Doris Bühler Timeflyer: Eine fantastische Love-Story

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Inhaltsangabe zu „Timeflyer: Eine fantastische Love-Story“ von Doris Bühler

Der Roman "Timeflyer" besteht aus zwei Erzählsträngen im Wechsel. - Einmal erzählt er vom allerersten Experiment mit dem Prototypen der Zeitmaschine bis hin zum fertigen Timeflyer, der wie eine Uhr am Handgelenk getragen werden kann. Außerdem beschreibt er das Leben der Karin Wieland, ihren Weg von Dr. Weißgerbers Assistentin bis hin zur wichtigsten Person des Timeflyer-Projektes überhaupt, denn sie übernimmt es, das Gerät an sich selbst zu testen. In der Vergangenheit erlebt sie Interessantes, Unvorhergesehenes, Schönes und auch Fehlschläge, vor allem aber die Liebe ihres Lebens. (1986-1989) - Zum anderen erzählt der Roman die Geschichte vom beschwerlichen Weg des mittellosen Kalle Schwarzkopf, von seinen Hochs und Tiefs, seinen Erlebnissen mit Freunden und Feinden, von seiner Liebe zu dem geheimnisvollen Mädchen Angela und von seinem unverhofften Aufstieg zum berühmten Rock-Star Blackhead-Charly (von 1983-1989) - In 1989 laufen beide Erzählstränge zusammen. Dank eines Tricks mit einem beim Notar hinterlegten Brief ist es möglich, daß sich Karin/Angela und Kalle wiederfinden, und sie erzählt ihm (siehe kursiv geschriebener Text, mit dem auch der Roman beginnt) aus welchem Grund sie sich so lange nicht treffen konnten. Allerdings ist ihre Liebe nicht von langer Dauer, denn Blackhead-Charly verunglückt tödlich, und obwohl Karin verzweifelt versucht, ihn mit Hilfe des Timeflyers zu retten, gelingt es ihr nicht. Das Schicksal läßt sich nicht manipulieren.
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    Timeflyer: Eine fantastische Love-Story
    AnkeDietrich

    AnkeDietrich

    13. April 2014 um 22:56

    Im Roman „Timeflyer“ von Doris Bühler geht es um Zeitreisen, allerdings nicht in größeren Dimensionen, sondern nur vier Jahre in die Vergangenheit zurück. Erzählt wird die Geschichte von Kalle, der als mittelloser junger Mann nach Karlsruhe kommt und nicht ahnt, dass er einmal ein weltweit gefeierter Rockstar sein wird. Vier Jahre in der Zukunft  bereitet ein Team von Forschern eine Versuchsreihe vor, um ein Gerät zum Reisen in der Zeit zu testen. Diese Reisen führt die junge Assistentin Karin durch. Sie ist von dem Rockstar Blackhead Charly fasziniert und will ihn kennenlernen, und so schlägt sie vor, als Ort der Experimente Karlsruhe zu wählen und als Zeit das Jahr 1984. Eine tragische Love-Story nimmt ihren Lauf.   Die Autorin hat ihren Figuren ein Gesicht gegeben. Ihre Handlungen sind menschlich und nachvollziehbar, sodass ich als Leser mit ihnen mitfiebern kann, selbst wenn dieses Buch kein actiongeladener Thriller ist. Zu Beginn des Romans hätte ich mir zwar ein wenig mehr Emotionen der Beteiligten vorstellen können, denn eine Zeitreise mitzuerleben, selbst wenn es sich dabei nur um die Versendung eines Aschenbechers handelt, stelle ich mir sensationell vor.   Der Text lässt sich sehr flüssig lesen. Doris Bühler hat eine sehr angenehme Erzählstimme, und sie kann erzählen. Selbst wenn die Zubereitung des morgendlichen Frühstückstisches beschrieben wird, ist das Lesen nicht langweilig, da die Autorin sich nicht auf eine ausufernde Aufzählung einzelner Handgriffe beschränkt. Die Figuren leben in den Szenen. Es ist wie in einem Film, in welchem ich dem Schauspieler ebenfalls beim Befüllen der Kaffeemaschine zusehe, und trotzdem die Handlung voranschreitet.   Es wird in zwei verschiedenen Zeitebenen berichtet: Zum einen gibt es die Geschichte in der Vergangenheit um Kalle Schwarzkopf, zum anderen die in der Gegenwart um das Experiment, an dem Karin Wieland teilnimmt. Beide Erzählstränge sind durch die passenden Überschriften zum Kapitelbeginn unter Angabe des Jahrs voneinander getrennt.   Wer auf Zeitreisethemen mit viel Action und jeder Menge Problemen in Hinblick auf das Zurechtkommen in der anderen Zeit steht, wird bei „Timeflyer“ sicher enttäuscht werden. Es handelt sich um ein ruhiges Buch (wobei ich ruhig nicht mit gähnend langweilig in Verbindung bringen möchte) mit einer schönen, wenn auch tragisch endenden Love-Story. Faszinierend fand ich die Nebeneffekte, die eine Zeitreise mit sich bringt und die von der Autorin wohl durchdacht in die Handlung eingestreut wurden. Sei es nur der Aschenbecher vom Beginn des Buches, der mit einem Mal doppelt vorhanden war, oder die Begegnung Kalles mit Karin, als er sie mit Angela anredet und sie denkt, dass er sie verwechselt hat. Kalle kannte sie bereits als Angela, doch Karin hatte noch nicht die leiseste Ahnung, dass sie irgendwann einmal eine Zeitweise antreten wird. – Puh, Gänsehaut! Mein Fazit: Ein lesenswertes Buch, das ich gern empfehle.

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