Donna Milner Der Tag, an dem Marilyn starb

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Inhaltsangabe zu „Der Tag, an dem Marilyn starb“ von Donna Milner

Ist es Zufall, dass Lucy Coulter am selben Tag stirbt wie Marilyn Monroe? Der 5. August 1962 jedenfalls ist für ihre Familie ein tragischer Tag. Warum musste die junge Frau auf so mysteriöse Weise ums Leben kommen? Doch ihr Tod zwingt ihren Mann Howard auch, sich endlich der Antwort auf eine Frage zu stellen: Warum hat er ihr all die Jahre nie die Wahrheit über seine Vergangenheit gesagt?

4,5 ☆ - sehr berührendes und zum Nachdenken anregendes Buch über Familie und Vergangenheit.

— Kleines91

Tiefründiger und bewegender Roman über eine Familientragödie, der Mut macht zu kämpfen.

— annewiegner

Ein Roman über die grauenvollen Folgen des Krieges am Beispiel junger kanadischer Soldaten im 2. Weltkrieg -aktuell wie eh und je.

— Barbara62

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  • Zwischen Lächeln und Tränen

    Der Tag, an dem Marilyn starb

    yesterday

    09. April 2016 um 22:58

    Dieser Roman schafft es, trotz des traurigen Themas, den Leser immer wieder zum Schmunzeln zu bringen. Oft deshalb, weil man sich in der einen oder anderen Figur selbst erkennt. Doch auch wer nicht – wie Hauptfigur Ethie – seine Mutter verlor, als er noch ein Kind war, wird von ihren klaren und direkten Schilderungen zu Tränen gerührt. In diesem Teil des Buches, der in der Gegenwart spielt, beschreibt Ethie, wie ihre Familie, allen voran ihr Vater, mit diesem schweren Schicksalsschlag umgeht. Sie will wissen, was genau passiert ist, tut sich schwer, zu akzeptieren, dass ihre Mutter nie wieder nach Hause kommen wird. Und mitten in diese Trauerphase platzt ein unbekanntes asiatisches Mädchen, das immer ihr Haus beobachtet. Ethie geht zusammen mit ihrem Bruder Kipper dieser Fremden nach und stößt mit der Zeit auf ein vom Vater gut gehütetes Geheimnis. Unterbrochen werden Ethies Schilderungen von Rückblenden in den zweiten Weltkrieg, in dem ihr Vater für Kanada in Asien stationiert war. Seine Erlebnisse dort lassen den Leser besser verstehen, warum er in der Gegenwart meist sehr abwesend ist und viel Alkohol trinkt. Außerdem erklären diese Jahre auch, woher das Mädchen kommt, das auf das Haus der trauernden Familie starrt. Mit einer packenden Unverblümtheit und Direktheit schreibt Donna Milner den Großteil des Buches über sehr schlimme und schreckliche Tatsachen, doch sie schafft es, dass sie den Leser zwar berührt, aber nicht verschreckt. Während der Kriegsszenen weiß man als Leser, dass der Vater heimkehren wird, auch wenn ihm und seinen Kameraden noch so unmenschliche Dinge zustoßen. Und in der Gegenwart lässt die Autorin den Leser hoffen, dass die Familie alles hinbekommt, näher zusammenrückt und letztlich stärker aus alldem hervorgehen wird. Ab und zu rückt das Geheimnis um das fremde Mädchen dabei fast in den Hintergrund und man fühlt sich zwischen den Gefühlen der Familienmitglieder so hin- und hergerissen als würde man zwischen ihnen auf dem Sofa im Wohnzimmer sitzen.

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  • Der Tag, an dem Marilyn starb

    Der Tag, an dem Marilyn starb

    RobinBook

    15. November 2015 um 10:37

    Bereits mit "River" verstand es Donna Milner ausgezeichnet, mich mit ihrer Fabulierkunst zu überzeugen. Sehr einfühlsam erzählt sie uns jetzt in diesem Buch von einer kleinstädtischen kanadischen Durchschnittsfamilie. 3 Kinder und ein Witwer verloren ausgerechnet an dem "Tag an dem Marilyn starb", Ehefrau und Mutter durch einen reichlich mysteriösen Tod. Mit "Marilyn" ist natürlich die berühmte Schauspielerin "Marilyn Monroe" gemeint, 3x verheiratet, darunter mit Sport-Star Joe DiMaggio und Autor Arthur Miller, und angeblich mit dem amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy ebenso liiert wie mit dessen jüngerem Bruder, dem Justizminister Robert Kennedy, und unsterblich geworden mit Filmen wie "Manche mögen's heiss", "River of no return", "Das verflixte 7. Jahr", "Blondinen bevorzugt" und "Wie angelt man sich einen Millionär". Eindringlich, aber nie kitschig, erzählt uns Frau Milner in zwei Erzählsträngen einmal von dem Versuch der Restfamilie, mit dem Verlust fertig zu werden, und andererseits in Rückblicken von den traumatischen Erlebnissen, die der  Vater im zweiten Weltkrieg in Asien erleben musste. Die beiden Erzählstränge werden in dankenswerter Weise immer deutlich voneinander unterschieden, indem die Kriegsereignisse durch den Schilderungen vorangestellte Zeit- und Ortsangaben gekennzeichnet sind. Sehr behutsam wird ein weiteres Problem angesprochen: Christopher, der von Eltern und Geschwistern stets "Kipper" genannt wird, der Jüngste der Familie, hat das "Down Syndrom", oft auch "Mongolismus" genannt, eine Krankheit, über die man in den 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts noch wenig wusste. Die in kinderloser Ehe mit dem gut verdienenden Sydney glücklich verheiratete Schwester der Verstorbenen, Mildred, wird nun zur Bedrohung: Sie spricht dem Witwer die Fähigkeit ab, für seine Kinder in angemessener Weise zu sorgen, und möchte Kipper in ein Heim geben. Da der Vater ein Alkoholproblem hat, hat Mildred anfangs auch scheinbar recht gute Karten. Die Ereignisse spitzen sich zu, als plötzlich ein asiatisch aussehendes Mädchen auftaucht. Die Geschichte hat mich bis zur letzten Seite fesseln können!

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  • Ein trauriger Tag ...

    Der Tag, an dem Marilyn starb

    buchstabentraeume

    15. September 2015 um 10:48

    Der Tag, an dem Marylin starb, war ein trauriger Tag. Doch Ethie, ihre zwei Brüder und ihr Vater trauern nicht um die berühmte Schauspielerin, sondern um Lucy Coulter, die ihnen eine wunderbare Frau und Mutter war und plötzlich und viel zu früh starb. Schon die ersten Worte der sympathischen Ich-Erzählerin Ethie nehmen mich gefangen. So etwas Schreckliches, wie den Tod der eigenen Mutter mitzuerleben, kann nicht so leicht verkraftet werden. Deshalb liest sich das Buch auch wie ein Tagebucheintrag. Ethie verarbeitet auf diese Weise das Geschehene. Doch nicht nur Ethie hat diese schmerzliche Erfahrung zu verarbeiten. Auch ihre Brüder trifft der Tod schwer. Frankie, der schon mit beiden Beinen fest im Leben steht, weiß, wie er mit dem Tod eines Menschen umzugehen hat. Kipper, der am Down-Syndrom leidet, hat seine ganz eigene Art den Tod der Mutter zu verkraften. Er akzeptiert, dass sie sich nun im Himmel befindet, und sucht verstärkt die Nähe und den Trost von Ethie. Schnell wird außerdem klar, dass den Vater etwas Rätselhaftes umgibt. Wieso verschwindet er urplötzlich für einige Tage und wieso sitzt er von Zeit zu Zeit verloren am Tisch, in einer anderen Welt gefangen, nicht aufnahmefähig für das, was um ihn herum geschieht. Sind es wirklich nur die Erfahrungen des Krieges, die ihn verändert haben? Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie Ethels Mutter zu Tode kam. War es Mord? Selbstmord? Selbst im Tod gibt Lucy viele Rätsel auf. Und eine Frage stellt sich vor allen anderen: Was soll nun werden aus Ethel, ihren Geschwistern, ihrem Vater? In die Schilderungen von Ethie sind Kapitel eingestreut, in denen aus der Vergangenheit des Vaters berichtet wird. Der Leser erfährt hier nicht nur, wie sich Howard und Lucy kennen gelernt haben, sondern auch die schrecklichen Erfahrungen, die Howard als Soldat im zweiten Weltkrieg sammeln musste, werden verdeutlicht. Der Stil der Autorin ist sehr lebendig und einfühlsam. Ich als Leser habe ich mich als ein Teil der Familie Coulter gefühlt. Die Szenen um Lucys Beerdigung sind so eindringlich beschrieben, dass die Trauer über ihren Tod richtig greifbar wurde. Die grausamen Kriegsszenen waren stellenweise nur schwer zu verdauen. Nichtsdestotzortz gehören sie zu Howards Vergangenheit und sind somit sehr relevant für das Buch und die Entwicklung der Charaktere und Geschehnisse. Ich bewerte das Buch abschließend mit 4 Sternen, und bin froh, das Erslingswerk der Autorin noch nicht gelesen zu haben, denn darauf freue ich mich nun, nachdem mir auch ihr zweiter Roman sehr gut gefallen hat.

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  • Wahrheit und Freundschaft

    Der Tag, an dem Marilyn starb

    achilles

    18. August 2015 um 19:45

    der Originaltitel lautet "Promise of Rain" und wird dem Inhalt des Romans eher gerecht. Aber das ist auch schon die einzige Kritik, die ich nach dem Lesen des Buches, das ich vorab lesen durfte, hatte. Der Roman spielt in Kanada Anfang der 60er Jahre und erzählt in anrührender Weise das Schicksal einer kanadischen Familie. Mit dem Tod der Mutter beginnt der Roman. Der Vater hat am 2. Weltkrieg teilgenommen und hat Grauenhaftes in Hongkong erlebt. Der Roman wird in zwei Zeitzonen erzählt. Die 11-jährige Tochter Ethie erzählt wie die Familie: Vater, der fast erwachsene Sohn Frankie, Kipper der mittlere Sohn und die Icherzählerin versucht, die Zeit nach dem tragischenn Tod der Mutter zu überstehen. Mich hat dabei u.a. sehr beeindruckt wie die Familie die Behinderung des mittleren Sohnes Kipper nicht nur akzeptiert, sondern ihn auch in seiner Selbständigkeit und in seinem Selbstbewußtsein bestärkt. Er weiß dass er anders als die meisten Menschen ist und auch warum das so ist und kann das mit einer Selbstverständlichkeit erklären, die herzerwärmend ist. Ein zentrals Problem ist außerden die Alkoholkrankheit des Vaters, fast kommt es zu einer weiteren Katastrophe In der zweiten Zeitzone wird geschildert, wie der Vaters den Krieg in Hongkong, aus dem er traumatisiert zurückkehrte, trotz kaum vorstellbarer Grausamkeiten überlebte. Das Bindeglied zwischen diesen beiden Zeitzonen ist die Frage nach der Wahrheit.

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  • Eine bewegende Geschichte

    Der Tag, an dem Marilyn starb

    annewiegner

    23. June 2015 um 20:58

    Eine Mutter kommt unter mysteriösen Umständen ums Leben und hinterlässt drei Kinder, den bereits erwachsenen Franky, den 14-jährigen Kipper, die elfjährige Ethie, und einen durch seine Erlebnisse im Zweiten Weltkrieg schwer traumatisierten Ehemann. Die Familie droht ohne die liebe- und verständnisvolle Zuwendung der Mutter zu zerbrechen. Zunächst habe ich erwartet, dass sich die Geschichte um die Mutter, die Umstände ihres Todes und darum, was das Ganze mit Marilyn Monroe zu tun hat, dreht, aber als sich herausstellte, dass dem nur vereinzelte Randbemerkungen gewidmet wurden, war ich schon längst in den Sog einer Familiengeschichte hineingeraten, die mich tief berührt hat. Es werden zwei Erzählstränge miteinander verknüpft, wobei zum einen Ethie rückblickend die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt, wie sie sich nach dem Unglücksfall entwickelt hat. Zum zweiten erfahren wir von einem allwissenden Erzählen, was Howard, der Vater, in den Jahren 1941 bis 45 in der chinesischen Provinz Hongkong, erst als Soldat und dann als Gefangener der Japaner, erlebt, vielmehr erlitten, ertragen und erduldet hat. Beim ersten Rückblick in die Kriegsvergangenheit des Vaters habe ich innerlich aufgestöhnt, weil ich Rückblenden an sich nicht so gern mag und schon gar kein Kriegsbuch lesen wollte, aber die geschilderten Ereignisse und der Sprachstil von Donna Milner (emotional und dennoch unprätentiös) hat mich nicht mehr losgelassen. Es ist schier unfassbar, welches Grauen dieser Mann erlebt hat und dabei schildert Milner nur sehr sparsam, man muss sozusagen nicht durchs Blut waten. Nicht nur, dass man Howard in seinem gegenwärtigen Handeln, oder besser gesagt, Nichthandeln verstehen kann, man möchte sich ihm am liebsten helfend und beschützend zur Seite stellen, ihn gegen seine resolute Schwägerin Midred verteidigen und ihm seine offensichtlich so wundervolle Frau Lucy ersetzen. Sehr überzeugend sind der Autorin auch die beiden Kinder Ethie und Kipper gelungen: das Mädchen, das sich nach dem Tod der Mutter für die Familie verantwortlich fühlt und damit doch eigentlich hoffnungslos überfordert ist, und ihr etwas älterer Bruder, der mit dem Down-Syndrom zur Welt gekommen ist. Ich selbst habe einen solchen Jungen im Bekanntenkreis und war aufs Höchste erstaunt, in welch winzigen Details Donna Milner das Wesen dieses Jungen erfasst und mit welcher Stimmigkeit sie diese Figur zeichnet. Ethie und Kipper strahlen so viel Menschlichkeit und Tiefe aus, dass sie mir schon nach wenigen Seiten ans Herz gewachsen sind. Und so ist es kein Wunder, dass für mich das Ende gar nicht happy genug sein konnte, denn ich habe allen Figuren nach dieser Geschichte ihr bisschen Glück (denn mehr ist es wirklich nicht) von Herzen gegönnt. Einziger Wermutstropfen: Der Titel. Ich habe zuerst überlegt, einen Stern dafür abzuziehen, da sich aus der Geschichte heraus keinerlei Bezug zum Titel ergibt, aber dann dachte ich mir, ist doch okay, einen solch werbewirksamen Titel zu verwenden. Ohne diesen hätte ich die Geschichte vielleicht nie gelesen, denn der Originaltitel "Promise of Rain", der viel mehr zum Wesen der Geschichte und ihrer Figuren passt, klingt in meinen Ohren zu melancholisch und hätte mich wahrscheinlich nicht zu diesem Buch greifen lassen.

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  • Ein Plädoyer für die Wahrheit

    Der Tag, an dem Marilyn starb

    Barbara62

    19. February 2015 um 13:09

    Nach River hat die kanadische Autorin Donna Milner mit Der Tag, an dem Marilyn starb ihren zweiten Roman vorgelegt. Auch dieses Mal zeigt sie, welch fatale Folgen Schweigen haben kann. Howard ist einer der kanadischen Soldaten, die 1945 nach vier Jahren Krieg und Gefangenschaft aus Hongkong zurückkehrten, traumatisiert vom Schicksal der umgekommenen Kameraden und den Misshandlungen der Japaner an der Zivilbevölkerung. Er trägt schwer an einer geheimen Schuld, die er im Alkohol ertränkt. Mit viel Verständnis und Stärke meistert seine Frau Lucy den Alltag der fünfköpfigen Familie. Als sie jedoch 1962 ums Leben kommt, gerät alles ins Wanken... Aus der Sicht der elfjährigen Tochter Ethie und mit Hilfe von Rückblenden erzählt Donna Milner wieder eine berührende Familiengeschichte, deren deutscher Titel leider schlecht gewählt ist.

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  • Tiefgang vom Feinsten

    Der Tag, an dem Marilyn starb

    wusl

    10. November 2014 um 10:34

    Dieses wunderschöne Buch habe ich inhaliert, die Seiten verschlungen, am Ende ein paar zufriedene gerührte Tränen verdrückt. Erzählt wird hier von einer ganz besonderen Familie - besonders, weil ihre Verletzungen und Traumata sehr tief sind aber auch, weil ihre Liebe und ihr Zusammenhalt ganz einfach darüber hinauswachsen. In ruhiger und einfühlsamer Sprache schildert Donna Milner, wie ein tragischer Unglückfall eine Familie noch mehr zusammenschweißt bis hin zum versöhnlichen Ende. Nachdem die Mutter mit einer Freundin zusammen an einer Gasvergiftung stirbt droht die Familie an der Alkoholsucht des Vaters zu zerbrechen. Der Schmerz des Verlustes lässt ihn in seiner Wiskeywelt versinken und er hat nicht die Kraft sich um seine Kinder zu kümmern. Die kleine Ethie und ihr behinderter Bruder Kipper versuchen mit dem Verlust der Mutter und trinkenden Vater zurecht zukommen. In einem zweiten Erzählstrang werden die Kriegserlebnisse von Vater Howard zwischen 1941 und 1945 in Hongkong erzählt und mit eindringlichen Bildern der Krieg, das Grauen und der Grund für seinen Alkoholismus erzählt. Die Kanadier, die nach dem Einmarsch der Japaner in einem Gefangenenlager dahinvegetieren, werden nicht nur unmenschlich behandelt, sondern gefoltert und viele getötet. Hier erfüllt sich auch das Schicksal von Gordy, Howards bestem Freund und noch 20 Jahre später wirft das Geschehen seine Schatten in die Gegenwart von Howards Familie. Ohne zuviel zu verraten, geht es in diesem Roman um Liebe und Treue, um Vertrauen und Versprechen und dass alles ist in keinster Weise schnulzig oder melodramtisch sondern immer im positiven Sinne ergreifend, interessant und in lebhaften Bildern. Die Personen wachsen einem schon nach wenigen Seiten ans Herz - sogar die all zu resolute Mildred bekommt am Ende noch so liebenswerte Züge, dass ich feuchte Augen bekam.

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  • Der Tag, an dem Marilyn starb - Donna Millner

    Der Tag, an dem Marilyn starb

    milasun

    21. September 2013 um 14:52

    "Wenn ich die Lider fest zusammenkniff. Wenn ich mich nicht rührte. Wenn ich nicht weinte. Wenn ich wirklich brav war, dann wäre das, was mein Vater gesagt hat, nicht wahr."

    Eine berührende Geschichte um Liebe, Schuld, Vergebung und Wahrheit, um die Schrecken des Krieges und den Zusammenhalt einer Familie.

  • Kolumne: Belletristik ist tot, es lebe die Belletristik

    muchobooklove

    Roman-Kolumne August 2013 von Mareike: Genreliteratur, das sind die Hamburger unter den Büchern Liebe Leser, Was ist eigentlich Belletristik Le belle et le triste – das Schöne und das Traurige – hierin liegt der französische Ursprung des Wortes Belletristik, das heute nicht viel mehr als ein Mysterium zu sein scheint. Dabei umfasst es so viele Aspekte, ohne die Literatur gar nicht zu denken wäre. Werte, Emotionen und die Ästhetik der Sprache sind für mich die wichtigsten Parameter dessen. Natürlich kann man auch etwas unprätentiöser an die Sache herangehen und einfach von „Romanen“ im Allgemeinen sprechen, wie auch der Titel der Kategorie hier auf Lovelybooks lautet. Doch dann geraten wir gleich ein bisschen in die Bredouille, denn Krimis sind ja auch Romane sowie Fantasy-Bücher und Chick-Lit ebenfalls. Von Kriminalromanen, Thrillern, Fantasy, Young Adult Fiction, Chick-Lit und Romantasy Naja, das sind ja eigentlich alles eher Genres, werdet ihr jetzt im Stillen und ganz zu Recht denken. Aber was sind denn überhaupt Genres? Der Versuch, Bücher in Kategorien zu pressen einerseits, eine Strategie des Buchmarktes andererseits, so scheint es mir. Denn was ist das Schreiben für ein bestimmtes Genre eigentlich anderes als der Versuch, seine Zielgruppe besonders im Blick zu haben. Mit bösen Zungen gesprochen ist das die Garantie dafür, beim Veröffentlichungsprozess bereits einschätzen zu können, wer das Buch am Ende kaufen wird. Darum wird auch immer schnell ein neues Genre entworfen, wenn gerade eine innovative Art des Schreibens mit Erfolg belohnt wurde. Eine kleine Geschichte: Ich sitze mit zwei Freunden von mir, nennen wir sie Justus und Gabi, an einem sonnigen Tag wie diesem in einer Eisdiele. Justus ist gerade dabei, sich eine Karriere im Verlagswesen aufzubauen, Gabi hat Journalismus studiert und steht kurz vor dem Mutterschutz. Justus erzählt uns von einem neuen Projekt, von dem er gehört hat und das sich im Bereich „Romantasy“ bewegt. Darauf Gabi: „Romantasy, nie gehört“ Justus: „Das ist ein neues Genre, das sich irgendwo zwischen Romantic Fiction und Fantasy bewegt, so Vampire und so“ wir nicken einstimmig, denn nun ist uns allen klar, dass hier die Nachfolgen von Stephenie Meyers „Twilight“-Saga spürbar werden. Wieder einmal wird ein Markt bedient. Man möchte so schnell wie möglich dabei sein, bevor er übersättigt ist und ein neues Genre gefunden werden muss. Ich seh' den Wald vor lauter Bäumen nicht Damit wird nicht nur die gesamte Belletristik oder alle Romane in logische Kategorien unterteilt, sondern diese werden wieder unterteilt, bis die gesamte Kriminalliteratur in Detektivromane à la Sherlock Holmes, Polizeiromane wie Mankels Wallander, Thriller der Dan Browns dieser Erde und Splatter im Stile von Karin Slaughter zerfällt, und die Fantasy-Literatur in High Fantasy à la Tolkien, Romantasy wie "Twilight", Dark Fantasy der Stephen Kings und Konsorten, Dark Romance im Stile von Edgar Allen Poe und historisch anmutende Fantasy, z.B. von George R.R. Martin. Und bei all diesen spezifischen Genres frag' ich mich wieder, wo denn nun die Belletristik abgeblieben ist? Denn wenn ich ehrlich bin, dann möchte ich gar nicht immer Genreliteratur lesen. Manchmal erscheint sie mir zu sehr auf ihr Publikum zugeschrieben. Manchmal sehe ich die Zutatenliste, die Autoren und Verlagen im Kopf herumgeschwirrt haben mag, zu deutlich vor mir. Aha, denke ich, hier ist ein bisschen Detektivroman mit den Zutaten verschrobener Ermittler aus zerrütteten Familienverhältnissen, hochintelligenter Täter, der eigentlich nur mit dem Ermittler spielen will, Frau oder wahlweise Kinder oder beides des Detektivs, die plötzlich in den Fall hineingezogen werden, gemischt worden, das Ganze wurde mit einem Hauch arktischer Kälte und einem leichten Hang zur Alkoholabhängigkeit garniert und schon war der skandinavische Kriminalroman in Anlehnung an Henning Mankell, Jo Nesbø oder Arnaldur Indridason fertig. Ich weiß ja, dass die meisten Schriftsteller mit viel Herzblut an ihr Werk herangehen, aber ich frage mich dennoch, woher dieser Hang zum an Fast-Food erinnerndem Literatur-Rezept kommen mag. Möchte denn niemand heute mehr eigene Gourmet-Kreationen entwerfen? Ist die Angst vor dem Scheitern so groß? Mehr Belletristik braucht das Land Ich sag es ganz offen – Ich mag Fastfood. Ein schöner Burger ab und zu ist ein herrliches Vergnügen, ebenso wie ein Krimi mit den oben von mir erwähnten Zutaten wunderbar sein kann. Aber irgendwie wünsche ich mir trotzdem öfter, mit Gourmet-Kreationen verwöhnt zu werden. Ich möchte Schriftsteller haben, die schreiben, weil sie damit das Schöne und das Traurige ausdrücken wollen, weil sie das Gute und das Böse im Menschen zeigen wollen und zwar ohne sich vorher zu überlegen, ob es dafür ein Publikum geben mag. Autoren, die der Wahrheit auf den Grund gehen mögen und mich damit überraschen, wie zum Beispiel Column McCann dies vor einigen Jahren mit „Der Tänzer“ getan hat oder Romane, die einen mit ernsten Themen zum Lachen bringen können wie Matt Ruff mit „Ich und die anderen“, Bücher, die unvergessen bleiben, weil sie anders sind, so wie auch Aravind Adigas „weißer Tiger“ oder Hermann Kochs „angerichtet“, um mal zwei jüngere Beispiele der Literatur zu nennen. Und wenn ihr es euch doch lieber überlegen und kein Risiko eingehen wollt, so rufe ich euch hiermit zu, liebe Autoren, liebe Verleger: Es gibt uns noch, uns Leser, die gerne einmal bis zum Äußersten getrieben werden möchten, die lachen und weinen wollen, die beim Lesen nicht mit Genrestrategien überrascht werden wollen, sondern mit richtig guten Geschichten, mit richtigen 5 Sterne Menüs, wie sie eben nur die immer weniger zu findende Belletristik für uns bereithält! Ja, das rufe ich laut und hinter vorgehaltener Hand wende ich mich fast gleichzeitig zu euch Lesern da draußen und frage euch leiser: Es gibt uns doch noch, die Belletristik-Leser, oder?

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  • Rezension zu "Der Tag, an dem Marilyn starb" von Donna Milner

    Der Tag, an dem Marilyn starb

    Annie6

    25. March 2012 um 15:17

    "Der Tag, an dem Marilyn starb“ ist für mich ein Buch, dass sich um grob gesagt, drei Themen dreht. Zuerst geht es in dem Buch natürlich um den Tod von Lucy Coulter. Sie ist Mutter von drei Kindern, Frankie, Christopher und Ethie. Und da der Tod von ihr sehr überraschend kommt und auf eine für sie sehr ungewöhnliche Weise, ist dass erstmal unbegreiflich für die Familie. Es handelt sich bei dem Buch aber keineswegs um einen Krimi, da von vornherein feststeht, dass ihr Tod ein Unfall war. Es wird für die Familie aber noch schwerer, weil Vater Howard sich noch mehr zurück zieht, als er es zu Lucys Lebzeiten getan hat. Dies hängt mit seinem Geheimnis zusammen. Und in dem Geheimnis, dass sich um den 2. Weltkrieg dreht, liegt das zweite (für mich) große Thema dieses Familienromans. Das dritte Thema ist eventuell ein Nebenthema, welches das Down-Syndrom behandelt. Denn Christopher bzw. Kipper hat diese Krankheit und muss immer wieder mit Vorurteilen kämpfen und sich seinen Platz in der Welt erst verdienen. Donna Milner hat sich in ihrem Roman keineswegs zu viel vorgenommen, sondern konnte die Probleme sehr authentisch vermitteln. Die Charaktere sind alle sehr unterschiedlich, sie leben wirklich, denn sie haben alle eine Vergangenheit die mehr oder weniger zur Sprache kommt und die auch relevant ist für die Handlung. Der Roman wird aus der Sicht von Ethie, Lucys Tochter, geschildert. Sie ist beim Tod ihrer Mutter erst elf Jahre alt und kümmert sich immer um ihren älteren Bruder Kipper. Die Geschichte im Jahr 1962 wird allerdings durch Rückblenden aus Howards Sicht unterbrochen, in denen er vom 2. Weltkrieg berichtet. So lichtet sich das Geheimnis allmählich. Es bleibt bis zum Ende des letzten Rückblicks nicht erschließbar, was passiert ist und wieso Howard bis heute solche schrecklichen Erinnerungen hat. Beide Erzählungen werden zum Schluss zusammengeführt. Aufgrund dieser schwierigen Themen, ist das Buch natürlich etwas bedrückend, auch traurig, macht aber auch Hoffnung. Und besonders das Ende des Buches finde ich wunderschön gewählt und bildet meiner Meinung nach einen tollen Abschluss zu einer mitreißenden Geschichte. Den Titel des Werkes finde ich schön, aber da das Buch so gar nichts mit Marilyn Monroe zu tun hat, ist es für mich nur schwer erschließbar, warum gerade dieser Titel gewählt wurde. Dagegen finde ich den englischen Titel „The Promise of Rain“ (Deutsch: „Das Versprechen des Regens“) viel schöner. Denn im Buch bekommt Regen tatsächlich eine besondere Bedeutung. Auch das Englische Cover finde ich schöner, dass deutsche schneidet aber auch nicht viel schlechter ab. FAZIT Bei meiner Punktevergabe musste ich kurz überlegen, weil ich mir nicht ganz sicher war ob 5 Punkte angebracht sind. Aber aufgrund des herrlichen Endes, habe ich mich doch für 5 Punkte entschieden. Auch so hat die Geschichte eigentlich alles: Liebenswerte Figuren die man sofort ins Herz schließt, Themen die jeden von uns interessieren sollten, einen Schreibstil dem man gerne Seite für Seite folgt und Emotionen freisetzt. Und auch der Spannungsbogen kommt nicht zum Erliegen. 5 Sterne

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  • Rezension zu "Der Tag, an dem Marilyn starb" von Donna Milner

    Der Tag, an dem Marilyn starb

    Queenelyza

    19. September 2011 um 21:38

    Die amerikanische Hausfrau und Mutter Lucy Coulter stirbt am selben Tag wie Marilyn Monroe, ebenfalls unter zunächst ungeklärten Umständen. Die Familie trauert, ist ratlios, fragt sich warum. Warum musste die immer muntere, gut gelaunte Lucy sterben? Der zweite Roman der kanadischen Autorin Donna Milner beginnt mit der schrecklichen Nachricht, überbracht ganz klassisch an der Haustüre. Die Umstände sind merkwürdig, wurde Lucys Leiche doch auf einem Boot gefunden. Und Lucy soll getrunken haben, was sie sonst nie tat. Parallel dazu taucht in der Straße, in der die Coulters leben, plötzlich ein mysteriöses Mädchen auf. Wie passt sie in die Geschichte? Was sich zuerst anhört wie ein Krimi, entfaltet sich zu einer unfassbar bewegenden, aufwühlenden Familiengeschichte. In Rückblenden erfahren wir, wie sich Lucy und Howard, der Familienvater, kennengelernt haben, welche furchtbaren Erlebnisse Howard im zweiten Weltkrieg durchmachen musste und wie diese es unmöglich machten, unbeschadet ins reale Leben zurückzukehren. Die "aktuellen" Ereignisse aus dem Jahre 1962 werden von Ethel, der Tochter des Paares, erzählt. Ethel verehrt ihren großen Bruder Frank, der schon einen Job hat und kümmert sich rührend um den jüngeren Bruder Christopher, genannt Kipper, der am Down-Syndrom leidet. Ethel berichtet von der Trauer, von dem verzweifelten Versuch, die Familie zusammenzuhalten, von ihren vergeblichen Versuchen, die Ausfallerscheinungen des Vaters zu kaschieren. Es gelingt nicht, doch Stück für Stück kommen sie dem Geheimnis um Lucys Tod näher. Und erst als Ethels Dad kurz davor ist, alles zu verlieren, wendet sich das Blatt - doch wird die Familie ihre neue Chance nutzen können? Wo andere US-Autoren ihre Geschichten gerne im Pathos ertränken, kommt "Der Tag, an dem Marilyn starb" ohne psychologische Analysen und kluge Ratschläge aus. Durch die einfache, doch kraftvolle Sprache wird die kleine Ethel fast plastisch greifbar, dieses traurige und doch tapfere Mädchen, das uns diese Geschichte erzählt. Als ich dieses Buch zuschlug, hatte ich eine Gänsehaut und einen dicken Kloß im Hals. Die Tür zu dieser Familie aufmachen zu dürfen, ihre Liebe und ihren Zusammenhalt spüren zu können, das hat mich tief bewegt und gerührt. Und - ganz leise habe ich diese Türe wieder geschlossen, unendlich dankbar, dass ich für eine kurze Zeit beobachten durfte. Ein Buch, das man gerne ein zweites Mal zur Hand nimmt und ein klares Muss für Freunde von guten Familiengeschichten.

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  • Rezension zu "Der Tag, an dem Marilyn starb" von Donna Milner

    Der Tag, an dem Marilyn starb

    nic

    08. August 2011 um 13:00

    Am 5. August 1962 wird die kanadische Familie Coulter von der Nachricht zum Tod der über alles geliebten Mutter und Ehefrau erschüttert. Gleich vorweg sei zum Titel gesagt, dass das Buch außer dem gemeinsamen Todestag überhaupt nichts mit Marilyn Monroe zu tun hat. Lucy Coulter wird zusammen mit ihrer Freundin auf einem Segelboot tot aufgefunden. Die Untersuchungen ergaben, dass die beiden Frauen alkoholisiert waren und an einer Kohlenmonoxidvergiftung gestorben waren. Der Tod bleibt vorerst mysteriös und unbegreiflich für ihren Ehemann Howard und ihre drei Kinder Frankie, den ältesten Sohn, dem vierzehnjährigen Kipper, der das Downsdyndrom hat und der Sonnenschein der Familie ist, und Ethie, der Tochter. Ethie ist elf Jahre alt, und erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht. Lucy war der Mittelpunkt der Familie Coulter, lebensfroh, schön, humorvoll, und ihr Tod ist ein schwerer Verlust für alle. Howard, der nach jahrelanger Kriegsgefangenschaft psychisch schwer angeschlagen aus China zurück kam und das Trinken begonnen hat, droht in eine schwere Depression zu rutschen und scheint damit überfordert, sich um seine Kinder zu kümmern. Auf langen Spaziergängen im Regen versucht er einen klaren Kopf zu bekommen und überlässt die Kinder sich selbst, bis seine Schwägerin, die Schwester der verstorbenen Lucy sich einmischt und damit droht, ihn bei der Fürsorge zu melden und ihm seine Kinder wegnehmen zu lassen. Der Tag, an dem Marilyn starb habe ich unmittelbar nach Donna Milners erstem Buch „River“ gelesen. Auch in ihrem zweiten Roman geht es wieder um Geheimnisse und die Folgen des Verschweigens. Ein Vergleich zwischen beiden Büchern ist mir nur schwer möglich, zumal Der Tag, den dem Marilyn starb überschattet ist von den Geschehnissen im Krieg und der Gefangenschaft, die bei mir einen schalen Beigeschmack hinterlassen haben, nicht zuletzt, weil ich mich gefragt habe, ob es nicht etwas zu einseitig ist, die japanischen Streitkräfte als die Bösen und die kanadischen bzw. britischen Soldaten als die Guten darzustellen. Allerdings lautet ein Zitat im Buch auch „keine Seele kommt unversehrt aus dem Krieg zurück“. Das Buch besteht aus zwei Erzählsträngen, eben rückblickend die Zeit um 1941 als Howard und sein Freund sich bei der Armee gemeldet hatten und unterwegs waren, die Briten zu unterstützen und die folgenden Jahre bis zu seiner Rückkehr, sowie der Gegenwart- der Zeit nach dem 5. August 1962. Obwohl ich beim Lesen niedergedrückter Stimmung war, hat mich auch dieses Buch wieder überzeugt. Donna Milner hat mich gefesselt und lässt mich gespannt sein auf weitere Werke von ihr, auf die wir hoffentlich nicht allzu lange warten müssen.

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  • Rezension zu "Der Tag, an dem Marilyn starb" von Donna Milner

    Der Tag, an dem Marilyn starb

    LilaLakritze

    03. February 2011 um 17:21

    "Der Tag, an dem Marilyn starb" von Donna Milner hat mich doch sehr überrascht. Cover und die ersten Kapitel, geschrieben in Donna Milners ruhiger und angenehmer Art, ließen mich auf einen Familienroman mit einem tragischem Hintergrund in Kanada schließen. Jedoch trifft dieses nur auf einen der beiden Handlungsstränge zu. Hier trauert die Familie Coulter um Mutter Lucy, die auf tragische Weise ums Leben kommt, dieses exakt am gleichen Tag wie Marilyn Monroe. Zurück bleiben die drei Kinder in der Obhut eines Vaters, der noch viele Jahre nach Ende des zweiten Weltkriegs unter den 'Erinnerungen aus dieser Zeit leidet und dieses mit Hilfe von Alkohol zu verdrängen versucht. Über seine traumatischen Erlebnisse hat er nie gesprochen, was fatale Folgen für seine Familie haben wird. . Im zweiten Handlungsstrang deckt Donna Milner Stück für Stück eben diese Erlebnisse auf und führt den Leser in das Hongkong der 40er Jahre, zum Zeitpunkt der japanischen Invasion. Für mich hatte dieser Teil zuerst ein paar erträgliche Längen, bis sich langsam die Geschichte entwickelt, die ausschlaggebend ist. Schnell kann man sich die passenden Zusammenhänge zusammenreimen, was aber der eigentlichen Geschichte keinen Abbruch tut. Selbst wenn letzendlich Klarheit über den Verlauf der Geschichte besteht, vermag Donna Milner noch den einen oder anderen überraschenden Satz einzubauen, der dann doch noch einmal schockiert. . Hielt sich meine Begeisterung für dieses Buch zuerst in Grenzen, so hat es mich besonders gegen Ende doch noch sehr berührt. Donna Milner zeichnet ihre Figuren mit sehr viel Liebe und bringt sie dem Leser nahe. Ihre Geschichte regt zum Nachdenken an und weckt schon jetzt die Vorfreude auf ihr nächstes Buch.

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  • Rezension zu "Der Tag, an dem Marilyn starb" von Donna Milner

    Der Tag, an dem Marilyn starb

    walli007

    30. January 2011 um 10:20

    Der Brief Bei einem tragischen Unglück kommt die dreifache Mutter Lucy Coulter zu Tode. Die Familie erstarrt in Trauer. Wie konnte es nur zu dem Unglück kommen? Der schweigende Vater kann sich seinen Kindern nicht öffnen. So muss sein ältester Sohn Frankie einen großen Teil der Verantwortung übernehmen. Die 11jährige Ethie kümmert sich rührend um den dritten im Bunde, Kipper, der mit dem Down Syndrom geboren wurde. Doch ein Rätsel scheint die Beziehung des Vaters mit seiner verstorbenen Frau zu umgeben. Er macht sich große Vorwürfe, seiner Lucy nie die Wahrheit gesagt zu haben. Dieses Buch hat mich sehr positiv überrascht. Nach der Leseprobe hatte ich zwar ein größeres Mysterium um den Tod der Lucy erwartet, doch die Geschichte entwickelte sich ganz anders. Sehr gefühlvoll beschreibt die Autorin, die Schockstarre des Vaters, der seine Trauer nicht ausdrücken kann und sich auch seinen Kindern nicht öffnet, genauso wenig wie er sich zuvor seiner Frau geöffnet hat. Die Ursachen führen zurück zum zweiten Weltkrieg, wo er gemeinsam mit seinem besten Freund als Kanadier in Hong Kong stationiert war. Hier erfährt der Leser in Rückblenden von den Erlebnissen des Vaters, über die dieser sich nie überwinden konnte zu reden. Dann sein Ältester Frankie, der versucht, die verbleibende Familie zusammen zu halten und der doch ob seiner jungen Jahre scheitern muss. Ethie, die etwas naseweise kleine Schwester, die manchmal genervt von Kipper ist, und die doch immer für ihn da ist. Schließlich Kipper, der wegen seiner Behinderung manchmal nicht alles zu verstehen scheint, der dennoch mit seiner freundlichen und direkten Art so manchen Stein ins Rollen bringt und mehr dazu beiträgt, die Familie zu einen, als man zunächst ahnen kann. Für mich hat das Buch eine sehr bewegende Geschichte über eine schlimme Zeit einer Familie, die doch an ihrer Aufgabe wächst. Als Leser wünscht man sich zwar, gerade der Vater und Lucy hätten mehr miteinander geredet, doch dann hätte es dieses wunderschöne emotionale Buch nicht gegeben.

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  • Rezension zu "Der Tag, an dem Marilyn starb" von Donna Milner

    Der Tag, an dem Marilyn starb

    Engelsgesicht77

    26. January 2011 um 20:24

    Der Titel passt nicht, weil das nur am Anfang des Buches erwähnt wird. Die Mutter der jungen Ethie starb an dem Tag als Marilyn starb. Man wundert sich, wieso die Mutter mit einer Freundin auf dem Boot war und was wollten sie dort. Hat sich die Mutter umgebracht oder warum. Am Tage der Beerdigung sieht Ethie ein asiatisches Mädchen auf der anderen Straßenseite stehn, die das Haus beobachtet. Weiter merkt Ethie, dass ihr Vater sich nicht um die Familie kümmert und sie sowie ihre zwei Brüder in Stich lässt. So versucht Ethie mit aller Macht herauszufinden, was mit ihrer Mutter passiert ist und welches Geheimnis das asiatische Mädchen hat. Es handelt sich um eine Familiengeschichte, die mal zeigt, dass es nicht immer gut ist, bestimmte Dinge für sich zu behalten. Dieses Buch war mein erstes Vorablesen-Gewinn, leider hab ich sehr lange gebraucht, um es zu Ende zu lesen, ab der Hälfte wurde es erst für mich interessant. Die Geschichte wechselt sich mit der Vergangenheit (Krieg in Pearl Harbor und Hongkong) und Gegenwart ab. Die Gesichte an sich war nicht schlecht, aber ich hätte gern etwas Spannung gehabt, zumal man schon im Vorfeld wußte, was Sache ist. Fand das Ende gut, trotzdem hätte ich mir eine vollständige Aufklärung gewünscht, was leider nicht passiert.

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