Donna Leon Tod zwischen den Zeilen

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Inhaltsangabe zu „Tod zwischen den Zeilen“ von Donna Leon

Brunetti auf der Jagd nach Raritäten: Der Commissario wird zu einem ungewöhnlichen Tatort gerufen, der altehrwürdigen Biblioteca Merula. Wertvolle Folianten liegen aufgeschlitzt da, und der amerikanische Forscher, der ein Dauergast war, ist verschwunden. In Venedig, das einst auch eine florierende Bücherstadt war, entdeckt Brunetti eine eigenartige Welt: einen florierenden Schwarzmarkt für Bücher.

Vier Sterne, weil es Brunetti ist.

— ANATAL
ANATAL

Dieser Teil hat mir mal wieder außerordentlich gut gefallen!

— MissJaneMarple
MissJaneMarple

Gut zu lesen, leider fehlt die Spannung.

— KarinJoachim
KarinJoachim

Die Brunetti-Romane sind auch nicht mehr das, was sie mal waren...

— Taun
Taun

War für mich entäuschend.

— Postbote
Postbote

Damit gehöre ich wieder zu den "Brunetti-Fans": Klug, kritisch und sehr unterhaltsamer Fall um den Diebstahl jhd.alter wertvoller Bücher!

— SigiLovesBooks
SigiLovesBooks

Kunst und Literatur als Mordmotiv? Brunettis 23. Fall ist spannend, gut zu lesen und mal ein anderer Donna Leon - echt überraschend!

— Gundo57
Gundo57

Besser als die letzten beiden Fälle ...

— Bellis-Perennis
Bellis-Perennis

Gut geschrieben aber einfach nur langweilig! Man hatte nicht das Gefühl, einen Krimi zu lesen.

— MissWatson76
MissWatson76

Wer unter Bluthochdruck leidet, die Länge seiner Fingernägel liebt oder herzkrank ist, sollte auf Donna Leon zurückgreifen

— Matzbach
Matzbach

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    Tod zwischen den Zeilen
    Annette123

    Annette123

    29. August 2017 um 18:35

    In einer Bibliothek werden mehrere hochwertige Bücher und einzelnen Seiten aus antiken Büchern entwendet. Ein Besucher der Bibliothek namens "Nickerson" ist urplötzlich verschwunden. Commissario Brunetti soll nun ermitteln was es mit den Verlusten auf sich hat. Einige Tage später wird eine Leiche gefunden, welche in direktem Zusammenhang mit den verschwundenen Büchern steht.Zum guten Schuss stellt sich heraus, dass ein Mitarbeiter der Bibliothek ebenfalls in die Machenschaften verstrickt ist.Meiner Meinung nach der bisher schlechteste Roman von Donna Leon. Sehr einfach und flach von der Thematik und auch kein Spannungsaufbau zu erkennen. Meiner Meinung nach ist dem Leser von Anfang an klar, dass der Mitarbeiter in die Sache verwickelt ist und das bei dem Toten die fehlenden Bücher gefunden werden.

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  • Tatort Bibliothek

    Tod zwischen den Zeilen
    MissJaneMarple

    MissJaneMarple

    28. April 2017 um 21:22

    Inhalt:Brunetti auf der Jagd nach Raritäten: Der Commissario wird zu einem ungewöhnlichen Tatort gerufen, der altehrwürdigen Biblioteca Merula. Wertvolle Folianten liegen aufgeschlitzt da, und der amerikanische Forscher, der ein Dauergast war, ist verschwunden. In Venedig, das einst auch eine florierende Bücherstadt war, entdeckt Brunetti eine eigenartige Welt: einen florierenden Schwarzmarkt für Bücher.Meinung:Dieser Brunetti hat mir mal wieder außerordentlich gut gefallen. Er war spannend und mal ganz anders, als die vorhergehenden Fälle.Ich hätte nicht gedacht, dass es tatsächlich einen so großen Markt für gestohlene Seiten aus historischen Büchern gibt.Die Charaktere sind, wie alte Bekannte und ich lese immer wieder gerne von ihnen. Auch die Streifzüge durch Venedig sind genau nach meinem Geschmack.Der Schreibstil ist leicht zu lesen und macht so das Lesen unterhaltsam!Fazit:Mal ein ganz anderer Brunetti-Fall, hat mir wirklich gut gefallen!

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    • 5
  • Krimi im Donna Leon Stil

    Tod zwischen den Zeilen
    Ahnuriel

    Ahnuriel

    22. February 2017 um 20:13

    Der "Büchermord" in der Bibliothek Merula in Venedig stellt eine spannende Idee auf die auch meiner Meinung nach gut umgesetzt ist und sich gut liest. Mit dem späteren aufgreifen des richtigen Mordes wird zwar der Schwung etwas aus der eigentlichen Handlung genommen und die Zusammenhänge am Ende des Buches wirken etwas herbeigezogen, trotzdem liest sich das Buch sehr flüssig und gut und ist eine definitive Empfehlung für alle Fans der Comissario Brunetti Reihe für andere Krimifans jedoch nicht zu empfehlen vor allem nicht als Einsteigerwerk in diese Reihe. Einer meiner ersten Donna Leon Krimis und immer noch einer meiner liebsten. Da er schon der 23 Roman der Comissario Brunetti Reihe ist geht man natürlich mit großen Erwartungen an dieses Buch wird jedoch in dem Sinne hin etwas enttäuscht. Trotzdem ist es ein durchaus lesenswertes Buch da Comissario Brunetti immer doch ein Charakter ist der einem durch die Reihe hindurch ans Herz gewachsen ist.

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2015

    kubine

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2015 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2015 und endet am 31.12.2015. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2014 bis 31.12.2015 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2015 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2015, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2015-1112868118/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1. dorli 2. buchraettin 3. Mercado 4. wildpony 5. ChrischiD 6. mabuerele 7. chatty86 8. Matzbach 9. Postbote (ab April) 10. janaka 11. angi_stumpf 12. Sternenstaubfee 13. pelznase 14. Smberge 15. LibriHolly 16. danzlmoidl 17. Sweetiie 18. Antek 19. bieberbruda 20. roterrabe 21. Pelikanchen 22. Wolf-Eyes 23. Xanaka 24. Athene100776 25. Bellis-Perennis 26. lesebiene27 27. mira20 28. Claddy 29. glanzente 30. Nele75 31. xxxxxx 32. hasirasi2 33. Caroas 34. Schalkefan 35. Katjuschka 36. danielamariaursula 37. yari 38. Lesestunde_mit_Marie 39. Filzblume (40. Igelmanu66) 41. Talitha 42. tweedledee 43.krimielse 44. sommerlese 45. Bibliomarie 46. Barbara62 47. Maddinliest 48. Louisdor 49.TheRavenking (50. Lesezeichen16) 51. Leserin71 (52. heidi59) 53. buecherwurm1310 54. clary999 55. mrs-lucky Gelesene Bücher Januar: 28 Gelesene Bücher Februar: 48 Gelesene Bücher März: 58 Gelesene Bücher April: 76 Gelesene Bücher Mai: 83 Gelesene Bücher Juni: 75 Gelesene Bücher Juli: 79 Gelesene Bücher August: 106 Gelesene Bücher September: 86 Gelesene Bücher Oktober: 103 Gelesene Bücher November: 196 Gelesene Bücher Dezember: 209 Zwischenstand: 1147 Team Thriller: 1. Samy86 2. Igela 3. seelensplitter 4. Janosch79 5. Nenatie 6. eskimo81 7.MelE 8. Mone80 9. Kirschbluetensommer 10. Curin 11. SchwarzeRose 12. kvel 13.dieFlo 14. Huschdegutzel 15. Buchgeborene 16. Simi159 17. Kasin 18. Inibini 19. parden 20. Fluse 21. crumb 22. rokat 23.bookworm61 24. lord-byron 25. Patno 26. felicitas26 27. trollchen 28. Nisnis 29. MissRichardParker 30. Anne4007 31. sabrinchen 32. BookfantasyXY 33. MrsLinton 34. Floh 35. Meteorit 36. hannelore259 37. Leseratz_8 38. Krimiwurm 39. DerMichel 40. AberRush 41. Schaefche85 42. Naden 43. DieNatalie 44. Thrillerlady 45. heike_herrmann 46. MeiLingArt 47. KruemelGizmo Gelesene Bücher Januar: 33 Gelesene Bücher Februar: 36 Gelesene Bücher März: 59 Gelesene Bücher April: 64 Gelesene Bücher Mai: 80 Gelesene Bücher Juni: 115 Gelesene Bücher Juli: 112 Gelesene Bücher August: 107 Gelesene Bücher September: 98 Gelesene Bücher Oktober: 109 Gelesene Bücher November: 134 Gelesene Bücher Dezember: 140 Zwischenstand: 1087

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    • 6213
    kubine

    kubine

    01. December 2015 um 16:48
  • Bücher führen auch zu Mord

    Tod zwischen den Zeilen
    Postbote

    Postbote

    In der altehrwürdigen Biblioteca Merula in Venedig werden alte wertvolle Bücher gestohlen, gar echte Raritäten sind dabei. Bei verschiedenen ebenfalls wertvollen Stücken werden allerdings nur bestimmte, einzelne Seiten entfernt. Ein Riesenverlust und ein Schaden ohne Versicherungsschutz stellt die Biblioteca nicht gerade gut. Die Leiterin weis sich nicht zu helfen und ruft bei der Polizeistation Venedig an und landet bei Commissario Brunetti. Er eilt mit dem Vaparetto Richtung Merula und sieht sich das ganze Unglück an. Was kann da dahinter stecken und wie konnten die alten Stücke durch die absolute sichere Kontrolle kommen? Bis hier her hat mir der Einstieg zu diesem Krimi ganz gut gefallen. Nach und nach kam für mich allerdings kein überspringender Funke des Spannungsaufbaus rüber. Eher ein dahingeschriebener müder Takt der Ermittlungen die mich auf die Erwartung setzten, wann wirds mal spannender oder Rasanter. Informationsreich wahren die Infos über die fehlenden Bücher und ihren Werten, die mir etwas zu großzügig erschienen. Gerne hätte ich mehr spannende Handlung erwünscht. Es gibt dann mal einen Toten. Danach kam es etwas in Fahrt mit den Befragungen und Vermutungen. Allerdings haben die mich eher gelangweilt. Kein Schwung in der Aussage des Textes und kein Schwung in der Handlung. Die Erfindung der Protagonisten sind gut gewählt aber ihre Charaktere kommen nicht zur Geltung. Schade, das Thema zum Krimi finde ich für Literaten interessant als einen Krimi zu gestalten. Leider ging für mich der wahre Brunetti fast schon unter im vielen Wasser in Venedig. Ich bin eigentlich froh gewesen, das ich das Buch fertig hatte. Nur 2 Punkte

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    • 2
  • Das Buch ist schwach, die Reihe ausgelutscht

    Tod zwischen den Zeilen
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    Dreiundzwanzig Fälle, ohne dass die handelnden Personen auch nur ein  Jahr älter werden oder sich entwickeln, das ist einfach zu viel. Die Grenzen der Serie von Donna Leon mit ihrem Commissario Brunetti sind schon seit vielen Jahren und Folgen offensichtlich. Und dennoch gelingt es ihr, mit jedem weiteren Buch sozusagen noch eine Stufe in der literarischen und krimimäßigen Qualität abzusteigen. Spielten die ersten Bände noch in der Championsleague, bewegen sich die letzten und erst recht der neue vorliegende nur noch auf dem Niveau einer fünfklassigen Verbandsliga. Dieses Mal geht es um verschwundene resp. gestohlene Bücher. In der alten ehrwürdigen Biblioteca Merula, in der sich Brunetti in seiner Studienzeit (wann das wohl war?) oft aufhielt werden einzelne Seiten aus einem Buch vermisst, Es handelt sich um wertvolle Reisebeschreibungen aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Unter Verdacht gerät ein amerikanischer Wissenschaftler, doch der ist unauffindbar. Brunetti versichert der Unterstützung seiner Schwiegereltern, doch der einzige der etwas wissen könnte ist der ehemalige Priester Aldo Franchini, der sich in der Bibliothek mit den Werken von Tertullian befasst. Als dieser Priester tot aufgefunden wird, kommt so etwas wie eine kleine Spannung in ein Buch, das bis dahin dahingeplätschert war wie ein Fußballspiel in der Sommerpause. Der Bruder des Priester hat keinen guten Leumund für ihn und so ganz nebenbei mit einem für Leon gewohnten kleinen Schuss Sozialkritik gelingt die Lösung eines eher langweiligen Falles. Das Buch ist schwach, die Reihe ausgelutscht, doch ich freue mich für den durch die Frankenaufwertung arg gebeutelten Diogenes Verlag, dass er damit richtig Geld verdienen , und dafür wiederum viele wirklich gute Bücher verlegen kann.

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    • 2
    Postbote

    Postbote

    08. November 2015 um 20:10
  • Altersmüde Autorin ohne Biss

    Tod zwischen den Zeilen
    Havers

    Havers

    Donna Leon, in Venedig heimische Amerikanerin, scheint offenbar altersmilde zu werden. Wie sonst lässt es sich erklären, dass sich nicht nur „Tod zwischen den Zeilen“ (Nr. 23 in der Brunetti-Reihe, kürzlich in der deutschen Übersetzung erschienen) sondern auch „Falling in Love“ (Nr. 24 im Original) im Wesentlichen, neben dem für einen Kriminalroman natürlich unvermeidlichen Mordfall, mit den „Schönen Künsten“ beschäftigt. Kritisches zu den gesellschaftlichen und politischen Zuständen in ihrer Wahlheimat, wie wir es aus den früheren Werken der Autorin kennen, fehlt völlig. Stattdessen widmet sie sich unbezahlbaren Erstausgaben und Opernpartituren. Und auch das Familienleben des Commissario birgt keinerlei Überraschungen mehr, die Kinder gehen ihrer eigenen Wege und Paolo liest, wie hinlänglich bekannt, in jeder freien Minute Henry James. Auch beruflich ist alles gesagt: Patta ist und bleibt der unfähige Vorgesetzte, der sich lediglich um seine gesellschaftliche Reputation kümmert, Signora Elettra beschafft auf nicht immer legalem Weg Informationen und Vianello bleibt der treue Knappe, der seinen Vorgesetzten mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln bei den Ermittlungen im aktuellen Fall unterstützt. Also auf breiter Front keine Weiterentwicklung der Personen. In der Biblioteca Merula stellen die Angestellten fest, dass aus wertvollen antiquarischen Büchern fein säuberlich Seiten herausgetrennt wurden. Bei der Überprüfung des Bestandes stellen sie außerdem fest, dass diverse unbezahlbare Folianten spurlos verschwunden sind. In Verdacht gerät ein Amerikaner, der sich über einen längeren Zeitraum täglich in der Bibliothek aufhielt, nun aber nicht mehr auffindbar ist. Dann wird ein Geistlicher, der ebenfalls regelmäßig zu Studienzwecken in den Leseräumen anzutreffen war, ermordet aufgefunden. Brunettis Nachforschungen ergeben, dass dieser Priester kein unbeschriebenes Blatt war. Im Wesentlichen stützt er sich auf die Aussagen dessen nächsten Angehörigen, der seinen Bruder als Lügner, Dieb und Verführer bezeichnet. Soweit, so gut – das war es dann auch schon. Noch etwas hin und her, und schon ist der Fall aufgeklärt, dessen Lösung sich dem erfahrenen Leser bereits von Beginn an aufdrängt. So bleibt „Tod zwischen den Zeilen“ nur eine einfache Geschichte ohne Biss, die keinerlei Überraschungsmomente bereithält. Enttäuschend, weil man weiß, dass Donna Leon durchaus in der Lage ist bzw. war, raffinierte Kriminalromane mit Seitenhieben auf ihre italienische Wahlheimat zu schreiben.

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    • 2
    Postbote

    Postbote

    08. November 2015 um 20:07
  • Tod zwischen den Zeilen

    Tod zwischen den Zeilen
    SigiLovesBooks

    SigiLovesBooks

    06. July 2015 um 14:53

    "Brunetti auf der Jagd nach Raritäten: Als in der altehrwürdigen Biblioteca Merula Illustrationen aus alten Büchern, ja ganze Folianten verschweinden, ist Brunetti mehr gefordert denn je. Der Fall mit dem höchsten Einsatz. Zu Tod zwischen den Zeilen hat Donna Leon sich durch einen der größten Bücherdiebstähle in der Geschichte inspirieren lassen." (Quelle: Buchrückentext) Meine Meinung: Das Cover wirkt sehr anziehend auf mich, ist absolut passend und hat etwas Erhabenes, was dem Kriminalfall gerecht wird: Der Löwe hütet mit der Vorderpranke besitzergreifend das Buch, so wie die Biblioteca Merula alte und sehr wertvolle Bücher besitzt.... Der stilistisch niveauvoll und überaus unterhaltsam geschriebene 23. Fall für Commissario Brunetti hat mich nach jahrelanger "Abstinenz" (die nach dem 13. Fall bei mir auftrat) sehr begeistert: Ihr Stil, die leise Sozialkritik (von Politik über klerikale Einflüsse, bizarre Amtsvorgänge bis hin zu Kreuzfahrtschiffen, deren regelmäßiges Anlegen in Venedig zurecht mehr als umstritten ist), ist unverändert spannend und bringt die Kultur und Geschichte Venedigs dem Leser näher: Es handelt sich um einen klug inszenierten Fall, in dem es um das Verschwinden einzelner Seiten oder gar ganzer Bücher geht, die teils mehr als 500 Jahre alt und daher sehr wertvoll sind. Einige wurden aus der "Biblioteca Merula" auf perfide Weise entwendet... Der Titel des Krimis hat natürlich mit dem Fall zu tun - und drängt umso mehr nach einer Auflösung: Kein leichter Fall für Brunetti (dessen "Familienleben" mitsamt altem venezianischem Adel auch charmant, aber nicht überladen "rüberkommt") und dem legendären Ispettore Vianello, der inzwischen per "du" mit Guido Brunetti ist (und den ich von Beginn an ins Herz geschlossen hatte). Für mich war es ein Lesegenuss, die Ermittlungen (im Genick des Ermittlerduos immer in gewohnter "Un"manier der Vice Questore Patta) zu verfolgen und ich habe es sehr genossen, vom Wert alter Bücher und altehrwürdiger Bibliotheken mehr zu erfahren... Zuweilen existieren noch Exemplare von solch' hohem (Sammler)wert, dass so mancher Zeitgenosse bereit sein könnte, dafür "über Leichen zu gehen".... Fazit: Klug, zuweilen zum Schmunzeln, interessant, mit sehr viel kulturellem venezianischem Flair, ein sympathisches Ermittlerteam - und einen nicht vorhersehbaren Plot - das dürfte die Herzen eingeschworenet Brunetti-Fans höher schlagen lassen! Von mir 4 große Sterne und 92° auf der Krimi-Couch mit einer Krimi > Leseempfehlung ;-)

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  • Wer verstümmelte alte Folianten?

    Tod zwischen den Zeilen
    Bellis-Perennis

    Bellis-Perennis

    03. June 2015 um 06:42

    Primavera in der Serennissima - Frühling in Venedig. Es blüht, es duftet - es wäre idyllisch, wenn - ja wenn - nicht die riesigen Kreuzfahrtschiffe und die Kriminellen Venedig die Ruhe der Lagunenstadt störten. Brunetti wird in die ehrwürdige Bibliothek gerufen, wo alte, kostbare Werke verstümmelt wurden. War da ein Auftragstäter am Werk? Wer tötete den alten Mann, der einem Möbelstück gleich, Tag für Tag in der Bibliothek alte Schriften studierte? Gehören die Kriminlafälle zusammen? Fragen über Fragen, die Brunetti zu beantworten hat. Wie bei Donna Leon üblich, gibt es wenig reißerische Action sondern mehr subtile Aufklärung. Diesmal wieder verstärkt mit dabei: Brunettis Schwiegereltern, die aus altem venezianischem Adel stammende Familie Falier. Mir hat dieser Krimi besser gefallen als die beiden letzten Bücher, was wahrscheinlich daran liegt, dass ich Bücher und alte Folianten mag.

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  • Diät-Krimi

    Tod zwischen den Zeilen
    Matzbach

    Matzbach

    23. May 2015 um 16:57

    Wer Hochspannung sucht, ist hier falsch. Wieder einmal legt Frau Leon einen Kriminalroman vor, der spannungstechnisch allenfalls vor sich hinplätschert. Ermittlungen hinsichtlich Bücherfrevels, in einer Bibliothek werden Bücher gestohlen bzw. Seiten herausgeschnitten, führen zur Ermordung eines vermeintlichen Zeugen (etwa zur Hälfte des Romans). Ein Dauergast, der die Vorgänge möglicherweise beobachtet hat, wird ermordet in seiner Wohnung aufgefunden. Aber ist der Ex-Priester tatsächlich nur ein Zeuge? Brunetti ermittelt in bekannter Manier, bis ihm die Lösung des Falls beinahe vor die Füße fällt. Warum trotzdem vier Sterne? Einfach, weil man sie gern haben muss, den Guido und seine Frau Paola. Nicht nur, aber vor allem in ihren Gesprächen wird ein trübes Bild italienischer Wirklichkeit vorgeführt. Wo sonst - außer vielleicht am Berliner Flughafen -  kann es sein, dass  sinnlose Großprojekte verwirklicht werden, beschlossen von Politikern, die an den Unternehmen beteiligt sind. Für Leon-Liebhaber gilt: wieder mal bestens bedient, alle anderen solten vieleicht die finger von diesem Roman lassen.

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