Dorion Weickmann Tanz

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Inhaltsangabe zu „Tanz“ von Dorion Weickmann

Tanz Die Muttersprache des Menschen Weickmann, Dorion 1. Auflage 2012 272 Seiten, mit Abb. ISBN: 978-3-7766-2704-6 20,00 EUR* D / 20,60 EUR* A / 24,90 CHF* (UVP) Preis eBook: 9,99 EUR “Let´s dance! ” Ob Disco, Streetdance, Walzer, Ballett oder Kinderreigen – wir alle tun es, in jedem Alter, zu unterschiedlichsten Anlässen: tanzen. Wir haben das Körperinstrument in die Wiege gelegt bekommen, und so ist der Tanz aus Show-Business, TV-Werbung und Musik- Clips genauso wenig wegzudenken wie aus dem Theater. Dorion Weickmann offenbart auf ihrem kurzweiligen Streifzug durch die Geschichte des Tanzens: Die rhythmisierte Bewegung gehört seit Urzeiten zum Menschsein, nur die Überhöhung des Geistes im Lauf der Geschichte verpasste dem beschwingten Körpergefühl einen spürbaren Dämpfer. Höchste Zeit also, dass der Tanz eine Renaissance erfährt. Die Neurobiologie lobt ihn bereits als hohe Form des Denkens – mit dem ganzen Körper. Klappentext Mal ehrlich, wann haben Sie sich zum letzten Mal traumverloren im Walzerschritt gedreht oder auf irgendeinem dance floor im bassgesteuerten Bewegungstaumel die Nacht zum Tag gemacht? Und wie oft besuchen Sie eine zeitgenössische Tanzdarbietung? Der Tanz, in Theorie und Praxis, genießt hierzulande kein sonderlich gutes Renommee. Wer Goethe, Schiller, Beethoven oder Bach nicht kennt, gilt als Kulturbanause, mangelnde Tanzkenntnisse hingegen fallen kaum auf. Dabei gehört derTanz als Ausdrucksmittel seit Urzeiten zum Menschsein. Mehr noch: »Tanzen heißt mit dem Körper denken«, diese Erkenntnis der Neurowissenschaften ist der Ritterschlag für eine Kunst, die lang genug als hirnlose »Hüpfdohlen-Gaudi« verunglimpft wurde. Unterhaltsam und zugleich fundiert beleuchtet Dorion Weickmann den Weg des Tanzes von den Eiszeithöhlen unserer Vorfahren über die klassischen Bühnen bis in die multimediale Gegenwart. Dabei werden nicht nur die szenischen Spielarten des Tanztheaters zum Thema. Die Autorin nimmt genauso das ambitionierte Amateurlager ins Visier, mustert die einschlägigen Ergebnisse der Kognitionsforschung und erkundet, was es mit zeitgenössischen performances und der aktuellen Education-Welle auf sich hat, die ganze Schulklassen in Schwingung bringt. Am Ende steht fest: Tanzen bereichert nicht nur das Menschsein auf vielen Ebenen, es ist existentieller Teil der menschlichen Natur.

Die Lektüre lohnt sich für Tanzfreunde, die sich für die Hintergründe interessieren oder für historisch Begeisterte, die sich mit Kulten, Ku

— ewigewelten
ewigewelten

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  • Das Innere nach außen gekehrt

    Tanz
    ewigewelten

    ewigewelten

    01. June 2014 um 21:03

    Fehlendes Wissen in Literatur und Musik machen einen Kulturbanausen – aber vom Tanzen braucht heute keiner mehr Ahnung zu haben! Dabei galten Tanzkenntnisse bis ins zwanzigste Jahrhundert hinein als Voraussetzung für gesellschaftlichen Aufstieg. Doch geht heute einer Gemeinde das Geld aus, fällt der Tanz als erstes Weg. Dorion Weickmann ist überzeugt: Dem Tanz mangelt es nicht an Reichweite, aber an Reputation! Diese Tatsache nimmt sie zum Anlass, Interessierten und Unwissenden die Hintergründe der Bewegungskunst darzustellen. Dabei vertieft sie das Thema in all seinen Aspekten und liefert einen Abriss seiner Geschichte von den urzeitlichen Anfängen in kultischer Bedeutung und Tanzdarstellungen in eiszeitlichen Höhlen, bis hin zur bunten Multimediawelt, wo uns Tanz im täglichen Leben begegnet: Im Kino, in der Werbung und auf der Straße. Der kommunikative Aspekt, den der Titel erwarten lässt, beschränkt sich auf die Erwähnung der Pantomime, die Darstellung von Charakteren und Tätigkeiten durch körperlichem Ausdruck. Der Vorhang fällt schließlich mit einem Blick auf die neuronalen Vorgänge: Den Tanz im Kopf, und die Verknüpfung von Motorik und Sprach-Arealen. Die Befreiuung des Geistes, das nach außen Tragen des Innenlebens, wird im Rampenlicht des Buchs kontrastreich beleuchtet, doch auch die politischen und gesellschaftlichen Hintergründe der Tanzgeschichte werden in einer klaren Gliederung thematisiert. Die Epochen drücken der »Ursprache« ihren eigenen Stempel auf: Von der christlichen Leibfeindlichkeit und »Verteufelung« des Körperlichen, über die systematische Entsinnlichung und Schablonisierung der Tänze im Mittelalter, bis hin zum Ruf und Beruf des Tänzers unserer heutigen Welt. Unter den Wegbereitern der Moderne begleitet der Leser den skandalösen »Faun« von Vaslav Nijinsky ebenso wie Gret Paluccas Lehrerin Mary Wigman, oder die Größen Pina Bausch, Merce Cunningham und William Forsythe. Die Lektüre lohnt sich für Tanzfreunde, die sich für die Hintergründe interessieren oder für historisch Begeisterte, die sich mit Kulten, Kulturen und Gesellschaften befassen. Nach Dorion Weickmann ist der Tanz die zugänglichste aller Künste – sie spricht alle Sinne zugleich an und jedermann verfügt bereits über das Instrument und das Handwerkszeug. Tanz ist also eine Sprache, die von jedem erlernt werden kann!

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