Doris Dörrie

 3.7 Sterne bei 382 Bewertungen
Autorin von Alles inklusive, Das blaue Kleid und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Doris Dörrie

Doris Dörrie wurde in Hannover geboren. Ihr Studium von Theater und Schauspiel absolvierte sie in Kalifornien und New York. Dann entschloss sie sich aber lieber Regie zu führen. Ihr dritter Kinofilm "Männer" wurde ein internationaler Erfolg. Parallel zu ihrer Regiearbeit veröffentlicht sie Kurzgeschichten, Romane und Kinderbücher. Seit einigen Jahren hat sich Doris Dörrie auch als Opernregisseurin etabliert. Sie lebt heute in München.

Alle Bücher von Doris Dörrie

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Buchformat:
Alles inklusive

Alles inklusive

 (64)
Erschienen am 26.07.2011
Das blaue Kleid

Das blaue Kleid

 (60)
Erschienen am 02.01.2004
Was machen wir jetzt?

Was machen wir jetzt?

 (45)
Erschienen am 31.08.2001
Happy

Happy

 (28)
Erschienen am 30.08.2002
Und was wird aus mir?

Und was wird aus mir?

 (24)
Erschienen am 27.01.2009
Bin ich schön?

Bin ich schön?

 (19)
Erschienen am 27.10.1995
Der Mann meiner Träume

Der Mann meiner Träume

 (19)
Erschienen am 15.09.1992
Diebe und Vampire

Diebe und Vampire

 (18)
Erschienen am 23.11.2016

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Doris Dörrie

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supersusis avatar

Rezension zu "Für immer und ewig" von Doris Dörrie

interessante Erzählweise
supersusivor einem Jahr

Das Buch beginnt, indem wir Fanny und ihre Freundin Antonia kennenlernen und dabei sind, wie sie erste sexuelle Erfahrungen machen. Dann folgt eine kurze Episode in einem Juwelierladen aus Sicht der Verkäuferin und man erfährt erst in einem weiteren Kapitel, dass die Kundin Antonia war. Dann begleiten wir eine junge Frau in einem Indianergebiet, und später wird klar, dass es sich um Fannys Schwester handelt. Als nächstes folgt ein Kapitel, aus Sicht der Indianerin, der Fannys Schwester zuvor begegnet ist.

In diesem Stil ist das Buch aufgebaut und das macht den besonderen Reiz aus. Es ist spannend zu raten, aus welcher Sicht jetzt erzählt wird, denn manchmal wird es erst in späteren Kapiteln deutlich. Auch fragt man sich, ob die ein oder andere Figur nochmal auftaucht oder man durch die anderen Figuren etwas darüber erfährt, wie es mit ihnen weitergegangen ist, denn die Kapitel sind schon miteinander verbunden und zeitlich aufeinander aufgebaut.

Auch sprachlich ist dies Buch sehr lesenswert, denn ich mag den Stil der Autorin, wie sie Dinge beschreibt. z.B. : "Das rosa Neonlicht strömte herein wie dicke Puddingsoße. " (S.108). Auch beschreibt sie nüchtern Situationen, Gefühle und vor allem Stimmungen, die man selbst schon kennengelernt hat. Manchmal ist sie dabei sehr pragmatisch. z.B. "...die Kellnerin knallte Charlotte einen Teller mit Pfannkuchen ... auf den Tisch und wünschte ihr viel Spaß damit. Charlotte aß alle drei, weil sie nicht wußte, was sie sonst tun sollte."(S.118) Oft ist die Gedankenwelt der Figuren erschreckend, aber doch vertraut. Es ist, als habe die Autorin die Menschen und ihre Abgründe genau studiert und weiß, wie sie "ticken". Sehr aufschlussreich fand ich wie Beziehungen mal aus Sicht der Frau, dann aus Sicht des Mannes geschildert werden. Jetzt ist mir klar, warum manches nicht funktionieren kann oder manche Menschen einfach nicht zusammen passen.

Manche Gefühle sind mir sehr vertraut, aber ich hätte sie nicht so gut in Worte fassen können, wie Doris Dörrie das schafft. Wenn ich ein letztes Mal zitieren darf : "...aber vielleicht kennen Sie das Gefühl, wenn man allein im Auto nachts durch die Gegend fährt und im Radio kommt ein Song ... und mit einem Mal zerreißt es einen fast vor Sehnsucht. Vor Sehnsucht wonach zum Teufel ? Das ist es ja eben, das weiß man nicht so genau, vor Sehnsucht nach allem auf einmal, nach einem zuhause und einem Zigeunerleben, nach Familie und Einsamkeit, nach Leidenschaft und ruhiger Liebe, nach..." es folgen noch weitere Dinge, die einander ausschließen. S. 212.

Mir hat  - vom ersten Kapitel abgesehen (die Party im Keller, die ich sehr befremdlich fand) - das Buch viel Spaß gemacht, obwohl ich ja sonst hauptsächlich Krimis lese. Es ist ein Lesegenuss und ich kann es auf jeden Fall weiterempfehlen.

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Blacksallys avatar

Rezension zu "In einem fremden Wald" von Doris Dörrie

Spannend
Blacksallyvor einem Jahr

Cover
Zum Inhalt des Buches passt das Cover perfekt, ich finde es auch wunderschön. Das Haus in dem Wald ist sehr düster und man merkt direkt das es bei dem Buch um etwas unheimliches geht.

Protagonistin
Pula ist für ihr alter schon sehr Erwachsen. Ihr verhalten hat mich immer wieder vergessen lassen das sie noch so jung ist, ich hätte sie wohl eher auf 17 Jahre geschätzt, statt auf 12. Sie musste schon einiges durchleben und dann schickt sie ihre Mutter auch noch auf eine Reise ins ungewisse. Sie hat keine Ahnung wo sie hinsoll und lebt von einem Tag auf den nächsten. Als sie dann Pelge kennen lernt ist sie wenigstens nicht mehr so alleine, aber wer der Junge überhaupt genau ist, verrät er auch nicht.
Ich mochte Pula unheimlich gerne als Protagonistin und hab mit ihr gelitten und auch gebangt.

Schreibstil
Zu Anfang war mir garnicht wirklich klar in welcher Zeit wir hier überhaupt spielen, ich dachte ehrlich gesagt auch aufgrund des Klappentextes, das es sich um ein Fantasyland handelt. Aber es spielt ganz normal in unserer Welt und auch zu einer ziemlich aktuellen Zeit. Aus welchem Land sie jedoch kommt und in welches sie reist wird nicht gesagt.
Der Schreibstil war fesselnd und ich hätte mir noch viel mehr Seiten gewünscht, da man das Buch sehr schnell durch hat (ich selbst hab es an einem Nachmittag gelesen). Mir hat das Ende zwar nicht überragend gefallen, trotzdem war das Buch eine schöne Abwechslung.

Autorin
Doris Dörrie, geboren in Hannover, studierte Theater und Schauspiel in Kalifornien und in New York, entschloss sich dann aber, lieber Regie zu führen. ›Männer‹, ihr dritter Kinofilm, wurde ein Welterfolg. Parallel zu ihrer Filmarbeit (zuletzt der Spielfilm ›Grüße aus Fukushima‹) veröffentlicht sie Kurzgeschichten, Romane und Kinderbücher. Seit einigen Jahren hat sich Doris Dörrie auch als Opernregisseurin einen Namen gemacht. Sie lebt in München.

Einzelbewertungen
Schreibstil 4/5
Charaktere 5/5
Spannung 5/5
Ende 3/5
Cover 5/5

Fazit
Ein Buch das einen fesselt und mitreißt. Mir hat die Geschichte gut gefallen und ich hätte am liebsten noch mehr Seiten gehabt.

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Sturmherzs avatar

Rezension zu "In einem fremden Wald" von Doris Dörrie

Fremdes Land, besseres Land?
Sturmherzvor 2 Jahren

Die junge Pula wird von ihrer Mutter ins Ausland geschickt, denn in ihrem Land, ihrem zu Hause herrscht Krieg. Pula aber soll es besser haben und in dem fernen Ausland in Sicherheit sein. Alleine und todunglücklich macht sie sich auf den Weg, begegnet anderen Flüchtlingen und hat doch eigentlich nur den Wunsch wieder nach Hause zurück zu kehren.
Die Stimme ihrer Mutter hält Pula am Leben, sie sehnt sich so sehr nach ihr und all ihrer Schimpferei und Zurechweiserei. "Ach Mama, hier ist es auch nicht besser."
Unterwegs lern Pula einen Jungen kennen, ebenfalls ein Flüchtling, ebenfalls alleine. Nach langem hin und her verrät er ihr seinen Namen und die beiden nehmen den Weg ins Unbekannte zusammen in Angriff.
Der Hunger treibt Pula zu einem Haus, das unheimlich und einlandend zu gleich wirkt. Deren Bewohnerin ist aber noch komischer und wie sich herausstellt, war diese schon sehr lange nicht mehr ausser Haus.
Wie wird das alles weitergehen?
Ich kann das Buch sehr empfehlen, das es ein aktuelles Thema ist und gleichzeitig auch zeitlos ist. Pula ist mutterseelenallein und geht trotzdem immer weiter und gibt nicht auf.

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