Dora Joers Friedhof der Raben

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Inhaltsangabe zu „Friedhof der Raben“ von Dora Joers

Sibylle begrüßt ihren neuen Wohnsitz auf dem Land als Abwechslung in ihrem Leben, doch das ändert sich mit dem Erwerb einer schwarzen Katze grundlegend. Beeinflusst durch die abergläubischen Warnungen einer Freundin und deren Bestätigung durch die ansässigen Landleute, sieht Sybille zwischen der Katze und den unheimlichen Begebenheiten auf ihrem Landsitz einen Zusammenhang. Als ihre Ehe genauso wie die prickelnde Affäre zu Marc, dem attraktiven Landarzt, zerbricht, wendet sich Sybille enttäuscht von den Menschen ihrer geliebten Katze Mrs. Ohara zu. Eine verhängnisvolle Entscheidung. *** Eine mysteriöse Kurzgeschichte (42.000 Zeichen, entspricht 41 Taschenbuchseiten im Format 12 x 19 cm) ***

FRIEDHOF DER RABEN ist insgesamt dezenter Grusel, von DORA JOERS feinfühlig und flüssig erzählt. Vor allem für Liebhaber von Kurzgeschichten

— Fascination
Fascination

Mystische Kurzgeschichte

— dia78
dia78

Eine Kurzgeschichte, die beim Gruselfaktor leider zu moderat bleibt.

— anell
anell
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  • Dezenter Grusel, flüssig erzählt

    Friedhof der Raben
    Fascination

    Fascination

    31. October 2016 um 20:15

    Halloween – willkommener Anlass für schaurige Filme und mystische Geschichten. Zur Einstimmung auf das gruselige Spektakel, fiel meine Wahl auf eine Kurzgeschichte von DORA JOERS aus dem Ready Steady Go Programm des bookshouse Verlags: FRIEDHOF DER RABEN. Es war Carsten Grunds Traum, der Großstadt den Rücken zu kehren und sich ein friedliches Heim auf einem Bauernhof zu schaffen, gepaart mit der Selbständigkeit eines erfolgreichen Jungunternehmers. Das Landhaus ist umgeben von nimmer enden wollendem Wald, ein alter Friedhof mit verwitterten Grabsteinen gleich nebenan. Sybille Grund fügt sich, kann der neuen Umgebung allerdings nicht allzu viel abgewinnen. Gequält von Selbstzweifeln und lähmender Langeweile, fressen sie Einsamkeit und vermeintlich himmlische Ruhe zunehmend auf. Erst als die kleine Schwarze mit den unergründlich gelben Augen in ihr Leben tritt, ergreift Sybille neuen Lebensmut. Die Katze schließt die bestehende Lücke aus mangelnder Liebe und Zuneigung in der Partnerschaft. Mrs. Ohara steckt umgehend ihr Territorium ab. Die Tiere der Grunds und selbst der Herr des Hauses bleiben schließlich auf Distanz. Unterdessen winkt Sybille alle Warnungen, schwarze Katzen seien Unglücksboten, mit einem Lachen ab. Bis sich hunderte Rabenvögel auf dem Todesacker niederlassen und das Unheil seinen Lauf nimmt. Die Story gleicht in großen Teilen einer verbitterten Erzählung einer Fünfzigjährigen, die schon manche Enttäuschung in ihrem Leben hinnehmen musste. Und die Pechsträhne reißt offenbar nicht ab. Komprimiert auf wenigen Seiten, beschreibt DORA JOERS das Szenario ähnlich einer Achterbahnfahrt in erster Person Singular aus Sybilles Blickwinkel. Die Emotionen wirken sehr authentisch, demzufolge fällt es dem Leser leicht, sich in die unglückliche Frau hineinzuversetzen. Auch wenn sich in einer Kurzgeschichte die Ereignisse schlussendlich mehr oder weniger die Klinke in die Hand geben, hat die Autorin gutes Tempo bewiesen, indem sie die Handlung über Wochen erstreckt. Spätestens nach wiederholter Erwähnung des Aberglaubens ahnt die Leserschaft, wohin die Tierliebe führt. Die Umsetzung ist trotzdem mit Spannung und unheimlicher Atmosphäre gelungen. Eine kleine Prise Erotik ist ebenfalls vorhanden, womit man zunächst gar nicht rechnet. Sie fügt sich aber harmonisch ins Geschehen ein und wirkt nicht etwa aufgesetzt. Der Abschluss der Geschichte ist die logische Konsequenz der Ereignisse. Fazit: FRIEDHOF DER RABEN ist insgesamt dezenter Grusel, von DORA JOERS feinfühlig und flüssig erzählt. Vor allem für Liebhaber von Kurzgeschichten mit Atmosphäre empfehlenswert.

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  • Landleben für Fortgeschrittene

    Friedhof der Raben
    dia78

    dia78

    29. April 2016 um 19:57

    Das Buch "Friedhof der Raben" erschien im Jahr 2013 im Verlag bookshouse und wurde von Dora Joers verfasst.Eine Familie, Carsten und Sybille Grund, wollen ihr Leben radikal ändern und ziehen auf das Land bzw. irgendwo ins Nirgendwo. Während Carsten voll und ganz in seinem neuen Leben und in seiner neuen Arbeit aufgeht, zieht sich Sybille immer mehr zurück. Sie fühlt sich nicht wohl. Doch eines Tages nehmen sie eine kleine schwarze Katze bei sich auf. Auf einmal ändert sich vieles, immer mehr Raben, setzten sich auf den nahe gelegenen Friedhof und unerklärliche Dinge passieren aus heiterem Himmel. Eine gravierende Wendung macht die Geschichte, als Carsten einen schweren Unfall erleidet, wo er fast seine ganze Hand verlor.Spannend und mystisch entwickelt sich die Geschichte rasch zu einer kurzweiligen, interessante Reise einer Frau auf dem Selbstfindungstrip. Der Autorin ist es gelungen auf den wenigen Seiten eine Welt aufzubauen, wo man sofort mit den Hauptprotagonisten mitfiebert und mitlebt.

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  • Eine Kurzgeschichte zum gruseln

    Friedhof der Raben
    Guaggi

    Guaggi

    09. December 2015 um 16:11

    Ich muss gestehen, dass ich nicht recht weiß was ich von dieser doch recht schaurigen Kurzgeschichte halten soll. Einerseits war ich begeistert von den abergläubischen Elementen, die in diese Geschichte einflossen, andererseits waren mir die mystischen Ereignisse in ihrer gebündelten Form etwas zu viel. Die Geschehnisse wurden zwar aus der Sicht der Hauptprotagonistin Sybille geschildert, jedoch merkte man beim Lesen sehr schnell, das eigentlich die Katze Mrs. Ohara im Vordergrund stand, denn alles begann mit ihrem Auftauchen. Sie schien Sybille einerseits zu beschützen und andererseits unglaublich für sich selbst zu vereinnahmen. Mysteriöse Unfälle und auch andere schaurige Ereignisse lassen diese kleine Katze sehr schnell als Teufel in Samtpfotengestalt wirken. Für mich waren es im Gesamtblick jedoch zu viele ungeklärte Phänomene auf einmal und auch das Ende machte die Geschichte nicht gerade realistischer. Eine interessante Kurzgeschichte, die nicht nur mystische, sondern auch paranormale Elemente mit einem Hauch Gruselfaktor vereint. Mich konnte diese Verbindung leider nicht überzeugen. 

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  • Der Gruselfaktor für Zwischendurch!

    Friedhof der Raben
    Buechersalat_de

    Buechersalat_de

    31. January 2015 um 09:19

    Autor/in Ihre große Leidenschaft ist das Lesen und Schreiben. Bereits als Kind war kein Buch vor ihr sicher. Heute bevorzugt sie historische Romane, Krimis, schwarzen Humor, Mysterie und Liebesgeschichten mit einer gehörigen Portion Erotik. In ihren Geschichten und Romanen spiegelt sich all das wieder. Seit vielen Jahren lebt sie mit ihrem Mann 70 km entfernt von Berlin auf einem Bauernhof.  Klappentext Sybille begrüßt ihren neuen Wohnsitz auf dem Land als Abwechslung in ihrem Leben, doch das ändert sich mit dem Erwerb einer schwarzen Katze grundlegend. Beeinflusst durch die abergläubischen Warnungen einer Freundin und deren Bestätigung durch die ansässigen Landleute, sieht Sybille zwischen der Katze und den unheimlichen Begebenheiten auf ihrem Landsitz einen Zusammenhang. Als ihre Ehe genauso wie die prickelnde Affäre zu Marc, dem attraktiven Landarzt, zerbricht, wendet sich Sybille enttäuscht von den Menschen ihrer geliebten Katze Mrs. Ohara zu. Eine verhängnisvolle Entscheidung. Meine Meinung Das Cover ist genauso mysteriös, wie das Buch selbst. Schließlich kommt die Kurzgeschichte aus diesem Genre. Ich hatte keine Vorstellungen wohin es geht, lediglich, dass es um Raben geht. Der Schreibstil war von Anfang an flüssig. Die Autorin nutzt keine langen ausgeschmückten Sätze, das macht die Geschichte gleich noch etwas mysteriöser, weil man nicht so viele Informationen bekommt und sich als Leser immer fragt was das Geheimnis dieser Geschichte ist. Ich finde bei Kurzgeschichten kann man so wenig sagen. Nicht weil es nichts zu sagen gibt, sondern eher, weil die Geschichte so schnell vorbei ist, leider.  Mir hat diese hier - mit Sybille und ihrem Mann Carsten - gut gefallen. Der Gruselfaktor war auf jeden Fall vorhanden und auch das Thema ist gut gewählt. Die Autorin hat ein gutes Händchen dafür, eine Kurzgeschichte so aufzubauen, dass man bis zum Ende einen Spannungspegel hat. Sie spielt mit Ängsten und dem Aberglauben der Menschen was einsame Landsitze und Raben oder schwarze Katzen angeht. Mir hat diese Kurzgeschichte gut gefallen vor allem weil sie für Zwischendurch einfach toll ist und einen doch wirklich super fesselt.  Fazit Der Gruselfaktor für Zwischendurch! Bewertung Cover: 4/6 Schreibstil: 5/6 Inhalt: 5/6 Grundidee und Umsetzung: 5/6 Protagonisten: 5/6 Gesamtpunktzahl: 24 Punkte von 30 Punkten

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  • unheimlich und spannend

    Friedhof der Raben
    BeatesLovelyBooks

    BeatesLovelyBooks

    Meine Meinung:  Das Leben auf dem Land verspricht doch nicht das was Sybille sich erhofft hatte. Ihr Mann Carsten zieht sich immer mehr von ihr zurück und wird immer vulgärer. Waschen ist ein Fremdwort geworden und von einer Beziehung kann keine Rede mehr sein.  Sybille hatte einige Tiere, dazu zählte Max, ein Labrador und noch eine grau getigerte Mieze. Irgendwann kam dann noch eine kleine schwarze Katze dazu und das Unheil nahm seinen Lauf.  Zuerst dachte Sybille an Zufälle, doch dann begann es unheimlich zu werden. Plötzlich kamen hunderte Raben und ließen sich auf dem Nachbarfeld nieder.  Eines Tages war Mieze verschwunden und auch Max kam auf mysteriöse Weise ums Leben. Nie wäre Sybille auf die Idee gekommen, dass ihre Katze damit zu tun hat, obwohl sie immer diesen unbeschreiblich befriedigten Blick hatte, wenn es etwas geschehen war. Aufgeschlitzte Tierkadaver und immer wieder die Raben ließen das Leben der Familie beängstigen.  Als dann noch ihr Mann schwer verletzt wurde und ein anderer Mann in Sybilles Leben trat wird es immer gespenstiger.  Eine plötzliche Wendung gab es nach einem Zwischenfall. Danach war Sybille nie mehr die Frau, die ihre Freunde und Nachbarn kannten. Sie war eine von ihnen geworden.  Mein Fazit:  Eine fesselnde und spannende Geschichte ab der ersten Seite. Es war stellenweise sehr mysteriös und unheimlich. Dora Joers hat einen schönen und fließenden Schreibstil, der mir sehr gut gefiel. Sie hat mir mit ihrem Buch eine spannende Abendstunde beschert.  Meine Bewertung: 5/5

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    Arun

    Arun

    16. April 2014 um 08:34
  • Friedhof der Raben

    Friedhof der Raben
    anell

    anell

    15. September 2013 um 12:51

    Da ich auf meinem Kindle sehr gern Kurzgeschichten lese, und es jetzt langsam Herbst wird, war "Friedhof der Raben" meine erste Wahl für eine Lesestunde auf der Couch mit Tee und Decke. Durch die Inhaltsangabe war ich auf ein bisschen Grusel irgendwo im Nirgendwo eingestellt. Ich bin selber ein Dorfkind, und weiß wie gruselig es "fernab der Zivilisation" sein kann. Jetzt nach dem ich "Friedhof der Raben" beendet habe, bin ich doch ein kleinwenig enttäuscht. Zunächst einmal ist Sybille, die Protagonistin, Anfang fünfzig. Das ist jetzt keine wirkliche Kritik an dem Werk, oder an der Generation meiner Eltern, aber weibliche Mittfünfziger in einer Ehe/Lebenskrise kombiniert mit "sexueller Frustration" fallen nicht wirklich in mein Protagonistenschema. Ich mag dieses "frustrierte Hausfrau, wie konnte ich nur mein Leben so vergeuden" - Thema nicht, und deshalb hat es auch viel länger gedauert diese knappen 50 Seiten zu lesen. Sybille zieht also mit ihrem Mann von der Stadt aufs Land, er macht ein Geschäft auf, sie langweilt sich gepflegt. Er verlottert total (was für ein Bild zeichnet das bitte über uns Dorfbewohner??? ;D) sie holt sich eine Katze. Mrs. Ohara. Sofort merkt der Leser, das etwas mit der Katze nicht stimmt. Dann kommen die Raben dazu, die sich immer auf der nahegelegenen Friedhofsmauer niederlassen. Und ich dachte: Uh cool, jetzt geht der Gruselspaß los. Aber nein. Zwar passieren gruselige Dinge, aber irgendwie kommt die Autorin nicht so richtig zu Pötte. Das war wie gruseln mit angezogener Handbremse, oder ein Horrorfilm Abends um 20:15. Es war Potential da, wurde aber nicht voll ausgeschöpft. Ich hab die ganze Zeit, vergeblich, darauf gehofft, dass Mrs. Ohara endlich mal RICHTIG böse wird. Aber nein. Alles bleibt irgendwie ... moderat. Die Geschichte verläuft linear, ohne größere wirkliche Spannungsmomente. Ja, es passieren Unfälle, aber die werden einfach nicht genug gewürdigt. Die Autorin muss in gerade einmal 50 Seiten einen längeren Zeitraum abdecken, weshalb die Geschichte sehr gestaucht wirkt. Es werden einfach zu viele Punkte abgearbeitet, und der Geschichte hätten zehn oder zwanzig Seiten mehr, wirklich gut getan. So wirkt alles wie im Zeitraffer und wirklicher Grusel oder Spannung kommen nicht auf. Schade, weil eine dämonische Katze hätte schon Gruselpotential. Die "verhängnisvolle Entscheidung" von der in der Inhaltsangabe die Rede ist, ist der Schluss der Geschichte und auch hier war ich ein bisschen enttäuscht. Ich hab auf was anderes getippt, aber auch hier ist die Autorin wieder zu "nett" geblieben. Als Fazit kann man sagen: Eine nette Geschichte, die gruselmäßig leider hinter ihrem Potential zurück bleibt.

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