Donna Leon Auf Treu und Glauben

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Inhaltsangabe zu „Auf Treu und Glauben“ von Donna Leon

Venedig kann sehr heiß sein: Im Sommer fliehen die Venezianer aus der stickigen Lagunenstadt. Doch aus Ferien in den kühlen Bergen wird für Commissario Brunetti nichts. Dafür sorgen eine Leiche und dubiose Machenschaften am Tribunale.

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    Auf Treu und Glauben
    Ellispirelli

    Ellispirelli

    08. April 2015 um 19:01

    Inhalt:  Venedig kann sehr heiß sein: Im Sommer fliehen die Venezianer aus der stickigen Lagunenstadt. Doch aus Ferien in den kühlen Bergen wird für Commissario Brunetti nichts. Dafür sorgen eine Leiche und dubiose Machenschaften am Tribunale. Eigentlich mag ich Brunetti ja sehr. Aber dieses Buch fand ich wirklich nicht gut. Sicherlich mag es im August in Venedig sehr heiß sein, aber muss dieses Thema das ganze Buch beherrschen? Ich glaube nicht. Auf gefühlt jeder Seite steht, wie heiß es ist. Der eigentliche Fall rückte so in den Hintergrund. Mich hat es ziemlich genervt und ich war froh, als ich das Buch fertig hatte. Schade. 

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  • Buchverlosung zu "Auf Treu und Glauben" von Donna Leon

    Auf Treu und Glauben
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. September 2014 um 15:52

    Liebe Krimi-Fans, im September haben wir ein tolles Gewinnspiel für euch. Ihr könnt eines von zwei edlen Donna Leon-Paketen gewinnen. Ein Paket beinhaltet je 1 DVD "Donna Leon - Auf Treu und Glauben & Reiches Erbe" plus die 3 Romane "Auf Treu und Glauben", "Reiches Erbe" und "Das Goldene Ei"

    http://www.booknerds.de/2014/09/donna-leon-gewinnspiel-gewinne-eines-von-2-paketen-je-1-dvd-3-romane/

  • Verhinderter Urlaub

    Auf Treu und Glauben
    Duffy

    Duffy

    01. April 2014 um 10:28

    Es ist August und Brunetti will mit seiner Familie nach Südtirol in den Urlaub fahren, um der unerträglichen Hitze Venedigs zu entkommen. Schon im Zug, kann er gleich den nächsten wieder zurück nehmen, denn natürlich ist ausgerechnet jetzt eine Leiche aufgetaucht. Zudem gibt es auch noch zwei Anliegen privater Art: Der Kollege Brusca macht sich Gedanken um eine Reihe von Gerichtsverfahren, die von immer derselben Richterin verschleppt wurden und Vianellos Tante scheint einem Betrüger auf den Leim gegangen zu sein, der seine Kunden mit Wahrsagerei und Kartentricks der spirituellen Art ausnimmt. Genug zu tun für den Commissario, der sich im Verlauf der verschiedenen Ermittlungen auch wieder auf die unvergleichliche Signora Elettra verlassen kann. Genauso zuverlässig ist natürlich auch wieder der Vize-Questore Patta dabei, alle Aufklärungsbemühungen zu torpedieren. Auch im neunzehnten Fall erfüllt Donna Leon nicht nur die Erwartungen der Fans an die Hauptpersonen ihrer Romane, sondern kann auch wieder ganz geschickt ihre Fallnetze spinnen. Dieser Roman ist unwiderstehlich und keine Minute langweilig, die Autorin schreibt geschmeidig und routiniert, ohne auch nur einen Moment statisch zu sein. Durch die Symphatien, die man den Hauptfiguren ohnehin schon entgegenbringt, entsteht eine warme Atmosphäre des Vertrauten, in das Leon es immer wieder schafft, auch die gehörige Portion Spannung unterzubringen. Brunetti-Krimis sind verdient erfolgreich, ein Lesevergnügen auf hohem schriftstellerischem Niveau.

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  • Auf Treu und Glauben

    Auf Treu und Glauben
    MissJaneMarple

    MissJaneMarple

    06. March 2014 um 22:03

    Inhalt: Es ist August in Venedig. Brunetti und Vianello freuen sich auf den Sommerurlaub. Während Brunetti nach Südtirol in die kühlen Berge fahren möchte, zieht es Vianello mit der Familie nach Kroatien ans Meer.  Doch bevor beide in den wohlverdienten Urlaub aufbrechen, passieren zwei Dinge. Brunettis Freund Brusca zeigt ihm Unterlagen aus dem Tribunale, bei denen es um augenscheinlich bewusste Verzögerungen von Gerichtsverhandlungen geht. Und Vianello macht sich Sorgen um seine Tante, die sich plötzlich für Horoskope und Karten legen interessiert und irgendwo viel viel Geld verschwendet.  Brunetti und Vianello ziehen Erkundigungen ein und versuchen in der Schwüle ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen. Dann machen sie sich auf in den Urlaub. Doch schon am ersten Tag passiert ein Mord und beide müssen zurück nach Venedig. Langsam, aber sicher entspinnen sich die Fäden dubioser Machenschaften und leichtgläubiger Menschen. Meinung: Donna Leon hat hier wieder einen Krimi inszeniert, der besser nicht sein könnte. Nur ganz langsam entwickelt sich dieses Mal die Geschichte, denn es ist heiß und schwül in Venedig. Man kann die Hitze, beim Lesen, förmlich spüren. Brunetti und Vianello tauchen in eine Welt ein, in der Menschen auf Treu und Glauben ausgenommen werden, obwohl sie eigentlich nur die besten Absichten verfolgen. Immer wieder stoßen die Beiden an ihre Grenzen und die Grenzen der sogenannten Justiz. Auch Patta brilliert wieder als naiver und aufstiegsgeiler Vorgesetzter, der alles schnell und ohne viel TamTam vom Tisch haben will. Meiner Meinung nach ist die Geschichte wieder sehr realistisch, denn alles bewegt sich am Rande der Legalität und doch sieht es so aus, als würden alle wieder ungeschoren davon kommen. Fazit: Commissario Brunetti hat auch in seinem neunzehnten Fall nichts von seiner liebenswerten Art und seiner unerschöpflichen Hoffnung auf Gerechtigkeit eingebüßt!!!

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  • "Auf Treu und Glauben" von Donna Leon

    Auf Treu und Glauben
    Morgoth666

    Morgoth666

    26. July 2013 um 19:56

    Inhalt:
    Venedig kann sehr heiß sein: Im Sommer fliehen die Venezianer aus der stickigen Lagunenstadt. Doch aus Ferien in den kühlen Bergen wird für Commissario Brunetti nichts. Dafür sorgen eine Leiche und dubiose Machenschaften am Tribunale.

    Fazit:
    Schönes,unterhaltsames Buch - allerdings habe ich schon bessere aus der Reihe gelesen.

  • Venedig im Sommer

    Auf Treu und Glauben
    martina_turbanisch

    martina_turbanisch

    13. May 2013 um 08:13

    Die Sommerhitze hat Venedig im Griff und auch Commissatio Brunetti ist hitzegeplagt. Aber nicht mehr lange, denn der Urlaub steht an und zusammen mit seiner Familie wird er die heiße Sommerzeit in den kühleren Bergen verbringen. Selbst die Verbrecher scheinen eine Pause bei dem Wetter zu machen und so hat Brunetti Zeit sich ein bisschen um Viennellos Problem mit seiner Tante zu kümmern, die offenbar auf einen Trickbetrüger hereingefallen ist. Dazu bittet ihn ein alter Freund um einen Gefallen, dem merkwürdige Terminverschiebungen bei Gerichtsprozessen aufgefallen sind. Aber Brunetti verschiebt das alles auf die Zeit nach seinem wohlverdienten Urlaub. Auf dem Weg dorthin bekommt er einen Anruf von seiner Vertretung, die mit einem Mordfall nicht so wirklich klar kommt. Also unterbricht Brunetti seine Reise und fährt zurück nach Venedig während seine Famile ohne ihn weiterreist. Vor Ort stellt er fest, dass das Mordopfer etwas mit den merkwürdigen Terminverschiebungen zu tun hat und überhaupt – wie kann sich ein kleiner Gerichtsdiener so eine exlusive Wohnung leisten? Mein Eindruck: Brunetti-Romane vermitteln mir immer ein bisschen das Gefühl, das man hat, wenn man jedes Jahr an denselben Urlaubsort fährt. Man kennt die Leute, den Ort und erwartet keine allzu großen Überraschungen. gewohnt melancholisch So ist es auch in Auf Treu und Glauben. Brunetti ermittelt gewohnt wortkarg und immer ein bisschen melancholisch, angesichts der offensichtlichen Korruption, die ihn dennoch jedes Mal aufs Neue überrascht. Der Einstieg ins Buch gestaltet sich dieses mal ein bisschen zäh und Donna Leon beschreibt ein bisschen oft, wie sich die Hitze in Venedig anfühlt – verschweigt aber, wie Venedig im August riecht. Es riecht dann nämlich gar nicht gut :-) gewohnt politisch Wie in jedem Buch zeigt auch dieser Band eine Reihe Misstände in Italien auf – allerdings gibt es diese nicht nur in Italien. Korruption ist wohl in beinahe jedem Land dieser Welt ein Thema  – ich denke da an überbezahlte Ehefrauen in Sekretärinnenjobs bei einer deutschen Landesregierung. Ein gewisses Maß an italienischen Verhältnissen gibt es also auch bei uns. Auch der Umgang mit Homosexuellen ist bei uns längst nicht so liberal wie er sein sollte. In einem Land wie Italien, wo Präsidenten ungestört Bunga-Bunga Partys feiern dürfen, gerne auch mit minderjährigen Prostituierten und trotzdem wiedergewählt werden ist es umso unverständlicher, dass jemand sich nicht traut sich zu seiner Homosexualität zu bekennen. gewohnt professionell Donna Leons Schreibstil ist gewohnt professionell, sehr gut und flüssig lesbar und hilft einem auch ein bisschen über die Längen am Anfang hinweg. Hin und wieder wäre eine kleine Überraschung nett, darauf wartet man aber in Auf Treu und Glauben allerdings vergeblich. Es ist wie Eingangs beschrieben, wie jedes Jahr Urlaub machen am selben Ort – nett, aber bisweilen ein bisschen langweilig. Mein Fazit: Für Brunetti-Fans auf jeden Fall ein Muss, wer aber neu in die Serie einsteigt, sollte besser mit einem anderen Buch beginnen. Aber wie in jedem Band ist Auf Treu und Glauben solide Krimi-Kost ohne große Überraschungen, aber ich mag die Bücher trotzdem – oder vielleicht genau deswegen?

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  • Rezension zu "Auf Treu und Glauben" von Donna Leon

    Auf Treu und Glauben
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    22. October 2012 um 11:21

    Wenn der Erfolg zu groß wird, und der Druck steigt, in jährlicher Folge ein neues Buch vorlegen zu müssen, da gehen nicht nur langsam die Ideen aus, sondern es leidet auch die kriminalliterarische Qualität. Schon seit vielen Folgen leiden unzählige Brunettifans an der sinkenden Spannung und Qualität der Bücher von Donna Leon. Es ist fast so etwas wie Nostalgie und bei vielen auch jenes besondere Venedig-Feeling, das sie bei jedem neuen Fall doch wieder das Buch kaufen und lesen lässt. Und wieder sind sie -letztlich- enttäuscht. So ist es mir auch mit dem diesem Buch gegangen, "Auf Treu und Glauben", dem neunzehnten Fall eines nicht älter werdenden Guido Brunetti, der sogar noch mit seinen fast erwachsenen Kindern in Urlaub fährt. Vielleicht ist es auch diese zeitlose und von keinem Älterwerden oder gar Reifen geprägte Existenz von Brunetti und seiner Frau, die irgendwann nur noch Langeweile verbreitet. Haben andere Figuren, wie zuletzt etwa Laura Gottberg in Felicitas Mayalls neuem Buch "Zeit der Skorpione“, ihre Krisen, werden mit jedem Buch einigermaßen normal älter und entwickeln sich, ist bei Donna Leons Figuren über nun schon mehr als zwei Jahrzehnte alles gleich. Im vorliegenden Buch wird erwähnt, dass Brunettis Frau Paolo auch mal etwas anderes liest als Henry James. Nun ja. Bill Ott, ein amerikanischer Journalist hat Brunetti so beschrieben: "Brunetti entwirrt geduldig ein schmutziges Knäuel aus fehlgeleiteten Sehnsüchten, missbrauchtem Vertrauen und Liebe auf Abwegen. Er ist der Gute, der trotz seines Abscheus vor der Korruption in Italien noch an den Rechtsstaat glaubt und den Leser an seiner Überzeugung teilhaben lässt, dass Anstand und Ehrlichkeit die Angst der modernen Welt zumindest ein wenig lindern können." Ich schlage der Autorin vor, mit ihrem nächsten Buch - es darf gerne wieder in Venedig spielen, wo sie wohnt-, einmal eine andere Figur zu erfinden, wie das etwa Friedrich Ani in der Vergangenheit vorgemacht hat. Eine Figur, die weniger brav und bürgerlich daherkommt als Brunetti, dennoch für Recht und Gerechtigkeit kämpft, aber insgesamt kritischer ist gegen den Korruptionssumpf, in dem ganz Italien zu versinken droht. Auf die bisherige Weise hat die Reihe zwar eine wirtschaftliche Zukunft, aber keine kriminalliterarische.

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  • Rezension zu "Auf Treu und Glauben" von Donna Leon

    Auf Treu und Glauben
    Nil

    Nil

    29. September 2011 um 21:08

    Dies ist der 19. Fall von Commissario Brunetti. Er spielt im Hochsommer, mitten im August in Venedig. Zunächst hilft Brunetti Vianello, den der macht sich Sorgen um seine Tante, da deren Verhalten sich verändert hat. Dann gibt es eine Leiche unter den Angestellten des Tribunale (Gericht) und Brunetti muss sich dem Fall annehmen, obwohl er bereits auf dem Weg war dem heißen Venedig zu entfliehen. Spannend wie eh und je beschreibt Donna Leon diesen Fall. Diesmal war der Fall wieder in den Mittelpunkt gerückt und das Familiengeschehen nur am Rande erwähnt. Sehr angenehm. Auch gab es einen parallel laufenden Handlungsstrang der weitere Spannung aufbaute. Gelungen, super für heiße Tage geeignet, den Brunettis heiße Tage kann man förmlich mitfühlen.

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  • Rezension zu "Auf Treu und Glauben" von Donna Leon

    Auf Treu und Glauben
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. September 2011 um 13:48

    Hoffe nimmer uns zu täuschen durch ein schnödes Gaukelspiel. (Don Giovanni) Da mir die letzten Donna Leon Bücher überhaupt nicht gefallen haben, war ich doch etwas skeptisch was Auf Treu und Glauben betrifft. Nachdem mir ein Buchhändlerin (ich werde nie auf Tipps hören) erzählte, dass dieses Buch deutlich besser wäre, musste ich das Buch lesen. Und das was ich zu lesen bekam war sehr enttäuschend. Um was geht es in diesem Buch? In Venedig herrscht Hochsommer und Brunetti möchte nur noch seinen verdienten Sommerurlaub antreten und mit seiner Familie in die Berge fahren, wo es kalt ist und er nicht mehr schwitzen muss. Doch vorher bekommt er zwei inoffizielle Fälle auf den Tisch. Vianello, Brunettis Kollege, ist besorgt, da seine Tante viel Geld von ihrem Konto abhebt und die Familien nicht weiß. wozu eine alte Frau so viel Geld benötigt. Vianellos Tante, sehr nüchtern, schaut sich neuerdings Horoskopsendungen im Fernsehen an. Brunetti soll heraus finden, was die alte Dame mit dem Geld macht. Der andere Fall ist etwas kniffliger. Ein Bekannter, arbeitet auf dem Gericht, lässt Brunetti Gerichtsakten zukommen. In den Fällen geht es darum, dass Prozesse unnötig auf die lange Bank geschoben werden. Brunetti ermittelt auf eigener Faust, wie Signore Fontana, das spätere Mordopfer, in die Sache verwickelt ist. Auf dem Weg in den Urlaub bekommt Brunetti einen Anruf aus der Questura. Es gibt einen Toten und Brunetti muss sich auf den Rückweg machen und in der Mordsache ermitteln. Chapeau! Ich ziehe meinen Hut vor Donna Leon! Sie schafft es 315 Seiten mit Null Inhalt zu füllen und dabei auch immer schlechter zu werden. Die letzten Bücher habe ich nach knapp 100 Seiten abgebrochen. Auch hier war ich drauf und dran das Buch wieder zur Seite zu legen, da ich aber kein Ersatz Buch dabei hatte ging das natürlich nicht. Die Thematik um Bruntti ist einfach zu ausgelutscht und es kommt einfach nichts Neues mehr. Brunetti ist immer noch der gleiche, alterslose Gutmensch wie in den ersten Bänden (und das finde ich sehr schade). Im Gegensatz zu anderen Protagonisten entwickelt sich Brunetti nicht weiter. Er isst und liest immer das Gleiche. Mein Lieblingscharakter war bisher immer S. Elettra, die ich immer um ihre Hackerqualitäten (nicht das ich mich irgendwo einhacken will) beneidet. Auch sie bleibt in diesem Buch einfach zu farblos. Wenn ein Buch nur knapp 315 Seiten hat (und vom Format recht klein ist), erwarte ich, dass der Mord recht zügig geschieht und nicht erst in der Mitte des Buches (ich finde es langweilig, wenn ich immer das Gleiche zu Lesen bekomme: Essen, Literatur...). Ich habe mir sagen lassen, dass die deutsche Übersetzung sprachlich besser sein soll als das englische Original. Fazit: Selten war ich so froh als ich die letzte Seite eines Buches gelesen hatte und ich es,in diesem Fall mehr als unbefriedigt, wieder in die Bücherei zurück bringen konnte.Dieses Buch eignet sich wirklich nur für Hardcore Fans von Donna Leon. Leser die bisher noch nie ein Buch von Donna Leon gelesen haben, sollten sich lieber ein anderes Buch nehmen, da der Langeweile und Frust Faktor doch zu hoch wäre. An diesem Buch merkt man deutlich, dass die Autorin, die jedes Jahr ein neues Buch heraus bringt, deutlich unter Stress steht anders kann ich mir den Qualitätsverschlechterung nicht erklären. Des Weiteren wäre ich dafür, dass Brunetti in Würde stirbt und die Autorin sich anderen Themen zu wendet

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  • Rezension zu "Auf Treu und Glauben" von Donna Leon

    Auf Treu und Glauben
    thursdaynext

    thursdaynext

    Brunetti der Heim und Herd Philosoph ermittelt wieder einmal nach dem Motto "und wenn morgen die Welt untergeht so lasst uns doch schnell noch ein Apfelbäumchen pflanzen." Allgemeine Korruption, gespielte Rechtsstaatlichkeit , unangenehme Gegenspieler in der Questura ..nichts hält ihn auf die Wahrheit zu suchen. Sogar kleine alte Damen die ihr geldgefülltes Handtäschchen zu dubiosen Ratgebern schleppen erwecken sein Interesse. Wer die Reihe mag wird diesmal nicht enttäuscht. Allein Signorina Elettras und Brunettis Dialoge sind des Lesens wert. Der Kriminalfall bleibt zweitrangig. Aber das sind Fans der Serie gewöhnt. Das Niveau dagegen ist erheblich gestiegen im Vergleich zu den letzten Bänden. Gute Unterhaltung mit wehmütigem Weltverbesserungstouch in venezianischer Hitze und familiärer Vertrautheit.

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  • Rezension zu "Auf Treu und Glauben" von Donna Leon

    Auf Treu und Glauben
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    31. August 2011 um 10:41

    Wenn der Erfolg zu groß wird, und der Druck steigt, in jährlicher Folge ein neues Buch vorlegen zu müssen, da gehen nicht nur langsam die Ideen aus, sondern es leidet auch die kriminalliterarische Qualität. Schon seit vielen Folgen leiden unzählige Brunettifans an der sinkenden Spannung und Qualität der Bücher von Donna Leon. Es ist fast so etwas wie Nostalgie und bei vielen auch jenes besondere Venedig-Feeling, das sie bei jedem neuen Fall doch wieder das Buch kaufen und lesen lässt. Und wieder sind sie -letztlich- enttäuscht. So ist es mir auch mit dem neuen Buch gegangen, „Auf Treu und Glauben“, dem neunzehnten Fall eines nicht älter werdenden Guido Brunetti, der sogar noch mit seinen fast erwachsenen Kindern in Urlaub fährt. Vielleicht ist es auch diese zeitlose und von keinem Älterwerden oder gar Reifen geprägte Existenz von Brunetti und seiner Frau, die irgendwann nur noch Langeweile verbreitet. Haben andere Figuren, wie zuletzt etwa Laura Gottberg in Felicitas Mayalls neuem Buch „Nachtgefieder“, ihre Krisen, werden mit jedem Buch einigermaßen normal älter und entwickeln sich, ist bei Donna Leons Figuren über nun schon mehr als zwei Jahrzehnte alles gleich. Im neuen Buch wird erwähnt, dass Brunettis Frau Paolo auch mal etwas anderes liest als Henry James. Nun ja. Bill Ott, ein amerikanischer Journalist hat Brunetti so beschrieben: „Brunetti entwirrt geduldig ein schmutziges Knäuel aus fehlgeleiteten Sehnsüchten, missbrauchtem Vertrauen und Liebe auf Abwegen. Er ist der Gute, der trotz seines Abscheus vor der Korruption in Italien noch an den Rechtsstaat glaubt und den Leser an seiner Überzeugung teilhaben lässt, dass Anstand und Ehrlichkeit die Angst der modernen Welt zumindest ein wenig lindern können.“ Ich schlage der Autorin vor, mit ihrem nächsten Buch - es darf gerne wieder in Venedig spielen, wo sie wohnt-, einmal eine andere Figur zu erfinden, wie das etwa Friedrich Ani in der Vergangenheit vorgemacht hat. Eine Figur, die weniger brav und bürgerlich daherkommt als Brunetti, dennoch für Recht und Gerechtigkeit kämpft, aber insgesamt kritischer ist gegen den Korruptionssumpf, in dem ganz Italien zu versinken droht. Auf die bisherige Weise hat die Reihe zwar eine wirtschaftliche Zukunft, aber keine kriminalliterarische.

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  • Rezension zu "Auf Treu und Glauben" von Donna Leon

    Auf Treu und Glauben
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    28. May 2011 um 00:23

    Es ist heiß in Venedig. So heiß, dass es für die Einheimischen kaum noch auszuhalten ist und sie daher versuchen, die überhitzte Stadt zu verlassen. Auch Brunetti wünscht sich in kühlere Gegenden und kann es kaum noch abwarten, mit seiner Familie nach Tirol in Urlaub zu fahren. In der Questura ist ohnehin nicht viel los. Brunetti hat sogar Zeit, sich um Vianellos Probleme mit dessen Tante zu kümmern. Zia Anita interessiert sich in letzter Zeit nämlich viel zu sehr für Horoskope und Kartenlegen und läuft Gefahr, auf einen Scharlatan hereinzufallen. Und dann tauchen noch Dokumente auf, die auf unsaubere Machenschaften im Gericht hindeuten. In der Hitze gehen die Ermittlungen nur sehr langsam voran. Selbst die Verbrecher sind nicht besonders aktiv. Mit Ausnahme der Taschendiebe natürlich, denn die Touristen lassen sich von der Hitze nicht abschrecken und strömen wie immer massenweise in die Stadt. Endlich, nachdem Paola sich entschieden hat, welche Bücher sie mitnimmt, sitzt Brunetti mit seiner Familie im Zug nach Bozen. Aber da klingelt Brunettis Telefon – in Venedig ist ein Mord geschehen. Brunetti fährt also mit dem nächsten Zug gleich wieder zurück, um trotz Hitze, Korruption, Lügen und Scheinheiligkeit zu ermitteln und sich dabei mal wieder mit Vice-Questore Patta abzuärgern. Wie in jedem Jahr wurden die Erwartungen, die ich an einen Brunetti-Krimi habe, voll erfüllt. Eine ordentliche Portion Lokalkolorit, das mich von Italien träumen lässt, die gewohnten Charaktere, die mir ans Herz gewachsen sind, und eine ruhige Krimihandlung, in der ein aktuelles politisches Thema aufgegriffen wird. Natürlich ist das Buch auch so gut wie immer geschrieben und liest sich flüssig. Am besten mit einem Spritz. Und jetzt warte ich schon wieder auf das nächste Jahr…

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  • Rezension zu "Auf Treu und Glauben" von Donna Leon

    Auf Treu und Glauben
    Matzbach

    Matzbach

    26. May 2011 um 19:31

    Auch der 19. Fall Für Commissario Brunetti ist ein typischer Donna Leon Krimi. Wer die betuliche Art mag, wird wieder bestens bedient, der Mordfall beginnt erst ab ca. Seite 100, zuvor geht es um Betrügereien und Korruption im Gerichtssaal. Es ist wie bei einer Soap, man mag es, den Brunettis bei ihrem Privatleben zuzuschauen. Wer allerdings den Nagelkaufaktor braucht, sollte deshalb besser die Finger von dem Buch lassen. Allerdings macht sich bei Donna Leon zunehmend Pessimismus breit, keiner der drei Fälle wird zufriedenstellend geklärt, Brunetti durchschaut zwar alles, aber das korrupte System Italiens lässt zumindest zwei Schuldige davonkommen.

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