Doris Bewernitz Wo die Seele aufblüht

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Inhaltsangabe zu „Wo die Seele aufblüht“ von Doris Bewernitz

Warum ein Regenwurm Geduld lehrt, der Kosmos des Kompostes, wozu eine Kohlmeise einen Hund braucht, die Namen der Rosen und die Logik der Brennnessel ... Wie viel Sinnbildliches gibt es in der Natur! Noch dazu, wenn es sich um ein kleines überschaubares Stück Natur handelt, das eng mit dem Menschen verbunden ist. Doris Bewernitz erzählt Lebens-Geschichten aus ihrem Garten. Aus jedem Garten. Denn alle Gärten sind Lehrmeister für ein glückliches Leben.

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  • Seelenbaumler

    Wo die Seele aufblüht
    nic

    nic

    01. May 2014 um 10:32

    "Wo die Seele aufblüht" habe ich mir als Gartenliebhaberin bestellt und mich sehr darauf gefreut. Nach der Lieferung war die Enttäuschung erst groß, da ich andere Erwartungen hatte. Ich hatte auf einen Blumenratgeber gehofft, von denen ich zwar schon einige besitze, aber m.E. nicht genug haben kann. Aber schon beim Lesen war ich von diesem wunderschönen Buch überzeugt. Doris Bernewitz hat sich einen Garten gekauft und beschreibt in wunderbarer Sprache ihr Erleben im Gartenjahr in kleinen Geschichten von Frühling bis zum Winter. Beim Lesen war ich geradezu in ihrem Garten dabei und konnte mir jede Pflanze bildlich vorstellen. Das Buch ist wunderbar geeignet zum Entspannen und Seele baumeln lassen. Ich habe es sehr genossen. "Wo die Seele aufblüht" ist bestens als Geschenk geeignet, vor allem für sich selbst.

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  • Ein wahres Kleinod und ein perfektes Geschenk

    Wo die Seele aufblüht
    R-E-R

    R-E-R

    28. February 2014 um 18:19

    Mein Vater ist Gärtner. Meine vier Geschwister sind Gärtner. Meine Schwiegermutter ist Gärtnerin. Ein Onkel sowie Cousin und Cousine meines Mannes sind Gärtner. Man kann also mit Fug und Recht behaupten, dass der “grüne Daumen” in meiner Familie genetisch veranlagt ist. Bei allen, außer bei mir. Schon in der Schule wurde über mich gedichtet, das ich “nicht sonderlich das Gärtnern mag”. Dieser Satz hatte bislang auch seine Gültigkeit. Vielleicht ändert sich das jetzt. Ich bestellte Doris Bewernitz “Wo die Seele aufblüht” für meine eingangs erwähnte Schwiegermutter. Als Geschenk für den Osterkorb oder zum Muttertag. Natürlich wollte ich es nicht einfach so weiterreichen und fing an darin zu blättern und war schon nach den ersten Seiten mitten im Geschehen. Zum ersten Mal hat mich ein Gartenbuch gefesselt und bezaubert. Ich wurde neugierig nachzuschlagen von welchen Blumen, Pflanzen und Unkräutern hier eigentlich die Rede ist. Die Lektüre weckte in mir erstmalig die Lust selber in meinem Garten Hand anlegen zu wollen. “Zufriedenheit ist ein anderes Wort für Garten” schreibt die Autorin. Das hatte ich schon öfter gehört, aber noch nie wirklich verstanden. Mein eigener Garten war für mich bisher immer nur der Ort, wo das Unkraut schneller wächst als ich in der Lage bin es auszurupfen. Das man über der Form eines einzelnen Blattes oder der Farbe von Krokussblüten in Verzückung geraten kann, hatte ich immer für sentimentale Spinnerei gehalten. Ich werde wahrscheinlich nie eine solche Gartenfreundin wie Frau Bewernitz, aber ihre Begeisterung konnte ich beim Lesen nachfühlen und sie ist ansteckend.. Es muss an der Erzählweise der Berliner Autorin liegen. Es klingt als wenn hier jemand, bei einer Tasse Kaffee in der Sonne drauflos plaudert. Die Sätze sind einfach, aber in ihrer Vielfalt die Wunder der Natur und der Schöpfung zu beschreiben, fast selber wie kleine Wunder. Frau Bewernitz beschreibt einfach was in ihrem Garten das ganze Jahr über vorgeht und was sie dabei empfindet. Das ist tiefsinnig, praktisch, lehrreich vor allem aber humorvoll und nachhaltig. Ein Ausdruck, den ich kürzlich in einer Besprechung zu einem anderen Buch gelesen habe, trifft es genau: “Die Sätze reihen sich wie eine Perlenkette aneinander”. Manche Sätze von Bewernitz sind wie Perlen. Sie strahlen geradezu. Dazu kommen die feinen Zeichnungen von Charlotte Wagner, einer Abiturientin aus dem Breisgau. Skizzen von Blumen, Pflanzen und Tieren von denen im Buch die Rede ist. Detaillierte Bleistiftkunst. Federleicht, wie hingehaucht. Aber auch hier ahnt man, dass in der Leichtigkeit eine ungeheure Fertigkeit steckt, ebenso wie in den dazugehörigen Texten. Hier hat der Verlag zwei Künstler zielsicher zusammengebracht. Dieses Buch ist ein wahres Kleinod. Ein literarischer Begleiter durchs Gartenjahr, wenn nicht durchs ganze Leben. Ich werde mein Exemplar nicht mehr aus der Hand geben. Für meine Schwiegermutter bestelle ich einfach ein zweites. Ein besseres Geschenk hätte ich gar nicht finden können.

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  • Rezension zu "Wo die Seele aufblüht" von Doris Bewernitz

    Wo die Seele aufblüht
    capkirki

    capkirki

    10. August 2012 um 23:59

    Ein kleiner Schatz für Gartenbesitzer und solche, die es werden möchten. Zugegeben, der Titel des Buches sprach mich nicht wirklich an, aber ich besitze selbst einen großen Garten und war daher neugierig, was Doris Bewernitz so zu erzählen hat. Was für ein Glück! Denn was mich erreichte, war kein normales Gartenbuch, sondern eine Sammlung von Lebensmomenten, die berühren. Wir begleiten die Autorin ein ganzes Jahr lang durch ihr grünes Paradies. Frühling, Sommer, Spätsommer, Herbst, Spätherbst und Winter - jede Jahreszeit hinterlässt ihre ganz eigenen Spuren in der Natur und Bewernitz ist die perfekte Beobachterin. Eigentlich wollte sie nicht wirklich einen Garten - anschauen ja - aber nur, um zu der Überzeugung zu kommen, dass sie ihn nicht braucht. Doch schon beim ersten Schritt durch die Gartentür ist es um sie geschehen - dieser Garten gehört zu ihr! Keine Frage! Und so ist Bewernitz innerhalb von nur zwei Stunden stolze Besitzerin eines kleinen Stückchens Erde mitten in Berlin. Seit diesem Moment ist sie so oft wie möglich in ihrem Garten und hegt und pflegt, genießt die Farben, die Gerüche, die Tiere, einfach das Gefühl, frei zu sein. Im Garten ist es, wo sie wirklich lebt, in ihrer Wohnung wohnt sie nur. Bewernitz führt den "Bienenfeiertag" ein  der Tag, an dem man die erste Biene in seinem Garten sieht, sie lernt von Tom Sawyer und bietet "Mitmachtage" an. Einmal im Monat dürfen gestresste Städter ihre Hände schmutzig machen und säen und jäten und graben und werkeln und sie genießen jede Minute. Im Herbst erntet sie kiloweise Obst und Gemüse und freut sich aufs Einmachen. Auch Freunde und Nachbaren füllen ihre Körbe und Eimer. Zusammen mit ihrem Enkel baut sie Höhlen im Garten, sucht in der Nachbarschaft nach nützlichem Müll und bewundert jeden Tag aufs Neue, was die Natur alles zu bieten hat. Sie nimmt sich die Zeit, Schnecken und Regenwürmer zu beobachten, verbringt Stunden im Rosenbeet und steht sprachlos vor den wuchernden Kürbissen. Neben all diesen wunderbaren Erzählungen gibt es auch wirklich brauchbare Tipps in diesem Buch. Das Mulchen nach Bewernitz Art werde ich sicher auch mal probieren. Und von Fruchtleder hatte ich bisher nie etwas gehört  das wird sich jetzt ändern, denn allein schon bei der Beschreibung der Herstellung lief mir das Wasser im Mund zusammen. Was die Autorin wirklich wunderbar kann, ist erzählen. Sie beschreibt die Situationen im Garten, die Tiere, das Wetter einfach alles auf so eine lebendige Art und Weise, dass man es direkt vor sich sehen kann. Man riecht regelrecht den Holunder zwischen den Seiten, man hört das Feuer im Ofen knistern, den Wind um die Gartenhütte pfeifen und die Igel im Kompost schmatzen. Eines meiner Lieblingskapitel ist "Ofenfreuden" - denn genauso fühlt es sich an, wenn wir unseren Kamin anfeuern, Holzwärme ist milder und wärmt einen bis innen durch. "Draußen peitscht der Herbststurm ums Gartenhaus, aber drinnen beginnt sich nun eine wohlige Wärme auszubreiten. Im Bauch des Ofens lodert es vor sich hin, die Flammen knistern und knacken hinter der dicken Eisentür, während glühend rotes Licht durch die Luftlöcher funkelt und zuckende Muster auf Fußboden und Wände malt. Nun beginnt es zu duften. Nach Lagerfeuer, Rauch, Ferien und heißem Ofenrost. Ich stapele Ziegelsteine auf die Ofenplatte. hole drei Äpfel aus der Küche, lege sie in einen Topf und stelle den Topf auf die Ziegel. Bald kann ich meinen dicken Pullover ausziehen, Nicht lange, und die Äpfel fangen an zu singen. Süßer Bratapfelgeruch zieht durchs Zimmer und kitzelt meine Nase" Wer wünscht sich jetzt nicht, genau vor diesem Ofen zu sitzen und sich nach einem langen Tag im Garten aufzuwärmen und zu entspannen? 5 Sterne für ein Buch, das mich überrascht und berührt hat!

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