Doris Fischer Spielen wie im Mittelalter

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Inhaltsangabe zu „Spielen wie im Mittelalter“ von Doris Fischer

Ich spiele, also bin ich! Das galt im Mittelalter genauso wie heute. Jetzt sind Sie dran! Probieren Sie Kartenspiele aus, mit denen sich die Ritter die Zeit vertrieben, fegen Sie wie die Wikinger die Steine des Gegners vom Brett oder verausgaben Sie sich beim 'Ziegen hüten', dem Action-Spiel des Mittelalters! Archäologische Ausgrabungen zeigen: Nicht nur Schach, auch viele andere Spiele, die wir zum Teil heute noch kennen, waren in den engen Stuben und trutzigen Burgen verbreitet. Die Kleinsten lärmten mit ihrer Rassel, die Kinder trieben Reifen und die Erwachsenen würfelten im Wirtshaus. Das Buch eignet sich zur Vorbereitung von Kindergeburtstagen oder Mittelalterfesten, für große Gruppen oder den Zeitvertreib allein und zu zweit, für Sport und Spaß an Sonnen- oder Regentagen. Viel Spaß!

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  • Rezension zu "Spielen wie im Mittelalter" von Doris Fischer

    Spielen wie im Mittelalter
    affler

    affler

    05. March 2013 um 13:04

    Bei Grabungen oder auch bei Gräberfunden bleiben, verständlicherweise, wenig bis gar keine organischen Stoffe zur weiteren Untersuchung übrig. Zwar bekommt der Interessierte aus Überlieferungen, Malereien oder auch aus Büchern einige grundlegende Dinge vermittelt, doch fehlt oftmals ein "handfester" Fund zum Überprüfen bzw. zum Nachvollziehen. Ein großer Bestandteil des mittelalterlichen Lebens war das "Spielen". Da sich vieles in den vier Wänden, innerhalb der Familie, in der Stadt oder auf dem Land abgespielt hat, griffen die Menschen auf Spiele (auch Gesellschaftsspiele) zurück um den Tagesablauf abwechslungsreicher zu gestalten. Daher überrascht es auch nicht, dass beispielsweise in Grabungsfunden, viele kleine "Spielsachen" aus der mittelalterlichen Zeit gefunden wurden und die Zeit überdauert haben. Dafür war das Thema Spielen für die Gesellschaft und den einzelnen Menschen zu wichtig. Aufgrunddessen gibt es auch, zwar nicht in allen Bereichen, viele überlieferte Spielanleitungen, welche die Jahrhunderte überstanden haben. An dieser Stelle sollten generell die Brett- und Würfelspiele, aber auch das Schachspiel, erwähnt werden. Doris Fischer greift daher das Thema "Spiele", als einen in der mittelalterlichen Gesellschaft stark verankerten Bereich, auf und entführt den Leser gekonnt in eine Welt, die von Würfeln, Karten, Figuren, aber auch von Instrumenten und sogar der mittelalterlichen Gehhilfe geprägt ist. Die mittelalterlichen Funde werden von der Autorin in die Bereiche Ursprung, Herstellung und Verwendung eingegliedert. Dadurch kann auf den sehr übersichtlich gestalteten Seiten nachvollzogen werden was für einen Nutzen das jeweilige Spielzeug hatte, wie es nachgebaut und vor allem wie es benutzt werden kann. Ich finde es sehr schön anhand von Quellen aus Stundenbüchern, Funden aus Gräbern oder auch anhand von Nachbauten bzw. Replikas auf Mittelalterfesten zu sehen wie sich unsere Vorfahren, in einer Zeit ohne digitales Gerät, die Zeit vertreiben konnten. Besonders gelungen finde ich auch die geschichtliche Entwicklungen der einzelnen Spiele im Allgemeinen. Beispielsweise werden im Laufe der Jahrhunderte die Veränderungen anhand von Schachfiguren dargestellt. Im 13. Jahrhundert waren sie noch eher blump, rund und klein, ab dem 17. Jahrhundert hatten sie bereits eine Form angenommen, die den heutigen Figuren noch sehr ähnelt. Bei vielen Spielen musste ich an früher denken. Mein Opa hatte mir als kleiner Junge ein Holzschiff gebaut. Als ich dieses in dem Buch ebenfalls gefunden habe, musste ich sehr schmunzeln. Kurzum: als experimenteller Mittelalterfan, der auch gerne mal Sachen nachbaut um diese zu testen, für Besucher von Mittelalterfesten oder aber auch für den nächsten Kindergeburtstag ist das Buch eine wahre Goldgrube. Die Autorin hat es mit diesem Buch geschafft einen wichtigen Bereich des Mittelalters wieder zu beleben und hat dies in einer schönen Verpackung für unsere heutige Zeit aufbereitet. Das Buch ist durch Doris Fischer zu einem authentischen und experimentellen Fundus geworden, welches uns das Spielen wieder näher bringen kann!

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