Donna W. Cross

 4,2 Sterne bei 4.517 Bewertungen
Autorin von Die Päpstin, Die Päpstin und weiteren Büchern.
Autorenbild von Donna W. Cross (© Lothar Deus, Berlin)

Lebenslauf von Donna W. Cross

Donna Woolfolk Cross, geboren 1947 in New York City, ist eine US-amerikanische Schriftstellerin, die für den historischen Roman und Bestseller „Die Päpstin“ bekannt geworden ist. Sie wächst in New York City auf. Nach dem Studium der englischen Literatur arbeitet sie in der Verlagsbranche. Sie lebt heute im Bundesstaat New York und unterrichtet kreatives Schreiben am Onondaga College in Syracuse. „Die Päpstin“ von 1996 ist der erste und einzige Roman von Donna W. Cross. Bei ihren bisherigen Veröffentlichungen handelt es sich um Sachbücher zum Bereich Kommunikation. Der historische Roman erzählt die Geschichte der legendären Päpstin Johanna. Die Autorin orientiert sich an den Rahmendaten der verschiedenen Legenden, die sie zu einer feministischen Variante umbaut. Der größte Teil des Werkes ist jedoch Fiktion. Donna W. Cross stellt Johanna als fortschrittlich denkende und mutige Frau dar, die in einer patriarchalen Gesellschaft dazu gezwungen ist, sich als Mann zu verkleiden, um sich bilden zu können. Durch eine Verkettung von Zufällen landet sie letzten Endes auf dem päpstlichen Thron. Im Anhang des Werks befindet sich eine populärwissenschaftliche Diskussion über die Legende mit zahlreichen Quellenangaben. Seriöse Historiker kritisieren, dass aus wenigen unsicheren Fakten eine Emanzipationsstory mit historischem Hintergrund konstruiert wurde. Sie halten die Päpstin Johanna für eine rein-fiktive Gestalt. Das Buch wurde von Bernd Eichinger verfilmt. Regie führte Sönke Wortmann und die Hauptrolle der Päpstin wurde von Johanna Wokalek gespielt.

Alle Bücher von Donna W. Cross

Cover des Buches Die Päpstin (ISBN: 9783352009518)

Die Päpstin

 (4.351)
Erschienen am 22.09.2020
Cover des Buches Die Päpstin (ISBN: 9783898130691)

Die Päpstin

 (149)
Erschienen am 01.01.2000
Cover des Buches Die Päpstin (ISBN: B08HJ2RTCD)

Die Päpstin

 (2)
Erschienen am 22.09.2020
Cover des Buches Pope Joan (ISBN: 9780704380844)

Pope Joan

 (15)
Erschienen am 01.03.1998
Cover des Buches Mediaspeak (ISBN: 0451628020)

Mediaspeak

 (0)
Erschienen am 01.01.1984

Neue Rezensionen zu Donna W. Cross

Cover des Buches Die Päpstin (ISBN: 9783352009518)B

Rezension zu "Die Päpstin" von Donna W. Cross

In einem Zug durchgelesen
booksandperfumesvor 2 Monaten

Ein sehr spannender, mitreißender Roman, welcher historisch gut erarbeitet und bildhaft erzählt wird. Ich wollte das Buch gar nicht mehr weglegen, weil mich das Schicksal der Hauptfigur nicht mehr loslassen wollte und ich immer mitgefiebert habe, ob sie ihre Tarnung aufrecht erhalten kann.

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Cover des Buches Die Päpstin (ISBN: 9783352009518)AmirasBibliotheks avatar

Rezension zu "Die Päpstin" von Donna W. Cross

Sehr authentisch!
AmirasBibliothekvor 2 Monaten

Wiedermal darf ich dieses wunderbare Gefühl erleben, das mich immer dann durchfährt, wenn ich hinter die überwältigende Fassade eines großen Klassikers blicke. Nun kenne ich sein Geheimnis und kann mir ein eigenes Urteil bilden. 

Das Buch hat mich über Wochen begleitet und das ist auch gut so, denn es ist harte Kost. Ich habe trotzdem immer sehr gern nach dem Buch gegriffen. Mit jeder Seite wurde es spannender. Vor allem da man allein schon an dem Cover erkennt, worauf es hinausläuft. Deswegen war man Non-Stop am spekulieren, wie es den aktuellen Begebenheiten zufolge zu solch einem krönenden Ausgang kommen könnte. Denn nicht alles läuft immer gut für die Frau im Männergewand. Und da im Verlauf immer weniger Seiten für die Wendung übrig bleiben, steigt auch die Spannung. 

Johanna und Gerold sind Engel. Ich habe, trotz der vielen Liebesgeschichten, noch nie von einer so reinen Liebe gelesen. Tugendhafter als die beiden könnte man kaum sein, vor allem so fortschrittliche und moderne Gedanken... Johanna hat einen messerscharfen Verstand. Würde es nicht ausreichend Zeugnisse geben, dass solche Menschen tatsächlich gelebt haben, hielt ich es für sehr unglaubwürdig. Die Gutmütigkeit der Protagonistin halte ich allerdings an der einen oder anderen Stelle tatsächlich für übertrieben. Leider gibt es hier auch oft eine scharfe Grenze zwischen Gut und Böse. Aber ansonsten war ich sehr positiv angetan.


Besonders der Schreibstil hat mich verzaubert. Die Autorin weiß wirklich, wie sie die Sprache anfassen muss. An dieser Stelle auch ein großes Lob an den Übersetzer, wobei die Autorin die Hauptleistung erbracht hat. Mir hat es zum einen richtig gut gefallen, wie authentisch die wörtliche Rede wirkte, nicht zuletzt wegen der zahlreichen lateinischen Phrasen. Aber auch die vielen bildlichen Beschreibungen haben einen Eindruck hinterlassen. Z.B. weiß ich noch, wie sich die Tische unter dem reichen Festmahl gebogen haben. Generell fand ich die Erzählperspektive sehr gut gewählt. Überwiegend war es ein*e personale*r Erzähler*in aus Johannas Sicht, nur wenige Male wurde aus gutem Grund davon abgewichen. Und immerzu wurde für die Leserschaft alles ausführlich beschrieben, die Landschaft, die Rituale und die Personen. Es hat richtig Spaß gemacht, in diese Zeit einzutauchen, sodass ich mir gesagt habe, dass ich zukünftig mehr Historienromane lesen möchte, die im frühen Mittelalter spielen.

Das Ganze hat natürlich nur so gut funktioniert, weil die Autorin sorgfältig recherchiert hat. Die Krönung war das Nachwort, das den Eindruck hinterlässt, dass es wahrscheinlicher ist, dass es Johanna wirklich gab als nicht. Ich habe Lust, mich weiter damit auseinanderzusetzen. Zunächst freue ich mich erst einmal auf die Verfilmung.

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Cover des Buches Die Päpstin (ISBN: 9783898130691)TanteGhosts avatar

Rezension zu "Die Päpstin" von Donna W. Cross

Der Beginn der Emanzipation?
TanteGhostvor 3 Monaten

Gewagt, gewaltig und mit einer Menge Wissen über Brauchtum, Rieten und Gedankengut innerhalb der Kirche.


Inhalt: Johanna ist die ungeliebte Tochter eines Predigers in einem kleinen Dorf. Hinzu kommt noch, dass ihre Mutter eine Heidin ist, die ihr Vater von einer seiner Bekehrung Reisen mitgebracht hat. Diese Frau ist gezwungenermaßen zu seiner Frau geworden, gebar ihm zwei Söhne und eine Tochter.
Die Söhne bekommen jede nur erdenklich Ausbildung, derer man in dem kleinen Dorf habhaft werden kann. Die Tochter jedoch soll dumm gehalten werden.
Die Tochter aber ist blitzgescheit und ihrer Zeit weit voraus. Die ersten Schreibübungen macht sie mit ihrem älteren Bruder, ohne das Wissen des Vaters. Doch als der Bruder an einem Fieber stirbt, bekommt Johanna die schuld. Sie hat sich durch ihren Drang nach Bildung gotteslästerlich verhalten und das ist die Strafe.
Johanna hat schwer unter dem Vater zu leiden. Sie strebt nach Bildung, nach Wissen, bekommt sie stellenweise auch, wird aber immer wieder wegen ihrer Weiblichkeit ausgebremst.
Doch Johanna geht nach einem Schicksalsschlag ihren Weg als Johann weiter. Sie bildet sich weiter, landet in einem Kloster, dann in Rom und am Ende sogar auf dem Papststuhl. - Ihre verloren geglaubte Liebe trifft sie dort wieder und ist nun in einem Zwiespalt.
Johanna war ihrer Zeit weit voraus und musste sich ihren weg quasi heimtückisch erschleichen.


Fazit: Ein gewaltiges Werk. Monumental, ausführlich und sehr lehrreich. Viel wissenswertes über das Leben und die Werte im 9. Jahrhundert und ein Charakter der sprichwörtlich über sich hinaus wächst.
Von Anfang an landet der Hörer in einer sehr glaubhaften und authentischen Story. Es kommt von Anfang an rüber, wie fanatisch gläubig die Menschen zu damaliger Zeit waren. Alles wurde Gott zugeschrieben, weil die Wissenschaft eben noch nicht so weit war, viele zu erklären.
Die Protagonistin dieses Buches hat mir mehr als leid getan. Wenn ich mir vorstelle, nichts wert zu sein, nur weil ich ein Mädchen geworden bin. Heutzutage nicht denkbar und damals grausame Realität. Es war sehr glaubhaft dargestellt, wie sehr der Vater die Söhne in die gebildete Schiene pressen wollte, der eine Sohn dafür aber so gar nicht geeignet war. Wohingegen Johanna von Anfang an eine überdurchschnittliche Intelligenz gezeigt hat, aber keine Bildung haben sollte, eben weil sie weiblich war.
Im weiteren Lebensweg stieg meine Bewunderung für Johanna mehr und mehr. Sie hat die ganze Zeit mit ihrem Tod gespielt. Zumindest ab dem Zeitpunkt, da sie sich als Mann ausgegeben hat. Ständig lief sie Gefahr, entdeckt zu werden und dann einen grausamen Tod erleiden zu müssen. Wie selbstgerecht und überheblich die Männer seinerzeit waren hat mich förmlich auf die Palme gebracht.
Nebenher erfährt der Leser sehr viel über die Kirche, die ganzen Festlichkeiten und Bräuche und am Ende dann auch über das Leben des Papstes. Ob das heute auch noch so eng getimt ist, entzieht sich meiner Kenntnis, aber für mich klingt das nicht gerade wie ein Traumjob.
In jedem Fall merkt man deutlich, was für eine grandiose Entwicklung die Protagonistin im Laufe ihres Lebens durchmacht, wie sie mit ihrer Intelligenz so manchen Mann in seine Schranken weist und wie sie am Ende doch ihre Weiblichkeit nicht immer hinten an stellen kann. - Ich hätte mir ein anderes Ende gewünscht, aber der große Paukenschlag kommt dann auf jeden Fall noch einmal. Einer der mich durchaus für die Menschheit zu damaliger Zeit, durchaus hoffen lies.


Gabriele Blum macht als Sprecherin einen wirklich großartigen Job. Ruhig und sachlich, mit sauberer Aussprache und einem angenehmen Lesetempo hat sie das wirklich dicke Buch eingesprochen. - Wenn ich diesen Stoff hätte lesen müssen, hätte ich die Sache mit Sicherheit abgebrochen. Selber lesen wäre mir eindeutig zu mühsam gewesen. Wenn man den Stoff allerdings hört, kann man sich sehr gut in die Charaktere hinein versetzen. Ich hatte die ganze Zeit ein wirklich ehrliches und später ein sehr farbenprächtiges Kopfkino vor meinem geistigen Auge und habe über diese ganzen kirchlichen Rieten mehr als einmal den Kopf geschüttelt.
Trotzdem die ganze Zeit viele Dinge erklärt wurden, wahrscheinlich um sie auch verständlicher zu machen, floss die Handlung immer weiter in einem gemächlichen, aber stetigen Tempo dahin. Es gab keine langweiligen Längen und es waren keine unnötigen Nebenhandlungen eingebaut. Die Nebenhandlungen waren eher spärlich gesät und haben sich dann immer ziemlich schnell in die Haupthandlung eingefügt.
Einzig mit den ganzen Namen hatte ich ein paar Probleme, aber das war auch nur am Anfang so. Ich hatte mich schnell an die teilweise wirklich seltsamen Namen gewöhnt und hatte auf diese Weise umso schneller mein Hörvergnügen.

Ich kann dieses Hörbuch in jedem Fall empfehlen. Auch wenn ich nicht sagen kann, ob es diese Päpstin wirklich mal gegeben hat, oder ob es nur ersonnen ist, wird hier doch eine sehr gewaltige, glaubhafte und lehrreiche Story über Kirche, Geschichte und vor allem der Beginn der Emanzipation gebracht. - Ich war hochgradig begeistert.

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