Donna W. Cross Pope Joan

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Inhaltsangabe zu „Pope Joan“ von Donna W. Cross

Johanna, ein junges Mädchen mit überragenden Geistesgaben, wächst im Frankreich des 9. Jahrhunderts heran. Aeskulapius, ein Pädagoge aus Byzanz, erkennt Johannas außerordentliche Intelligenz und weist sie in die Lehren der Philosophie und Logik ein. Doch Johanna weiß, daß ihr als Frau die letzten Tore der Weisheit verschlossen bleiben werden. So tritt sie - als Mönch verkleidet - zunächst ins Kloster Fulda ein und macht sich Jahre später auf den Weg nach Rom. Dort gelangt sie als Leibarzt des Papstes innerhalb kurzer Zeit zu großer Berühmtheit. Und schließlich ist sie es selbst, die die Geschicke der katholischen Kirche lenkt: als Papst Johannes Anglicus.

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  • Rezension zu "Pope Joan" von Donna W. Cross

    Pope Joan

    Marcus_Krug

    21. August 2012 um 21:45

    Unterhaltsam und kurzweilig ist es allemal, das Buch „Pope Joan“ von Donna Woolfork Cross. Aber es will auch noch mehr sein! Es will sich auch an historische Fakten gehalten haben. Also ein feministischer Roman in historischem Gewand. Zum Inhalt: Joan bzw. Johanna, die spätere Päpstin, wird am 28. Januar 814 (am Todestag Karls des Großen) als Tochter eines Kanonikers und Missionars und einer errettenswerten sächsischen Heidinnenseele geboren. Schon früh zeigt sich Johannas Wissensdurst, der sich darin äußert, dass sie schon in jungen Jahren neben Theodisk auch noch Latein und Griechisch lesen, schreiben und sprechen kann. Trotz der misogynischen Tendenzen des Dunklen Zeitalters schafft es Johanna alsbald bis an die Schola des Bishofs von Dorstadt, wo sie mit ihrem Können brilliert und sich eine mehr oder weniger zarte Liebesgeschichte mit ihrem Gönner Gerold entspinnt. Gerolds einfallsreiche Gattin Richild allerdings arrangiert eine Hochzeit Johannas mit dem Sohn des örtlichen Hufschmieds. Während der Trauung in der Kathedrale und durch den Bischof kommt es zu einem Überfall durch die Nordmänner/Wikinger. Unter den zahlreichen Opfern ist auch Johannas Bruder Johannes. Da Johanna durch die Heirat ihren Platz in der Schola verloren hatte, musste auch ihr Bruder diese verlassen – als weiterer Schritt war für ihn vorgesehen, als Mönch dem Kloster in Fulda beizutreten. So flieht Johanna – sich kurzum die Identität ihres kürzlich verschiedenen Bruders leihend – als Johannes Angelicus verkleidet nach Fulda. Dort wird sie zum Arzt ausgebildet, erkrankt aber später selbst an der Pest und flüchtet dann als Rekonvaleszenz nach Rom. Dort macht sie sich als Heiler(in) einen Namen und wird alsbald in die Dienste des Papstes Sergius gestellt. Dann folgt noch Papst Leo bis sie schließlich selbst zum Papst ernannt wird. Pope Joan Superstarlet. Ein feministischer Roman in historischem Gewand also. Die historischen Fakten möchte und kann ich hier nicht in Frage stellen. Die Kirche sollte schon im Dorf bleiben, denn ohne Fakt keine Geschichte (zumindest für einen historischen Roman), die es hier doch zu rezensieren gilt. Für feministisch halte ich das Buch deshalb, weil Johanna als Heldin stilisiert wird, die ihrer zutiefst frauenfeindlichen Epoche hier mit allen Mitteln die Stirn zu bieten versucht. Das kann man mögen, muss es aber nicht. Denn obwohl Frau Cross hier unentwegt die damaligen Misogynität zur Schau stellt, nutzt sie dafür doch nur Johanna und jede Menge Klischees. So ist Johanna zwar sehr gewandt im Umgang mit Sprachen, Büchern und Gelehrten aber mit dem Sticken will es nicht so recht klappen. Auch wird sie nicht selten als knabenhaft und weniger ansehnlich als ihre Artgenossinnen beschrieben. Dafür kann sie aber lesen und schreiben und muss sich keine Gedanken über eventuelle Hochzeitskleider machen. Aber das ist eben das Dilemma Frau Cross', denn etwas anderes, was der Autorin weiterhin noch zur Last gelegt werden sollte, ist die leidliche Zweidimensionalität der Charaktere. Genauso wie zur dunkelsten aller Dunklen Zeitalter für alle Beteiligten feststand, dass Bildung für Frauen etwas widernatürliches darstellt, so kämpft im Buch das Gute gegen das Böse, die Schönen sind dumm und die Schlauen würdigt aufgrund ihres unvorteilhaften Äußeren niemand eines Blickes – eben weil es geschrieben steht. Johanna erinnert eher an eine Frau am Ende des 20 Jahrhunderts (Entstehungszeit des Buches) und so hält sich aber auch leider die Sprache in dieser Epoche auf. Vergeblich sucht man sprachliche Anlehnungen ans 9. Jahrhundert. Aber was verlange ich da? Wenn schon die Charaktere schablonenhaft durch die Geschichte schweben und die Protagonistin eher aus dem vorigen Jahrhundert zu stammen scheint, kann man nicht auch noch auf getreue Stilistik hoffen. Ein Grund, warum diese Schmonzette mit historischen Anleihen trotz seiner knapp vierhundert Seiten kurzweilig bleibt, liegt eben in den Defiziten begründet. Die zweidimensionale Charaktere, eine unnötig hinein gefriemelte Liebesgeschichte, die modernen Lösungsansätze für mittelalterliche Konflikte und die moderne Sprache lassen einen nie zu tief in die Geschichte eintauchen und beschleunigen so den Lesefluss (und somit auch den Übergang zum nächsten Buch).

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