Nachsaison

von Doris Gercke 
2,8 Sterne bei4 Bewertungen
Nachsaison
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Inhaltsangabe zu "Nachsaison"

Eine gute Detektivin geht ihren Weg immer allein. So ist es nur konsequent, dass Bella Block sich aus der Tretmühle des Polizeidienstes verabschiedet hat und fortan ihr nicht unkomfortables Leben durch "nationale und internationale Ermittlungen" finanziert. Diese führen sie an einen süditalienischen Badestrand von betörender Tristesse. Der Blankeneser Geschäftsmann Paul Korthum hat Bella engagiert, um seine von ihm getrennt lebende Frau Marianne beschatten und in flagranti mit einem Latin Lover erwischen zu lassen. Doch die Dame hat mit Liebe nichts im Sinn, eher schon mit Geschäften, und zwar mit schmutzigen. Hier, nicht weit von Neapel, verschwinden heranwachsende Mädchen spurlos von der Bildfläche, um in einschlägigen europäischen Rotlichmilieus wieder aufzutauchen. Organisierte Kriminalität ist am Werk und die Spuren führen bis zu einem Bordell in Blankenese. Für Bella wird es gefährlich - sie muss ohne Skrupel ihre Beretta einsetzen, um zu überleben...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783455811995
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:102 Seiten
Verlag:HOFFMANN UND CAMPE VERLAG GmbH
Erscheinungsdatum:22.07.2013

Rezensionen und Bewertungen

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    Leilanis avatar
    Leilanivor 10 Jahren
    Rezension zu "Nachsaison" von Doris Gercke

    Eher kühl und distanziert erzählt die Autorin diese eigentlich sehr erschütternde Geschichte, wie ein kleiner italienischer Ferienort von der Mafia schikaniert wird. Vieles wird nur angedeutet und nicht explizit gesagt.

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    Wortklaubers avatar
    Wortklaubervor 11 Jahren
    Rezension zu "Nachsaison" von Doris Gercke

    Bella Block hat ihren Beruf als Kommissarin an den Nagel gehängt und verdingt sich nunmehr als Privatdetektivin.
    Nun darf man allerdings nicht erwarten, dass die Block-Reihe den gängigen Strickmustern folgt! Doris Gercke hat einen Stil, der nicht jedem Leser liegt, ihre Bella Block ist eine äußerst eigenwillige Frau, und entsprechend schräg verlaufen auch ihre Fälle.

    Paul Korthum, Inhaber einer Reihe exklusiver Schuhläden, engagiert Bella, um seiner von ihm getrennt lebenden Frau in den Urlaub zu folgen. Angeblich, um diese in flagranti mit einem Liebhaber zu erwischen. Bella ist Korthum nicht unbekannt, hätte sie doch just kurz vorher von seiner Geliebten den lukrativen Auftrag erhalten können, ihn um die Ecke zu bringen.
    Bella Block ist keine Auftragskillerin, aber ein paar Tage an der Adria, ausgestattet mit reichlich Vorschuss, könnte sie schon vertragen. Jedoch jettet ihr Auftrag nicht etwa zum gerade angesagten Nobel-Badeort, sondern fährt mit dem Zug von Hamburg nach Italien, über mehrere, zermürbende Zwischenstationen in einen drittklassigen Ort, in dem Tristesse die Oberhand hat. Die Saison ist vorbei, und außer einem Campingplatz, auf dem sich die zu beschattende Dame als einziger Gast einmietet und einem Hotel, in dem Bella wiederum alleine ist, und ein paar Verkaufsbuden mit dem üblichen angestaubten Touristenschnickschnack gibt es dort nicht viel.
    Natürlich braucht's da nicht viel Kombinationsgabe, um endgültig zu wissen, dass besagte Dame sich dort nicht eingefunden hat, um mit einem Liebhaber zu kuscheln - dafür gäbe es mit Sicherheit anheimelndere Orte. Und die Motive des Ehemanns werden auch recht deutlich in Frage gestellt.
    Schnell wird deutlich: In dem Ort regiert die Camorra. Zwei schmierige Gestalten kassieren allabendlich die ansässigen Lokalbesitzer und Budenbetreiber ab, gehen dabei alles andere als zimperlich vor, und sind offenbar auch im Frauenhandel aktiv.

    Am Anfang des Romans steht eine Szene von krasser Brutalität, die sich erst im Verlauf des Buches erklärt.
    Der Badeort an sich ist so öde und abstoßend gezeichnet (sich in ihr Schicksal ergebende Einwohner, ein traumatisiertes Mädchen auf einem Stuhl hinterm Postkartenständer, ein Kind im schmuddeligen rosa Kleidchen, streunende Hunde, die erschossen werden, sobald die letzten Touristen fort sind ...), dass er den Leser - bei entsprechender Empfindlich/samkeit ruck-zuck runterzieht.
    Bella legt wenig von den detektivischen Talenten an den Tag, die man von anderen Romanfiguren gewohnt ist. Sie guckt zu, zählt eins und eins zusammen, lässt ihre Berretta sprechen - und am Ende ist der Leser wieder selbst aufgefordert, die losen Enden zusammen zu knüpfen, die der Roman übrig lässt.
    Was mich etwas gestört hat, ist, dass sich scheinbar alle - die Geliebte, der Ehemann, und später die Ehefrau - an Bella Block wenden (und überhaupt!). Diese Zufälle kommen ein bisschen strapaziert rüber.

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    verena scotts avatar
    verena scottvor 3 Monaten
    mistellors avatar
    mistellorvor 4 Jahren

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