Doris Bewernitz öffnet nicht nur ihre Gartenpforte, um ihre blühenden Kostbarkeiten zu zeigen, sondern auch ihre große Truhe, randvoll mit lyrischen Schätzen gefüllt.
Ein Spaziergang durch das Gartenjahr, der in Versen und Reimen vom bunten Blumenteppich erzählt, der die Autorin immer wieder beglückt. Himmelsschlüssel öffnen nicht nur die Himmelspforte, sondern sorgen dafür, dass das Herz ganz weit wird. Das Sonnenauge erfüllt Körper und Seele mit warmen Licht und der Duft von Jasmin weckt die zarte Erinnerung an den ersten Kuss. Die kleinen Laternen der Schachbrettblume leuchten in der sanften März-Sonne und die späte Anemone erfreut mit ihren kräftigen Farben im Herbst.
Die Gedichte spiegeln die Liebe der Autorin zu ihrem Garten und der vergänglichen Schönheit ihrer Blumen, heben mal ihren Charakter hervor oder zeigen, dass sich die Gärtner:innen in Demut und Dankbarkeit vor dem Blütenmeer verneigen. Die Seiten sind erfüllt von üppigen Düften, aromatischen Wohlgerüchen und dem leisen Summen der Bienen, während die Leser:innen in Gedanken auf einer Gartenbank Platz nehmen, die wärmenden Sonnenstrahlen genießen und den Gedanken und Träumen nachhängen.
Ein Streifzug durch den blühenden Jahreskreis, der nicht nur mit Worten, sondern auch mit historischen Blumenbildern und Fotografien begeistert.
Doris Bewernitz
Lebenslauf
Quelle: Verlag / vlb
Alle Bücher von Doris Bewernitz
Wo die Seele aufblüht
Das Huhn beim Papst
Spuren im Schnee
Martha auf dem Schwein
Adler auf Urlaub
Kluge Frauen leben bunter
Mein Blumenglück
Vom Engel, der die Zeit anhielt
Neue Rezensionen zu Doris Bewernitz
Ich bekam das Buch „Wo die Seele aufblüht – Warum ein Garten glücklich macht“ zum Geburtstag von einer Freundin und dachte: Was soll das denn, ich habe doch schon so viele Gartenbücher. Aber meine Freundin schwärmte davon, und so las ich mal rein – und konnte prompt nicht mehr aufhören. Und dann tat sich ein Schatzkästchen auf. Es war wie ein Rausch. Ich als Gärtnerin kenne diese Begeisterung, auch ich liebe jeden Quadratmeter meines Gartens, aber ich hätte es nie so ausdrücken können wie die Autorin. Es hat mir richtig gut getan, meine eigenen Gedanken und Gefühle zu lesen!
Was mich besonders beeindruckt: Für mich war mein Garten vorher hauptsächlich Arbeit. Jetzt, nachdem ich das Buch gelesen habe, hat sich mein Blick geändert, ich schaue genauer hin, nehme alles noch sinnlicher wahr und freue mich viel öfter über Kleinigkeiten.
Ehrlich, das ist ein wunderbares Buch für Gärtnerinnen, aber wer (noch) keinen Garten hat, sollte es erst recht lesen. Der weiß dann nämlich, warum Gärtner immer so verzückt von ihrem Garten sprechen.
Auf sehr angenehme Weise erzählt die Autorin Geschichten aus ihrem Garten. Sie scheint diesen kleinen Berliner Schrebergarten an der S-Bahn über alles zu lieben, und mir als Gärtnerin geht dabei das Herz auf, weil ich mich beim Lesen immerzu wiedererkenne. Es kommt einfach alles vor, an dem ich mich auch so sehr erfreue, wenn ich im Garten bin: Blumen, Bienen, Äpfel, Birnen, Kirschen, Igel, Vögel, Nachbarn … und alles ist so farbenfroh und liebevoll erzählt, dass einem das Herz aufgeht und man glaubt, mitten in dem Garten der Autorin zu stehen.
Mittlerweile steht das Buch in meinem Regal mit den Lieblingsbüchern, und wenn mir mein Garten fehlt, zum Beispiel im Winter, kann ich lesend einen Ausflug in den Garten der Autorin machen. Danke!
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