Donna Leon Schöner Schein

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Inhaltsangabe zu „Schöner Schein“ von Donna Leon

Nichts als schöner Schein – das denken sich wohl die Leute, wenn sie »la Superliftata« in der Calle begegnen. Brunetti aber merkt, dass sich hinter den starren Zügen von Franca Marinello Geheimnisse verbergen. Nicht anders als hinter den feinen Fassaden von Venedig: Den Machenschaften der Müllmafia auf der Spur, entdeckt Brunetti die Kehrseite der Serenissima.

Gehört leider nicht zu den besseren "Brunettis"

— Pippo121

nicht der spannendste "Brunetti"

— Julitraum

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    Schöner Schein

    UteSeiberth

    30. September 2017 um 17:53

    Dieser 18. Fall hat mich dieses Mal nicht so richtig angesprochen,weil dir Beschreibung der Todesfälle meines Erachtens zu kurz kommt.
    Außerdem finde ich dies geliftete Dame etwas unangenehm und die Müllprobleme Neapels interessieren mich nicht sonderlich.Schade!

  • Typisch Donna Leon

    Schöner Schein

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. October 2014 um 13:31

    Der Reihe nach zu lesen habe ich schon länger aufgegeben. Gelesen werden einfach die, welche mir in die Hände fallen. Dieser 18. Fall von Commissario Brunetti hat mir weniger gut gefallen. Die Geschichte zieht sich hin und wird einzig durch die Diskussionen mit Paola lesenswert.

  • Rezension zu Schöner Schein

    Schöner Schein

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. June 2013 um 14:43

    Donna Leon schildert in ihrem Roman Schöner Schein die Probleme mit der Müllentsorgung in ganz Italien. Nebenbei wird ein "Zahnarzt", der sich als einer ausgibt, ermordet. Des Weiteren trifft Brunetti auf eine gewisse Franca. Doch es scheint, als ob die Frau des reichen Geschäftsmannes schon einige, allerdings misslungene Schönheitsoperationen hinter sich hat. Zusätzlich wird sie auch von der Mafia bedroht. Jedoch im Laufe der Zeit erkennt Brunetti, dass dies ein großer Irrtum ist. Doch was hat der ermordete Zahnarzt damit zu tun?

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  • Rezension zu "Schöner Schein" von Donna Leon

    Schöner Schein

    Elfenbluemchen

    14. July 2012 um 16:16

    Der Krimi beginnt so, wie viele andere vor ihm auch: Brunetti wird zum Essen bei seinen Schwiegereltern eingeladen und begleitet seine Frau unwillig, wie immer....Zu seiner Überraschung wird ihm eine bis dahin Unbekannte gegenübergesetzt, die ihn doch sehr interessiert...Zunächst eher aufgrund ihres auffälligen Äußeren ( die ganze Stadt spricht über die Frau, deren Gesicht vor lauter angeblichen Liftings keine Mimik mehr zeigt) - später aber fasziniert von ihrer Belesenheit. Die gemeinsame Lektüre begleitet die beiden durch den ganzen Roman. Gleichzeitig wird ein Giftmüllskandal mit politischer Reichweite beleuchtet . Hier baut sich auch etwas Spannung auf, als es den ersten Toten gibt. Aber leider hält sich der Spannungbogen nicht. Die Verbindungen sind sehr vorhersehbar und wirken leider zu konstruiert. Brunetti stopert leicht konfus durch das winterliche Venedig. Interessante Handlungsstänge werden aufgenommen und dann wieder fallen gelassen. Am Ende denkt man: war das alles? Nein, dieser Roman gehört nicht zu den großen Würfen einer Donna Leon. Schade.

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  • Rezension zu "Schöner Schein" von Donna Leon

    Schöner Schein

    angelinagoescultural

    10. April 2012 um 00:22

    eine zeitlang hab ich die krimis von donna leon ganz gerne gelesen, dann wurds mir ein wenig fad. diesen fand ich vor kurzem im hausflur und dachte: lang lang ists her, könnte mal wieder einen versuch wagen… brunetti ist zu einem essen seiner schwiegereltern eingeladen, bei dem ihm eine wirklich SEHR stark schönheitsoperierte dame gegenüber sitzt, die ihn allerdings unerwarteterweise mit ihren kenntnissen über die werke ciceros in ihren bann schlägt und dadurch von ihrer entstellten mimik ablenkt. ihr mann will mit brunettis schwiegervater ins geschäft kommen und daher bittet dieser seinen kommissar-schwiegersohn um eine einschätzung der dame, die ihm gleichzeitig als einschätzung von deren gatten dienen soll. parallel bekommt brunetti besuch von einem für ein außerhalb von venedig gelegenes departamento verantwortlichen polizeikollegen, welcher der müllmafia auf der spur ist. diese spur führt ihn ins zentrum venedigs, wo ihm brunettis hilfe sehr gelegen käme. nun ja. natürlich wird sich zeigen, dass die ermittlungen in der müllsache zu tun haben mit dem gatten der schönheitsoperierten dame, die sich (natürlich aus anderen als ästhetischen gründen derart zugerichtet) im laufe der story aus liebe zu ihrem mann zu handlungen genötigt sieht, deren motivationsgrundlage sich mir nicht in ihrer vollen gänze erschließt. und überhaupt kommt der ganze fall weder richtig in die puschen noch endet er in ordentlicher aufklärung – wie auch zu erwarten ist, wenn man es mit dem organisierten verbrechen zu tun hat… vielleicht hab ich mein hirn zu früh abgeschaltet, aber ich fand zum einen die story nicht besonders mitreißend und ziemlich an den haaren herbeigezogen und zum anderen gingen mir brunettis intellektuelle diskurse mit der angetrauten und hochintellektuellen paola leicht auf den zeiger. und auch die flirtereien mit signorina elettra und das theater mit seinem unfähigen vorgesetzten patta haben in den letzten sagen wir mal locker zehn jahren keine echte weiterentwicklung erfahren, sprich auch hier keine überraschung am start. ergo: nö.

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  • Rezension zu "Schöner Schein" von Donna Leon

    Schöner Schein

    Dani1046

    15. January 2012 um 20:44

    In jedem ihrer Krimis greift Donna Leon ein politisch aktuelles Thema aus Italien auf. So auch in ihrem 18. Brunetti-Fall. Was hat die Blondiene Franca Marinello, welche Brunetti zu einem Essen bei seinen Schwiegereltern kennen lernt, für ein Geheimnis? Doch Sie ist nicht die Einzigste, aus der der Commissario nicht schlau wird. Er kommt undurchsichtigen Giftmüllgeschäften auf die Spur, welche immer größere Ausmaße annehmen.... Mir gefällt in ihren Bücher immer wieder, wie sie nebenbei die Eindrücke von Venedig in einer Genauigkeit beschreibt, dass man sich selbst in die Kulisse hineindenken kann.

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  • Rezension zu "Schöner Schein" von Donna Leon

    Schöner Schein

    zander

    13. February 2011 um 20:55

    Schöner kann niemand über Venedig schrieben -über die Schönheit und die Abgründe der Stadt. Absolut stimmungsvoll beginnt Donna Leon ihren 18. Brunetti-Roman - um dann Schicht für Schicht die dunklen Seiten freizulegen. Alles beginnt bei einem Abendessen bei Brunettis Schwiegervater, dem Conte - und wer weiß, wie sehr Brunetti diese Gesellschaften liebt, der ahnt, welche Überwindung es ihn kostet, seine Frau zu ihren Eltern zu begleiten. Aber dann trifft er dort "la Superliftata" - der Begriff sagt wohl alles: diese betörend schöne Frau: "die Lippen, die lächelten, waren voll und von einem dunklen Rot, wie man es von Kirschen kennt. Ihre Augen wurden von den hochstehenden Wangen zusammengedrückt, die zu beiden Seiten ihrer Nase als pralle rosa Polster von der Größe einer längshalbierten Kiwi prangten. Die Nase selbst begann höher an der Stirn, als Nasen es gewöhnlich tun, und war seltsam flach, als habe sie jemand nach dem Einsetzen mit einem Spachtel geglättet. Von Falten und Flecken keine Spur. Ihre Haut war perfekt, die Haut eines Kindes. Das blonde Haar gab durch nichts zu erkennen, dass es etwas anderes sein könnte als gesponnenes Gold, " Franca Marinello, zweite Frau von Maurizio Cataldo, einem Industriellen, ist aber ganz anders, als ihr Aussehen vermuten lässt - das merkt Brunetti, als sie sich bei Tisch unterhalten: Über Cicero und Lyrik. Und weil in der venezianischen Gesellschaft nie etwas ohne Grund geschieht, ist Brunetti auch nicht verwundert, als ihn sein Schwiegervater zwei tage später anruft und ihm um ein paar Informationen über Maurizio Cataldo bitte - also ob er zuverlässig ist, vertrauenswürdig, also ob man mit ihm Geschäfte machen kann. Das ist eine Aufgabe, die Brunetti getrost Signora Elettra überlassen kann, der wunderbaren, der einzigartigen Sekretärin seines Chefs, guter Geist der Questura und eigentlich einer eigenen Romanserie wert. Denn zu Brunetti kommt erst einmal Maggiore Guarino aus Tessara: Ein Spediteur - Ranzato - in Tessera war ins Visier der Polizei geraten - doch bevor man genau herausfinden konnte, was für illegalen Dinge er transportierte, war er bei einem Überfall erschossen worden. Und es gibt in seiner Firma keine Hinweise - eigentlich gibt es dir Firma auch gar nicht: keine Unterlagen, keine Lohnlisten, es scheint, als habe der Mann sein Geschäft aus dem Kopf geführt. Bevor er umgebracht wurde, hatte er sich der Polizei anvertraut - also Maggiore Guarino - wie er sich wegen finanzieller Probleme mit einem dubiosen Geschäftspartnern eingelassen habe, für den er Dinge - was, das hat er nicht gewusst - transportierte. Und diesen dubiosen Partner soll Brunetti jetzt in Venedig suchen - denn dass er in Venedig lebt, steht für Guarino außer Zweifel. Und der hält ihn für den Mörder des Spediteurs. Letztendlich ging und geht es bei den Geschäften, denen Guarino auf der Spur war - und in die natürlich auch der Gatte der Superliftata verwickelt ist - um Müll und die Mafia - und sich da einzumischen ist absolut tödlich.

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  • Rezension zu "Schöner Schein" von Donna Leon

    Schöner Schein

    sollhaben

    10. December 2010 um 11:14

    Der 18. Band blickt hinter die Kulissen der Müllmafia. Ein aktuelles Thema wie man immer wieder anhand der neuesten Nachrichten merkt. Ein Polizist vom Festland möchte Amtshilfe in einem Mordfall und wird selbt Mordopfer. Brunetti versucht herauszufinden, was geschehen ist. Gleichzeitig lernt er bei einem Abendessen seiner Schwiegereltern eine ungewöhnliche Frau kennen. Sie liest gerne Ovid und scheint es mit den Schönheitsoperationen ziemlich übertrieben zu haben. Was mir dieses Mal sehr gut gefallen hat, sind die Blicke in die Familie Brunetti, mit den Kindern Chiara und Raffi, die ihre Eltern in Wortduellen mit ihren eigenen Waffen schlagen. Gleichzeitig kommen sie Guido und sein Schwiegervater in einem Gespräch in einer Galerie sehr nahe, das hat mich richtig berührt - ich bin schon gespannt, wie diese Familiengeschichte weitergeht.

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  • Rezension zu "Schöner Schein" von Donna Leon

    Schöner Schein

    Merleperle

    So langsam habe ich das Gefühl, dass die Autorin im immer gleichen Rhythmus bleibt: Einen guten und einen schlechten, einen guten und einen schlechten. Dieses Jahr sind wir im GUTEN Jahr. "Lasset die Kinder ..." war super, wenn auch ungewöhnlich, "Das Mädchen seiner Träume" war unglaublich schlecht und dieses Jahr kam "Schöner Schein", ein Krimi (oder wenn man so will ein Spannungsroman um Comissario Brunetti), der wieder alles erfüllt, was sich ein Leon-Leser wünscht. KLASSE! Liebe Donna Leon, vielen Dank für nun mehr 18 Jahre Überraschungstüten, mal genial, mal so la la, aber immer wieder Brunetti. Das soll Ihnen mal jemand nachmachen! Und nun, liebe Leon- oder Brunetti-müden: Dieser neue (Schöner Schein) ist es wirklich und wahrhaftig wieder wert zu lesen.

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    Nil

    12. August 2010 um 22:00
  • Rezension zu "Schöner Schein" von Donna Leon

    Schöner Schein

    Nil

    12. August 2010 um 21:53

    Der achtzehnte Fall von Commissario Brunnetti beginnt mit einer zwielichten Einbeziehung in eine ominöse Müllmafia -Untersuchung durch einen Carabinieri vom "Festland". Zugleich lernt er 'la superliftata' bei seinen Schwiegereltern kennen, die junge, aber stark operierte Frau eines Freundes der Familie. Die Dinge nehmen ihren Lauf im 'Brunetti'-Tempo, also recht beschaulich. Ein Mord geschieht auch erst recht spät, was der Spannung zu Beginn aber keinen Abbruch tut. Wieder einmal ein Krimi aus den Federn von Donna Leon, der sehr spannend und dabei so wenig brutal ist. Sehr schön ist auch, wie sie wieder einmal die Schwächen der Menschen herausgearbeitet hat.Daher passt der Titel auch hervorragend zum Buch: Schöner Schein! Für alle Bücherwürmer sind die vielen Klassikerzitate von Ovid & Co sicherlich auch ein Highlight! Fazit: Lesenswert!

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  • Rezension zu "Schöner Schein" von Donna Leon

    Schöner Schein

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. June 2010 um 12:25

    Der aktuelle Donna Leon Roman über Commissario Brunetti enthält die üblichen Zutaten: Mord, realistische (sympathische und unsympathische) Charaktere, Politik, Korruption, soziale Netzwerke. Leser/innen, die die vorherigen 17 Bände genossen, werden auch an dieser Folge ihre Freude haben. Allerdings frage ich mich, ob neue Leser/innen mit diesem Roman etwas anfangen können. Zu weit sind die Charaktere aus Brunettis Welt schon entwickelt und mir scheint mittlerweile nur noch dem Kenner der Serie durch jahrelange Vertrautheit zugänglich. Übrigens wird eine neue Kommissarin eingeführt, die in zukünftigen Romanen Leons sicherlich noch ausführlichere Rollen einnehmen wird. Kritik muss ich an den mittlerweile bekannten Zutaten in Leons Romanen üben. Die zunächst raffiniert wirkende parallel in Brunettis Privat- und Berufswelt laufenden Handlungsstränge verschmelzen im Laufe des Romans wieder einmal zu einem Kriminalfall. Was in vorangegangenen Büchern der Serie zunächst interessant war, wird mittlerweile zur Routine. Der/Die Leser/innen werden dadurch mittlerweile sicher wenig überrascht und die Handlung wird vorhersagbar. Aus der Sicht eines Krimilesers/einer Krimileserin scheinen mir Leons Romane ebenfalls immer schwächer zu werden, zumal sie schon länger nicht mehr in der Tradition eines Kriminalromans erscheinen. Brunetti geht in „Schöner Schein“ nicht wirklich einem Fall nach, erst im letzten Drittel des Buches entwickelt sich in leichten Ansätzen ein solcher. Dabei wirken der Hintergrund des Mordes sowie die vorangegangenen Verwicklungen zwischen Mörderin und Opfer stark konstruiert und ich persönlich kann dem nicht folgen (d.h. ich halte es für eher unrealistisch). Kriminalistisch betrachtet werden die Romane zunehmend langweiliger, da die meisten Recherchen über das Internet laufen. So kommt nur an zwei Stellen Spannung und Interesse auf. Der Roman beginnt zunächst unterhaltsam im Privaten Brunettis, der den Dauerlesern/innen ja gerade aus dieser Sicht ans Herz gewachsen sein dürfte, aber schon nach 30-40 Seiten wird die Fahrt aus dem Buch genommen, da sich eine 30-40 seitige Unterhaltung anknüpft, die meines Erachtens uninteressant geschrieben wurde und das Lesevergnügen zunächst stark bremst. Die weitere Konstruktion des Romans folgt diesem Auf und Ab. Einsteiger/innen in die Welt Brunettis ist dieses Buch m.E. sicher nicht zu empfehlen.

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  • Rezension zu "Schöner Schein" von Donna Leon

    Schöner Schein

    Gospelsinger

    21. May 2010 um 15:31

    Ich hatte es mir ganz fest vorgenommen: Ich warte! Auch wenn der wie immer sehnsüchtig erwartete neue Roman von Donna Leon schon jetzt erschienen ist, ich warte mit dem Lesen bis Juli. Denn im Juli fahre ich an den Gardasee und natürlich auch nach Venedig, kann den Krimi also lesen, während ich am Ort des Geschehens bin, einen Espresso vor mir - ganz klar, ich warte. Aber da ich das Buch nun schon habe, kann ich wenigstens den Klappentext lesen. Klingt interessant. Na ja, wenn ich das Buch schon einmal in der Hand habe (und Diogenes-Bücher habe ich so gern in der Hand – dieses handliche Format, dieses schöne Papier, dieser herrliche Geruch eines druckfrischen Buches!), kann ich ja wenigstens den ersten Absatz… Es beginnt mit einer Abendeinladung bei Brunettis Schwiegereltern, bei der er der ihm bisher unbekannten Franca Marinello gegenübersitzt, die „Superliftata“ genannt wird, weil ihr Gesicht so stark operiert ist, dass jegliche Mimik unmöglich ist. (Man merkt, dass Donna Leon etwas gegen Schönheitsoperationen hat.) Aber Brunetti ist von der Frau völlig fasziniert, denn sie liest zu seinem großen Erstaunen Cicero und Ovid und so kann er endlich einmal über die Bücher reden, die er liebt. (Seine Frau Paola ist ja bekanntlich ein eingefleischter Fan von Henry James). Gut, dass Paola so verständnisvoll ist… Der zweite Strang des Romans dreht sich um illegale Mülltransporte. Brunetti wird um Amtshilfe gebeten, aber der hilfesuchende Kollege wird kurz darauf ermordet aufgefunden. Wie immer herrlich daneben ist die Reaktion des Vice-Questore Patta (eine meiner Lieblingsfiguren): „Er hat doch einen recht vernünftigen Eindruck gemacht. Wie konnte er sich einfach so umbringen lassen?“. Zum Totlachen ist die Beschreibung von Pattas winterlicher Kleidung. Neben Patta tauchen natürlich auch die anderen gewohnten Charaktere wieder auf, ergänzt durch eine attraktive neue Kollegin, die Brunetti gefährlich werden könnte, wenn er nicht genau wüsste, was er an seiner Paola hat. Was Paola auch bewusst ist: „Ich koche“. Die unterhaltsamen ehelichen Dialoge finden am Ende, nach der überraschenden Vereinigung der beiden Handlungsstränge, ihren Höhepunkt in einem der feministischen Vorträge Paolas, die einer Mörderin am liebsten einen Orden verleihen möchte. Leider kommt die kulinarische Seite diesmal ein wenig zu kurz, ebenso wie das Lokalkolorit. Dafür entschädigen aber die philosophischen Betrachtungen, die meine Leseliste jetzt um Cicero und Ovid erweitert haben. Wie jedes Jahr werden meine Erwartungen an den neuen Brunetti-Krimi nicht enttäuscht. Liebevoll gezeichnete Charaktere, ein wunderbarer Schauplatz (diesmal ungewohnt verschneit), und eine solide Krimihandlung, deren Spannung nicht auf möglichst blutigen Gruseleffekten beruht, sondern auf einern realistische Darstellung der gesellschaftlichen Verhältnisse und des menschlichen Umgangs miteinander. Und dass ich nicht warten konnte, macht nichts – ich kann das Buch ja einfach noch einmal lesen, wenn ich in Venedig bin…

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