Die Päpstin

von Donna W. Cross 
4,2 Sterne bei4,265 Bewertungen
Die Päpstin
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (3355):
engineerwifes avatar

Kurz um ... hier ist Donna W. Cross ein Meisterwerk gelungen!

Kritisch (209):
Crazy_AMs avatar

Begonnen und nach kurzer Zeit weggelegt. Hat mich absolut nicht gepackt...

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Inhaltsangabe zu "Die Päpstin"

Das Musical-Ereignis des Jahres

Dem Mädchen Johanna gelingt, was anderen verwehrt blieb: Sie erhält eine heilkundliche Ausbildung. Doch sie weiß, dass sie als gelehrte Frau kaum überleben wird. Als Mönch verkleidet, tritt sie ins Kloster Fulda ein. Später gelangt sie in Rom
als Leibarzt des Papstes zu großer Berühmtheit - und wird schließlich auf den päpstlichen Thron gewählt.

Die Geschichte der heiligen Johanna, die gegen ihr Zeitalter aufbegehrte, bewegte Millionen Leser und Kinozuschauer. Jetzt ist sie erstmals in einer aufwändigen Inszenierung mit den besten Musicaldarstellern Deutschlands zu erleben.

www.päpstin-musical.de

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783746627854
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:585 Seiten
Verlag:Aufbau TB
Erscheinungsdatum:14.03.2011
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.01.2000 bei Der Audio Verlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Fleur91s avatar
    Fleur91vor 2 Monaten
    Eine Legende spannend erzählt

    In diesem Roman begleitet man Johanna bis auf den Papstthron. Egal ob es sie nun wirklich gegeben hat oder nur eine Legende ist, die Geschichte ist gut erzählt und der Roman lässt sich super lesen. Die Geschichte an sich von der Päpstin hat mich schon immer fasziniert.

    Mit fast 600 Seiten ist das Buch natürlich nicht gerade dünn und typisch für einen historischen Roman wird die Geschichte ausführlich erzählt. Die ein oder andere Länge mag vorhanden sein, trotzdem fühlte ich mich großartig unterhalten.

    Jeder, der historische Romane mag und sich vor allem auch noch für Religion und die Kirche interessiert, kann hier mal reinschauen.

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    Jassi1993s avatar
    Jassi1993vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ein tolles Buch! Allerdings sind mir die Handlungen der Protagonistin zu "glatt"
    Absolut lesenswert!

    Die Päpstin ist ein herausragendes Werk unter den historischen Romanen. Es ist sehr kurzweilig, spannend und wird an keiner Stelle langweilig. Die Umgebung in welcher der Roman spielt, wird lebendig beschrieben, die Lebensumstände mit viel Gefühl für die historischen Gegebenheiten skizziert, wobei es allerdings sehrwohl zu Fehlern, Überdramatisierung usw. kommt. Ich verzeihe allerdings historische Fehler in Romanen dieser Art, da sich jeder Leser bewusst sein sollte einen Roman und kein wissenschaftliches Werk vor sich zu haben. 

    Eine Frau die sich als Mann ausgibt um bessere Chancen zu haben ihren Traum von einem Leben auf geistiger Ebene zu erfüllen. Ein großartiges Beispiel für eine Protagonistin die nach Wissen, Erkenntnis und moralischer Gleichberechtigung strebt.
    Allerdings hat der Roman für mich persönlich zwei Makel: 
    Päpstin Johanna ist mir persönlich zu "glatt". Alle Entscheidungen die sie trifft sind vorhersehbar und sie handelt durchwegs - nach ihren Maßstäben - "richtig". Dieser Umstand nimmt dem Buch einiges an Spannung.
    Der zweite Makel ist, dass auf den Roman ein Kapitel folgt in welchem die Geschichte von Päpstin Johanna als historisches Faktum dargestellt wird und das obwohl man kaum einen Historiker findet, der dies bestätigen würde. 


    Trotzdem ist das Buch absolut lesenswert und jeder Fan von historischen Romanen wird seine Freude daran haben! 

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    GothicQueens avatar
    GothicQueenvor 8 Monaten
    Die Päpstin

    „Die Päpstin“ von Donna W. Cross ist ein unglaublich tolles Buch. Ich habe es vor vielen Jahren geschenkt bekommen und es direkt gelesen. Es handelt von Johanna, dem Mädchen, das in einer Welt aufwächst, in der Mädchen nichts zu sagen haben und nicht mal lesen lernen dürfen. Was sich Johanna keineswegs gefallen lässt. In einer von Männern regierten Welt schneidet sie sich die Haare ab, bindet ihre Brüste ab und verkleidet sich als Mann, um eben nicht als Frau erkannt zu werden. So arbeitet sie sich anfänglich in einem kleinen Kloster durch Demut und vor allem Intelligenz hoch zum Papst. Damit beweist sie, dass es egal ist, ob man ein Mann oder eine Frau ist. Denn es zählt nur, was in einem steckt. Wenn die Liebe nicht ins Spiel käme, wäre Johanna vermutlich auch nie entdeckt worden. Die Männer und vor allem die Kirche konnten das natürlich nicht auf sich sitzenlassen, dass sie eine Frau zum Papst gekürt haben. Es heißt, dass die Geschichte um Johanna sogar wahr ist und nur aus den Geschichtsbüchern gestrichen wurde. Das Ganze spielt im 9.Jahrhundert, im dunkelsten Mittelalter. Wer also historische Romane mag, für den sei dieses Buch eine Empfehlung wert. Gerne würde ich das Buch nochmal lesen. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt. 

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    Rissas avatar
    Rissavor einem Jahr
    Völlig überschätzt

    Inhalt
    Ingelheim, zu Beginn des 9. Jahrhunderts: Johanna ist die Tochter eines angelsächsischen katholischen Priesters und einer sächsischen Heidin. Schon früh wird klar, dass sie ihrem älteren Bruder Matthias in Sachen Wissbegierde und Intelligenz in nichts nachsteht, während ihr Bruder Johannes von den Unterrichtsstunden überfordert ist. Als Matthias stirbt, gibt der Vater Johanna die Schuld an seinem Tod, glaubt er doch, dass Bildung den Männern vorbehalten sei und ihre Wissbegierde den Zorn Gottes herbeigerufen hat.
    Als Johanna nach Fürsprache einer ihrer Lehrer nach Dorstadt an die Domschule eingeladen wird, versucht ihr Vater, seinen Sohn Johannes als den Eingeladenen darzustellen. Doch Johanna weiß sich zu helfen.
    In Dorstadt jedoch kommt es zu Ereignissen, die niemand vorhersehen konnte…

    Meine Meinung
    Wenn man historische Romane liest, kommt man um gewisse Vertreter dieses Genres einfach nicht herum. Gemeinsam mit Ken Folletts Die Säulen der Erde und Noah Gordons Der Medicus ist Die Päpstin von Donna Woolfolk Cross eins der großen, international erfolgreichen Werke. Ich hatte schon viel von diesem Buch gehört, nicht nur inhaltlich, sondern auch, dass die Meinungen weit auseinander gehen. Auch wenn ich versucht habe, mich unvoreingenommen auf den Roman einzulassen, war mir dies nicht recht möglich, die Kritikpunkte hatte ich dann doch stets im Hinterkopf.
    Ich glaube auch nicht daran, dass es je eine Frau auf dem Papstthron gegeben hat. Dieser Punkt jedoch hat keinen Einfluss auf meine Wertung, denn auch eine fiktive Handlung kann in einem guten Roman so dargestellt werden, dass sie glaubwürdig erscheint.
    Was jedoch recht früh auffällt und was ich wirklich nicht ignorieren kann, sind die historischen Fehler und Anachronismen. Damit meine ich nicht die Änderungen und Anpassungen, die die Autorin im Nachwort selbst erwähnt, wie ein Angriff der Wikinger oder aber ein Kriegszug nach Rom, denn solche Anpassungen stören mich nicht, solange sie zur Handlung passen. Aber beispielsweise ein Hexenprozess hat in einem Roman über diese Zeit nichts zu suchen. Vielmehr hätte der Klerus versuchen sollen, den Menschen den Hexenglauben auszutreiben.
    Mein größter Kritikpunkt betrifft aber den eigentlichen Aufhänger der Geschichte: Die gesamte Handlung – ein Mädchen will Zugang zur Bildung und verkleidet sich deshalb als Mann und wird zum Mönch – entwickelt sich aus dem Bestreben Johannas, Wissen zu erlangen, während die Männerwelt es für ungehörig hält, dass eine Frau lesen kann, und dies sogar als Verstoß gegen Gottes Willen sieht. Tatsächlich war es aber zu dieser Zeit so, dass, abgesehen vom Klerus, weit mehr Frauen als Männer lesen konnte, Lesen sogar als Frauenbeschäftigung und als unmännlich angesehen wurde. Vielleicht war es nicht unbedingt normal, dass ein Mädchen aus dem Stand der Landbevölkerung lesen konnte, die Reaktion des Vaters wäre jedoch tatsächlich völlig übertrieben gewesen. Zudem wird im Roman auch eine Adelige für ihre Fähigkeit, lesen zu können, gerügt… Dass Frauen so einen schlechten Stand hatten, wie hier beschrieben, ist einfach nicht zutreffend, das würde eher in die Frühe Neuzeit als ins Mittelalter passen. Würde man diesen Fehler jedoch aus der Geschichte entfernen, dann würde der Aufhänger fehlen, denn Johanna hätte keinen Grund mehr, sich als Mann zu verkleiden, nur um Zugang zur Bildung zu erhalten.
    Daneben gibt es noch diverse kleinere Fehler. So hat ein Mann von etwa fünfundzwanzig Jahren, dessen Frau etwa im selben Alter ist, eine Tochter, die so alt ist wie Johanna zu diesem Zeitpunkt. Der Mann hätte also mit zwölf Jahren Vater werden müssen…
    Doch neben all diesen Kritikpunkten gibt es auch einige positive Dinge zu bemerken. So ist die Geschichte an sich durchaus spannend erzählt. Johanna erlebt diverse Abenteuer und trifft auf interessante Leute, immer mal wieder läuft sie Gefahr, entdeckt zu werden. Bis hin zum Finale konnte mich der Roman durchaus unterhalten. Der Schreibstil ermöglicht es, das Buch flüssig zu lesen, das Wort „Meter“, das mir mehrmals aufgefallen ist, schiebe ich mal auf den Übersetzer und hoffe, dass es nicht im Original zu finden ist.
    Unglaubwürdig fand ich dagegen wieder, dass Johanna selbst der Kirche und dem christlichen Glauben gegenüber sehr kritisch eingestellt ist und sich dennoch für eine kirchliche Laufbahn entscheidet. So wird sie von ihrer heidnischen Mutter über sächsische Götter unterrichtet, durch einen ihrer Lehrer, der ihr die griechischen Philosophen näher bringt, lernt sie, an der Glaubwürdigkeit der Kirche zu zweifeln. Und trotzdem wird sie, wie der Titel verrät, selbst zum obersten Vertreter der Kirche! Das passt irgendwie nicht.
    Mit der Charakterdarstellung hatte ich ebenfalls so meine Probleme, denn eine so extreme Einteilung in Gut und Böse habe ich bisher in kaum einem anderen Roman abseits des Romance-Genres vorgefunden.
    In ihrem Nachwort geht Donna W. Cross auf einige Dinge ein, die die Historie betreffen, insbesondere der Frage, ob es eine Päpstin gegeben haben könnte. Sie kommt zu dem Schluss, dass es so gewesen sein muss, dass die Faktenlage keine andere Deutung zulässt. Dies halte ich jedoch für problematisch, denn viele der „Fakten“ sind schlichtweg falsch oder lassen zumindest auch andere Deutungen zu. Als Autor kann man zu seinen Vorstellungen stehen, sollte jedoch auch andere Möglichkeiten zulassen und die Leser nicht davon überzeugen wollen, dass seine Darstellung die einzig richtige ist.

    Fazit
    Ignoriert man die Tatsache, dass der Aufhänger der Geschichte aus der Luft gegriffen ist, und hat man kein Problem mit einer extrem einseitigen Charakterdarstellung, dann erwartet einen hier eine durchaus spannende Geschichte. Wer allerdings eine durchweg glaubwürdige Handlung und ein Mindestmaß an historischer Genauigkeit erwartet, wird wahrscheinlich enttäuscht werden.

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    papaverorossos avatar
    papaverorossovor einem Jahr
    Kurzmeinung: Unterhaltsame Geschichte einer Frau, die andere Pläne hatte, als die Gesellschaft von ihr erwartet hat. Kurzweilig.
    Ein historischer Roman, der weder überrascht noch enttäuscht

    „Die Päpstin“. Diesen Titel kenne ich aus den Kinos, als der Trailer zum Film vor jeder Vorstellung gezeigt wurde. Den Film habe ich letztendlich nicht gesehen. Wozu einen Film sehen, wenn man das Buch lesen kann, worauf er basiert? Die massive Werbung hat auf jeden Fall ein Teil ihres Ziels erreicht und meine Neugierde geweckt – für das Buch.

    Ich habe eine ältere Ausgabe gebraucht gekauft und angefangen zu lesen. Der Anfang hat mich etwas enttäuscht. Die bunten Bilder im Trailer haben hohe Erwartungen geweckt, das Buch fängt jedoch ziemlich gewöhnlich an. Das Leben eines einfachen Mädchens im frühen Mittelalter wird anhand einiger Episoden geschildert. Wahrhaft nichts Besonderes, der Stil ist sehr einfach gehalten und hebt sich auch nicht wirklich von anderen Büchern zum Thema ab. Jedoch entwickelt sich dann die Geschichte ziemlich schnell und wird interessanter: Das Mädchen möchte nicht heiraten und Kinder kriegen, sie möchte lernen, koste es, was es kostet. Das Mädchen lernt weiter, bis die Umstände sie dazu bringen, ihre wahre Identität zu verhüllen und als Mann verkleidet durchs Leben zu gehen. Und sie ist so fleißig, dass sie es schafft, den höchsten Posten der kirchlichen Laufbahn zu erreichen: Sie wird Papst.

    Nein, ich habe nicht gespoilert: Das Highlight der Geschichte wird nämlich bereits im Titel verraten. Die Handlung verläuft, insofern, wie erwartet und ohne große Wendepunkte oder Überraschungen. Das Buch habe ich in 2 Tage gelesen. Am Ende kann ich sagen, dass die Geschichte unterhaltsam und kurzweilig ist und dass ich dankbar bin, dass sich jemand diesem Thema gewidmet hat. Ein Buch, das nicht überrascht oder begeistert, jedoch Standarderwartungen erfüllen kann und nette Lesestunden bietet.

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    Ro_Kes avatar
    Ro_Kevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Unterhaltsame Emanzipationsgeschichte in historisch gut recherchierten Schauplätzen.
    Für mich auch ein Stück Heimatkunde

    Klappentext (Lovelybooks):

    Im bitterkalten Winter des Jahres 814 bringt die heidnische Frau des Dorfpriesters ein Mädchen zur Welt: Johanna. Sie wächst in einer Welt düsteren Aberglaubens auf, gegen den ihr Vater grausam zu Felde zieht; er läßt sogar die Hebamme des Ortes als Hexe verfolgen. Ein Mensch erkennt bei Johanna besondere Gaben: Aeskulapius, der Pädagoge aus dem fernen Byzanz, weist sie als einziges Mädchen in die Lehren der Philosophie und Logik ein. Doch beinahe wird Johanna ihr Wissensdurst zum Verhängnis. Nur der Ritter Gerold, ihr Freund und späterer Liebhaber, vermag sie vor dem grausamen Magister Odo zu bewahren. Nach einem verheerenden Feldzug der Normannen weiß sie endgültig: Frauen wie sie überleben in dieser Welt nicht. So geht sie als Mönch verkleidet ins Kloster Fulda. Als Medicus betritt sie Jahre später Rom, die Stadt des Papstes - wo die Wechselfälle des Schicksals sie schließlich selbst auf den heiligen Stuhl bringen.

    Meine Meinung:

    Donna W. Cross Emanzipationsgeschichte einer Frau, die es im Laufe ihres Lebens schafft zum Papst gekrönt zu werden, konnte mich auf ihren knapp 600 Seiten gut unterhalten.

    Der historische Hintergrund wird glaubhaft transportiert und ich, als Fuldaer, fühlte mich durch die sehr anschaulich beschriebenen Schauplätze, zeitlich gut in meine Heimatstadt zurückversetzt.

    Die Charakterzeichnung ist mir jedoch stellenweise zu platt ausgefallen. Ein paar mehr Ecken und Kanten hätten der Protagonistin sicher gut getan, um sie authentischer wirken zu lassen.

    Fazit:

    Insgesamt ein gelungener historischer Roman, der durch seinen recht unterhaltsamen flüssigen Schreibstil, auch besonders für Einsteiger in diesem Genre geeignet ist.

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    j125s avatar
    j125vor einem Jahr
    Eine faszinierende Frau

    Inhalt:
    Im Jahr 814 wird Johanna als Tochter einer heidnischen Mutter und eines katholischen Dorfpriesters geboren. Zu dieser Zeit mussten Frauen sich nicht nur den Männern unterordnen, sondern standen auch unter dem Generalverdacht Sünderinnen zu sein. Schließlich war es Eva, die im Paradies von der verbotenen Frucht aß. Johanna verspürt einen großen Wissensdurst, lernt Lesen und Schreiben (undenkbar in der damaligen Zeit, besonders für Frauen), spricht Griechisch und Latein. Ihre Intelligenz und Logik gefällt vielen Menschen nicht, weshalb sie nicht lang zögert sich als Mann auszugeben, als sich ihr die Möglichkeit bietet. Als Mann stehen ihr Türen offen, die ihr als Frau für immer verwehrt geblieben wären, zuletzt sogar der Papstthron.

    Meine Meinung:

    Das Buch wurde mir von vielen Seiten ans Herz gelegt und tatsächlich hat es mich thematisch auch immer angesprochen. Andererseits konnte ich mich nie zu diesem Schinken durchringen und ich hatte Sorge, dass es mir zu trocken wird. Was habe ich mich geirrt.

    Johanna ist so ein toller, vielschichtiger Charakter. Ich hätte am liebsten in die Inhaltsbeschreibung ihre ganze Biografie gepackt. Ich mochte sie so unheimlich gern, weil sie ihren Kopf gebraucht. Sie hinterfragt Dinge mit einer entwaffnenden Logik, dass man ihr eigentlich zuhören muss. Es fängt schon in ihrer Kindheit an, als sie nicht damit abfinden kann, dass Männer sich bilden dürfen und Frauen sich dem Mann unterordnen müssen. Aber auch später bemüht sie sich um Gerechtigkeit, bemüht sich darum, alle Menschen gleich zu behandeln.

    „Möge sie das Verhalten eines Hundes annehmen, der sein Herz und sein Auge stets bei seinem Herrn hat; und selbst wenn sein Herr ihn schlägt oder mit Steinen nach ihm wirft, folgt der Hund ihm nach und wackelt freudig mit dem Schwanze.“ (An die Braut gerichtete Worte bei der Trauung) S. 179

    Ich habe mir im Vorfeld nicht wirklich Gedanken über die Handlung gemacht, aber aufgrund des Titels bin ich natürlich von viel Zeit in Rom ausgegangen. Tatsächlich nimmt die Zeit als Papst aber nur einen kleinen Teil ein. Vielmehr wird Johannas Leben beschrieben, von ihrer Geburt, über die erste Phase des Lernens und ihr späteres Leben als Mann. Anfangs hat mich das irritiert und ich habe schon darauf gewartet, dass sie endlich zum Papst gewählt wird, aber rückblickend war es vollkommen in Ordnung so.

    Auch die religiösen und gesellschaftlichen Dispute die geführt wurden, haben mir sehr gut gefallen. Es gab so viele tolle Szenen/Sätze/Weisheiten/… über die man nachdenken kann. Beispielsweise finde ich die Begründung sehr spannend, warum eine Schule für Frauen damals vollkommen irrsinnig war: „Wie Euch gewiß bekannt ist, Heiligkeit, verhalten sich das Gehirn eines Weibes und der Uterus umgekehrt proportional. Mit anderen Worten: Je mehr ein Mädchen lernt, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, daß es als Frau jemals Kinder bekommen wird.“ (S.496) Es ist wunderbar zu sehen, wie Johanna gegen dieses Argument vorgeht. Wie sie es schafft ihre Gegenüber mit Worten zu entwaffnen.

    Weiterhin bietet das Buch einen Anhang, in welchem die Autorin einige Fragen beantwortet, die schönsten Diskussionsfragen aus Leserunden vorstellt und über den Wahrheitsgehalt ihres Romans berichtet. Es sind so viele Jahre vergangen, dass natürlich nicht mit eindeutiger Sicherheit die Existenz Johannas belegt werden kann, aber es gibt viele Hinweise, dass es eine Johanna gab. Lediglich Kartenmaterial hat mir gefehlt, da die Kaiserreiche damals anderes waren als die heutigen Landesgrenzen.

    Fazit:
    Lesen!

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    C
    cissy97vor 2 Jahren
    Grausam aber Genial!

    Donna W. Cross schrieb ein Werk, welches nicht so leicht in Vergessenheit gerät. Ein schockierender, obszöner aber auch beeindruckender Roman über eine Frau, die mit viel Geschick und Schumelei schließlich insgeheim der frühen Welt beweist, dass auch eine Frau schlau genug sein kann um Päpstin zu werden. 
    Obwohl Johanna aufgrund ihres Geschlechts seit ihrer Kindheit stets unterdrückt wurde, kämpft sie mit jeder Hürde und erreicht Großes. Nachdem sie ihre Eltern hinter sich gelassen hat und ihr Bruder ermordet wurde, nimmt sie seine Identität an und verkleidet sich als Junge um im Kloster weiter studieren zu können. 
    Der Roman nimmt ein tragisches Ende, da Johanna eben gerade durch die Tatsache, dass sie eine Frau ist, umkommt: Sie wird schwanger und stirbt bei der Geburt. 


     Dieses Buch ist definitiv lesenswert und beeindruckt sowohl mit der Sprache, als auch mit dem Schicksal dieser Frau. 
    Wobei ich fand, dass das Ende des Romans fast schon ironisch wirkte, da es sich um eine so tragische Geschichte handelte um eine beeindruckende starke Persönlichkeit, die wie es schien sich von nichts aus der Bahn werfen ließ, aber schlußendlich schließlich doch nicht von ihrer Identität und vorallem ihrem Geschlecht sich verstecken konnte. 

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    MelanieADownss avatar
    MelanieADownsvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Lesenswert bis zum Schluss
    Johanna war ein weiblicher Papst

    Johanna ist eine der ungewöhnlichsten Frauen des Mittelalters. Sie wird 814 (nach Christus) geboren und schon früh erkennt ein Gelehrter aus dem fernen Byzanz, welch Wissensdurst in dem kleinen Mädchen stecken. Dies wird ihr fast zum Verhängnis und so fasst sie einen Plan. Gebildete Frauen, wie Johanna, überleben in dieser Zeit nie. Doch sie will mehr lernen und mehr wissen und so verkleidet sie sich als Mönch und geht in das Kloster von Fulda. Jahre später führt sie ihr Weg als Medicus (so wird ein Arzt im Mittelalter genannt) nach Rom in die Stadt des Papstes. Schließlich nimmt das Schicksal seinen Lauf und sie wird Leibarzt des Papstes. In dieser Position gelangt sie zu großer Berühmtheit und wird eines Tages letztendlich selbst auf den heiligen Thron gewählt.

    Die Autorin entführt einen von Anfang an gekonnt in die Zeit des Mittelalters. Sofort hatte ich das Gefühl mitten drin im Geschehen zu sein. Es ist unglaublich welch Frauenbild damals herrschte und wie viel sich seitdem verändert hat. Johanna wollte lesen lernen, aber gerade das durfte sie nicht. Doch ihr Wille ist so stark, dass ihr älterer Bruder es ihr heimlich bei bringt. Aber damals bedeutet Wissen eine Gefahr für eine Frau. Was dies bedeutet, spürten sehr viele in dieser Zeit, denn sie wurden schnell als Hexen abgestempelt.
    Was leider den Lesefluss etwas ausbremst ist die kleine Schrift. Sie strengt doch sehr an, weshalb das Lesen über mehrere Stunden einen dann doch schnell ermüden lässt.
    Das besondere jedoch an dieser Geschichte ist, das vieles historischen Fakten entspricht. Denn es gibt noch immer Belege dafür, dass es einen weiblichen Papst gab, obwohl die katholische Kirche alles Mögliche tat um dies zu vertuschen. Leider gibt es kein Happy End, aber im wahren Leben gibt es das ja auch nicht immer.
    Wer historische Romane gern liest, wird diesen lieben.

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    Silkchen2909s avatar
    Silkchen2909vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Spannend, packend und am Ende fragt man sich - War es so?
    Wunderbares Buch mit historischem Hintergrund

    Johanna mogelt sich durch die patriarschische Welt der katholischen Kirche - und wird am Ende Päpstin. Bis heute ist umstritten, ob es jemals wirklich eine Päpstin innerhalb der katholischen Kirche gab. Aber allein die Vorstellung hat mir beim Lesen des Buchs sehr gefallen. Ich war von Seite 1 gepackt - wunderbar war das. Spannend und packend. Mehr braucht es nicht.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Solvejgs avatar

    Hallo ihr Lieben,

    auf meinem Blog verlose ich die Hardcover Edition von Die Päpstin von Donna W. Cross. Alles was ihr dazu machen müsst, ist den Beitrag auf meiner Seite zu kommentieren. Per Zufallsprinzip wähle ich dann aus, wer gewonnen hat.

    Das Gewinnspiel läuft bis zum 03.12.15. Die Gewinner werden danach auf dem Blog bekannt gegeben.

    Hier der Link zu meinem Blog: http://pinkmai.bplaced.de/
    Dort erhaltet ihr noch ein paar mehr Infos.

    Teilnahmebedingungen:
    - Teilnehmen dürfen alle die ihren Wohnsitz in Deutschland haben und das 14. Lebensjahr abgeschlossen haben.
    - Keine Doppelanmeldungen
    - Der Rechtsweg ist ausgeschlossen
    - Sollte das Buch bei der Post verloren gehen, übernehme ich keine Verantwortung.
    - Die Teilnahme ist kostenlos
    - Bitte hinterlasst eure Email Adresse, damit ich euch anschreiben kann!

    Da der Blog noch Recht neu ist, wollte ich den Besuchern damit eine kleine Freude bereiten. Ich plane in Zukunft wenn möglich häufiger Bücher zu verlosen... auch aus verschiedenen Genres ;)

    Im Anhang findet ihr ein Foto von der Edition die ich verlose.

    Noch ein paar Infos zum Buch selber:
    Im bitterkalten Winter des Jahres 814 bringt die heidnische Frau des Dorfpriesters ein Mädchen zur Welt: Johanna. Sie wächst in einer Welt düsteren Aberglaubens auf, gegen den ihr Vater grausam zu Felde zieht; er läßt sogar die Hebamme des Ortes als Hexe verfolgen. Ein Mensch erkennt bei Johanna besondere Gaben: Aeskulapius, der Pädagoge aus dem fernen Byzanz, weist sie als einziges Mädchen in die Lehren der Philosophie und Logik ein. Doch beinahe wird Johanna ihr Wissensdurst zum Verhängnis. Nur der Ritter Gerold, ihr Freund und späterer Liebhaber, vermag sie vor dem grausamen Magister Odo zu bewahren. Nach einem verheerenden Feldzug der Normannen weiß sie endgültig: Frauen wie sie überleben in dieser Welt nicht. So geht sie als Mönch verkleidet ins Kloster Fulda. Als Medicus betritt sie Jahre später Rom, die Stadt des Papstes - wo die Wechselfälle des Schicksals sie schließlich selbst auf den heiligen Stuhl bringen.

    Liebe Grüße und Viel Glück an alle Teilnehmer!!
    Sinah alias Solvejg auf LovelyBooks ;)

     

    Zur Buchverlosung
    Daniliesings avatar
    Hallo,

    ich tue mich aktuell sehr schwer mit meinen Büchern, die ich hier so habe und dabei sind das wirklich nicht wenig. Vielleicht brauche ich also mal was ganz neues, etwas, das mich wirklich überrascht und vielleicht nicht unbedingt das ist, was ich immer lese.

    Deshalb wollte ich euch nach Buchkauftipps fragen! Es wäre klasse, wenn ihr mir hier eure Lieblingsbücher nennt, die ich auf keinen Fall verpassen sollte. Es dürfen gern auch Geheimtipps sein, sowas mag ich ganz besonders :-) Es sind also solche Bücher gesucht, die euch richtig am Herzen liegen und die ihr am liebsten immer wieder empfehlen würdet. (Bitte keine Eigenwerbung von Autoren!)

    Wichtig dabei: ich sollte das Buch noch NICHT in meiner Bibliothek hier haben.

    Denn von den Büchern, die ihr mir hier empfehlt, möchte ich mir danach 3-5 kaufen und selbst schauen, wie ich sie finde. Natürlich werde ich berichten, für welche Bücher ich mich entscheide und hier verraten, wie sie mir gefallen haben.

    Jetzt bin ich ganz gespannt und dankbar für jeden Tipp! Eure Empfehlungen möchte ich bis einschließlich 18.5. sammeln und danach werde ich eine Entscheidung treffen und die Bücher kaufen.

    Dankeschön!

    Bisherige Vorschläge hänge ich mal an:
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    L
    Hallo, ich bin auf der Suche nach einem Geburtstagsgeschenk, das Geburtstagskind liest gerne historische Romane mit kirchlichem Hintergrund/ Schauplatz, wie die Päpstin. Könnt ihr mir ähnliche Bücher empfehlen?
    Molkss avatar
    Letzter Beitrag von  Molksvor 8 Jahren
    "Die Herrin der Päpste" von Eric Walz Sehr zu empfehlen....
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