Doris Fürk-Hochradl Kräuterrosi, ledig, sucht

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Inhaltsangabe zu „Kräuterrosi, ledig, sucht“ von Doris Fürk-Hochradl

Rosi renkt und richtet ein, wo immer das Dorfleben zwickt. Doch angesichts einer toten Schweineherde, eines Nachbarschaftsstreits und schließlich einer Moorleiche tut auch sie sich schwer. Und dass der Ferkelbauer Hias der Mörder sein soll, kann Rosi so gar nicht glauben. Vielmehr weiß sie: Es geht nicht mehr mit rechten Dingen zu im beschaulichen Innviertel …

Mord, Verdacht auf Menschenhandel, Prostitution, Bordell - mal ganz anders und dazu noch nette Naturheiltipps - amüsant-erfrischend!

— Lesestunde_mit_Marie

Ein ungewöhnlicher Krimi mit außergewöhnlichen Protagonisten. Leider fehlte aber die Hochspannung....

— Cappuccino-Mama

Mein Lesetipp!

— ChattysBuecherblog

Froschkönig Senior - ein wunderbares Märchen mit kriminalistischen Hintergrund

— Schneeapfel91

Unterhaltsame, humorvolle Geschichte mit liebenswürdigen Charakteren, nur leider etwas viel Ablenkung von der Krimihandlung.

— angi_stumpf

fühlte mich sehr gut unterhalten,hoffe auf einen weiteren fall mit rosie dem sympatischen kräuterhexal

— eulenmama

Herrlich skurril liebenswerte Kräuterhexe mit Herz und kriminalistischem Verstand.

— danielamariaursula

Schade - ich wusste ziemlich schnell, wer hinter allem steckt und auch die Spannung fehlte mir.

— winterdream

Mehr Gefühlswirren als Spannung im Innviertel

— Julia_liest

Wundervoll humorreicher Krimi der mir absolut gut gefallen hat..... unbedingt lesen!

— Wildpony

Stöbern in Krimi & Thriller

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Die Wendungen waren unvorhersehbar &spannend, es war auch toll geschrieben, aber es wirkte leider alles sehr konstruiert & unwahrscheinlich.

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  • Kein Kriminalroman...

    Kräuterrosi, ledig, sucht

    Zwillingsmama2015

    12. April 2016 um 13:26

    aber Unterhaltung der Spitzenklasse! Doris Fürk-Hochradls Krimidebüt "Kräuterrosi, ledig, sucht..." ist wie gesagt kein wirklicher Krimi, obwohl es eine Leiche gibt - aber die Spannung müssen wir hier wirklich suchen. Aber das tut dem Buch keinen Abbruch, es macht einfach Spaß mit der "Kräuterrosi" zusammen zu ermitteln und hinter die Geheimnisse einiger Dorfbewohner zu kommen.Was wir hier erwarten können ist gute Unterhaltung, auch ohne Nervenkitzel - die "Kräuterrosi" ist einer der besten Regionalkrimis, die ich in letzter Zeit gelesen habe - ist einfach leicht und macht Spaß!Wenn es für Kräuterrosi noch einmal etwas zu ermitteln gibt, bin ich gerne wieder mit von der Partie! Ein wirklich tolles Buch!

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2015

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2015 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2015 und endet am 31.12.2015. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2014 bis 31.12.2015 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2015 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2015, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2015-1112868118/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1. dorli 2. buchraettin 3. Mercado 4. wildpony 5. ChrischiD 6. mabuerele 7. chatty86 8. Matzbach 9. Postbote (ab April) 10. janaka 11. angi_stumpf 12. Sternenstaubfee 13. pelznase 14. Smberge 15. LibriHolly 16. danzlmoidl 17. Sweetiie 18. Antek 19. bieberbruda 20. roterrabe 21. Pelikanchen 22. Wolf-Eyes 23. Xanaka 24. Athene100776 25. Bellis-Perennis 26. lesebiene27 27. mira20 28. Claddy 29. glanzente 30. Nele75 31. xxxxxx 32. hasirasi2 33. Caroas 34. Schalkefan 35. Katjuschka 36. danielamariaursula 37. yari 38. Lesestunde_mit_Marie 39. Filzblume (40. Igelmanu66) 41. Talitha 42. tweedledee 43.krimielse 44. sommerlese 45. Bibliomarie 46. Barbara62 47. Maddinliest 48. Louisdor 49.TheRavenking (50. Lesezeichen16) 51. Leserin71 (52. heidi59) 53. buecherwurm1310 54. clary999 55. mrs-lucky Gelesene Bücher Januar: 28 Gelesene Bücher Februar: 48 Gelesene Bücher März: 58 Gelesene Bücher April: 76 Gelesene Bücher Mai: 83 Gelesene Bücher Juni: 75 Gelesene Bücher Juli: 79 Gelesene Bücher August: 106 Gelesene Bücher September: 86 Gelesene Bücher Oktober: 103 Gelesene Bücher November: 196 Gelesene Bücher Dezember: 209 Zwischenstand: 1147 Team Thriller: 1. Samy86 2. Igela 3. seelensplitter 4. Janosch79 5. Nenatie 6. eskimo81 7.MelE 8. Mone80 9. Kirschbluetensommer 10. Curin 11. SchwarzeRose 12. kvel 13.dieFlo 14. Huschdegutzel 15. Buchgeborene 16. Simi159 17. Kasin 18. Inibini 19. parden 20. Fluse 21. crumb 22. rokat 23.bookworm61 24. lord-byron 25. Patno 26. felicitas26 27. trollchen 28. Nisnis 29. MissRichardParker 30. Anne4007 31. sabrinchen 32. BookfantasyXY 33. MrsLinton 34. Floh 35. Meteorit 36. hannelore259 37. Leseratz_8 38. Krimiwurm 39. DerMichel 40. AberRush 41. Schaefche85 42. Naden 43. DieNatalie 44. Thrillerlady 45. heike_herrmann 46. MeiLingArt 47. KruemelGizmo Gelesene Bücher Januar: 33 Gelesene Bücher Februar: 36 Gelesene Bücher März: 59 Gelesene Bücher April: 64 Gelesene Bücher Mai: 80 Gelesene Bücher Juni: 115 Gelesene Bücher Juli: 112 Gelesene Bücher August: 107 Gelesene Bücher September: 98 Gelesene Bücher Oktober: 109 Gelesene Bücher November: 134 Gelesene Bücher Dezember: 140 Zwischenstand: 1087

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    • 6213
  • Eine Fetzengaudi, die auch mit wenig Krimi noch nach 5 Sternen schreit

    Kräuterrosi, ledig, sucht

    Antek

    Kriminalroman Kräuterrosi, 62, ledig, sucht. - Tja was soll ich sagen? Ledig stimmt so nicht, sie ist verwitwet. Suchen tut sie auch nicht so wirklich, naja vielleicht ein bisschen. Kriminalroman, okay es gibt Tod und Verbrechen, aber Fetzenspannung darf man sich nicht erhoffen. Warum trotzdem 5 Sterne? Ganz einfach, weil ich mit dem Buch so, so, so viel Spaß hatte und es zudem noch mehr zu bieten hat. Die 62jährige Kräuterrosi ist mit ihrem Leben eigentlich recht zufrieden. Im Dorf und darüber hinaus ist sie als Kräuterhexe mit Helfersyndrom bekannt. Jeden Tag gegen Abend hin, können die Leute mit ihren Wehwehchen kommen und wenn es beim lieben Vieh mal zwickt, kann Rosi meist auch helfen. Leider kann sie Hias Ferkel nicht mehr retten, die, nachdem ausgebüxt und auf dem Hof von Jörg Giftweizen gefressen, jetzt tot da liegen. Aber sie schafft es den eigentlich herzensguten Hias zu beruhigen, der mit Jörg seit Jahren im Dauerclinch steht und ihm jetzt an die Gurgel will. Ganz dumm jetzt, dass Jörg ausgerechnet in der Nacht im Moor ertrinkt. Für die meisten Dorfbewohner ist klar, Hias hat zugeschlagen, auch wenn ihm die Polizei nichts nachweisen kann und man von einem Unfall ausgeht. Wer steckt hinter dem Tod? Wäre das noch nicht genug mit was sich Rosi beschäftigen muss, machen ihre Kinder ihr auch Sorgen. Tochter Daniela braucht nach einer enttäuschten Liebe dringen Pepp im Leben. Ganz im Gegenteil zu Sohnemann Raphael, der zu viel Pepp hat und als hochnäsiger Versicherungsheini irgendwie in einen Versicherungsskandal geraten ist, bei dem es auch um Menschenhandel geht. Haben sie die Probleme bisher noch nicht umgehauen, bei Gittis Idee fehlt nicht mehr viel. Heimlich hat sie Rosi für eine Radiodating Show angemeldet. Klar, die wusste ja auch nichts von Rosis neuer Bekanntschaft dem »Bumshütten-Sepp« und außerdem kommt der ja auch nie infrage. Langweilig wird es mit Rosi auf keinen Fall! Die Kräuterrosi wird als Kriminalroman und nicht als Regionalkrimi angepriesen, Regionalkolorit darf man sich also auch nicht erwarten. Der hat mir auch gar nicht gefehlt, auch wenn ich für Dialekt eigentlich schon immer zu haben bin. Man hat dörfliches Leben mit Tratsch und gut funktionierendem Nachrichtenexpress, jeder kennt jeden. Das hat mir so gut gefallen. Allerdings wird auf dem Klappentext auch mit Hochspannung geworben, die habe ich nicht gefunden, aber wenn ich ehrlich sein soll, auch gar nicht gesucht, weil ich eben vollen Spaß mit Rosi hatte und in ihrem Leben so viel passiert, dass es auch so nicht langweilig wird. Der Krimi plätschert so im Hintergrund und oft steht Rosis Privatleben viel mehr im Vordergrund. Die Charaktere sind toll dargestellt, allen voran die Rosi, die mir so richtig ans Herz gewachsen ist. Habe ich sie mir auf der ersten Seite noch als alte, hässliche Kräuterhexe mit Warze auf der Nase vorgestellt, musste ich mich da schnell an ein ganz anderes Bild gewöhnen. Sie gehört mit ihren 62 Jahren noch längst nicht zum alten Eisen und kann so richtig etwas aus sich machen, wenn sie nur will. Sie hängt an ihrem fahrbaren Untersatz, der alten Ente Dagobert und auch das gute Wählscheibentelefon tut noch seinen Zweck und muss deshalb nicht durch technischen Schnickschnack ersetzt werden. Aber ohne Computer geht es auch bei ihr nicht. Das Wichtigste aber ist, sie hat ein großes Herz und vor allem den Sinn für Humor noch überhaupt nicht verloren. Witzig fand ich auch ihre Schwägerin Gitti, die gleichzeitig auch ihre beste Freundin ist. Einerseits hat sie neumodische Einfälle wie Radiodating oder Wellnessurlaub in der Türkei, andererseits aber doch auch altmodische Vorstellungen, vor allem was den Bumshütten Sepp betrifft. Klar ist der Puffvater durch und durch, er hat ja seit seinem 21. Geburtstag nichts mehr anderes gemacht, aber er hat auch so viele gute Seiten. Er ist einfühlsam, durch und durch sympathisch und vor allem auch mit einem riesen Herz ausgestattet, das zweifelsohne für Rosi schlägt. Außerdem gibt es noch den tierlieben Hias, der mir wegen der Anfeindungen oft leid getan hat. Auch Rosis konservative Tochter Daniela und Sohn Raphael, der doch gar nicht so missraten ist, wie anfangs gedacht, spielen hier eine Rolle. Nicht vergessen darf man vielleicht auch Dorfpolizist Kurt, der glücklicherweise ein guter Freund von Raphael und damit auch von Rosi ist. Auch alle anderen Nebendarsteller sind wirklich gut gezeichnet. Kräuterhexenbehandlungen, Radiodating, Tanzabende und vor allem ganz viel Beziehung zwischen Rosi und Sepp haben mich ständig zum Lachen gebracht. Bei den beiden muss man einfach hoffen, dass sie sich trotz aller Bedenken irgendwann noch bekommen. Eines meiner vielen Highlights ist sicher als Rosi und Gitti dem „Herzkastl“,  einem Bordell, einen Besuch abstatten. Kopfkino pur, wie sich die beiden älteren Damen hier ganz genau umsehen, ich habe Tränen gelacht. Super gut hat mir die Kapiteleinteilung gefallen. Die relativ kurzen Kapitel tragen keine Nummern, sondern bekommen ihre ganz speziellen Überschriften. Angefangen bei „hilft der Dominaeffekt“ über   „Dancing Queen“ bis hin zu „mit Knödli im Dödli ist vögli net mögli“, habe ich allein deswegen schon unheimlich viel gelacht. Gratis bekommt man bei einem jeden Kapitel auch noch ein Hausmittelrezept mitgeliefert. Ich schwöre auf Hausmittel, deshalb hat mir das sehr gut gefallen und zur Kräuterrosi passt es auch perfekt. An Schmalzwickel kann ich mich noch mit Grauen in meiner Kindheit erinnern. Tränen habe ich gelacht, als die Großstädterin, die zur Behandlung kommt, nach kalt gepresstem Olivenöl als Alternative fragt. Alles in allem vielleicht ein wenig Krimi, dafür aber wirklich super gute Unterhaltung.

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    • 4

    danielamariaursula

    02. January 2016 um 16:33
  • Von der Liebe, einer Leiche, der Familie und Geheimnissen

    Kräuterrosi, ledig, sucht

    Cappuccino-Mama

    Ich liebe Kräuter – ob auf Balkon, Terrasse, Garten, Wiese, oder letztendlich im Essen oder im Tee. Gerne mag ich Kräuter auch in Büchern – sei es in Gartenbüchern, historischen Romanen und nun eben auch mal in einem Krimi, wo sie sonst zumeist dazu dienen, jemanden ins Jenseits zu befördern. Und Kräuterfrauen bieten sicherlich Potential für eine unterhaltsame Handlung, besonders dann, wenn sie auf Männersuche sind und statt auf einen langhaarigen Alt-Hippie mit Jesuslatschen an den Füßen auf einen Bordellbesitzer treffen. Der Titel und das Cover machten mich schon mal sehr neugierig, ebenso wie der Klappentext. Das Cover: Auf mich wirkt das Coverbild schon aufgrund der Farbgebung frühlingshaft. Über das gesamte Cover erstreckt sich das Foto eines saftiggrünen Blattes, in dem sich ein (Guck-)Loch befindet. Durch diese Öffnung blickt dem Betrachter der Kopf eines Laubfrosches entgegen, dessen Körper durch das Blatt hindurch zu sehen ist. Wie bei den Krimis von Emons üblich, ist der Buchtitel in orangefarbenen, glänzenden und erhabenen Buchstaben gestaltet, die sich vom ansonsten matten Cover abheben. Der Titel befindet sich wie üblich auf einem weißen, glänzenden Textfeld. Mir gefällt diese einheitliche Gestaltung der Krimiserie sehr gut, weil sie einen Wiedererkennungswert besitzt, und im Regal zudem auch noch dekorativ aussieht. Passend zur Handlung ist das Cover durchaus. Zum einen ist Rosi als Kräuterhexe sehr naturverbunden, und beim Sammeln ihrer Kräuter könnte ihr dieser kleine Geselle durchaus begegnen. Zum anderen muss frau, um den Traumprinzen zu finden, schon mal den ein oder anderen Frosch küssen. Die Handlung: Rosi ist 62 Jahre alt und eigentlich ganz zufrieden mit ihrem Leben – findet sie selbst. Sie arbeitet in ihrem Dorf als Kräuterhexe und wird oft um Rat gefragt. Doch da ist ihre beste Freundin Gitti, die findet, dass Rosi endlich wieder einen Mann braucht. Und so willigt Rosi schließlich ein, an einer Radio-Dating-Show teilzunehmen. Doch dann lernt Rosi eines Tages den „Bumshütten-Sepp“ kennen, der sie zwecks einer Behandlung aufsucht. Nun hat die gutmütige und hilfsbereite Rosi, die einfach keine Wünsche abschlagen kann, so richtig viel um die Ohren, denn auch ihre Kinder machen gerade schwere Zeiten durch – während ihre Tochter unter der Trennung von ihrem Geliebten leidet, lastet auf ihrem Sohn ein ungeheurer Verdacht. Doch dann wird auch noch eine Leiche im Moor gefunden, und Rosis beschauliches Leben ist nun endgültig vorbei, denn sie will den genauen Todesumständen auf die Spur kommen und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Starb Jörg eines natürlichen Todes, oder wurde er ermordet?... Meine Meinung: Der Einstieg ins Buch gelang mir sehr gut. Ich lernte Rosi kennen, erfuhr einige Dinge über ihr Leben und ihre Familie. Dabei war der Erzählstil locker-leicht und ungekünstelt. Im Plauderton führte Kräuterhexe Rosi den Leser durch die Handlung. Rosi, aus deren Sicht erzählt wird, erinnert mit ihrem Aussehen an eine richtige Hexe, wie man sie aus Märchen kennt: Die 62jährige hat lange, graue Zottelhaare, und eine dicke Warze „ziert“ ihre Nase. - So begegnet man Rosi auf den ersten Seiten des Buches. Doch so unvorteilhaft sieht man Rosi fortan nicht mehr, offensichtlich sieht Rosi für ihr Alter noch recht gut aus, legt auch Wert auf ihr Äußeres, schminkt sich sogar – insofern ist sie eine moderne Kräuterfrau, vergleichbar mit einer Heilpraktikerin. Rosis Heilbehandlungen werden geschätzt, die Leute suchen Hilfe bei der hilfsbereiten Frau, die sich viel Zeit für sie nimmt. Der Buchtitel ist allerdings etwas irreführend, denn ledig ist Rosi ganz und gar nicht, Vielmehr war mit ihrem Mann Horst viele Jahre glücklich verheiratet. Anhand des Buches und der Buchbeschreibung stellte ich mir Rosi etwas schrulliger vor, eher als alte Jungfer, die abschreckend auf andere wirkt. Rosi hat einen Sohn namens Raphael, aus dem ein hochnäsiger Versicherungsvertreter wurde. Dennoch hat Raphael auch seine guten Seiten, die glücklicherweise im Laufe des Buches immer deutlicher zutage treten. Ganz im Gegensatz zu ihrem Bruder ist Rosis ledige Tochter Daniela eine bodenständige Frau, die Volksschullehrerin ist, dazu sehr konservativ. Daniela ist Mitte Dreißig und eine unscheinbare Person – man könnte sagen, dass sie eine „graue Maus“ ist. Rosi findet, Daniela könnte viel mehr aus sich machen. Umso mehr wunderte es mich, dass diese sehr konservativ wirkende Frau sich auf einen verheirateten, älteren Mann eingelassen hatte – und er sich auf ein solches Mauerblümchen. Kurt ist der Dorfpolizist und ein Freund von Raphael. Auf mich wirkte Kurt recht kameradschaftlich und sympathisch. Und so posaunt Kurt Rosi gegenüber auch schon mal Infos heraus, die er besser für sich behalten sollte. Brigitte, genannt Gitti, ist Rosis Schwägerin und gleichzeitig auch ihre beste Freundin. Einerseits wirkt sie auf mich sehr weltoffen und unternehmenslustig, doch mitunter ist sie auch recht vorurteilsbehaftet was Sepp betrifft. Der „Bumshütten-Sepp“ ist ein waschechter Zuhälter und Puffvater – und zugleich ein liebenswerter und feinfühliger Mann. Als 21jähriger musste er einst das Bordell seines Vaters übernehmen, und hatte keine Gelegenheit, eine Familie zu gründen, die er gerne gehabt hätte. Ich fand Sepp sehr sympathisch, denn er strahlt Herzenswärme aus. Mir tat Sepp leid, denn in seinem zweifellos ereignisreichen Leben kam wohl eines zu kurz: Die wahre Liebe. Ich wünschte mir beim Lesen, dass Rosi und Sepp zusammenkommen würden, denn ich fand, dass beide sehr gut zusammenpassten. Silvana ist eine osteuropäische Prostituierte, die in Sepps Bordell als Domina arbeitet. Doch auch privat war sie mit ihrem Arbeitgeber zusammen. Silvana wirkt sehr selbstbewusst, was nicht zuletzt auch an ihrem Beruf liegt. Dennoch hat Silvana das Herz am rechten Fleck, so ist sie hilfsbereit, und gerne nimmt sie Daniela unter ihre Fittiche, damit diese (wieder) interessant für die Männerwelt ist. Was Sepp betrifft, hat sie eine eigene Diagnose: Sepp braucht keinen Sex, sondern Liebe! Jörg lebt mit seiner Frau Zenzi und Tochter Susi zusammen auf einem Bauernhof. Besonders gut behandelt Jörg seine Familie jedoch nicht – Zenzi hat öfters mal blaue Flecken oder Verletzungen. Aber auch ansonsten gilt Jörg als Raufbold, der gerne mal einen über den Durst trinkt. Und nur zu gerne provoziert er seinen Nachbarn Hias. Doch als die Ferkelchen von Hias abhauen und auf dem Hof von Jörg am Giftweizen zugrunde gehen, schürt das den Hass von Hias ins Unermessliche. Der tierliebe Hias (Matthias) war früher in Zenzi verliebt, doch die heiratete seinen Nachbarn. Und so blieb der unverheiratete Hias alleine auf seinem Hof, widmete sich fortan mit Hingabe seinen Schweinen, an denen er sehr hängt. Früher waren die beiden Männer zwar befreundet, doch wegen Zenzi wurde aus der Freundschaft nun eine Feindschaft. Und selbst nach Jörgs Tod hat Hias erneut gegen Anfeindungen zu kämpfen, kommt einfach nicht zur Ruhe. Der Erzählstil gefiel mir sehr gut. Es wird aus der Sicht von Rosi erzählt, so dass man einen guten Einblick in deren Seelenleben erhält – man erfährt viel über ihre Gedanken, ihre Gefühle, die Zweifel und die Verbundenheit zu ihrem Horst, der mitunter noch allgegenwärtig erscheint – das alte Auto, eine „Ente“ namens Donald, erinnert sie immer an Horst, ebenso wie dessen alter Sessel. Wunderschön und poetisch fand ich die Gedanken Rosis über die Liebe, die von einem Fluss zum See wird, und wenn dieser austrocknet, so bleiben nur noch Erinnerungen. Die Kapitel haben eine angenehme, übersichtliche Länge. Statt nur mit Nummern versehen, erhielten die Kapitel eine passende Überschrift, was ich immer dem Durchnummerieren vorziehe. Zu Beginn des Kapitels findet man, passend zur Kräuterkunde, Erste-Hilfe-Tipps aus der Kräuterapotheke oder sonstige Hausmittel. Mir gefiel dieses Extra sehr gut – eine echte Bereicherung für das Buch. Die Krönung wäre noch das Rezept für die „Kiachln“, die Bauernkrapfen, im Anhang gewesen, die im Buch mit so viel Genuss verzehrt werden. Eine Kugel macht noch keinen Krimi, ebenso wenig wie ein Toter. Unterhaltsam war der Roman zwar sehr, doch die Hochspannung, die auf der Rückseite des Buches angekündigt wurde, fand ich leider nicht. Die Aufklärung des Todesfalls nahm meiner Meinung nach nur einen relativ kleinen Teil der Handlung ein, vielmehr stand die Freundschaft von Sepp und Rosi im Mittelpunkt des Geschehens. Die beiden älteren Leute verstehen sich sofort hervorragend, vertrauen einander und ermitteln gemeinsam. Ich fand, dass Rosi und Sepp sehr gut zusammenpassen würden, doch Rosi schien dies nicht wahrhaben zu wollen. War es, weil sie ihren verstorbenen Mann Horst noch nicht so recht loslassen wollte? Oder die Angst oder die Bedenken, im höheren Alter nochmals eine neue Beziehung zu beginnen? Es war ein endloses Hin und Her. Gerne hätte ich Rosi gepackt und einfach in Sepps Arme geschubst, um die Sache zu beschleunigen und dem Glück auf die Sprünge zu helfen. Und dann war da ja noch die Dating-Show des Radiosenders. Soll Rosi sich trotz ihres Freundes Sepp mit den Bewerbern treffen? Und wird sie eine neue Liebe finden? Selbst wenn die Dating-Show nun überflüssig erscheint, so zieht Rosi die Sache durch, schließlich hat sie diese Aktion begonnen, es wurde vom Sender Zeit investiert und neugierig ist frau allemal, wer sich für einen interessiert. Und letztendlich erwartete die Leser ein unvergessliches Erlebnis. Ebenso unterhaltsam fand ich den Besuch von Rosi und Gitti im Bordell, dem „Herzkastl“, da konnte man sich ein Schmunzeln nicht verkneifen, bei dieser Vorstellung, wie zwei ältere Damen sich dort ganz genau umsehen. Lokalkolorit gab es im Buch, wenn auch in recht geringem Ausmaß, sei es bei den namentlich erwähnten Handlungsorten oder bei den Textpassagen, in denen der Dialekt zum Einsatz kam. Zwar verstand ich die meisten österreichischen Begriffe, dennoch wäre ein winziges Glossar oder ein „Sternchenverweis“ mitunter nützlich gewesen. Die Handlung spielt sich übrigens sowohl in Österreich, als auch im nahegelegenen Bayern ab, denn Rosi lebt (wie die Autorin selbst auch) nur wenige Kilometer von der Grenze entfernt. Die österreichische Autorin Doris Fürk-Hochradl hat in diesem Buch ihren Leidenschaften ein literarisches Denkmal gesetzt. Die Grundschullehrerin schreibt gerne, kocht aber auch für ihr Leben gerne, und wie könnte es anders sein, beschäftigt sie sich mit der Naturheilkunde. Wer einen actionreichen und blutigen Krimi sucht, der wird hier enttäuscht werden. Dagegen werden sicherlich die Liebhaber eher stiller und ungewöhnlicher Krimis hier voll auf ihre Kosten kommen. Fazit: Die auf der Buchrückseite versprochene fröhliche Unterhaltung fand ich im Buch durchaus – das will ich auch gar nicht bestreiten. Doch die Hochspannung konnte ich dann leider doch nicht entdecken. Große Überraschungen wurden mir in der Handlung nicht geboten, vieles war vorhersehbar. Die Charaktere jedoch gefielen mir sehr gut, und einen ungeklärten Todesfall gab es auch, ebenso eine ungewöhnliche Ermittlerin, so dass es sich bei diesem Roman auch tatsächlich um einen Krimi handelt – allerdings einen recht „soften“, der sich sicherlich auch für Nicht-Krimileser eignet. Da ich mich dennoch recht gut unterhalten fühlte, gebe ich diesem Buch 4 Sterne, nicht zuletzt auch für die Originalität in Sachen Naturheilkunde und Protagonisten.

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  • Leserunde zu "Kräuterrosi, ledig, sucht" von Doris Fürk-Hochradl

    Kräuterrosi, ledig, sucht

    doris_hochradl

    Inhalt: Kräuterrosi, 62, ledig, sucht . . . eigentlich nichts. Sie ist zufrieden mit ihrem Leben und ihrer Tätigkeit als Kräuterhexe des Dorfes, auch wenn ihre beste Freundin der festen Überzeugung ist, dass Rosi einen Mann braucht. Doch dann lernt sie den »Bumshütten-Sepp« kennen, ihre beiden Kinder machen schwere Zeiten durch, und schließlich wird auch noch eine Leiche im Moor gefunden. Für Rosi ist das ruhige Leben ab jetzt vorbei, und sie beginnt ihre ganz eigenen Ermittlungen. Eine skurril-schrullige Hobbyermittlerin mit Helfersyndrom: herzlich-fröhliche Unterhaltung mit Hochspannung. Bewerbung: Wer Spaß an Regionalkrimis mit ordentlichem Schmunzelfaktor hat und sich bereit erklärt, seine Rezension verbindlich bei Amazon zu veröffentlichen, ist herzlich eingeladen, sich auf eines der 15 von Emons gesponserten Printexemplare zu bewerben. Ich freue mich über viele Mitleser/innen und auf einen aktiven Austausch. Am 10. 07. verlose ich die Bücher und wir beginnen alle gemeinsam am 25.07 mit der Leserunde. Wer macht mit, bei der Mördersuche im österreichischen Moor, zwischen ländlichen Sauereien und herzlichen Liebeswirren? Bis bald, ich freu mich, eure Doris Fürk-Hochradl    

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  • Mein Lesetipp

    Kräuterrosi, ledig, sucht

    ChattysBuecherblog

    Meine Meinung: Seufz... ach, war das ein tolles Buch. Gut, eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass es sich um einen Krimi handelt. Aber in diesem Buch steckt viel viel mehr. Krimi, Romanze, Abenteuer... ach, eigentlich ist irgendwie alles in der Story vertreten. Die Autorin, Doris Fürk-Hochradl, hat es geschafft, dass ich das Buch nicht mehr weg legen wollte. Ich habe sogar das Mittagessen ausgelassen, weil ich doch unbedingt wissen wollte, ob es Mord oder ein Unfall war. Und wenn ich schon mal das Essen auslasse ... na, das will etwas heißen. Die kriminalistische Handlung, in der es laut Cover bzw. Titel gehen soll, tritt stellenweise in den Hintergrund um den Platz für Rosis Probleme zu räumen. Probleme mit ihren Kindern, aber auch Probleme mit dem Alleinsein. Aber da weiß die gute Freundin ja immer schnell Rat. Dieses Buch ist unglaublich vielfältig, so dass es sich schwerlich nur in der Kategorie Krimi einordnen lässt. Ich würde es wohl eher in der Rubrik: Gute Unterhaltung oder Heiteres vermuten. Aber richtig, da gibt es ja noch den Toten. Sehr interessant fand ich die Rezepte, Ratschläge und Tipps zu Beginn eines jeden Kapitels.Na ja, Rosi ist eben eine Kräuterhexe, auch wenn sie diesen Begriff nicht mag, Erstaunt war ich auch über die Aufklärung zum Thema: Kaffee. Hm... Kot... vielleicht sollte ich doch lieber auf andere Getränke umsteigen. 😄   Fazit: Ich hoffe, dass es sehr bald eine Fortsetzung von bzw. mit Rosi geben wird. Gäbe es einen Fanclub.... ich wäre Mitglied. 😄

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  • Kräuterrosi, ledig, sucht..... - von Doris Fürk-Hochradl

    Kräuterrosi, ledig, sucht

    Nele75

    25. August 2015 um 06:34

    Rosi ist 62, verwitwet und leidet am sogenannten "Helfersyndrom". Sie ist in der Lage, ihren Mitmenschen mit all ihren möglichen und unmöglichen Leiden zu helfen und hat daher den Ruf als Kräuterhexe des Dorfes, was ihr so überhaupt nichts ausmacht, denn sie hilft gerne. Doch ihre eigenen Probleme sind da nicht ganz so leicht zu lösen, sei es nun die Sorge um die Tochter, die sich in den falschen Mann verliebt hat, den erwachsenen Sohn, welcher in einen riesengroßen Betrug verwickelt zu sein scheint oder aber der Fund einer Leiche im nahe gelegenen Moor. Alle Hände voll zu tun für die patente Rosi und so hat sie bald neben ihrer Hauptaufgabe als Kräuterrosi auch noch den "Nebenberuf" als Hobbyermittlerin. Der Autorin Doris Fürk-Hochradl ist es von Anfang an gelungen, die Handlung so zu beschreiben, dass man sich beim Lesen wohlfühlt und sich vor allem die Umgebung gut vorstellen kann. Das hatte ich mir auch von diesem Regionalkrimi erwartet. Was allerdings etwas zu kurz kommt, ist der eigentliche Fall, denn zwischenzeitlich gerät das ziemlich in den Hintergrund und man erfährt sehr viel mehr über Rosis Privatleben mit all seinen Problemen und Sorgen, die Spannung baut sich nicht so richtig auf - trotzdem hat das Buch mich gut unterhalten, nur eben anders als erwartet. Eine schöne Idee sind die Hausmittel, welche am Anfang eines jeden Kapitels beschrieben werden und so noch einen tollen Hintergrund zu Rosis Tätigkeit als Kräuterhexe bieten. Mir hat das Buch schöne Lesestunden gebracht, wenn auch anders als anfangs erwartet. Ich würde mich freuen, wenn es eine Fortsetzung geben würde. Erhältlich ist das Buch im EmonsVerlag.

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  • Froschkönig Senior - ein wunderbares Märchen mit kriminalistischen Hintergrund

    Kräuterrosi, ledig, sucht

    Schneeapfel91

    15. August 2015 um 06:16

    Die Story: Der Kriminalroman „Kräuterrosi, ledig, sucht…“ von Doris Fürk-Hochradl handelt von Rosi. Sie wird in ihrem Dorf die „Kräuterrosi“ genannt aufgrund ihres heilkundigen Fachwissens. Sie ist bei jedem der Dorfbewohner hoch geschätzt und bekommt ständig Besuch von ihnen, um zu helfen. Ihre Methoden helfen in der Regel immer! Eines Tages wird der Bauer Jörg tot im Moor gefunden. Schnell wird der Ferkelbauer Hias verdächtigt, da zwischen den beiden Männern stets stritten. Nachdem Jörg die Ferkel von Hias mit Giftweizen vergiftet, liegt es natürlich nahe, dass Hias Jörg auf dem Gewissen hat. Dieser gibt sich aber unschuldig. Ist er wirklich so ein Engelchen, wie er vorgibt? Außerdem organisiert Rosis beste Freundin Gitti ein Radiointerview, das sie der Ansicht ist, dass Rosi endlich wieder einen Mann nötig hat. Sie habe genug ihrem geliebten Horst hinterhergetrauert. Rosi ist natürlich nicht begeistert, aber sie lässt sich wiederwillig darauf ein. Denn eigentlich gibt es in ihrem Leben noch einen anderen Mann: Sepp. Er ist der Inhaber des „Herzkastls“, einem Lusthaus. Da auch ihn altersbedingte Probleme plagen, taucht er eines Tages bei Rosi auf, um sich behandeln zu lassen. So kommen sich die beiden näher. Wird Rosi endlich ihren Traummann finden, mit dem sie ihren Lebensabend verbringen kann?   Meine Meinung: Dem Roman liegt eine herzerwärmende Handlung zugrunde. Das Kriminalistische rückt eher in den Hintergrund und als Leser konzentriert man sich eher auf Rosis Liebesglück. Es ist bezaubernd, Rosi bei der Suche nach ihrem Traumprinzen zu begleiten. Die Charaktere wirken allesamt authentisch und die Handlung ist durchweg nachvollziehbar. Die Kapitelunterteilung ist angemessen und jeder Abschnitt beginnt mit einem Rezept aus Rosis Kräuterküche. Ich finde das sehr gut gelungen und dies steigert meiner Meinung nach auch die Authentizität des Romans!   FAZIT: Ein gut gelungenes Krimi-Märchen, in dem die Liebe überwiegt!

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  • Unterhaltsam ...

    Kräuterrosi, ledig, sucht

    angi_stumpf

    14. August 2015 um 20:53

    Die Geschichte: Die “Kräuterrosi” (62) heißt so, weil sie bei ihren Mitmenschen dafür bekannt ist, für nahezu jedes Wehwehchen das richtige Hausmittel zur Hand zu haben. Auch für allerhand andere Probleme ist sie die erste Anlaufstelle, denn sie ist einfach sympathisch, hilfsbereit und hat immer ein offenes Ohr. So ist die Rosi natürlich auch gleich Feuer und Flamme, als in ihrem kleinen Dorf ein angeblicher Mord passiert: ein Mann stirbt im Moor und ausgerechnet ihr tierlieber Freund Hias ist der Hauptverdächtige, da er sich am Vortag noch lautstark mit dem Opfer gestritten hat. Doch das bleibt nicht die einzige Aufregung in Rosis Leben: eine Radio-Datingshow, ein angedrohter Urlaub mit der Schwägerin, das seltsame Liebesleben ihrer Tochter, die Verbrechensvorwürfe gegen ihren Sohn und dann auch noch ein Bordellbetreiber mit besonders delikaten Problemen halten sie extrem auf Trab. Langeweile kommt hier nicht so schnell auf! Meine Meinung: Mit Rosi hab ich mich gleich wohlgefühlt, sie ist echt ne ganz Liebe … so eine Nachbarin kann man sich nur wünschen. An ihr hat mich nur gestört, dass sie manchmal sehr unentschlossen war und so einige Dinge unnötig in die Länge gezogen hat. Aber das sei ihr verziehen. Auch viele andere Charaktere wirkten gleich sympathisch und liebenswürdig und man fiebert gerne mit ihnen mit, wenn sie gemeinsam diverse Abenteuer bestehen müssen. Das Buch las sich kurzweilig, humorvoll und durch die verschiedenen Handlungsstränge auch recht abwechslungsreich. Was mich allerdings etwas gestört hat: eine Liebesgeschichte, die etwas zu viel Raum einnahm und zu sehr von der Krimihandlung ablenkte. Von der im Buchrückentext angepriesenen “Hochspannung” war deshalb für mich als leidenschaftlichen Krimi- und Thrillerleser leider nichts zu spüren, aber die “fröhliche Unterhaltung” kann ich voll bestätigen! Fesselnd war es aber trotzdem und aufgrund fehlender Schockmomente kann ich das Buch auch allen Nicht-Krimilesern guten Gewissens empfehlen. Jedes Kapitel wird außerdem mit nützlichen Tipps eingeleitet: Rosi verrät ihre Hausmittelchen gegen Verstauchungen, Kopfschmerzen und allerhand anderer kleiner Beschwerden des Alltags. Richtig toll fand ich das Ende der Geschichte, das schlüssig und reichlich positiv daherkommt. Auch fast schon wieder zu nett und lieb für einen Krimi – aber passend zur Rosi! ;) Fazit: Unterhaltsame Geschichte mit liebenswerten Charakteren, leider mit etwas viel Ablenkung von der Krimistory, die dadurch leider deutlich an Spannung einbüßt.

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  • Kräuterrosi und Co.

    Kräuterrosi, ledig, sucht

    bine_2707

    13. August 2015 um 16:26

    Kräuterrosi heißt eigentlich Rosi, aber alle kennen sie nur im Dorf unter ihrem Spitznamen, denn sie hat für jedes Wehwehchen ein paar Kräuter parat. Ihre Fähigkeiten gehen weit über die Kräuter hinaus und so versucht sie immer wieder den Dorffrieden herzustellen. Aber als es einen Mord, Unstimmigkeiten mit ihren Kindern und tote Schweine vorfindet, ist selbst Rosi mit ihrem Latein am Ende. Da muss die Wahrheit ans Licht und Rosi packt ihre detektivischen Fähigkeiten aus. Insgesamt eine nette Unterhaltungslektüre. Der Schreibstil war flüssig und ließ sich meist gut und flott lesen, so dass die Seiten nur verflogen. Was mich ein wenig störte, war, dass einige Witze immer wiederholt wurden. Ansonsten war die Geschichte toll durchdacht und umgesetzt.

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  • Herrlich amüsant, die perfekte Mischung aus Krimi und Herz im reiferen Alter - unbedingt lesenswert!

    Kräuterrosi, ledig, sucht

    Huschdegutzel

    Rosi renkt und richtet ein, wo immer das Dorfleben zwickt. Doch angesichts einer toten Schweineherde, eines Nachbarschaftsstreits und schließlich einer Moorleiche tut auch sie sich schwer. Und dass der Ferkelbauer Hias der Mörder sein soll, kann Rosi so gar nicht glauben. Vielmehr weiß sie: Es geht nicht mehr mit rechten Dingen zu im beschaulichen Innviertel … So besagt es die Kurzbeschreibung und ich befand mich schlagartig mitten in einer dörflichen Idylle , die so weit abseits von jedem Klischee ist wie Wien vom Meer! Hat man mit Rosi zu Beginn noch das Bild eines alten verhutzelten Kräuterweibleins vor Augen, mausert sich diese im Laufe des Buches zu Miss Marple mit einem guten Hauch Femme Fatale - ich habe mich selten so großartig beim Lesen amüsiert wie hier! Ich will Sie weder langweilen noch spoilern - aber allein der Bumshütten-Sepp ist klasse... überhaupt fand ich hier niemanden vor, der mir wirklich abgrundtief unsympathisch gewesen wäre ( und der eine größere Rolle gespielt hätte ). Die Charaktere sind durch die Bank weg toll durchdacht - und voller Überraschungen. Man kann sich zwar denken, wer am Ende mit wem .... aber der Weg dahin ist so witzig, dass es zu keiner Sekunde langweilig wird. Autorin Doris Fürk-Hochradl schreibt so locker flockig , dass ich nachts Mühe hatte, mich von dem Buch zu trennen, um noch ein wenig zu schlafen - zum Glück gibt es vor jedem Kapitel wirklich hilfreiche Hausmittelchen gegen Augenringe, Müdigkeit, Akne, Prellungen und vielem mehr. Die Teelöffel liegen übrigens schon im Kühlschrank:-) Absolute Leseempfehlung für jeden Krimifan mit Humor; für alle, die nicht gleich die Chemie-Keule nehmen und auch für die, die´s gern mit sehr viel Herz mögen - "Kräuterrosi, ledig, sucht....." gehört in jedes Bücherregal!

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    • 3

    danielamariaursula

    13. August 2015 um 11:43
  • Der Weg ist das Ziel! Heiterer leicht klamaukiger Landkrimi mit heilender Wirkung

    Kräuterrosi, ledig, sucht

    danielamariaursula

    08. August 2015 um 21:54

    Bei diesem Krimi stehen die Charaktere weniger im Mittelpunkt als die skurrilen Dorfbewohner, ihre Wehwehchen und die Mittel dagegen. Kurz nachdem sich 2 benachbarte Bauern mal wieder gestritten haben, ist am nächsten Tag der Böse von den 2en tot und der Dorfmob wendet sich gegen den Überlebenden. Sohnemann ist in einen Versicherungsbetrugsskandal und Menschenhandel verwickelt, Töchterchen verkommt dank einer Affäre zu einem älteren verheirateten Kerl zum Mauerblümchen und ihre beste Freundin will sie unbedingt verkuppeln. Als ob sie Zeit und Lust auf einen neuen Mann in ihrem Leben hat, muß sie sich doch um das Glück und Leben der anderen kümmern, so wie es scheint... Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und amüsiert, hatte Spaß an den Schilderungen des Dorflebens, den kleinen und großen Romanzen und denen, die es gerne werden würden und den Blick hinter die nicht immer aber doch oft genug, treffenden Clichés.... Gut, man hätte hier und da die Geschichte straffen können, aber so hatte man etwas länger was von Rosi und ihren Heilmitteln.... Über weitere Geschichten von Rosi und ihrer nicht immer unanstrengenden Familie und Freunde würde ich gerne mehr lesen..... Vor allem mit einem Anhang in dem die ganzen Kräuter und Tipps aufgeführt werden.

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  • Mir fehlte die Spannung

    Kräuterrosi, ledig, sucht

    winterdream

    03. August 2015 um 15:15

    Inhalt: Kräuterrosi, 62, ledig, sucht . . . eigentlich nichts. Sie ist zufrieden mit ihrem Leben und ihrer Tätigkeit als Kräuterhexe des Dorfes, auch wenn ihre beste Freundin der festen Überzeugung ist, dass Rosi einen Mann braucht. Doch dann lernt sie den »Bumshütten-Sepp« kennen, ihre beiden Kinder machen schwere Zeiten durch, und schließlich wird auch noch eine Leiche im Moor gefunden. Für Rosi ist das ruhige Leben ab jetzt vorbei, und sie beginnt ihre ganz eigenen Ermittlungen. Eine skurril-schrullige Hobbyermittlerin mit Helfersyndrom: herzlich-fröhliche Unterhaltung mit Hochspannung.   Cover: Das Cover hat mir sehr gut gefallen. Da ich Tierliebhaber bin, war es alleine deshalb schon interessant für mich. Allerdings hatte es mit dem eigentlich Buch nicht wirklich viel gemeinsam.   Mein Fazit: Ich habe schon einige Krimis aus dem Hause Emons gelesen, deshalb habe ich mich auch sehr darauf gefreut, denn diese haben mir immer gut gefallen. Bei diesem Krimi muss ich allerdings sagen, dass ich doch sehr schnell schon wusste, wer hinter allem stecken wird. Ich hatte da so eine Vermutung und so war es dann hinterher auch. Das war dann natürlich sehr enttäuschend für mich. Auch muss ich sagen, dass ich das Buch nicht durchgehend spannend fand, sondern im Gegenteil auch zwischendurch wirklich eher in die Länge gezogen.   Die Schreibweise hat mir aber sehr gut gefallen. Man konnte es schnell und flüssig lesen. Vielleicht war es sogar ein wenig zu einfach geschrieben.   Was mir gut gefallen hat war der Anfang eines jeden Kapitels. Die Autorin beschreibt da Mittelchen, die man für den Hausgebrauch gut nutzen kann und die dann in den einzelnen Kapiteln irgendwie noch aufgegriffen werden. Eben, was eine Kräuterrosi so ausmacht.   Ich vergebe hier gerne 3 von 5 Punkten.

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  • Männer, Kinder und ein Mord - etwas zu viel

    Kräuterrosi, ledig, sucht

    Julia_liest

    31. July 2015 um 23:07

    Rosi, 62, ledig und kräuterkundig hilft im Dorf wenn es zwickt und zwackt. All zu harmonisch geht es jedoch bald nicht mehr zu, im beschaulichen Innviertel, denn eben noch Patient bei Rosi, wird der mürrische aufbrausende Jörg alsbald tot im Moor gefunden. Unfall oder doch Mord? Die Polizei hat den Fall recht schnell abgeschlossen, doch es muss sich mehr dahinter verbergen. Rosi stellt ihre eigenen Ermittlungen an, die gar nicht so einfach im Auge zu behalten sind, denn ihre beiden Kinder sorgen für jede Menge Unruhe und die Männerwelt stürzt Rosi vollends ins (Gefühls-)Chaos. Der Schreibstil ist gut zu lesen (wobei das Präsens als Erzählstil in meinem Bücherregal eine echte Ausnahme darstellt und mir erst mal ungewohnt vorkam). Die Kapitel sind übersichtlich und gut gegliedert. Toll sind die nützlichen Hausmittelchen zu Beginn jedes Abschnitts. Durch die vielen Ereignisse um den Mord herum, gerät er für mich stellenweise fast in Vergessenheit. Immer wieder hadert Rosi mit ihren Gefühlen, die Kinder machen Ärger und kaum ist eine Sache ausgestanden, passiert eine neue, die für meinen Geschmack zu sehr ablenkt, für Spannungsabfall sorgt und einfach in die Länge zieht. Einiges wirkte auf mich zu gewollt.  Zum Schluss geht alles ganz schnell, aber nicht wahnsinnig spektakulär über die Bühne, da man schon zeitig zumindest eine Vorahnung hat. Die Geschichte nimmt dennoch ein versöhnliches Ende. Teilweise wusste ich nicht, wie ich die Charaktere "zu nehmen habe". Viele waren mir sympathisch aber einiges sehr konträr, womit ich nicht so gut zurecht kam. Für einen Regional-Krimi hätte ich mir ein bisschen mehr Ausschmückung des Schauplatzes und Verwendung der typischen Sprache gewünscht. Ich habe nicht den Eindruck, viel über die Region erfahren zu haben - sie ist leider kein neues Urlaubsziel auf meiner Liste geworden. Ich hätte gerne 3,5 Sterne vergeben, denn trotz allem ist die Rosi es wert, sie einmal kennenzulernen.

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  • Krimi mit Humor und Herz im schönen Österreich ♥

    Kräuterrosi, ledig, sucht

    Wildpony

    Kräuterrosi, ledig, sucht  -   Doris Fürk-Hochradl Kurzbeschreibung Amazon: Kräuterrosi, 62, ledig, sucht . . . eigentlich nichts. Sie ist zufrieden mit ihrem Leben und ihrer Tätigkeit als Kräuterhexe des Dorfes, auch wenn ihre beste Freundin der festen Überzeugung ist, dass Rosi einen Mann braucht. Doch dann lernt sie den »Bumshütten-Sepp« kennen, ihre beiden Kinder machen schwere Zeiten durch, und schließlich wird auch noch eine Leiche im Moor gefunden. Für Rosi ist das ruhige Leben ab jetzt vorbei, und sie beginnt ihre ganz eigenen Ermittlungen. Eine skurril-schrullige Hobbyermittlerin mit Helfersyndrom: herzlich-fröhliche Unterhaltung mit Hochspannung. Mein Leseeindruck: Ich bin ja ein großer Fan von den Emons-Krimis, aber dieses Buch hier hat mir richtig humorvolle und wunderbare Lesestunden bereitet. Die Hauptprotagonistin Rosi habe ich sofort ins Herz geschlossen. Und auch ihr "Kunde" und seines Berufstandes "Bumshütten-Boss" Sepp mochte ich von Anfang an. Hier finden nicht nur zwei einsame Herzen (ungeplant!) zusammen, sondern es wird auch der Tod von Jörg ermittelt, der als Trunkenbold bekannt war und der eine nicht so glückliche Frau und Tochter hatte. Verdächtigt wird natürlich der Nachbar Hias, der nicht nur im ständigen Streit mit dem Toten stand, sondern der auch früher der Nebenbuhler um die Gunst seiner Frau war. Als Leser findet man unheimlich schnell in die Welt der Kräuterrosi hinein, leidet mit ihr in der Sorge um Tochter und Sohn und erfreut sich an den hilfreichen Hausmitteln, die jeweils am Kapitelabschnitt oben hilfreich aufgedruckt sind. (das finde ich übrigens echt super!) Und wie es kommen muss - die Spannung zieht sich nicht nur durch das ganze Buch, sondern lässt auch noch vor dem Finale richtig zittern. Fazit: Ein Regional-Krimi, der mich total begeistern konnte. Ich hoffe wir treffen die Kräuterrosi vielleicht mal in einem Nachfolge-Krimi. Das Buch ist wunderbar geschrieben und die humorvollen Eindrücke darin machen es für mich noch genialer. Habe mich beim lesen richtig wohl gefühlt und die schönen Lesestunden nur so genossen. Dafür vergebe ich natürlich die vollen 5 Sterne und kann das Buch nur absolut empfehlen!

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