Der kleine Freund

von Donna Tartt 
3,5 Sterne bei80 Bewertungen
Der kleine Freund
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Positiv (40):
M

Die Hitze der Südstaatenszenerie dringt durch perfekte Sätze.

Kritisch (11):
KerstinnIs avatar

Sehr laaaaangwieriger Leseprozess.. hat mir nicht gefallen

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Inhaltsangabe zu "Der kleine Freund"

Alexandria, eine kleine Stadt in den Südstaaten: Hier wächst Harriet Cleve in einem Zuhause voller Geborgenheit auf, und dennoch lastet ein dunkler Schatten auf ihrer Kindheit. Zwölf Jahre sind seit jenem Moment vergangen, in dem für die Familie Cleve die Welt jäh zum Stillstand kam: Eine Nachbarin fand Harriets neunjährigen Bruder Robin erhängt an einem Baum. Die Umstände seines rätselhaften Todes blieben in all der Zeit ungeklärt, und so fasst in diesem heißen Sommer die eigensinnige Harriet den Entschluss, Robins Mörder um jeden Preis ausfindig zu machen ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442487325
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:784 Seiten
Verlag:Goldmann
Erscheinungsdatum:16.10.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Das_Leselebens avatar
    Das_Leselebenvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Für dieses Ende hätte ich keine 800 Seiten lesen müssen
    Atmosphärisch, dicht, langatmig

    ‚Der kleine Freund‘ ist mein zweiter Donna Tartt. Nach dem großartigem Debüt ‚Die geheime Geschichte‘ habe ich hohe Erwartungen in ihren zweiten Roman gesetzt. Dieses Mal habe ich das Buch nicht alleine gelesen, sondern mit den vier Booktubern: Sophie von VersTand, Steffi von Steffis Leseleben, Annika von Anni K. Mars und der Hahn im Korb Torsten von Toto liest. Gemeinsam machten wir uns an die 765 Seiten. Dieser Wälzer ist im Dezember 2013 im Goldmann-Taschenbuch-Verlag erschienen.

     

    Inhalt:
    Alexandria ist eine Kleinstadt in den Südstaaten von Amerika. Dort lebt die 12-jährige Harriet Cleve mit ihrer Familie: ihrer Schwester Allison, ihrer labilen Mutter und mit ihrer Großmutter, sowie deren Schwestern. Nur ihr Bruder lebt nicht mehr bei ihnen. Robin wurde vor elf Jahren erhängt an einen Baum gefunden. Der Tod wurde nie aufgeklärt .Dieses Ereignis hat die Familie Cleve grundlegend erschüttert. Nun im Sommer, elf Jahre später, will Harriet dies um jeden Preis ändern.

     

    Meine Meinung:
    Ich muss zugeben, diese Rezension zu verfassen ist für mich gar nicht so einfach.
    Handwerklich gesehen hat Donna Tartt hier wieder eine Spitzenleistung abgeliefert. Die Atmosphäre ist unglaublich dicht, regelrecht greifbar. Die Hitze eines Sommers, sowie seine Trägheit zieht sich durch das gesamte Buch. Dabei ist die Sprache überbordend bildhaft und oft auch sehr Ausschweifend. Die Autorin neigt zu sehr ausführlichen Beschreibungen. Die mir hier und da einfach ein Stück zu lang waren. Es werden gerne mal Geschichten in diesen Ausschweifungen eingewoben, die dem Leser die Stadt und seine Bewohner näher bringen, aber oft nicht wirklich etwas zur Handlung beitragen.
    Vielmehr versucht Donna Tartt den Leser so auf der Spurensuche etwas zu verwirren. Was ihr anscheinend so gut gelingt, das sie sich beim Schreiben selbst verzettelt hat. Sie ruft soviel verschiedene Handlungsstränge ins Leben, dass der rote Faden Robins Tod leider verloren geht und wirklich erst zum Schluss erneut aufgenommen wird. Leider mit einem Ende, welches ich schon recht früh vermutet habe.
    Die anderen Themen, wie  zum Beispiel die Stellung der Religion in den 60er Jahren in  Mississippi, die schwarze Bürgerrechtsbewegung, Emanzipation werden oft nur geschnitten, aber dann auch wieder fallen gelassen, ohne dabei einen entsprechenden Abschluss gefunden zu haben.
    Das zweite sehr große Thema, was sich im Laufe der Zeit mit Harriets „Mördersuche“ verbindet, ist das Gefälle zwischen Arm und Reich. Denn für alles böse müssen, laut der kleinen Harriet, die Armen, die Assiozialen verantwortlich sein. Besonders hat es das Mädchen dabei auf die Familie Ratliff abgesehen, die ihrem Bild vollkommen entsprechen. Mit der Ratliff-Familie hat das Buch dann auch sehr klassisch seine Antagonisten. Der Leser wechselt dann größtenteils zwischen Harriet und der Ratliff-Familie hin und her, oft mehrmals in einem Kapitel. Dazu muss ich wohl anmerken, das ein Kapitel des Romans oft an die 150 Seiten hat, dass dann durch viele Absätze noch einmal unterteilt wurde. Also kein Buch für Kapitelleser.
    Bei den Figuren hatte ich vor allem mit der egoistischen, sturen Harriet meine Probleme. An der einen oder anderen Stelle hatte ich das Gefühl, Harriet wurde an Scout aus Harper Lee`s ‚Wer die Nachtigall stört‘ angelehnt. Mit dem für mich gravierendsten Unterschied. Harriet macht im Roman kaum eine Entwicklung durch. Im Gegenteil um so weiter die Geschichte fortschreitet, um so mehr macht sie Rückschritte. Sie hat sich in diesem Roman ein Opfer ausgesucht und sich daran festgebissen. Zu Beginn unterstützt ihr Kumpane Hely sie noch in ihrem Vorhaben, bis er sich dann aus schwer wiegenden Gründen von ihr abwendet.
    Anders geht es mir mit den Ratliff. Ihre Geschichte und der Wunsch nach einem besserem Leben haben mich wirklich zum mitfiebern gebracht. Ich konnte allen Brüdern irgendwie etwas abgewinnen. Das Augenmerk liegt aber auf Danny. Der auf  den ersten Blick gar nicht soviel von seinen brutalen Brüdern. Sein Blickwinkel ist für mich um einiges realistischer gewesen als Harriets.

    ‚Für den kleinen Freund‘ benötigt man trotz seiner tollen Sprache und dichten Atmosphäre einen langen Atem. Ein Roman, den ich nur Freunden von Donna Tartt empfehlen würde.



    Mehr Infos:  http://das-leseleben.webnode.com/news/der-kleine-freund-von-donna-tartt/

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    Minjes avatar
    Minjevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr schön geschrieben, Charaktere, die detailiert beschrieben wurden. Wieso so ein Ende?
    Harriets Erlebnisse

    "Der kleine Freund" von Donna Tartt erschien 2014 im Goldmann Verlag.

    Inhalt
    Was Harriet erlebt: mit ihrer Schwester Allison, mit ihrem Freund Hely. Mit ihrer Familie und Verwandschaft.

    Meinung
    Donna Tartt schreibt sehr gut. Die Stärke von ihr ist, dass sie Charaktere liebevoll detailgenau über Seiten hinweg beschreibt, ohne dass es langweilig wird. Bereits im 1. Kapitel ("Die tote Katze") werden Harriet und Allison ganz genau beschrieben. Auch die anderen Personen des Buches (die Tanten, Familie Hull, Familie Ratliff) werden intensiv beschrieben, man lernt sie immer besser kennen.
    Ein besonderer Schwerpunkt scheint das Thema Tod/ Trauer zu sein. Es wird beschrieben, wie Charlotte (Harriets Mutter) auf Robins Tod reagiert.
    "denn sie hatte auch Charlotte verloren, (...) die sich so tragisch verändert hatte. Der Schicksalsschlag hatte sie vernichtet. (...) Man riss sich doch irgendwie zusammen, blickte nach vorn." (S. 557)
    Es wird geschildert, wie Harriet unter dieser Mutter zu leiden hat, die selber nichts/ oder kaum etwas geregelt bekommt. Eine Mutter, die alles verkommen lässt, nichts mehr wegwerfen kann und einen großen Mangel an Empathie hat. Eine Mutter, die die Stütze der Kinder und des gesamten Haushalts kündigt und nicht mitbekommt, dass sie selber nichts geregelt bekommt. Dies wird in der Abendbrotszene besonders deutlich:
    "Es war das beste Abendessen, das Harriet seit langem bekommen hatte, nur die Teller standen drei Tage später noch immer in der Spüle." (S. 577)
    Das Thema Trauer zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. Die Katze, die stirbt und Allison, die damit nicht umgehen kann. Die keine emotionale Unterstützung bekommt. Der Vogel und Allsions Reaktion. Und dann: die Tante. Und Harriets (durchaus berechtigte!!!) Wut! Gerade in diesem Kapitel wird deutlich, dass selbst die Verwandten Harriet nicht verstehen, sondern nur meinen zu verstehen. Das sie für sie entscheiden, und gar nicht verstehen, dass Tante Libby eine wichtige Bezugsperson für Harriet war.

    Das Ende. Ein wie ich finde überraschendes Ende. Im Verlauf des Buches habe ich aufmerksam gelesen. Immer wieder nachgedacht "Wer könnte es gewesen sein? Wer könnte Robin damals getötet haben?" Immer wieder ausgeschlossen. Doch darum geht es Donna Tartt gar nicht. Sie löst nicht auf. Sie lässt den Leser am Ende allein mit einem überraschenden Ende. Ein Ende, in dem Hely wie ein kleines Kind behandelt wird und der Leser nur denkt "Na, wenn die Mutter wüsste...kann sie ihn nicht mal erwachsener behandeln!!!" Und der Leser fühlt sich alleingelassen und weiß immer noch nicht, wer´s war. Schade. Für mich ein ganz großer Minuspunkt.

    Fazit
    Am liebsten hätte ich dem Buch 5 Sterne gegeben. Die Autorin schreibt toll. Sie schildert detailiert und man könnte tagelang weiterlesen. Die Figuren werden lebendig um einen herum. Wieso dann so ein Ende?

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    AnnaChis avatar
    AnnaChivor 3 Jahren
    Ein großes Buch

    Harriet wächst mit dem Wissen auf, dass ihr Bruder, als sie ein Baby war, erhängt an einem Baum im Garten der Familie aufgefunden wurde - und mit den Wunden, die dieses Ereignis in die Seelen ihrer Verwandten gegraben hat. Als Zwölfjährige beschließt sie, den Mörder ihres Bruders herauszufinden, da die Umstände seines Todes immer noch nicht geklärt worden sind.

    Donna Tartt entfaltet eine Mischung zwischen Familiengeschichte und Thriller, in deren Mittelpunkt die eigensinnige Harriet steht. Feinfühlig und mit meisterhafter sanfter Ironie zeichnet sie die Zwölfjährige, die aufgrund ihrer Individualität so anders als die anderen ist. Auch die psychischen Verletzungen, die das Trauma ihres ermordeten Bruders bei den Menschen ihrer Familie verursacht hat, werden mit viel Einfühlungsvermögen dargestellt. Durch die klare und präzise Sprache und die feine ironische Distanz droht die Geschichte nie ins Kitschige abzurutschen.

    Besondere Freude hat mir auch Tartts Beschreibung der Individuen der weißen "Unterschichtfamilie" Ratliff gemacht - eines schriller als das andere, aber unglaublich lebendig.

    So bin ich am Ende traurig, dass ich mit diesem Roman das bislang letzte Buch von Donna Tartt gelesen habe - und freue mich, dass mir dieses von den dreien am besten gefallen hat.

    Kommentare: 1
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    liyah40s avatar
    liyah40vor 3 Jahren
    Starke Frauen!

    Auch wenn dieses Buch bei vielen nicht die Erwartungen erfüllt zu haben scheint, musste ich dieses Buch lesen, weil ich mittlerweile ein Fan von Donna Tartt und ihrem großartigen Schreibstil geworden bin. Und ich wurde nicht enttäuscht! :)

    Es geht um eine Familie und beginnt damit, das der älteste Sohn der Familie an einem Muttertag im Garten aufgehängt am Baum gefunden wird. Nie wird der Mörder gefasst und Jahre später nimmt sich Harriet, die kleinste der drei Kinder, die bei dem Verbrechen noch ein Baby war, der Sache an und geht auf Spurensuche.

    Doch dieses Buch ist kein Krimi, es ist eher eine Familiengeschichte, ein Buch über eine Familie die vielleicht kurioser nicht sein könnte. Nach dem Tod des Sohnes hat die Mutter sich völlig zurückgezogen, mit dem Alltag und der Erziehung ihrer Töchter überfordert, überlässt sie die Erziehung der Kinder der Haushälterin und ihrer Mutter Edie, so wie ihren Schwestern.

    Harriet die jüngste Tochter ist solch ein starkes, unabhängiges Kind das mich sehr beeindruckt hat! Und auch wenn das Buch in eine ganz andere Richtung schlägt, als man anfangs vermuten mag, hat es mich völlig in Beschlag genommen! Harriet eine kleine Kämpfernatur die manchmal von den Erwachsenen so missverstanden wird, dass man ihre Verzweiflung absolut teilt und man sich selbst wieder wie ein Kind fühlt, und laut ausrufen möchte:

    "hört diesem Kind doch mal zu!", dessen Einsamkeit zum greifen nahe ist und die man trotzdem für ihren Mut und ihre Ausdauer nur bewundern kann!

    Und auch wenn das Ende etwas unbefriedigend ist, denn ich wäre der Familie gerne noch länger gefolgt, und auch wenn nicht alle Fragen geklärt werden, kann ich dafür guten Gewissens 4 Sterne verteilen.

    Danke Donna Tartt für eine große, manchmal geradezu skurrile Familie, für einige lacher und wärme und vor allem: Danke für dieses tolle, kleine Mädchen! Wir brauchen mehr davon!

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    JulesBarroiss avatar
    JulesBarroisvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Krimi, Familiengeschichte und moderner Bildungsroman
    Krimi, Familiengeschichte, moderner Bildungsroman

    Ein düsterer Schatten liegt über dem Leben von Harriet und ihrer Familie: Ihr älterer Bruder wurde ermordet. Die Mutter vergräbt sich in Trauer, der Vater zieht sich von der Familie zurück. Harriet, die selbst ein Säugling war, als der Mord verübt wurde, beschließt, dass sie den Tod ihres Bruders rächen will. Bald schon meint sie den Mörder ihres Bruders gefunden zu haben. Um ihren Plan, diesen zu töten, in die Tat umzusetzen, spannt sie ihren etwas schlichter gestrickten Freund Hely ein. Durch die Rachepläne löst das Kind eine Serie von tragischen Ereignissen aus.

    "Der kleine Freund" ist ein von schrägen Gaunern, exzentrischen alten Damen und anderen sorgfältig gezeichneten Charakteren bevölkertes Panoptikum.

    Thematisch beschäftigt sich "Der kleine Freund" mit Rassenproblemen, soziologischen Phänomenen und gesellschaftlichen Normfragen. Doch letztendlich ist das Buch ein psychoanalytischer Roman erster Güte. Dem aufmerksamen Leser werden die Hinweise und Symbole nicht entgehen, die Rückschlüsse ziehen lassen auf die unbewussten Gefühle, die in Harriet toben, und sogar auf die Identität des Mörders. Diese Hinweise sind es, die zum wahren Verständnis dieser einzigartigen Figur führen.

    Auch wenn in dem Roman viel von kriminellen Handlungen die Rede ist - es ist kein Krimi. Es geht nicht primär darum, wer den kleinen Jungen ermordet hat, sondern darum, was eine solche Tragödie aus einer Familie macht.

    Donna Tartt schafft mit wundervollen Worten und Sätzen ein Leseabenteuer ohne Wertungen und lässt die Leser teilhaben an Freud und Leid von drei Generationen, an unterschiedlichsten sozialen Stimmungen und an einem seelisch aufwühlenden und rasanten Kriminalfall.

    Sie schreibt sehr anschaulich und farbenprächtig, aber nicht verspielt, nicht voluminös, sondern pointiert und präzise. Dabei zeichnet sie einfühlsam, elegant und mit Liebe zum Detail die detailliert ausgemalten Bilder unzähliger Augenblicke. Und wenn wir dann etwas zurücktreten, sehen wir ein großes Bild, das alle kleinen Bilder integriert.

    Für alle, die auch einmal den Weg das Ziel sein lassen können, ist dies ein empfehlenswerter literarischer Roman mit Versatzstücken eines Thrillers. Und wer dann noch Freude an ehrlichen Geschichten und an dichter Atmosphäre hat, der wird von diesem Werk fasziniert sein.

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    Annesias avatar
    Annesiavor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Ein ganz besonderer Erzählstil, eine spannende Geschichte und viel Gefühl. Unbedingt lesen!
    Rezension zu Der kleine Freund

    Es ist ein wundervolles Gefühl, etwas Neues zu entdecken. Donna Tartt´s Art des Erzählens, ihr Schreibstil und ihre Wortwahl waren etwas komplett Neues für mich. All diese Eigenheiten, die dieses Buch zu etwas ganz Besonderem machen, haben mich von Anfang an begeistert.
    Robin Dufresnes Cleve wurde als Kind in seinem Garten von einem Unbekannten erhängt. Seine Schwester Harriet, die damals ein Baby war, hat sich nun vorgenommen, seinen Mörder zu finden. Sie ist bereit alles dafür zu geben und sie hat auch schon einen Verdacht. Pläne werden geschmiedet und Taten folgen sobald. Gemeinsam mit ihrem Freund Hely kämpft die junge Harriet gegen die graue Erwachsenenwelt auf der Suche nach Antworten und Schuldigen.
    Es ist schade, dass das Buch offenkundig nicht bei jedem so gut ankam, wie bei mir, aber Geschmäcker sind eben verschieden.
    Ich persönlich war von dem Buch sehr gefesselt. Außerdem habe ich zwischenzeitlich einen richtigen Hass auf Erwachsenen entwickelt, da es ja hauptsächlich um Harriet geht, die aufgrund ihres jungen Alters oft von den Erwachsenen bei Entscheidungen übergangen wird. Die Wut und Verzweiflung, die sie dann empfindet, kann der Leser wirklich gut mitempfinden und nachvollziehen. Es wirkt keineswegs überzogen.
    Wenn ein Buch es schafft, den Leser gefühlsmäßig miteinzubeziehen, dann kann es doch garnicht so schlecht sein?
    Ich hoffe sehr, dass ich es mit meiner Rezension schaffe, dass man dem Buch eine Chance gibt und sich sein eigenes Bild davon macht.
    In jedem Fall wünsche ich viel Spaß beim Lesen!

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    Annesias avatar
    Annesiavor 4 Jahren
    Grandioser Erzählstil und einzigartige Art zu Schreiben

    Es ist ein wundervolles Gefühl, etwas Neues zu entdecken. Donna Tartt´s Art des Erzählens, ihr Schreibstil und ihre Wortwahl waren etwas komplett Neues für mich. All diese Eigenheiten, die dieses Buch zu etwas ganz Besonderem machen, haben mich von Anfang an begeistert.
    Robin Dufresnes Cleve wurde als Kind in seinem Garten von einem Unbekannten erhängt. Seine Schwester Harriet, die damals ein Baby war, hat sich nun vorgenommen, seinen Mörder zu finden. Sie ist bereit alles dafür zu geben und sie hat auch schon einen Verdacht. Pläne werden geschmiedet und Taten folgen sobald. Gemeinsam mit ihrem Freund Hely kämpft die junge Harriet gegen die graue Erwachsenenwelt auf der Suche nach Antworten und Schuldigen.
    Es ist schade, dass das Buch offenkundig nicht bei jedem so gut ankam, wie bei mir, aber Geschmäcker sind eben verschieden.
    Ich persönlich war von dem Buch sehr gefesselt. Außerdem habe ich zwischenzeitlich einen richtigen Hass auf Erwachsenen entwickelt, da es ja hauptsächlich um Harriet geht, die aufgrund ihres jungen Alters oft von den Erwachsenen bei Entscheidungen übergangen wird. Die Wut und Verzweiflung, die sie dann empfindet, kann der Leser wirklich gut mitempfinden und nachvollziehen. Es wirkt keineswegs überzogen.
    Wenn ein Buch es schafft, den Leser gefühlsmäßig miteinzubeziehen, dann kann es doch garnicht so schlecht sein?
    Ich hoffe sehr, dass ich es mit meiner Rezension schaffe, dass man dem Buch eine Chance gibt und sich sein eigenes Bild davon macht.
    In jedem Fall wünsche ich viel Spaß beim Lesen!

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    Bücherfee1979s avatar
    Bücherfee1979vor 9 Jahren
    Rezension zu "Der kleine Freund" von Donna Tartt

    10 Jahre lang habe ich auf das nächste Buch von Donna Tartt gewartet, da Ihr Erstlingswerk " Die geheime Geschichte" zu meinen absoluten Lieblingsbüchern zählt, nur um dann derart von einem Buch enttäuscht zu werden wie selten zuvor. Sie kann schreiben, das steht ausser Frage, aber die Story ist so hanebüchen und man identifiziert sich zu keinem Zeitpunkt mit der Hauptperson, einfach nur gräßlich und anstrengend. Daumen gaaaanz weit nach unten... Schade :O(

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    Neyashas avatar
    Neyashavor 9 Jahren
    Rezension zu "Der kleine Freund" von Donna Tartt

    In einer Kleinstadt in Mississippi wird ein neunjähriger Junge erhängt auf einem Baum gefunden. 12 Jahre später versucht seine Schwester Harriet, die damals noch ein Baby war, den Mörder ihres Bruders zu finden. Als sie einen vermeintlichen Verdächtigen gefunden hat, beschließt sie, ihn zu töten.
    Dieser Roman ist kein Krimi, da es nicht primär darum geht, wer den Jungen ermordet hat, sondern darum, was diese Tragödie aus der Familie gemacht hat.
    Und da liegt auch das Problem: Es wird nichts aufgeklärt - am Ende steht man als Leser enttäuscht da und ist nicht viel schlauer als zu Beginn, was doch sehr frustrierend ist.
    Aber vom Ende abgesehen hat mich das Buch sehr gefesselt, obwohl es einige Längen gibt. Die Charaktere sind toll beschrieben und sie sind es auch, die die eigentliche Faszination dieses Buches ausmachen. Wäre das Ende nicht so unbefriedigend, könnte ich das Buch uneingeschränkt weiterempfehlen. So aber bleibt leider ein schaler Nachgeschmack.

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    greenamazones avatar
    greenamazonevor 10 Jahren
    Rezension zu "Der kleine Freund" von Donna Tartt

    Meine Freundin hat mir dieses Buch geliehen, und darin stand, nur bei großer Langeweile lesen. Das kann ich nicht bestätigen. Der kleine Freund ist ein einfühlsamer Roman, der von der großen Einsamkeit der kleinen Harriet handelt, deren Framilie sich nie von dem Tod ihres kleinen Bruders erholt hat. Parallel dazu die Geschichte der Junkie-Brüder, die aufgrund der Obsession Harriets, sie wären an dem Mord an ihrem Bruder beteiligt, immer mehr in den Abgrund stürzen. Mich hat das Buch sehr bewegt.

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