Doris Heueck-Mauss

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Rezension zu "Das Trotzkopfalter - Ein Erziehungs-ABC. Der Ratgeber für Eltern von 2 bis 6 jährigen Kindern." von Doris Heueck-Mauss

Eine Einführung zum Thema Erziehung und Trotzen
Smilla507vor 6 Jahren

Da unsere 22 Monate alte Tochter so langsam in die Trotzphase kommt und ich des öfteren ratlos und überrascht von unerwarteten Trotzreaktionen neben ihr stand, beschloss ich, mir einen Ratgeber in Sachen Trotzen zu besorgen. Die Entscheidung fiel mir nicht leicht - es gibt zig Rezensionen und das passende Buch für mich und unsere Situation zu finden war echt schwierig. Ich entschied mich für dieses Buch, weil es von einer deutschen Autorin geschrieben wurde und in einem Verlag erschienen ist, der weniger "mainstreammässig" ist als Goldmann & Co. Die Autorin, Doris Heueck-Mauß, ist Diplom-Psychologin, Psychotherapeutin und Mutter von zwei Kindern. Also spricht sie auch aus Erfahrung. 
Das Buch liest sich für ein Sachbuch sehr flüssig und ist kurz und prägnant beschrieben. Jedes Kapitel wird noch einmal in kurzen Sätzen in farbig unterlegten Kästen wiederholt. Es gibt ein paar Beispiele für typische Trotzreaktionen und Tipps, wie man solche verhindern kann. Ausserdem erklärt die Autorin, was in den Kindern vorgeht und warum sie trotzen. Sie rät das Kind zu beobachten, positives Verhalten zu bestärken und Verbote / "Neins" möglichst zu umgehen. Am Meisten appelliert sie jedoch an die Eltern, das eigene Verhalten zu hinterfragen und sich für eine Erziehungsmethode zu entscheiden. Manche Dinge wusste ich zwar schon, aber ich konnte auch noch einiges hinzu lernen. Was ich hinterfragen möchte ist eine Sache, die eigentlich nebensächlich ist für ein Buch über's Trotzen: Die Autorin ist der Meinung, dass ein Schreibaby deshalb so viel schreit, weil es nicht genügend Aufmerksamkeit bekommt. Da ich selbst ein Schreibaby hatte und ihm fast meine komplette Aufmerksamkeit geschenkt habe, kann ich diese Theorie nicht bestätigen! Für Eltern, die - wie wir - gerade in die Trotzphase einsteigen, ist das Buch auf jeden Fall eine Hilfe, sich zu orientieren, das Verhalten des Kindes besser zu verstehen und sich für die Zukunft zu "wappnen". Angeblich soll in dem Ratgeber das Alter von 2- bis 6-jährigen Kindern geschildert werden, doch die meisten Beispiele findet man für ca. 2- und 3-jährige. Für 5- und 6-jährige gab es (soweit ich mich erinnern kann) keine Beispiele und Tipps. Fazit: Für Eltern, die sich mit dem Thema noch nicht oder kaum auseinandergesetzt haben, ist das Buch sicher eine Hilfe. Für diejenigen, die schon mitten drin stecken und evtl. auch schon mehrere Ratgeber dazu gelesen haben wohl eher nicht.

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Rezension zu "Das Trotzkopfalter - Ein Erziehungs-ABC. Der Ratgeber für Eltern von 2 bis 6 jährigen Kindern." von Doris Heueck-Mauss

Rezension zu "Das Trotzkopfalter - Ein Erziehungs-ABC. Der Ratgeber für Eltern von 2 bis 6 jährigen Kindern." von Doris Heueck-Mauss
LilianAvor 6 Jahren

Als Mutter eines schlichtweg zeitweise nicht zu bändigenden Klein-Jungen habe ich mir in meiner Verzweiflung dieses Buch zugelegt, dass von der Beschreibung viel verspricht, meines Erachtens aber nicht zum Kern der Problemlage vordringt. Die Autorin greift einige Hintergründe von Trotzreaktionen auf, betont wie wichtig Trotz für das Kind ist, beschränkt dies aber weitestgehend auf eine individuell psychologische Phase. Nach Lektüre wie "Raising your spirited child" hatte ich mir eher unter dem Titel eine deutschsprachige Behandlung des Themas "Kinder nicht verurteilen, sondern begleiten und lenken!" erhofft. Das Erziehungs-ABC beschreibt mehr, wie man als Elternteil nicht die Nerven verliert, als wie man dem Kind helfen kann. Die Festschreibung des Trotzens auf eine Altersphase halte ich für hartnäckig betroffene Familien irreführend und entspricht nicht dem klinischen Bild.
Es gibt sehr viele positiver Rezensionen zu diesem Buch, die einen Hinweis darauf liefern, dass es wohl am Grad der Betroffenheit liegen mag, ob die Rat-suchenden Leser sich einmal in das Thema eindenken möchten oder ernsthafte verhaltensmodulierende Ansätze erwarten.
Vom schreiberischen Handwerk könnte man dem Buch vier Sterne einräumen, aber als so betitelten Ratgeber darf die Inhaltlichkeit nicht ausser Acht gelassen werden.

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