Donna Tartt The Goldfinch

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Inhaltsangabe zu „The Goldfinch“ von Donna Tartt

Aged thirteen, Theo Decker, son of a devoted mother and a reckless, largely absent father, survives an accident that otherwise tears his life apart. Alone and rudderless in New York, he is taken in by the family of a wealthy friend. He is tormented by an unbearable longing for his mother, and down the years clings to one thing that reminds him of her: a small, strangely captivating painting that ultimately draws him into the criminal underworld.§As he grows up, Theo learns to glide between the drawing rooms of the rich and the dusty antiques store where he works. He is alienated and in love - and his talisman, the painting, places him at the centre of a narrowing, ever more dangerous circle. The Goldfinch is a haunted odyssey through present-day America and a drama of enthralling power.§Combining unforgettably vivid characters and thrilling suspense, it is a beautiful, addictive triumph - a sweeping story of loss and obsession, of survival and self-invention, of the deepest mysteries of love, identity and fate.

Klasse Buch! Zwischendurch etwas langatmig aber wenn man durch diese Passagen durch ist gewinnt es sofort wieder an fesselndem Aufschwung.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Ein grandioser Auftakt, der sich zum Ende hin irgendwie verläuft...

— ichundelaine

Ein meisterhafter Coming-of-age Roman, den ich jedem meiner Freunde empfohlen habe!

— Stillerlesen

Poesie in Romanform. Wunderschön zu lesen. Ein Meisterwerk.

— miss_mesmerized

Meine Güte, diese Frau kann schreiben!

— Ellen-Dunne

Ein wunderbares Werk, das mich aufgesaugt, emotional tief berührt, mit seiner erzählerischen Schönheit begeistert und wieder ausgespuckt hat

— Lesen_ist

Müssen wir uns von Besitz freimachen? Sind wir an eine Illusion gekettet, wie der Goldfinch an seine Fessel?

— TinaGer

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  • Eigentlich ein schöner Coming of Age Roman....

    The Goldfinch

    ichundelaine

    24. January 2016 um 15:47

    Als Theo Decker vor der Anhörung bezüglich seines Schulverweises noch schnell mit seiner Mutter ins Museum geht, ahnt er nicht, dass sich sein Leben ändern und das Bild des Distelfinks für immer mit seinem Schicksal verwoben sein wird. Das Museum wird von Terroristen gesprengt und Mitten in Schutt und Asche verliert Theo nicht nur seine Mutter, sondern trifft auch den sterbenden Welty, der ihn zu seinem Freund und Antiquitätenhändler Hobie schickt. Nach dem Ereignis wird Theo herumgereicht wie ein Wanderpokal (Eltern eines Freundes, sein Vater in Las Vegas), bis er irgendwann bei Hobie landet und dort das Handwerk des Restaurateurs und Händlers lernt. Was allerdings weder Hobie noch sonst irgendwer wissen ist, dass Theo ein Geheimnis hat, es liegt eingetaped und dick verpackt in einem Lagerraum und begleitet ihn seit dem Anschlag auf das Museum... Das war mein erstes Buch von Donna Tartt und es ist auch das, für welches sie den Pulitzer Preis erhielt. Ich bin bei solchen Auszeichnungen immer leicht skeptisch. Zu Beginn gefiel mir ihr Stil auch wirklich sehr gut, allerdings geht dem Buch zum Ende hin stark die Luft aus (bei fast 800 Seiten auch kein Wunder....) und ich wollte, dass es einfach nur schnell zu Ende geht. Ferner konnte ich das Buch auch jederzeit weglegen, da ich zu den Charakteren immer eine Distanz hatte und mich deren Schicksale eher peripher interessierten. Alles in allem eine schön erzählte Geschichte, aber kein must-read..  

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  • Let's read in English 2015

    TinaLiest

    New year, new reading challenge: Let's read in English 2015! You love reading in English and you would like to read more English books? We have the perfect reading challenge for you: our Let’s read in English Challenge! No matter how good your English skills are - don't be shy, join the fun and read some thrilling books in the original! Every month you have the chance to join a reading group for a funny, thrilling or romantic novel published by Penguin Random House UK, to discuss it with other readers in German or English and to earn points for writing a review. Also, you can earn points for every review you write about an English book (either in German or English). Thereby, you're totally free in your choice of books: there are no restrictions concerning author, genre, publisher or publishing date. You can find further information on the challenge and the prices here! Every month we will count your points and update the ranking on the website Let's read in English Challenge. It is important that you post the links to your reviews here. Reviews that aren't linked here will not be counted. Of course you can also chat with others, recommend books and ask questions in this topic. If you have specific questions about the challenge, feel free to write me a message! Now everything that is left to say: Ready, set, go! Let's start a year full of books and English and literature! Have fun! :)

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  • Donna Tartt - The Goldfinch

    The Goldfinch

    miss_mesmerized

    11. April 2015 um 06:14

    Carel Fabritius Gemälde „The Goldfinch/Distelfink“ ist das letzte, worüber der junge Theodor Decker mit seiner Mutter im Museum spricht, bevor eine Bombe hochgeht und zahlreiche Besucher – darunter Theos Mutter – tötet. Theo selbst hatte Glück nur leicht verletzt zu sein. In einer gespenstischen Szenerie irrt er durch das Gebäude und sieht dort einen alten Mann wieder, der mit seiner Enkelin ebenfalls das Museum besucht hatte und den Theo zuvor beobachtete. Dieser gibt ihm einen besonderen Ring, was ihre Verbindung auf sehr lange Zeit besiegelt. Aber Theo nimmt noch etwas mit bevor er sich einen Weg nach draußen bahnt: das Gemälde, das seine Mutter so faszinierte. Es folgt für ihn eine Odyssee: keine nahen Verwandten in New York kommt er zunächst bei einem Schulfreund unter, dessen Familie zur Upper Class gehört und ein ganz anderes Leben führt als er es kennt. Trotz der Freundlichkeit aller bleibt Theo isoliert und findet so den Weg zum Haus des verunglückten alten Mannes, wo er feststellt, dass das Mädchen, Pippa, ebenfalls – traumatisiert wie er – überlebt und nun vorläufig bei Hobie, dem Geschäftspartner ihres Großvaters, lebt. Plötzlich taucht auch sein Vater wieder auf und reißt ihn erneut aus dem Leben, um ihn nach Las Vegas mitzunehmen. Es folgen Jahre des Drogenkonsums und des sinnlosen Zeitvertreibs mit seinem neuen Freund Boris, der in der Kunstwelt in der Wüste ebenfalls nicht angekommen ist. Nach dem Tod seines Vaters, die Umstände mehr zweifelhaft als glaubwürdig und vermutlich seinen Spielschulden zu verdanken, kommt Theo zurück nach New York und findet bei Hobie und Pippa Unterkunft. Er hatte sich bereits im Museum in Pippa verliebt, doch diese Liebe scheint vom Schicksal nicht begünstigt zu sein, dafür findet Theo Freude an der Restaurierung und am Handel mit antiken Möbeln. Sein Leben kann fast wieder normale Bahnen annehmen, doch er schleppt ja immer noch ein Geheimnis mit sich rum: das berühmte Gemälde von Fabritius. Der Roman ist allein schon aufgrund seiner Länge kaum in Worte zu fassen. Zu viele Handlungsstränge, einzelne Episoden und Lebensabschnitte reihen sich aneinander, um an Ende die Geschichte dieses Bildes erzählt zu haben. Diese tritt zwar immer wieder in den Hintergrund, ist aber für mich das Highlight des Buches. Die Beschreibungen und Erklärungen rund um die Gemälde und auch die Möbel sind faszinierend und lassen Donna Tartts Sprachgewalt besonders wirken. Der Vogel, der wie Theo nicht im Käfig sitzt, aber angekettet und damit nicht frei ist, ist eine wunderschöne Parallele, die sich durch den Roman zieht. Trotz fast 800 Seiten bleibt das Figurenpersonal relativ begrenzt, was Tartt viel Raum gibt, diese differenziert und facettenreich zu zeichnen. Theo als Erzähler macht enorme Wandlungen durch, kommt jedoch letztlich immer wieder zu dem Jungen zurück, der er zum Zeitpunkt des Attentats war. Für mich ebenfalls sehr überzeugend ist Boris, der russische Freund, der zwar allerlei Illegales treibt, das Herz jedoch am rechten Fleck trägt. Auch die New Yorker Figuren haben alle ihre Ecken und Kanten, werden aber glaubwürdig und lebendig dargestellt. Die Handlung ist in der Gesamtschau vielleicht nicht ganz glaubwürdig, zu viele Zufälle und Tote für diese Art Roman, aber darüber lässt sich dank der wirklich treffsicheren und stilistisch perfekt zu dieser Kunstwelt passenden Sprache der Autorin hinwegsehen. 

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  • Lesemarathon zu Ostern vom 3. - 6. April 2015

    Panthertage - Mein Leben mit Epilepsie

    Daniliesing

    Ostern rückt immer näher und damit ein schönes, verlängertes Wochenende um mal wieder richtig viel zu lesen! Wir zumindest finden, dass das die perfekte Gelegenheit für einen Lesemarathon ist, bei dem wir uns so richtig Zeit für all unsere tollen Bücher nehmen. Wir freuen uns schon sehr und sind natürlich dabei - ihr auch? Was ist ein Lesemarathon? Bei unserem Lesemarathon kommen wir hier vom 3. - 6. April (Karfreitag bis Ostermontag) zusammen und tauschen uns darüber aus, welche Bücher wir gerade lesen. Der Lesemarathon ist die perfekte Gelegenheit, um sich mal wieder ganz bewusst Zeit fürs Lesen zu nehmen und das gleich für mehrere Tage. Sonst kommt ja doch immer wieder was dazwischen und plötzlich hat man die schöne Lesezeit mit Putzen, Fernsehen usw. verbracht. Natürlich müsst ihr nicht die gesamten 4 Tage durchlesen, sondern es ist so gedacht, dass jeder mitmachen kann, wann und wie er möchte. Hier haben wir dann einen gemeinsamen Platz, an dem wir uns über unsere Lesefortschritte und die gelesenen Bücher austauschen können. Wie kann man mitmachen? Jeder ist herzlich willkommen hier jederzeit mitzumachen. Einfach drauflosschreiben und dabei sein - wir freuen uns über jeden, der uns ein kleines oder auch großes Stück unseres Lesemarathons begleiten möchte. Für die Abwechslung zwischendurch, werden wir hier im Zeitraum der 4 Tage kleine Fragen oder Aufgaben stellen, bei denen ihr gern mitmachen könnt. Natürlich ist das kein Muss, aber es macht immer wieder viel Spaß, auf diese Weise andere Leser kennen zu lernen, neue Bücher zu entdecken und sich sein eigenes Leseverhalten näher anzuschauen. Selbstverständlich könnt ihr gern auch über eure Blogs und Social Media Kanäle teilnehmen. Verwendet hierbei bitte den Hashtag #lblm - so können wir unsere Beiträge leicht wiederfinden. Jetzt heißt es nur noch, ein paar Tage warten und schon ist unser Lesemarathon da. Wir freuen uns auf viele spannende, berührende, lustige und einfach nur schöne Lesestunden mit euch! PS: Vielleicht wundert ihr euch, warum wir unseren Lesemarathon gerade zum Buch "Panthertage" angelegt haben? Wir möchten euch dieses Buch gern als persönliche Leseempfehlung ans Herz legen. Die Autorin Sarah ist eine ehemalige Kollegin von uns und hat hier fast 4 Jahre mit uns zusammen gearbeitet. Wir sind ganz begeistert von ihrem Buch und sehr stolz! Vielleicht sucht der ein oder andere von euch ja noch passenden Lesestoff?

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    • 734
  • Sehr guter Roman

    The Goldfinch

    WildRose

    11. January 2015 um 20:46

    Mit fast 900 Seiten eignet sich "The Goldfinch" nur für geduldige Leser. Wer aber bereit ist, sich auf ein Leseabenteuer der besonderen Art aufzumachen, wird es vermutlich nicht bereuen! Donna Tartts Roman besticht durch eine spannende, berührende Geschichte, einen durch und durch menschlichen Protagonisten und die klare und doch auch sehr poetische Sprache. Der Distelfink ist ein klug gewähltes Symbol und die um das Gemälde herum von der Autorin sorgsam konstruierte Geschichte wirklich absolut einmalig. Insbesondere der erste Teil des Buches, in dem der Protagonist Theodore noch nicht erwachsen ist und sich nach dem tragischen Tod seiner Mutter doch ganz alleine zurechtfinden muss, ist sehr gelungen. Mich hat das Lesen dieser Passagen unglaublich berührt. Auch Theodores Aufenthalt bei seinem Vater und dessen Freundin Xandra schildert die Autorin auf eine sehr lebendige, ergreifende Art und Weise. Auch Boris, Theodores einziger Freund während seiner Zeit bei seinem Vater, ist ein für das Buch zentraler Charakter und gut charakterisiert. Die Passagen, in denen die beiden herumtoben, klauen, saufen, Drogen nehmen und miteinander diskutieren, waren für mich ein Highlight des Buches. "The Goldfinch" geht auch sehr kraftvoll weiter, allerdings verlor das Buch für mich zu dem Zeitpunkt, zu dem Theodore mit seiner Verlobten Kitsey in New York wohnte, ein wenig an Spannung. Es gab eine etwa 100-seitige Durstrecke, die dann zum Glück wieder endete. Ebenfalls etwas zu langatmig war mit Theodores Aufenthalt in dem Hotel in Amsterdam. Manchmal verwendet die Autorin meiner Meinung nach einfach zu viele Worte, wo weniger Worte absolut ausreichend wären. Das Ende war ganz schön, ich hätte mir vielleicht etwas mehr erwartet - noch etwas mehr Tiefgang, einen "richtigen" Abschluss, so genau kann ich das selbst nicht sagen - ,doch insgesamt war ich sehr zufrieden und empfand die Lektüre von "The Goldfinch" hauptsächlich als fast atemberaubend lebendig, sehr emotional und bewegend. (Ein paar kleinere "Fehler" sind mir während der Lektüre aufgefallen, beispielsweise berichtet der Protagonist einmal, er habe nach dem Tod seiner Mutter ständig geweint; an einer späteren Stelle des Romans meint er dann, nach dem Tod seiner Mutter gar nicht mehr richtig geweint zu haben. Außerdem taten sich bei mir ein- oder zweimal Fragen auf, beispielsweise warum die Eskapaden von Boris und Theo an der Schule anscheinend vollkommen unbemerkt blieben und wer ihre Kotze und all den Dreck beseitigte, wenn sie mal wieder Drogen und Alkohol konsumiert hatten bis zum Umfallen? Sollte die Autorin diese Details tatsächlich einfach nicht bemerkt haben, so ist dies angesichts der Länge des Buches allerdings verständlich und schmälert das Lesevergnügen kaum).

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  • Stil über alles

    The Goldfinch

    Ellen-Dunne

    11. January 2015 um 09:47

    Meine Güte, diese Frau kann schreiben! Die Geschichte über Theo Decker, der mit 13 bei einem Terroranschlag auf ein Museum seine geliebte Mutter verliert, ein wertvolles Bild stiehlt und ihm obsessiv verfällt, ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie intensiv und lohnend ein Buch sein kann. Die differenzierten Charaktere und die bunte, präzise Sprache haben mich schwer beeindruckt. Ja - bei Boris' konfusen Ansprachen im Suff/Drogenrausch wurde ich schon manchmal ungedultig, und auch durch den Plot des Bilderdiebstahls durch Martin/Horst/Sascha bin ich nicht ganz durchgestiegen, aber ich kann nicht anders als Donna Tartts Stil, Beobachtungen und Gedankengänge über das Leben, die Liebe und gequälte Seelen zu bewundern, während der arme Theo Decker von einem Drama ins nächste stolpert. Dieses Buch braucht definitiv Zeit und Konzentration. Doch meiner Meinung nach nicht umsonst.

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  • The Goldfinch - Donna Tartt

    The Goldfinch

    Lesen_ist

    05. December 2014 um 17:46

    Inhalt Es passiert, als Theo Decker dreizehn Jahre alt ist. An dem Tag, an dem er mit seiner Mutter ein New Yorker Museum besucht, verändert ein schreckliches Unglück sein Leben für immer. Er verliert sie unter tragischen Umständen und bleibt allein und auf sich gestellt zurück, sein Vater hat ihn schon lange im Stich gelassen. Theo versinkt in tiefer Trauer, die ihn lange nicht mehr loslässt. Auch das Gemälde, das seit dem fatalen Ereignis verbotenerweise in seinem Besitz ist und ihn an seine Mutter erinnert, kann ihm keinen Trost spenden. Ganz im Gegenteil: Mit jedem Jahr, das vergeht, kommt er immer weiter von seinem Weg ab und droht, in kriminelle Kreise abzurutschen. Und das Gemälde, das ihn auf merkwürdige Weise fasziniert, scheint ihn geradezu in eine Welt der Lügen und falschen Entscheidungen zu ziehen, in einen Sog, der ihn unaufhaltsam mit sich reißt. Meine Meinung Viel zu lange steht dieses Buch bei mir im Regal und nun habe ich mir viel Zeit genommen, um es zu lesen. Tatsächlich habe ich neun Tage für die 864 Seiten gebraucht. Und gestern, nach den letzten Seiten, fühlte ich mich ein wenig verloren und niedergeschlagen. Es dauert nicht lange und man möchte den Protagonisten, Theo Decker, am liebsten in den Arm nehmen, trösten und in Sicherheit bringen. Er erzählt seine Geschichte, die über 14 Jahre geht, selbst. Mit 13 Jahren verliert er seine Mutter, als er mit ihr das Museum of Modern Art in New York besucht. Ein Bombenanschlag reißt sie brutal aus seinem Leben und nimmt ihm die einzige Orientierungshilfe, die er noch hat, die einzige Person, die ihn bedingungslos liebt, und er sie. Er gibt sich selbst die Schuld an ihrem Tod, weil sie später an diesem Tag einen Termin in seiner Schule hatten; Theo ist suspendiert worden. So bleiben die selbstanklagenden Gedanken bei Theo nicht aus. Sein Vater hat die Beiden einige Monate vorher verlassen und sie wissen nicht, wo er sich aufhält. Als Theo nach der Explosion zu sich kommt, gibt es eine Begegnung, die, neben dem Tod seiner Mutter, großen Einfluss auf seinen Leben haben wird. Und da gibt es das kleine Gemälde eines Distelfinks, das seine Mutter so sehr geliebt hat. Ich muss bewundern, wie meisterhaft Donna Tartt die Gefühle von Theo vermittelt hat: seine unendliche Trauer, seine Verzweiflung, das Gefühl absolute keinen Halt mehr im Leben zu haben und am liebsten einfach aufgeben zu wollen. Nie hätte ich geglaubt auch nur ansatzweise wissen zu können wie das ist als 13-jähriger den einzigen Menschen zu verlieren, den man im Leben liebt, um dann ganz allein dazustehen. Als man langsam wieder Hoffnung schöpft, wird alles wieder zunichtegemacht und Theo wird wieder aus seiner Umgebung gerissen. Boris, ein Ukrainer, der auch einen Großteil seines Lebens in Australien verbracht hat, tritt in Theos Leben und wird sein bester Freund. Selbst ein mutterloser Junge, dessen Vater Alkoholiker ist und ihn sich selbst überlässt, ist nicht gerade das was Theo braucht. Boris ist vielleicht der schillerndste Charakter in der ganzen Geschichte, aber er ist der Typ Mensch der mir persönlich unsympathisch ist. Dabei muss man aber bedenken, dass er auch nur das Ergebnis seines bisherigen Lebens und der Vernachlässigung ist. Die Charaktere sind jeder für sich so einzigartig, dreidimensional und detailliert. Ich liebe Hobie, den Restaurateur antiker Möbel; man sieht zu ihm auf, spürt seine Gutmütigkeit, man riecht das Holz und seine Werkstatt, spürt seine Ruhe, die Geduld und seine Liebe. Pippa, das rothaarige Mädchen, das Theo schon im Museum mit den Augen verfolgt hat; das unscheinbare Mädchen, das schwer verletzt wird in der Explosion, dessen Leben auch völlig aus der Bahn geworfen wird. Es entsteht eine besondere Verbindung zwischen ihnen. Die reiche und eher gefühlskalt wirkende Mrs. Barbour, ihre Familie und später auch ihre eigene Tragödie. Theos Geschichte zerriss mir das Herz und nicht nur einmal habe ich so viel Traurigkeit gespürt, dass ich am liebsten geheult hätte. Es zeigt wie eine einzige, schnelle Entscheidung das weitere Leben lenkt und aus einer vielversprechenden Zukunft eine dunkle, kalte Welt macht. Eine tiefsitzende posttraumatische Belastungsstörung, die wie ein roter Faden durch Theos Leben läuft, lässt ihn hinabsinken in eine Welt, die niemals die Seine hätte sein sollen. Es gibt viele Themen im Buch; Freundschaft, Liebe, Trauma, Trauer, Einsamkeit, Drogen- und Alkoholsucht, Betrug und Verrat. Schicksalsschläge, die ein Kind komplett aus der Bahn werfen. Und so viele Facetten von zwischenmenschlichen Beziehungen. Eine extrem ergreifende Geschichte, die mich bis in den Schlaf verfolgt hat. Ja, es ist ein sehr dickes Buch, aber es waren nur die letzten 50-60 Seiten, die sich etwas hingezogen haben. Am Ende gibt es dann doch sehr viele philosophische Gedanken, die mir in dem Ausmaß zu viel waren. Ein wunderbares Werk, das mich aufgesaugt, emotional tief berührt, mit seiner erzählerischen Schönheit begeistert und wieder ausgespuckt hat.

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  • Große Verlosung zum Leserpreis 2014: 5 Buchpakete mit je 50 Büchern!

    Die Seiten der Welt

    Daniliesing

    Lust auf eins von 5 riesigen Buchpaketen zum Leserpreis 2014? Bestimmt hat es der ein oder andere von euch schon entdeckt: Seit gestern suchen wir beim Leserpreis 2014 wieder eure Lieblingsbücher des Jahres. In insgesamt 16 Kategorien könnt ihr die Bücher und Autoren nominieren, die euch 2014 am meisten begeistert haben, ganz egal, ob euch das Buch vor Spannung bis mitten in die Nacht wachgehalten hat, ihr Tränen gelacht oder aber mitgefühlt und -gefiebert habt. Nominiert ab sofort eure persönlichen Lieblingsbücher & -autoren und ermöglicht es ihnen so, es auf unsere Shortlists für die Abstimmungsphase zu schaffen, die am 20. November beginnt. Die Bücher und Autoren, die dann wiederum die meisten Stimmen erhalten, bekommen den Leserpreis in Gold, Silber und Bronze, der am 28.11. vergeben wird! Also schnell nominieren / abstimmen / Gewinner anschauen! ---- Unsere große Verlosung für euch! Da der Leserpreis für uns jedes Jahr wieder etwas ganz Besonderes ist, möchten wir unsere Freude daran mit euch teilen. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen verlosen. Fünf Gewinner dürfen sich also über eine ordentliche Ladung neuen Lesestoff freuen! Und wer kann nicht schöne neue Bücher gebrauchen? 1. Um an der Verlosung teilzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten - 3 der 5 Buchpakete verlosen wir unter allen Bloggern, die auf ihrem Blog über den Leserpreis berichten und darauf verlinken. Bitte teilt uns den Link zu eurem Blogbeitrag hier in einem Kommentar mit (wer mir schon eine E-Mail mit dem Link geschickt hat, muss dies nicht doppelt tun). http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ Grafiken zum Einbinden in den Blog findet ihr hier. 2. Wenn ihr keinen Blog habt, könnt ihr alternativ auf den Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter, Google + usw. auf den Leserpreis hinweisen. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 2 Buchpakete mit 50 Büchern. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt und ihn uns hier verlinkt. Bitte verlinkt in eurem Kommentar hier direkt auf eurer Posting und nicht auf euer gesamtes Profil. Außerdem müssen in eurem Social-Media-Posting unbedingt der und der Hashtag #Leserpreis enthalten sein. http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ 3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns hier in einem Kommentar das beste Buch, das ihr in diesem Jahr gelesen habt. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 5 einzelne Bücher, die die jeweiligen Gewinner auf ihren Wunschzetteln haben. Ihr dürft natürlich auch 1 & 2 oder 1, 2 & 3 kombinieren und so eure Chancen steigern :-) Wir wünschen euch ganz viel Spaß & bitte vergesst nicht, eure Lieblingsbücher zu nominieren & später abzustimmen! PS: Die angehängten Bücher und die auf dem Foto sind ein Beispiel, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen :)

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    • 1298
  • Hartes Schicksal sprachgewandt verpackt

    The Goldfinch

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    08. November 2014 um 23:23

    Donna Tartts „Der Distelfink“ beginnt mit einem veritablen Big Bang: einer Explosion im Metropolitan Museum of Art, bei der ein Teenager seine Mutter verliert. Das Schicksal dieses Jungen und das eines Gemäldes aus dem Museum, eben des "Distelfinks" des niederländischen Altmeisters Carel Fabritius, bilden den roten Faden dieses mitreißenden Entwicklungsromans, der zugleich eine Meditation über Kunst und Leben, Freiheit und Notwendigkeit, Größe und Hybris ist. Leider bin ich immer wieder über die Erzählperspektive gestolpert. Der Hauptcharakter Theodore Decker lässt sein Leben ab dem 13. Lebensjahr für uns Revue passieren. Trotz massiven Drogenkonsums sind die Ereignisse und Dialoge, auch aus jungen Jahren, so detailliert geschildert, dass es einfach unglaubwürdig erscheint. Insgesamt aber ein interessanter Roman der auch mit seiner tollen Sprache überzeugen kann.

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  • The Goldfinch

    The Goldfinch

    TinaGer

    22. August 2014 um 12:30

    Warum lieben wir Dinge mehr als Menschen? Warum häufen wir in unserem Leben den banalsten Besitz an, jagen gleich eines Fetischisten immer neuen Verführungen von Kommerz und Kunst nach, während das Glück der Welt doch in einer kleinen Geste, in einer freundschaftlichen Berührung, in der Liebe liegt? Donna Tartt entfaltet auf sagenhafte Weise diese einfache Frage. Sie nimmt sich Zeit, die sie sich durchaus stellenweise zu viel genommen hat. Ja, damit fällt sie mir auch auf die Nerven, doch das große Bild betrachtend, verzeihe ich ihr spielend und überblättere den Upper Class und Kunstblabla einfach. Ganze Figuren – wie Horst / Lucien – hätten für mich gestrichen werden können, sie haben keinerlei Bedeutung, während für diverse lose Fäden nicht mal mehr Zeit bleibt, um sie abzubinden. Gottlob will man fast meinen. Ja, ich könnte anführen, wie ihr die Ich-Perspektive Theos immer wieder auf die Füße fällt, denn die Einschränkungen dieser Erzählform sind durchaus herausfordernd, ich könnte anführen, wie sie kleine Erwachsene erzählt, weil ihr die Kids offenbar irgendwann auf den Senkel gegangen sind, ich könnte anführen, wie sie mich genervt hat mit ihren ausschweifenden Recherchen, wie wenig mich der Goldflatterich, die 9/11 Kopie und sonstige Plots interessiert haben, doch was bleibt ist schlicht so berührend, auf das alle Kritik verklingt. Sie erzählt mit Theo Decker einen hoch identifizierenden Protagonisten. Ich habe mich selten so oft wiederentdeckt, wie in diesem verlorenen Urbanisten. Seine Abgeschnittenheit von der Welt, sein Kampf, seine Fehler, sein konstantes Scheitern sind berührend und doch nicht niederdrückend, sondern bereichernd, fast erfrischend. Ich finde es unsagbar lässig, wie sie durch ihre Vorwegnahmen alle Spannung im Keim erstickt. Was brauchen wir um glücklich zu sein? Müssen wir uns frei machen von allem Besitz? Sind wir an eine Illusion gekettet, wie der kleine Goldfinch an seine Fußfessel? Ist das nicht auch der Grund, warum sie Theo Fälschungen verkaufen lässt? Warum er den Besitz des Goldfinches als Last empfindet? Für mich ist dieser Roman nicht der große Kunstroman, der die Schönheit der Malerei preist, sondern das genaue Gegenteil. Für mich ist der Text der Versuch eines Befreiungsschlages aus den Ketten dieser ewigen schönen oberflächlichen Welt und der Versuch einer Rückbesinnung auf die wahren, zwischenmenschlichen Werte, die das Leben lebenswert machen. Tartts Sprachwitz ist ein Genuss. Ihre schrägen Einfälle sind wunderbar. Leseempfehlung für alle mit besonderer Fähigkeit zum stellenweise Querlesen. Das braucht man bei dem Roman.

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  • Die große Leserpreis 2013 - Buchverlosung!

    doceten

    Buchverlosung: Gewinnt eure beliebtesten Bücher 2013 In den letzten Wochen konntet ihr auf LovelyBooks eure beliebtesten Bücher für den Leserpreis nominieren und in der Finalrunde für die 35 Favoriten in 15 verschiedenen Kategorien abstimmen. Die Resonanz beim diesjährigen Leserpreis war einfach überwältigend. Hunderte Blogbeiträge, viele Tausende Beiträge bei Facebook und Twitter und über 37.000 abgegebene Stimmen machen den Leserpreis 2013 zu einem der größten Publikumspreise im deutschsprachigen Raum. Als kleines Dankeschön an alle leidenschaftlichen Leser da draußen möchten wir zum Abschluss zehn feine Buchpakete mit vielen nominierten Büchern verlosen. So kannst du mitmachen Du nimmst automatisch am Gewinnspiel teil, wenn du unter diesem Beitrag folgende Frage beantwortest: Welches Buch ist dein absolutes Lieblingsbuch 2013? Damit wir bei der Verlosung deine Vorlieben berücksichtigen können, gib bitte auch gleich drei verschiedene Buchpakete an, über die du dich am meisten freuen würdest. Wir haben folgende Pakete für euch zusammengestellt: Romane Fantasy Krimi und Thriller Kinderbuch Jugendbuch Erotik Hörbuch Humor Liebesromane Historische Romane EDIT: Vor lauter Leserpreisfieber habe ich den Teilnahmeschluss vergessen. Alle Mitglieder, die hier bis zum Donnerstag, 5.12., kommentrieren, nehmen automatisch an der Verlosung teil. :-)

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    • 1441
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