Doris Hochstrasser-Koch , Karin Koch Sager Die Bestatterinnen

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Inhaltsangabe zu „Die Bestatterinnen“ von Doris Hochstrasser-Koch

Die beiden Schwestern Doris Hochstrasser-Koch, geb. 1955, und Karin Koch Sager, geb. 1966, arbeiten in der dritten Generation im familieneigenen Bestattungsunternehmen in Wohlen AG. Den Grundstein dazu legte ihr Großvater mit einer Fuhrhalterei. Sein Pferdegespann räumte nicht nur Schnee weg, sondern transportierte auch Holz und Kies. Und Tote auf den Friedhof. So drehen sich bereits die frühesten Kindheitserinnerungen der beiden Frauen um die Endlichkeit unseres Daseins. Als ihre Eltern, die insgesamt acht Kinder hatten, den Betrieb weiterführten, tauschten diese das Pferdegespann Ende der Sechzigerjahre durch einen Leichenwagen aus, und als Doris und Karin in die Fußstapfen ihrer Eltern traten, setzten auch sie ihre eigenen Ideen um. Nicht bereit, den Tod als diskrete und schnell zu erledigende Angelegenheit zu akzeptieren, entwickelten die sympathischen Unternehmerinnen mit viel Herz und Verstand neue Ansätze, übernahmen zunehmend zeremonielle Funktionen, adaptierten überkonfessionelle und alternative Rituale und konzentrierten sich auf die Kunst des Ausklangs: den würdevollen Umgang mit den Verstorbenen samt der Aufgabe, sie für einen Abschied vorzubereiten, der den Hinterbliebenen nicht nur Trost spenden soll, sondern auch Zuversicht. Durch ihre Arbeit kamen die zwei Frauen zu Einsichten, die ihr Dasein positiv beeinflussten. Und so handelt ihr Buch zwar in vielerlei Hinsicht vom Tod, viel eher aber vom Leben.

Für mich keine leichte Kost - Hochachtung für all die, die diesen Beruf ausüben!

— peedee
peedee

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  • Buchverlosung zu "Leonardo Di Caprio trifft keine Schuld" von Silvia Aeschbach

    Leonardo Di Caprio trifft keine Schuld
    WoertersehVerlag

    WoertersehVerlag

    Liebe Lovelybookers,Der Wörterseh Verlag ist neu auch auf Lovelybooks unterwegs. Wer wir sind? Mit unserem Programm setzen wir auf Menschen und deren Geschichten. Auf Lebensgeschichten. Auf Geschichten, die berührend und bewegend aufzeigen, dass im Leben vieles möglich ist. Dann, wenn man den Glauben an sich und die Machbarkeit der Dinge nicht verliert.Um unseren Einstand auf dieser tollen Plattform zu feiern, verlosen wir 20 Buchpakete mit 4 unserer Bestseller. »Älterwerden für Anfängerinnen« (#1 d. Schweizer Bestsellerliste)Die Journalistin, Autorin und Bloggerin Silvia Aeschbach befindet sich mit ihren 55 Jahren in einer Lebensphase, in der sie ein neues Territorium betritt, das sie nicht wirklich als eine Wohlfühloase empfindet. Wie Silvia Aeschbach die Jahre des Umbruchs erlebt, hat sie in ihrem Buch »Älterwerden für Anfängerinnen« sehr persönlich und augenzwinkernd festgehalten. In dreizehn Porträts lässt sie Frauen im Alter zwischen Anfang vierzig und Anfang siebzig zu Wort kommen. Offen erzählen sie, wie sie diese turbulente Zeit erleben und wie sie sich den Veränderungen, die unaufhaltsam kommen, stellen. »Leonardo DiCaprio trifft keine Schuld« (#2 d. Schweizer Bestsellerliste)Panikattacken kommen meist aus heiterem Himmel. Herzrasen, Schwindel, Zittern, Atemnot – Todesangst. Die Journalistin Silvia Aeschbach war knapp siebzehn, als sie ihre erste Panikattacke erlebte und felsenfest davon überzeugt war, dass sie diese nicht überleben würde. Mit viel Humor und einer gehörigen Portion Selbstironie schildert die Autorin, wie sie an den immer wiederkehrenden Attacken fast verzweifelte, was für eine Erlösung es war, als sie – unzählige Attacken, tausend kleine Tode und viele Jahre später erst – endlich eine Diagnose und einen Namen für ihre Krankheit erhielt, wie sie mit ihrer Angststörung leben lernte und an ihr auch wachsen konnte. Das Buch ist eine unterhaltsame wie packende Lektüre. Mit Panikattacken in den unpassendsten Momenten. In einer Livesendung am Radio beispielsweise. Im Flugzeug. Mitten in einem Robbie-Williams-Konzert. Vor laufender Kamera. Oder aber im selben Raum mit dem Hollywood-Star Leonardo DiCaprio.»Die Rebellin« (#6 d. Schweizer Bestsellerliste)Ursula Hausers Lebensweg scheint in geordneten Bahnen vorgezeichnet, als sie mit neunzehn ungewollt schwanger wird. Nach der – traumatischen – Abtreibung hält sie ihr enges Umfeld nicht mehr aus. Sie reist nach Amerika, gerät in den Strudel der Anti-Vietnam-Proteste und schließt sich der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung an. Zurück in der Schweiz, engagiert sie sich in der Achtundsechziger-Bewegung und beginnt, Psychologie zu studieren. 1980 reist die Psychoanalytikerin nach Nicaragua wo sie Antonio Grieco kennen lernt, Revolutionär und Weggefährte Che Guevaras. Die beiden verlieben sich, heiraten und leben sechzehn Jahre glücklich zusammen, bis er an den Spätfolgen der Folter stirbt, die er Jahre zuvor im Gefängnis der Militärdiktatur in Uruguay erlitten hat. Seither ist Ursula Hauser eine moderne Nomadin. »Giganten« (#20 d. Schweizer Bestsellerliste)Giganten erzählt die Geschichte zweier Freunde, die im ewigen Wettstreit um das größte Bauwerk der Welt zu Rivalen werden; es ist das Drama zweier Rivalen, die im Wettstreit um eine Frau zu Feinden werden. Der eine ist der kühl berechnende Visionär und Ingenieur Gustave Eiffel, der geniale Eisenmagier, der den Eiffelturm erbaute; der andere der Bildhauer Frédéric Bartholdi, ein Künstler aus Leidenschaft, der von der Idee besessen ist, einen weiblichen Koloss von Rhodos zu erschaffen, und die Freiheitsstatue errichtete. Zwischen den beiden Männern steht eine junge Frau, die sich zwischen Vernunft und Herz, zwischen wirtschaftlicher Sicherheit und einem Leben als Bohemienne, entscheiden muss. Wenn ihr neugierig geworden seid, könnt ihr euch für eins der 20 Buchpakete von über den blauen JETZT BEWERBEN Button bewerben.Bitte beachtet vor eurer Bewerbung die Richtlinien für Leserunden.

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  • Für mich keine leichte Kost

    Die Bestatterinnen
    peedee

    peedee

    21. January 2016 um 19:22

    In diesem Buch erzählen die beiden Schwestern Doris Hochstrasser-Koch, geb. 1955, und Karin Koch Sager, geb. 1966, die Geschichte ihres Familienunternehmens; aufgezeichnet von Franziska K. Müller, Journalistin und freie Autorin. Doris und Karin betreiben in dritter Generation ein Bestattungsunternehmen in Wohlen (Aargau). Wie ist das Leben, wenn sich im Alltag alles um den Tod und Trauer dreht? Wieso wählt jemand freiwillig einen so negativ besetzten Beruf? Erster Eindruck: Zwei sympathische Frauen mit einem Sarg am Rande eines Feldes; der Titel ist schlicht und der Untertitel „Gestorben wird immer“ ist leider absolut stimmig. Warum lese ich ein Buch über Bestatterinnen? 1. Weil ich Bücher aus dem Wörterseh-Verlag sehr mag und 2. weil ich über die Schwestern bereits in den nationalen Medien gelesen habe. Die Autorin Franziska K. Müller ist mir bereits bekannt durch das Buch „Mutanfall – Mein Leben ohne Ernst“, ebenfalls aus dem Wörterseh-Verlag. Ich mag ihren Schreibstil sehr. Es ist interessant, den Wandel des Familienunternehmens zu lesen: Vom einfachen Pferdegespann des Grossvaters über den ersten Leichenwagen der Eltern bis zu weiteren Modernisierungen durch die dritte Generation, den beiden Schwestern. Es stehen sogar schon die vierte und fünfte Generation für das Fortführen des Familienunternehmens parat: Ein Sohn von Doris ist Bestatter und eine Enkeltochter interessiert sich ebenfalls für diesen Beruf. Die Liebe der beiden Schwestern ist sehr gut spürbar, denn Doris war für die kleine Karin quasi Mutterersatz – sie sorgte für Liebe und Zuwendung. Das Verhältnis zu der Mutter, die eine sehr strenge Frau zu sein scheint, wirkt ziemlich angespannt. Wie ist es für eine Bestatterin, wenn sie selbst vom Tod betroffen ist? Doris verliert ihren Mann Sepp – zuerst handelt sie wie die Berufsfrau und ordnet gewisse Abläufe an, aber dann ist sie einfach die Witwe, die um ihren Mann und Vater ihrer Kinder trauert. Interessant fand ich die Vergleiche, wie Beerdigungen z.B. in den USA oder Westafrika ablaufen. Es gibt z.B. in den USA doch tatsächlich die 3-Minuten-Abdankung – im Auto!! Oder auch wie sich die schwarzen Schafe der Bestatter-Branche verhalten, z.B. abhören des Polizeifunks, um als erster vor Ort zu sein. Es werden auch wirklich tragische Geschichten aus dem Firmenalltag erzählt, wo es z.B. manche Hinterbliebenen nicht schaffen, weiterzuleben. Weiter wird der Beruf des Thanatologen vorgestellt: Dieser richtet extrem verunstaltete Tote wieder her, so dass die Hinterbliebenen den Verstorbenen doch noch anschauen und so Abschied nehmen können. Die Schwestern haben für mich einen sehr lebenslustigen Eindruck gemacht und ich finde es sehr schön, dass sie die Verstorbenen auf dem letzten Weg begleiten und natürlich auch deren Familien begleiten und versuchen, ihnen von der Trauer zurück ins Leben zu helfen. Das Buch hat mir sehr gefallen, auch wenn es für mich ganz und gar keine leichte Kost war. Es war häufig beklemmend. Ich wäre sicherlich nicht geeignet, um den Beruf eines Bestatters auszuüben. Bei Krankheit und Tod fühle ich mich hilflos. Hochachtung für all die, die diesen Beruf ausüben!

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