicht in Italien. Grund dafür sind die gesellschaftskritischen Untertöne in ihren Büchern. Neben Korruption und mafiösen Strukturen tauchen auch aktuelle Themen wie Bestechungsskandale, Ausländerfeindlichkeit, Kindesmissbrauch und Umweltthemen auf. Die Romane um Commissario Brunetti haben Donna Leon weltberühmt gemacht und stellen den Schwerpunkt ihrer schriftstellerischen Arbeit dar. Außerdem bilden sie die Vorlage für zahlreiche Fernsehfilme der Donna Leon-Reihe.

Neue Bücher

Geheime Quellen

 (5)
Neu erschienen am 27.05.2020 als Hardcover bei Diogenes. Es ist der 29. Band der Reihe "Commissario Brunetti".

Geheime Quellen

Neu erschienen am 27.05.2020 als Hörbuch bei Diogenes.

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Cover des Buches Venezianisches Finale (ISBN: 9783257231717)

Venezianisches Finale

 (425)
Erschienen am 01.05.2012
Cover des Buches Endstation Venedig (ISBN: 9783257231724)

Endstation Venedig

 (292)
Erschienen am 01.05.2012
Cover des Buches Venezianische Scharade (ISBN: 9783257231731)

Venezianische Scharade

 (254)
Erschienen am 01.05.2012
Cover des Buches Acqua alta (ISBN: 9783257231755)

Acqua alta

 (247)
Erschienen am 01.05.2012
Cover des Buches Vendetta (ISBN: 9783257231748)

Vendetta

 (238)
Erschienen am 01.05.2012
Cover des Buches Feine Freunde (ISBN: 9783257231793)

Feine Freunde

 (207)
Erschienen am 01.05.2012
Cover des Buches In Sachen Signora Brunetti (ISBN: 9783257231786)

In Sachen Signora Brunetti

 (208)
Erschienen am 01.05.2012
Cover des Buches Sanft entschlafen (ISBN: 9783257231762)

Sanft entschlafen

 (200)
Erschienen am 01.05.2012

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Neue Rezensionen zu Donna Leon

Neu

Rezension zu "Geheime Quellen" von Donna Leon

Heißer Sommer in Venedig
Buecherschmausvor 6 Tagen

Seit 1992 liefert Donna Leon pünktlich jedes Jahr einen neuen Roman mit ihrem charismatischen venezianischen Commissario Guido Brunetti. Und auch wenn die Autorin der Lagunenstadt seit Jahren schon der Rücken gekehrt hat und in der Schweiz lebt, weiß sie doch immer noch deren ganz besondere Atmosphäre einzufangen. In seinem 29. Fall schickt Donna Leon Brunetti durch ein von Touristen überfülltes, brütend heißes, sommerliches Venedig auf der Suche nach „Geheime Quellen“.

Wie oft bei Donna Leon ist am Anfang gar nicht klar, ob es überhaupt  ein Verbrechen gibt. Während Vize-Questore Patta wieder einmal nur um den Ruf der venezianischen Polizei, genauer gesagt um seinen eigenen Ruf bemüht ist, der durch das überaus effiziente Handeln zweier jugendlicher Taschendiebinnen gefährdet ist – sogar die Frau des Bürgermeisters wurde zu ihrem Opfer -, erreicht Brunetti ein Anruf aus dem Hospiz des Ospedale Fatebenefratelli.

Die nicht einmal vierzig Jahre alte Benedetta Toso, Mutter von zwei Töchtern, liegt dort im Sterben und hat den Wunsch geäußert, dringend mit der Polizei sprechen zu wollen. Brunetti fährt mit seiner Kollegin Claudia Griffoni zu ihr und erfährt, dass ihr Mann vor zwei Wochen tödlich mit dem Motorrad verunglückt ist. Die völlig entkräftete Frau spricht von „schlechtem Geld“ und von „Ergebnissen“, die er genommen habe, dass „sie“ ihn getötet haben.

Auch wenn nichts für ein Fremdverschulden spricht, sogar Hinweise auf einen möglichen Selbstmord auftauchen, erkundigen sich Brunetti, Griffoni und Ispettore Vianello im Umfeld des Mannes. Vittorio Fadalto war im Labor einer Trinkwasserfirma beschäftigt und dort für die Kontrolle und Wartung von Sensoren für die Wasserqualität zuständig. „Trace elements“, Spurenelemente, so der Originaltitel.

Wie immer geht es bei Donna Leon in ihrem routiniert gebauten Krimi weniger um den Kriminalfall selbst, als um die Gesellschaft, in der er stattfindet. Der Fall wird gelöst, aber die wahren Verbrechen liegen anderswo. Es sind die unsauberen Geschäfte, die Geltungs- und Geldgier der Menschen, ihr rücksichtsloser Umgang mit der Umwelt, die Korruption, die die Gesellschaft aushöhlen.

Wie immer ist es auch die Stadt Venedig, die im Mittelpunkt des Romans steht. Ihre morbide Schönheit, ihre alte, zerbröckelnde Würde, die tagtäglich Horden von Touristen überrollen. Das liest sich im Coronajahr tatsächlich ein wenig anders als zuvor. Und ich habe gelesen, dass Donna Leon den Nachfolger von Geheime Quellen tatsächlich daraufhin umgeschrieben hat, quasi auf „den neuesten Stand gebracht“.

Im aktuellen Fall quält sich Commissario Brunetti über den glühenden Riva degli Schiavoni und die von Menschen verstopften Brücken und leidet in den entweder un- oder aber überklimatisierten Büros der Questura. Die Leserin freut sich mit ihm über die kalte Dusche, das leckere Essen mit Paola auf der idyllischen Dachterrasse und seine Lektüre in den Werken der alten Griechen. Auch wenn die Kinder Chiara und Raffi diesmal ausgeflogen scheinen – alles wie immer. Und das ist das Schöne an den Brunetti-Büchern. Über all die Jahre und die sich rasend beschleunigende Welt bieten sie eine Konstante, ohne dabei trivial oder geistlos zu sein. Donna Leon bezieht in ihnen stets Stellung – für die Umwelt, für die Menschen in Venedig, gegen Korruption, Gier und rücksichtslosen Tourismus.

Ich freue mich schon heute darauf, im nächsten Mai pünktlich wieder mit Donna Leon nach Venedig reisen zu können. Und hoffentlich bald darauf auch wieder "in echt".

 

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Rezension zu "Geheime Quellen" von Donna Leon

Dünne Story, vorhersehbare Entwicklung
Haversvor einem Monat

Neunundzwanzig Jahre begleiten wir Guido Brunetti bereits bei seinen Ermittlungen in der Lagunenstadt, und von dem Glanz der einstigen „Serenissima“ ist kaum etwas übrig geblieben. Brütende Hitze liegt über der Stadt, wer die Möglichkeit hat verkriecht sich in klimatisierten Räumen. Der Commissario gehört nicht zu den Glücklichen, denn gemeinsam mit Claudia Griffoni wird er in ein Hospiz gerufen. Eine Patientin ist davon überzeugt, dass der Tod ihres vor kurzem verstorbenen Mannes gewaltsam herbeigeführt wurde. Sind das Phantastereien einer Sterbenden oder ist er tatsächlich einem Verbrechen zum Opfer gefallen?

Die Geschichte plätschert dahin wie das Wasser in den stinkenden Kanälen. Kreuzfahrt-Touristen sind allgegenwärtig, okkupieren die Vaporetti und die Taxiboote, sind eine leichte Beute für Taschendiebe aus Osteuropa. Ein Zustand, der dem Vize-Questore Unbehagen bereitet, kratzt dies doch am Disneyland-Image Venedigs. Aber das ist nur eines der wiederkehrenden, eher nebensächlichen Themen in Leons Roman. Wesentlich intensiver widmet sie sich der italienischen Vetternwirtschaft (wie bei dem umstrittenen Mose-Projekt), dem maroden Gesundheitssystem, der Umweltthematik, der Bereitschaft, gegen den entsprechenden Obolus fünf gerade zu sein lassen, wenn man das Geld dringend benötigt. Skrupel? Resignation? Könnte man meinen, denn auch Brunetti, dem diesmal selbst seine geliebten Klassiker keinen Trost spenden, sieht sich gezwungen, seine persönlichen Moralvorstellungen zu hinterfragen.

Es gibt keine Ausschläge der Spannungskurve, da die Themen, die in diesem Band im Mittelpunkt stehen, so oder so ähnlich bereits mehrfach in den Vorgängern von der Autorin thematisiert wurden. Nichts Neues, man hat das Gefühl, sich in einer Zeitschleife zu befinden, in der sich der Aspekt zwar ändert, die zugrunde liegenden Probleme aber gleich bleiben. Ob dieses Konzept zukünftig überdauern wird, sei dahingestellt. Zu dünn war die Story, zu vorhersehbar die Entwicklung. Ein leider nur in Ansätzen überzeugendes Auf-der-Stelle-treten.

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Rezension zu "Geheime Quellen" von Donna Leon

Ein Commissario im Zwiespalt
Motzbeckvor einem Monat

Plätscherten die letzten Brunetti-Romane Donna Leons lange vor sich hin, bevor sich so etwas wie ein Fall entwickelte, so kommt die Autorin dieses Mal schnell zur Sache. Der Commissario und seine Kollegin Griffoni werden in Hospiz gebeten, wo ihnen eine todkranke Frau offenbart, dass ihr kurz zuvor verstorbener Mann nicht das Opfer eines Motoradunfalls gewesen sei, sondern das eines Mordes. Zudem spricht sie von von schmutzigem Geld, das dieser vor seinem Tod erworben habe. Brunetti verspricht der Sterbenden, alles zu tun, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Doch die Faktenlage erweist sich als äußerst dünn, Brunnetti und Griffoni ermitteln mit tatkräftiger Unterstützung der ephemeren Senora Elletra und ihrer Computerkenntnisse und stoßen dabei auf Unregelmäßigkeiten bei Messungen von Wasserqualität, von denen der Ermordete offensichtlich Kenntnis hatte. Doch ist das ein ausreichendes Mordmotiv? Am Ende muss Brunetti einen teuflischen Deal eingehen, um es auf trumpisch zu sagen, der ihm zwar den Mörder liefert, aber ein vielleicht viel schlimmeres Täter Verbrechen ungeahndet bleiben lässt.

Wie gesagt, anders als die Vorgänger nimmt dieser Roman rasch an Fahrt auf. Dennoch muss der geneigte Leser nicht auf die üblichen Gedanken Brunettis (oder Donna Leons) über den Zustand der italienischen Gesellschaft verzichten, ebenso wenig auf die Darstellung des wohltuend harmonischen Familienlebens der Brunettis. Lediglich das Essen kommt dieses Mal etwa kurz, aber wer vermisst das schon?

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Venezianisches Finale

Im Rahmen meines SUB-Abbau nach Wochenmotto, verlose ich meine gelesenen Bücher.

 

Zustandsbeschreibung: angestupste Ecken und Kanuten, Leserillen

 

Noch ein Hinweis: Sollte ich die Gewinneradresse nicht innerhalb von zwei Tagen erhalten, werde ich neu auslosen. Deshalb am Besten die Following Funktion nutzen. 

23 BeiträgeVerlosung beendet
Letzter Beitrag von  Jadravor 5 Jahren
Glückwunsch. Viel Spaß beim Lesen.
Cover des Buches Reiches Erbe
Liebe Krimi-Fans, im September haben wir ein tolles Gewinnspiel für euch. Ihr könnt eines von zwei edlen Donna Leon-Paketen gewinnen. Ein Paket beinhaltet je 1 DVD "Donna Leon - Auf Treu und Glauben & Reiches Erbe" plus die 3 Romane "Auf Treu und Glauben", "Reiches Erbe" und "Das Goldene Ei"

http://www.booknerds.de/2014/09/donna-leon-gewinnspiel-gewinne-eines-von-2-paketen-je-1-dvd-3-romane/
2 BeiträgeVerlosung beendet
Cover des Buches Auf Treu und Glauben
Liebe Krimi-Fans, im September haben wir ein tolles Gewinnspiel für euch. Ihr könnt eines von zwei edlen Donna Leon-Paketen gewinnen. Ein Paket beinhaltet je 1 DVD "Donna Leon - Auf Treu und Glauben & Reiches Erbe" plus die 3 Romane "Auf Treu und Glauben", "Reiches Erbe" und "Das Goldene Ei"

http://www.booknerds.de/2014/09/donna-leon-gewinnspiel-gewinne-eines-von-2-paketen-je-1-dvd-3-romane/
0 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Donna Leon wurde am 28. September 1942 in Montclair, New Jersey (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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