Doris Dörrie Alles inklusive

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Inhaltsangabe zu „Alles inklusive“ von Doris Dörrie

Ein Sommer in Spanien, nach dem nichts mehr so sein kann, wie es war. Vier äußerst unterschiedliche Menschen, alle auf der Suche nach der Sonnenseite des Lebens. Aber kann man das Glück buchen wie einen Urlaub, alles inklusive?

Ein schönes, kurzes Stückchen Literatur, liebenswert, leider zeitweise etwas zu schwermütig...insgesamt aber dennoch lesenswert

— verena scott

Leider nicht mein Geschmack

— Elaine_Leseratte

Irrungen und Wirrungen rund um das Leben und die Liebe - nur mäßig spaßig, völlig irreführender Klappentext.

— Sookie70

Insgesamt kommt leider zu wenig Torremolinos vor. Schade! Gerade die Mutter-Tochter-Geschichte versprach viel,konnte aber nicht alles halten

— ErleseneBuecher

Mmh, ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut, da ich Doris Dörrie sehr schätze, mit ihren speziellen Blick auf unsere Gesellschaft. Aber mit diesen Leben und Verquickungen konnte sie mich leider gar nicht fesseln. Zum Schluss habe ich nur noch quer gelesen und daher nur 2 Sterne. Schade!

— sunlight

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  • Hält nicht, was es verspricht...

    Alles inklusive

    Sookie70

    22. June 2016 um 19:04

    Von einer "herzzerreißend komischen" Geschichte ist im Klappentext zu lesen, von "Bauchweh vor Lachen und Herzschmerz vor Mitgefühl"... Tatsächlich erwarten den Leser eine verschränkte Geschichte, die sich über Jahrzehnte hinzieht; recht belastete Charaktere, die jeweils aus der Ich-Perspektive erzählen und teiweise kaum Berührungspunkte miteinander haben und, vielleicht all dem voran, die bedrückende Schilderung von jeder Menge Beziehungsunfähigkeit... Die lustigste Szene könnte die Wiederbelebung des Mopses sein - wenn sie nicht in sich so tragisch wäre... Facit: Vielleicht interessant für Spanien-Liebhaber...? Insgesamt ist "Alles inklusive" zwar ein leicht zu lesendes Buch, aber ohne große Höhepunkte, ohne das erwartete "Happy Feeling", und ganz sicher ohne die im Klappentext prophezeite "Sehnsucht nach dem Süden" zu wecken. Schade. Es bleibt letzten Endes nicht nur ein großes Fragezeichen stehen...

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  • Casa Heike, Tierpsychologin & paniertes Schnitzel

    Alles inklusive

    ErleseneBuecher

    05. November 2015 um 10:49

    Das Buch fing sehr vielversprechend und gut an. Apple verbringt in den 70ern mit ihrer Mutter Ingrid den Sommer in Torremolinos in einem Zelt mitten in der damaligen Hippieszene. Jedoch tut sich Apple schwer mit dem Lebenswandel ihrer Mutter, deren Affäre mit einem Familienvater mit einem Selbstmord endet. Eine interessante, spannende Kostellation scheint sich daraus zu ergeben. Allerdings wird die Geschichte dann doch anders. 30 Jahre später reist Ingrid wieder nach Torremolinos und Apple ist eine frustrierte Frau mit Männerpech. Soweit so gut, aber dann taucht plötzlich eine Flüchtlingsgeschichte und die Journalistin Susi auf. Was machen die da in dieser Geschichte, in diesem Buch? Keine Ahnung. Dörrie will zu viel. Sie hat gute Protagonisten, die aber leider zu kühl bleiben. Apple nervt, ihr Hund Freud ist zu absurd und ihre Männergeschichten nur nervig. Insgesamt kommt leider zu wenig Torremolinos vor. Schade! Gerade die Mutter-Tochter-Geschichte versprach viel, konnte aber nicht alles halten. Zum Glück ist das Buch aber kurzweilig. Mal sehen, wie der Film ist. Bewertung: 3,5 von 5 Punkten

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  • Anti-Urlaubslektüre aus dem Hause Dörrie

    Alles inklusive

    franzzi

    Das Cover lockt mit einer Schwimmerin im urlaubsblauen Swimming-Pool, das Buch spielt größtenteils im sonnenverwöhnten Spanien, doch eine passende Urlaubslektüre ist "Alles inklusive" kaum. Die erfolgreiche Autorin und Regisseurin Doris Dörrie hat ein Buch über frustrierte Menschen aller Generationen geschrieben, die ihr Glück und Heil an den Sandstränden Spaniens suchen und allesamt feststellen, dass da nichts zu machen ist.  Da ist Apple, die Tochter der Ober-Hippie-Anhängerin Ingrid, die zu Beginn des Buches als kleines, allein gelassenes Mädchen mit verfilzten Dreadlocks daher kommt, die ihrer Mutter meist eher von Weitem beim Leben zusieht.  Später ist sie erwachsen, aus ihrer Kindheit im ewig klammen Zelt in der spanischen Pampa ist eine ausgewachsene Neurose geworden, sie gerät immer an die falschen Männer, strampelt sich im Job ab und wird mit ihrer Mutter nicht so richtig warm. Da ist Tim, den wir gemeinsam mit Apple als kleinen Jungen am Strand kennenlernen, und den wir später als Tina wiedertreffen. Da ist Apples Freundin, Apples Mutter, Tims Vater und irgendwie auch Tims Mutter, die der Zufall alle ins gleiche Urlaubsparadies spült und ihnen dort die letzten Träume nimmt.  Am Anfang leidet es sich noch ganz hübsch mit, denn das Trauma, dass all die Menschen verbindet, ist äußerst tragisch. Doch schon bald fragt man sich: Was zum Teufel soll das alles? Die Figuren entwickeln sich nur in der Hinsicht weiter, dass sie immer unglücklicher werden. Die unkaputtbare Ingrid vielleicht mal ausgenommen. Ansonsten schleppen sie tapfer Ungesagtes mit sich herum, bis es irgendwann aus ihnen herausbricht, jaja, ist ja nur menschlich. Doch die Folgen von jahrelangen Heimlichkeiten, Lügen und Verletzungen und ihr plötzlicher Ausbruch in einer Familie sind derzeit deutlich berüherender in "Im August in Osage County" im Kino zu bewundern. Dass "Alles inklusive" mal ein Film werden sollte, (der ja derzeit auch in den Kinos läuft), stößt beim Lesen leider jederzeit negativ auf. Die Szenen sind zwar bildhaft, doch oberflächlich, die Witze sind vorhersehbar bis schal und die Komik, die einigen Figuren innewohnen könnte, wirkt nur lächerlich - das Ende nach kitschigem Hollywood-Baukasten einfach nur unglaubwürdig. Weil es einem beim Lesen auch noch den Pool-Gang verleidet, ist es nicht mal ein seichter Schmöker, der als Urlaubslektüre taugt.

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    • 3
  • Uninteressant. Die

    Alles inklusive

    Cosifan

    19. August 2013 um 17:12

    Dieses Buch konnte mich gar nicht fesseln, so dass ich es nach 30 Seiten weglege und auch nicht weiterlesen werde. Es handelt von verschiedenen Personen, aus deren jeweiliger Sicht irgendwelche Erlebnisse beschrieben werden. Aus meiner Sicht belanglos. Deshalb eigentlicht gar kein Stern.

  • Rezension zu "Alles inklusive" von Doris Dörrie

    Alles inklusive

    Duffy

    17. May 2012 um 17:30

    Rainer, Regisseur aus Deutschland, hatte es bereits in Hollywood geschafft, als er dann doch wieder ganz schnell abstürzt. Er lebt nur noch für ein paar Wochen im Jahr auf, wenn ihn seine Teenagertochter besucht, deren Mutter er auch noch Geld schicken muss. Die Tochter denkt, er ist ein Erfolgsmensch, sie selbst ist ein verwöhntes materialistisches Gör. Marko ist Produzent, jongliert mit Millionen, hat aber eine ziemliche Macke, weil seine Existenz von einem Gespenst abhängt, einer 16jährigen Japanerin, die Selbstmord verübt hat und durch ein Medium zu ihm spricht. Johanna ist mal in einem Film aufgetreten, dann war sie Requisiteurin in Deutschland, ist gefeuert worden, kehrt zu Rainer nach Amerika zurück um neu anzufangen und ist auch ganz schön neurotisch und ... Das zieht sich, die Handlung rutscht von hier noch da, teilweise muss man sie suchen, kein Spannungsbogen gelingt richtig, manchmal nimmt es etwas Fahrt auf, das man meint, o.k. da kommt jetzt was, doch es bleibt dann unter dem Strich langweilig. Zu neurotisch gebärden sich die Figuren, als das man sie ernst nehmen kann und bei mir war dann - endlich - nach 250 Seiten Schluss. Wahrscheinlich schon zu spät, aber das ist das Problem, wenn man den Namensbonus mitliest. Doris Dörrie, eine großartige Regisseurin, auch einige gelungene Kurzgeschichten habe ich gelesen, aber das hier - nein, nicht wirklich, obwohl sie erzählen kann.

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  • Rezension zu "Alles inklusive" von Doris Dörrie

    Alles inklusive

    awogfli

    07. March 2012 um 13:56

    Mhh! Schwierig eine review über dieses Buch zu schreiben. Einerseits kann Doris Dörrie wirklich - mit Sprache umgehen - die Geschichte ist teilweise amüsant, traurig, nachdenklich, grotesk und beschreibt sehr gut, wie Deutsche in Spanien denken und fühlen. Trotzdem bin ich irgendwie nicht warm geworden mit dem Roman und ich frage mich schon die ganze Zeit warum. Die Story ist irgendwie zerhackt, verhüttelt, es fehlt der rote Faden und es stellt sich mir die Frage, was ist die Aussage, die Essenz, das was mir die Autorin sagen möchte. Die Figuren sind kurios, werden auch gut beschrieben, dennoch bleiben sie für mich blutleer und wachsen mir nicht ans Herz. Irgendwie schafft auch Dörrie eine enorme Distanz zwischen sich und ihren Figuren und das merkt der Leser sehr stark. Fazit nicht schlecht aber für mich nicht mitreissend. Ist aber diesmal nur ein Bauchgefühl und kann nicht mit sachlichen Argumenten belegt werden. Ach ja noch ein gutes Zitat, das uns den trostlosen Winter bei uns zu Hause etwas besser ertragen lässt und die Träume von einem Lebensabend in Mallorca, Ibiza, Gran Canaria oder wie sie alle heissen relativiert: "Niemand hat eine Vorstellung davon, wie es sich anfühlt, endlose Wintermonate auf einer stürmischen Insel zu verbringen, die von November bis März praktisch geschlossen hat."

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  • Rezension zu "Alles inklusive" von Doris Dörrie

    Alles inklusive

    ju_theTrue

    23. October 2011 um 09:56

    Eine wirklich schöne, lustige, zum Teil bitterböse Geschichte, die Frau Dörrie hier geschrieben hat. Mit sehr viel Liebe für ihre schrägen Charaktere.

  • Rezension zu "Alles inklusive" von Doris Dörrie

    Alles inklusive

    WinfriedStanzick

    01. October 2011 um 11:23

    Die FAZ - Journalistin Melanie Mühl hat gerade in einer „Streitschrift“ eine der wesentlichen und dramatischen Lebenslügen von immer mehr Menschen und einer ganzen Gesellschaft angegriffen. Sie nennt es die „Patchwork-Lüge“ und meint damit nicht nur das Schönreden und Idealisieren der sogenannten „Patchwork-Familien“, von denen sich viele redlich abmühen, sondern sie identifiziert das Flickwerk als Muster für das Leben vieler Menschen generell und für die Gesellschaft. Eine Gesellschaft, deren Mitglieder in einer immer größeren Zahl einfach nicht erwachsen werden wollen: „Heute ist uns die Vorstellung davon, was Erwachsensein heißt, abhandengekommen. Erwachsen sein heißt, Entscheidungen zu treffen. Indem wir uns auf eine Option festlegen, schließen wir andere Optionen aus. Wir verzichten auf etwas und übernehmen für etwas Verantwortung, für einen Menschen zum Beispiel oder für eine Familie. Erwachsensein bedeutet, die banale Tatsache zu akzeptieren, dass sich nicht jeder Wunsch verwirklichen lässt und Lebensabschnitte einander abwechseln. Erwachsensein kann ein beruhigendes Gefühl vermitteln. Die Möglichkeitswelt ist kleiner geworden, sie erfordert keine permanenten Revision, weil man nicht fürchtet, Erlebnisse, Menschen oder irgendetwas sonst zu verpassen. Man ist angekommen.“ Doch diese Kulturleistung können und wollen viele Menschen nicht mehr erbringen. Ein immer weiter um sich greifender Jugendwahn, der bei Männern nicht weniger abstoßend und lächerlich daherkommt als bei Frauen, der dauernde Druck, Spaß haben zu wollen und Bedürfnisse sofort zu befriedigen, auch sexuelle, koste es, was es wolle, all das ist nicht Ausdruck, sondern die dramatische Folge einer schon lange sich zeigenden Entwicklung, die zum gesellschaftlichen Flickwerk wurde. Und sie hat lange wirkende und sich über die Generationen ausbreitende Wirkung: „Es wird immer unwahrscheinlicher, dass sich zwei Menschen aus zwei intakten Familien ineinander verlieben, weil es immer weniger intakte Familien gibt. Letzten Endes infizieren die Bindungsneurotiker die Übriggebliebenen mit dem Virus der Einsamkeit. Wie die Depression, ist die Einsamkeit eine Ansteckungserkrankung.“ Das neue, hier anzuzeigende Buch von Doris Dörrie liest sich wie eine belletristische Ausarbeitung dieser Thematik, unterhaltsam daherkommend, lustig stellenweise, aber auch unendlich traurig über so viel verlorenes und nicht gelebtes Leben, das hier beschrieben wird. Jene Geschichte der alleinerziehenden Hippiemutter Ingrid, die mit ihrer kleinen Tochter, die sie „Apple“ genannt hat (welch eine Hypothek!), an den damals noch unberührten Stränden in Spanien sich durchzuschlagen sucht. Sie hat ein Verhältnis mit dem wohlhabenden Karl Birker, der dort mit seiner Familie ein Haus besitzt. Apple und auch Birkers Sohn Tim bekommen das alles genau mit, und es wird ihr zukünftiges Leben prägen und belasten. Nachdem Birkers Frau schon bald den Braten gerochen hat, ertränkt sie sich im eigenen Pool. Dreißig Jahre später – und diese Zeit macht, von gelegentlichen Rückblicken unterbrochen, den Hauptteil des Buches aus - haben alle damals Beteiligten mit ihrem Leben zu kämpfen und kommen nicht klar. Sie sind alle nicht richtig erwachsen geworden. Das wird deutlich, als Ingrid an den Ort ihrer damaligen Sommerliebe zurückkehrt…. Das Buch ist unterhaltsam, hinterlässt aber bei aller anregenden und belustigenden Lektüre einen traurigen und nachdenklichen Nachgeschmack, aus Gründen, die ich oben beschrieben habe.

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  • Rezension zu "Alles inklusive" von Doris Dörrie

    Alles inklusive

    saba

    07. September 2011 um 18:56

    Wer bei "Alles inklusive" von Doris Dörrie einen typischen Urlaubsroman erwartet, ist falsch beraten. Im Zeitenwechsel geht es vielmehr um die Facetten der Liebe, Freundschaft, Sehnsüchte und Suizid.
    Dies war mein erstes Buch von Doris Dörrie, aber sicher nicht mein Letztes. Frau Dörrie hat eine wundervolle Sprache, die das Buch zu einem kurzweiligen Lesevergnügen werden lässt.

  • Rezension zu "Alles inklusive" von Doris Dörrie

    Alles inklusive

    blancaimboden

    16. August 2011 um 17:06

    Ich LIEBE Doris Dörrie und werde auch weiter Bücher von ihr kaufen. Aber mit diesem hatte ich meine Probleme. Ständige Wechsel von hier und da und früher und später. Ständig wechselnde Erzählperspektiven. Das mag ich überhaupt nicht und ich fand, es hat die Geschichte zerhackt, die doch eigentlich gut war und extrem viel Potenzial hatte. Die Sehnsucht nach dem Süden. So viele teilen sie. Und nur für wenige erfüllen sich ihre Vorstellungen vom glücklichen Leben in Spanien. Ich würde es nicht noch einmal kaufen, finde die Schrifstellterin aber so gut, dass ich mir gleich ein anderes Buch von ihr bestellt habe.

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  • Rezension zu "Alles inklusive" von Doris Dörrie

    Alles inklusive

    Gospelsinger

    01. August 2011 um 18:59

    Apple ist im Jahr 1976 mit ihrer Hippiemutter Ingrid in Spanien, aber schön ist das nicht gerade. Denn Ingrid versucht mit selbstgemachtem Schmuck mehr schlecht als recht, sich und ihre Tochter irgendwie über die Runden zu bringen. Statt in einem schönen Hotel übernachten die beiden im stickigen Zelt, die Ernährung ist frugal und alles ist voller Sand. Und die Mutter verliebt sich in einen verheirateten Mann und seine gebügelten Hemden. Apple ist begeistert von dessen schönen Ferienhaus und sehnt sich nach Bürgerlichkeit und Ordnung. Aber das sind Fremdwörter für ihre neurotische Mutter, die mit ihrer Affäre etwas anrichtet, das weitreichende Folgen für alle Beteiligten haben wird. Dreißig Jahre später hat Apple immer noch nicht den richtigen Partner gefunden, und ihre immer noch aufmüpfige Mutter fährt erneut nach Spanien, auch wenn das Fischerdorf inzwischen zu einer Bettenburg mutiert ist. Das ohnehin immer etwas schwierige Verhältnis zwischen Müttern und Töchtern bekommt in diesem Buch noch einmal einen ganz besonderen und herrlich komischen Dreh. Der Traum vom Süden wird zart auf die Schippe genommen. Besonders gut gefallen haben mir die liebevoll beschriebenen Charaktere, die einem lange in Erinnerung bleiben. Das gilt auch für die Nebenfiguren wie Susi und der Maklerin. Susi pflegt aufopferungsvoll ihren nierenkranken Mann und freut sich, dass er endlich eine neue Niere bekommt. Sie konnte ja nicht ahnen, welche ungeplanten Auswirkungen das haben wird. Die Maklerin spielt mit den Träumen der potentiellen Käufer, obwohl sie die ungeschminkte Realität des Landes am eigenen Leibe erfährt. Bei allem zwischenmenschlichen Chaos merkt man, dass doch alle das gleiche suchen – Liebe. Einen Menschen, mit dem man alles teilen kann. Jemanden, der einen versteht und der einen nicht im Stich lässt. Ein unterhaltsames, aber auch nachdenkliches Buch über ganz normale Verrückte.

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  • Rezension zu "Alles inklusive" von Doris Dörrie

    Alles inklusive

    Stephenie

    30. July 2011 um 14:33

    Die Geschichte, ober besser gesagt die Geschichten, hat sich sehr gut angelesen & auch wenn die Figuren alle die ein oder andere Macke haben, sind Sie alle irgendwie sympathisch (manche mehr manche weniger). Alles dreht sich um ein kleines Urlaubsparadies an der spanischen Küste; mittlerweile ist von dem paradiesischen aber nicht mehr viel übrig. Vor einigen Jahren/Jahrzehnten ist dort etwas geschehen, das das Leben von vier Menschen geprägt hat. Leider hat mir das Buch dann einfach zu abrupt aufgehört & auch manch kleine Eigenheit der Figuren, die am Anfang charmant war, wurde zum Ende hin etwas lästig. Daher "nur" drei Sterne, mit Tendenz zu vier.

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  • Rezension zu "Alles inklusive" von Doris Dörrie

    Alles inklusive

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. July 2011 um 16:39

    Was kommt heraus, wenn eine Kultregisseurin mit viel Humor über das fast depressive Leben von vier total unterschiedlichen Personen schreibt, die doch alle irgendwie miteinander verbunden sind? Das perfekte Sommerbuch 2011! Alles inklusive ist das erste Buch, das ich von Doris Dörrie gelesen habe. Ich finde ihre Filme wie Der Fischer und seine Frau und Kirschblüten-Hanami toll und als ich den Klappentext durchgelesen hatte, stand für mich fest, dass ich dieses Buch lesen muss. Es handelt von einer Hippie-Mutter, Ingrid, die sich in den 70ern mit ihrer Tochter Apple im spanischen Torremolinos mit dem Verkauf von selbstgemachtem Schmuck durchschlägt. Dabei lernt sie, den verheirateten Karl kennen, der genug von seinem Spießerleben, den perfekt gebügelten Hemden und dem schicken Ferienhaus mit Pool hat. Er verliebt sich in die wilde, feiheitsliebende Ingrid, doch ihre kurze Affäre hat weitreichende Folgen. 30 Jahre später treffen alle wieder aufeinander. Ingrid, die sich nun mit einer neuen Hüfte durchs Leben schlägt, Karl, der in einem spanischen Altersheim lebt, sein Sohn Tim, der nun Tina heißt und in einer Transvestitenbar und als Fußpflegerin seinen Lebensunterhalt bestreitet und Apple, die immer wieder auf die falschen Männer hereingefallen ist und sich nun von ihrem Mops "Freud", benannt nach Sigmund Freud, therapieren lässt. Durch den lockeren Schreibstil lässt sich das Buch schnell weglesen und Doris Dörrie versteht es hervorragend von den grotesken Erlebnisse der Protagonisten zu erzählen, sodass ich oft nicht wusste, ob ich darüber lachen, oder sie bedauern soll. Was ich toll fand, ist dass die Geschichte aus den unterschiedlichen Perspektiven der Romanfiguren erzählt wird, die am Ende alle in dem selben Ferienhaus vereint, in dem die Geschichte begonnen hat. Alles inklusive ist ein Urlaubsbuch der anderen Art. Es ist kein Roman über Sonne, Meer und das perfekte Glück, sondern erzählt die knallharte Wahrheit. Das spanische Paradies ist einer Betonwüste gewichen, in der afrikanische Flüchtlinge als Prostituierte arbeiten und die Fenster der Villen mit Gitterstäben vor Eindringlingen schützen sollen, dabei aber wie ein Gefängnis aussehen. Das wird jedoch so humorvoll ezählt, dass es mich nicht in schlechte Stimmung versetzt, sondern einen sehr guten Unterhaltungswert bietet. Fazit: Tolle Charaktere und viel deutscher Humor. Für mich die ideale Strandlektüre, die mich sehr gut unterhalten hat. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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