Donna Leon Beweise, dass es böse ist

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Inhaltsangabe zu „Beweise, dass es böse ist“ von Donna Leon

Als die 83jährige Maria Grazia Battestini ermordet in ihrer Wohnung aufgefunden wird, tragen nicht nur die Gondeln keine Trauer: Familie und Freunde gibt es keine, und die Nachbarn sind regelrecht erleichtert, als der Fernseher nicht mehr durch die Calli dröhnt. Nur Brunetti gibt keine Ruhe, bis er weiß, was sich hinter dem Tod der alten Frau verbirgt.

Ein typischer Brunetti: ohne Überraschungen, dafür gewohnt gut

— Amilyn

Ein Brunetti ganz nach meinem Geschmack!

— Scheherazade

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    Beweise, dass es böse ist

    Amilyn

    28. September 2017 um 08:27

    Als die alte Signora Battestini ermordet wird, ist keiner sehr traurig. Ihre Nachbarn hatte sie zu Lebzeiten mit der Lautstärke ihres Fernsehers gequält und ihre ständig wechselnden Haushälterinnen mit allen möglichen Schikanierungen. So ist man sich schnell einig, dass die aktuelle rumänische Hausfrau, die nach der Tat scheinbar auf der Flucht aufgegriffen wird, die Mörderin sei und legt den Fall zu den Akten, bis eine Nachbarin der alten Frau nach dem Urlaub nach Hause kommt und die Haushälterin entlastet. Nun landet der Fall auf Commissario Brunettis Schreibtisch.Nein, mit Donna Leon ist auch im dreizehnten Fall für ihren venezianischen Commissario nicht die Kreativität durchgegangen. Jeder macht genau das, was er am besten kann: sein Chef will möglichst alles auf dem einfachsten Weg erledigt sehen, dessen Sekretärin ermittelt höchst illegal per Computer, seine Frau ist privat in Sachen Schulbildung der Kinder engagiert und Brunetti selbst will sich mal wieder nicht mit der einfachsten Lösung zufrieden geben, doch komme, was wolle, wenn die Zeit reif ist, gibt es erstmal Mittagessen!Das einzige, was in diesem Fall ein bisschen anders ist als bei den vorherigen, ist das außergewöhnlich lange Intro, in dem der Mord und die anschließenden Ereignisse geschildert werden. Bis Brunetti überhaupt auftaucht vergehen um die 80 Seiten, was bei ca. 330 Seiten Gesamtlänge einiges ausmacht. Natürlich hat der Leser sich bis dahin schon gefragt, wie es sein kann, dass ein in Venedig begangener Mord so einfach gelöst werden konnte, ohne dass sich der skeptische Commissario in die Ermittlungen einmischt, bis auch das erklärt wird. Puh! Alles gut, fast hätte man sich aufregen müssen.Trotz der wenigen Überraschungen, die dieses Buch (bzw. die ganze Reihe) zu bieten hat, bleibt es ein wirklich guter Kriminalroman mit einem liebgewonnenen und eben auch berechenbaren Protagonisten. Wie so oft bekommt man als Leser den Eindruck vermittelt, als wären außer dem Dreamteam Brunetti/Elettra/Vianello der komplette Beamtenstand Italiens höchst korrupt und stinkfaul. Venedigs Touristen kommen auch in Fall Nr. 13 nicht besonders gut weg, alles geht also seinen gewohnten Gang. Anders als viele ihrer Kollegen im Endlos-Krimi-oder-Thriller-Sektor geht Donna Leon keinerlei Risiken bei den einzelnen Fällen ihres Ermittlers ein. Das führt natürlich dazu, dass ich persönlich keine drei Brunettis hintereinander lesen könnte, aber auch dazu, dass es zumindest bis jetzt wirklich keinerlei Ausreißer nach unten gibt. Dafür kann ich mich an vielleicht gerade mal zwei Fälle wirklich nachhaltig erinnern.Fazit: Wo Brunetti draufsteht, ist auch Brunetti drin, bzw. wenn man fies sein will, kann man auch sagen: kennste einen, kennste alle. Das ist aber immer von konstant guter Qualität, so auch dieses Mal. Ich sehe Fall Nr. 13 ein wenig stärker als den Vorgänger und vergebe 4****, denn für den 5. Stern war es mir einfach zu gleich.

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  • Ein Brunetti ganz nach meinem Geschmack

    Beweise, dass es böse ist

    Scheherazade

    09. September 2014 um 12:57

    Als die 83jährige Maria Grazia Battestini ermordet in ihrer Wohnung aufgefunden wird, tragen nicht nur die Gondeln keine Trauer: Familie und Freunde gibt es keine, und die Nachbarn sind regelrecht erleichtert, als der Fernseher nicht mehr durch die Calli dröhnt. Nur Brunetti gibt keine Ruhe, bis er weiß, was sich hinter dem Tod der alten Frau verbirgt. Dieser Fall ist wieder so ein Fall, der gar keiner ist. Warum? Es gibt schon eine Täterin. Blöd nur, dass diese bei einer Verfolgung ums Leben gekommen ist. Aber irgendwie auch nicht, so spart man sich einen Prozess. Als Brunetti wieder in die Questura kommt, glaubt er nicht, dass die Putzfrau als Täterin infrage kommt. Und eine Zeugin, die auch gerade erst von dem Tod ihrer Nachbarin erfahren hat, bestätigt ihm seine Vermutung. Patta will davon natürlich mal wieder gar nichts wissen, aber Brunetti macht es wie immer sehr geschickt, Pattas Befehle zu umgehen. Als er dann ein bisschen tiefer gräbt, findet er so einiges, was die 83jährige Maria Grazia Battestini in keinem guten Licht darstellt. Denn die Erbin erwartet viel Geld, das plötzlich weg ist, aber woher soll die alte Dame soviel Geld gehabt haben. Ich muss sagen, dass dies wieder ein Brunetti ganz nach meinem Geschmack war. Wirklich Klasse. Die Ermittlungen sind toll und ich wusste bis zum Schluss auch nicht, warum die alte Frau sterben musste. Sie war keine sympathische Tote, aber das war Absicht. Wenn man so eine Nachbarin hat, kann man es einem nicht verübeln, wenn man sich über ihren Tod freut. Der Erzählstil ist wie immer Klasse. Die vielen kleinen Details beeindrucken mich auch immer wieder. Das Leben in der Stadt Venedig wird auch in diesem Teil wieder sehr schön beschrieben. Dies war ein Teil der Reihe ganz nach meinem Geschmack und deshalb bekommt er 5 Sterne von mir.

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  • Bitterböse Satire über menschliche Habgier

    Beweise, dass es böse ist

    UteSeiberth

    30. August 2014 um 22:14

    Eine vermögende ältere Frau, die alleine lebt, wird eines Tages ermordet aufgefunden.Da sie mit ihrer rücksichtslosen Art alle Nachbarn verärgert hat, ist es für Brunetti schwer,diesen Fall aufzulösen, denn es kommen viele Leute in Betracht, sie ermordet zu haben.Aber es bleibt trotzdem ein spannendes Leseerlebnis.

  • Rezension zu "Beweise, dass es böse ist" von Donna Leon

    Beweise, dass es böse ist

    sabatayn76

    18. September 2010 um 23:08

    La Serenissima und die sieben Todsünden Inhalt: Maria Grazia Battestini wird tot in ihrer Wohnung gefunden. Feinde der ebenso reichen wie geizigen Frau gibt es zur Genüge, doch wer hat ein handfestes Mordmotiv? Der Verdacht fällt schnell auf Florinda Ghiorghius, die aus Rumänien stammende Haushaltshilfe der alten Dame, die seit dem Mord untergetaucht ist. Doch ist die Auflösung des Falles tatsächlich so einfach oder hat es Kommissar Brunetti mit einem komplexeren Hintergrund zu tun? Mein Eindruck: Man fühlt sich bei der Lektüre ein wenig nach Venedig versetzt, denn Donna Leon gibt genaue Hinweise, welches Vaporetto wohin genommen wird, wo sich Protagonisten genau befinden. Da ich Venedig sehr mag, hat mir dies gut gefallen - dies war aber auch schon alles, was ich an 'Beweise, dass es böse ist' positiv fand. Die Protagonisten sind hölzern und wenig komplex. Die Handlung plätschert vor sich hin, ohne dass wirkliche Spannung aufkommt. Die Beschreibungen von Situationen/Abläufen sind häufig zu detailliert und gespickt mit überflüssigen Informationen, die nichts zur Geschichte beitragen ('Daheim in ihrer Küche gab sie Olivenöl in eine Pfanne, hackte erst zwei, dann drei, dann vier Knoblauchzehen klein'). Mein Resümee: Man kommt auch ohne Donna Leon ganz gut durch´s (Leser-)Leben. Muss nicht sein!

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  • Rezension zu "Beweise, dass es böse ist" von Donna Leon

    Beweise, dass es böse ist

    Stefanio

    07. December 2008 um 18:12

    Typisch Donna Leon...einzigartige Atmosphere

  • Rezension zu "Beweise, dass es böse ist" von Donna Leon

    Beweise, dass es böse ist

    booktypo

    15. November 2008 um 08:20

    Während eines Krankenhausaufenthaltes vor drei Jahren habe ich Donna Leons Comissario Brunetti entdeckt und verfolge seine Fälle seitdem unregelmäßig, aber mit großem Spaß. Im vorletzten Fall geht es um eine reiche, böse, alte Dame, die in ihrer Wohung in Venedig erschlagen aufgefunden wird. War es wirklich die geflüchtete rumänische Haushälterin oder gibt es einen Zusammenhang mit dem mysteriösen Tod des schwulen Sohnes vor fünf Jahren? Am besten aber gefallen mir die Mittag- und Abendessen im Hause Brunetti, wo seine beeindruckende Frau die köstlichsten italienischen Gerichte zelebriert... (NATÜRLICH handelt es sich um eine gleichzeitig berufstätige und erfolgreiche Frau!).

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  • Rezension zu "Beweise, dass es böse ist" von Donna Leon

    Beweise, dass es böse ist

    Elke

    07. September 2008 um 21:40

    Ein sehr flüssig zu lesenender Brunetti- Krimi, ein Genuss von der ersten bis zu letzten Seite. Wie immer mit Seitenhieben auf das staatliche System in Italien. Herrlich!

  • Rezension zu "Beweise, dass es böse ist" von Donna Leon

    Beweise, dass es böse ist

    Moni

    16. October 2007 um 21:31

    Eine gelungene Geschichte - zügig erzählt. Der beste Krimi von Donna Leon.

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