Doris Gercke Die Frau vom Meer

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Inhaltsangabe zu „Die Frau vom Meer“ von Doris Gercke

Am Rande von Hamburg geschieht eine entsetzliche Bluttat: Eine Frau ermordet ihre drei Kinder - so zumindest wissen es die Nachbarn, und auch die Polizei scheint genügend Belastungsmaterial zu besitzen. Lara aber schweigt. Weder im Polizeiverhör noch vor Gericht ist sie bereit, über die Tat zu sprechen. Bedeutet ihr Schweigen das Eingeständnis von Schuld? Die Privatdetektivin Bella Block soll Laras Unschuld beweisen. Erst nach einigem Zögern nimmt Bella Block den Fall an, ohne zu ahnen, worauf sie sich einlässt…

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    Die Frau vom Meer

    Minje

    13. July 2017 um 11:18

    "Die Frau vom Meer" von Doris Gercke erschien 2000 im Hoffmann und Campe Verlag.InhaltHamburg, Mai 1999- September 2000 : Lara G., eine geschiedene Frau, steht in ihrem Garten. Ihre Kinder sind alle ermordet worden. Ist Lara G. die Mörderin? Wieso spricht Lara G. nicht? Bella Block beobachtet.Achtung SPOILERALARMMeinungAufbauDas Buch besteht aus drei Erzählsträngen: zum einen ein Erzählstrang, in dem wir miterleben, was Bella Block macht, was sie beobachtet. Ein zweiter Erzählstrang liegt vor, in dem wir mit Bella Block in ihre eigene Vergangenheit reisen (kursiv gedruckt). Und in einem dritten Erzählstrang reisen wir in die Vergangenheit von Lara G. (kursiv gedruckt). Dieser dritte Erzählstrang gefällt mir übrigens besonders gut, da wir hier etwas über die Psyche der möglichen Täterin erfahren.Außerdem sind der erste bis 6. Verhanddlungstag chronologisch beschrieben. Also ist das Buch gut strukturiert.CharaktereBella Block ist mir unsympatisch. Sie ist ehrlich (was ja gut ist), aber so wie sie jedem ihre Meinung sagt...hat was verletzendes an sich. Erst horcht sie die Leute aus und wenn sie die Info hat, die sie braucht, wird sie unsympatisch und verletzend. Ich mag ihre Art überhaupt nicht. Für mich ist das der erste und letzte Bella Block Roman, den ich gelesen habe.Ganz besonders unsympatisch wirkt Bella Block für mich am Ende. Ein wichtiger Moment, eine Chance, und obwohl Bella Block ja so interessiert war an Lara G., ist sie es dann doch nicht mehr? Woran war sie denn interessiert? Es scheint Lara G. war ein "Fall" für sie. Die Person, die dahintersteht, schien sie ja nicht zu interessieren, sonst hätte sie sich am Ende jawohl empathischer verhalten.Lara G. ist eine interessante Person, aber ich hätte gerne noch mehr von ihr gewusst.GlaubwürdigkeitEs ist alles so real beschrieben worden, wie Lara G. in den Gerichtssaal hineingeführt wird, was im Detail alles passiert. Das ist für das Buch ein riesiger Pluspunkt. Ein interessanter Aspekt hierbei: sämtliche Leute, die mit dem Fall nichts zu tun haben, kommen, sensationslüstern, wollen endlich die Verurteilung sehen, können es nicht abwarten...dann die Beeinflussung durch die Medien...und Bella Block...bleibt ruhig, abgeklärt...beobachtet...das ist der einzige Zug, der mir positiv erscheint an ihr (oben hatte ich ja geschrieben, das sie mir unsympatisch erscheint, aber mindestens einen sympatischen Zug hat sie).Sahnehäubchen......ist für mich, dass Gercke aus diversen Gedichten und Büchern zitiert. Unter anderem zitiert sie aus "Von Schmerz und Vernunft" von Joseph Brodsky. Und es ist so toll, was sie da über Lyrik zitiert, das ich Euch den Text nicht vorenthalten kann:"Nun ist Lyrik ja die höchste Form menschlicher Rede in jeder Kultur. Wenn eine Gesellschaft es unterlässt, Dichtern zuzuhören oder sie zu lesen, verurteilt sie sich selbst zu niederen Ausdrucksweisen- denen des Politikers, (...)kurz, zu ihren eigenen. Mit anderen Worten, sie verwirkt ihr Entwicklungspotential, denn was uns vom übrigen Tierriech unterscheidet, ist schließlich die Gabe der Rede. Die oft gegen Lyrik erhobene Anklage- sie sei schwierig, dunkel, hermetisch und was sonst noch- zeigt nicht den Zustand der Lyrik, sondern, offen gesagt, die Sprosse der Evolutionsleiter, an der die Gesellschaft festsitzt."EndeWas mir fehlt ist eine Auflösung. Ich habe das Gefühl bekommen, es gibt zu viele Nebenschauplätze in der Geschichte, die vom Eigentlichen ablenken. Ich wüsste gerne "Wer ist der Mörder?", "War Lara G. es wirklich?", "Was hat sie dabei empfunden?" und , falls sie es war, was sie ja gegenüber Bella Block gesteht "Was für ein psychiatrisches Krankheitsbild liegt vor? Warum spricht sie nicht?"FazitInteressant gestaltet, da  mir am Ende eine gute Auflösung fehlt, leider nur vier Sterne.

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  • Rezension zu "Die Frau vom Meer" von Doris Gercke

    Die Frau vom Meer

    claudiaausgrone

    21. August 2011 um 14:30

    "Am Rande von Hamburg geschieht eine entsetzliche Bluttat: Eine Frau ermordet ihre drei Kinder - so zumindest wissen es die Nachbarn, und auch die Polizei scheint genügend Beweismaterial zu besitzen. Lara aber schweigt. Weder im Polizeiverhör noch vor Gericht ist sie bereit über die Tat zu sprechen. Bedeutet ihr Schweigen das Eingeständnis von Schuld? Die Privatdetektivin Bella Block soll Laras Unschuld beweisen. Erst nach einigem Zögern nimmt Bella Block den Fall an, ohne zu ahnen, worauf sie sich da einlässt..."Ein Bella-Block-Roman, der sich absolut gelohnt hat, Spannung wohldosiert, sprachlich geschliffen, schön trocken, zeitweise philosophisch und oft sozialkritisch, immer politisch. Ein ganz klein wenig habe ich mich schwer getan mit der reduzierten Interpunktion und den Gedankeneinschüben: den Erzählungen der Kinderfrau und Bellas Russlanderinnerungen. Aber das hat meinen Lesegenuss nicht geschmälert. Eher - wie auf dem Buch steht - ein Bella-Block-Roman als ein Krimi.

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  • Rezension zu "Die Frau vom Meer" von Doris Gercke

    Die Frau vom Meer

    Wortklauber

    13. July 2007 um 09:19

    Bella Block (Ex-Polizistin, dann Privatdetektivin) kommt nach mehreren Jahren aus Sibirien nach Hamburg zurück. Ihre Mutter ist in der Zwischenzeit verstorben, und auch die gewitzte Studentin, die man in einigen Romanen zuvor an ihrer Seite kennengelernt hat, gibt es nicht mehr. (Vielleicht schon des längeren?) Kranz, Polizeipsychologe, bittet sie darum, Beobachterin bei einem beginnenden Prozess zu spielen. So ist dies kein Fall, den sie annimmt, sondern allenfalls ein Freundschaftsdienst. Kranz glaubt an die Unschuld der Frau, die eines furchtbaren Verbrechens angeklagt wird: Sie wird des Mordes an ihren drei Kindern beschuldigt. Alle anderen - das Gericht, die Staatsanwaltschaft, ihr Verteidiger, die Öffentlichkeit, die Presse, Bella - halten sie für schuldig. (Zumindest) die frühen Bella Block-Romane waren ziemlich dünn. Da war alles sehr konzentriert und reduziert. Dieser hier hat - immerhin - 250 Seiten. Ich weiß nicht, ob es gerade daran liegt, dass mir dieser Roman jetzt nicht so gut gefallen hat wie die vorherigen - ich fand ihn immer noch gut, aber weniger gut als die anderen. Für mich hätte hier und da deutlich gestrafft werden können. Es gibt zwei verschiedene kursiv gedruckte, eingestreute Passagen und (natürlich fiktive) Presseberichte über den Fall, die den Kapiteln vorangestellt sind. Bei den kursiven Passagen handelt es sich einmal (offensichtlich) um Erlebnisse Bellas in Sibirien, zum anderen um Erlebnisse/Gespräche eines Kindes - der späteren Angeklagten -, die sich teils um eine versunkene Stadt drehen. Da ich mich bisher weder mit den Verhältnissen in Rußland befasst habe, noch die Vineta-Sage kenne, war beides für mich einigermaßen undurchsichtig und entsprechend zäh zu lesen. Wer schon mal Gercke gelesen hat, weiß, dass zumindest die Block-Romane nicht ohne politischen und feministischen Hintergrund auskommen. Mich hat's nicht gestört, aber ich verstehe, dass einige damit nicht zurecht kommen. Was mir - wie immer - sehr gut gefallen hat, war der offene Blick auf kleine Gemeinheiten und Boshaftigkeiten des Alltags, der Menschen, wie sie so sind und was sie so von sich geben. Das kommt oft ganz leise daher und ist doch oft hundsgemein. Auch die Geschichte zwischen Kranz und Bella Block hat mir gut gefallen, so wenig kitschig und mit unverstelltem Blick, wie man das wahrlich nicht oft findet. Kein romantisches Gesäusel, aber trotzdem nett - wenn man nicht unbedingt auf Happy Ends aus ist. Die Frau in der Gesellschaft, das Problem des Älter- und Altwerdens - Randthemen, die einige vielleicht nicht im Krimi lesen wollen. Ich fand es völlig legitim. Wie Bella hingegen für einen alten Liebhaber eine offene Rechnung begleicht - Nebenhandlung und weiterer Seitenfüller - das fand ich etwas inszeniert. Alles in allem: Von dem packenden und unheimlich dichten Anfangskapitel an, in dem beschrieben wird, wie eine Nachbarin die ermordeten Kinder findet, war es für mich wieder solide Kost. Und, ganz wichtig: Ich hatte befürchtet, dass es ein offenes Ende gibt, dass der Leser nicht erfährt, was passiert ist. Das ist nicht der Fall! Auch das für mich ein weiterer Pluspunkt.

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